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Müssen Werber eigentlich cool sein?

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Sieht ganz danach aus:

"Das ist das Ausgeflippteste, was man in einer Werbeagentur finden kann", sagt der Creativ Director, der seit neun Jahren bei Jung von Matt arbeitet."
Weiter bei Spiegel Online.
"We have really smart people who are always thinking up totally cool shit. We have a meeting room with a big, round, expensive table. When you hire us to do something, we spend lots of time sitting around the table having meetings."
Weiter bei huhcorp.com, von denen auch das Bild ist.

Werbung. Zum Weitersagen.

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Heute bei Nico Zorn gefunden:

"Vodafone zeigt mit der Vodafone Future Site, dass Onlinewerbung weder nervend noch langweilig sein muss. Auf der sehr aufwendig gestalteten Seite gibt es einen Ausblick in die mobile Zukunft - natürlich mit Vodafone. Die Seite ist so gut gemacht, dass sich die URL allein durch Mund-zu-Mund-Propaganda (E-Mail, Weblogs, Onlineforen) rasend schnell verbreitet..."

Ansehen. Unbedingt.


Stark unterschätzt: die Macht der Töne

Erst vor kurzem hatten wir es doch hier und hier davon. Werbeleute entdecken die bislang unterschätzte Dimension des Marketings mit Tönen. Da schreibt Gerhard Schoolmann in seinem Blog über die Bedeutung der Hintergrundmusik in der Gastronomie:
"Die Art und Intensität der Hintergrundmusik beeinflußt die Auswahl von Speisen. Dies wurde in einem Experiment in der Militärkantine im Südwesten der USA ermittelt. An sechs Tagen wurde je zwei Stunden lang die Hintergrundmusik variiert und 858 Essensbestellungen ausgewertet. Es ist dabei u.a. herausgekommen, daß das Abspielen ethnischer Musik zu einer signifikant höheren Auswahl entsprechender ethnischer Gerichte führt. Die detaillierten Ergebnisse wurden veröffentlicht in: Andrew Feinstein PhD, Tammy S. Hinskton, Mehmet Erdem: "Exploring the Effects of Music Atmospherics on Menu Item Selection", in: Journal of Foodservice Business Research, Volume: 5 Issue: 4, 2002, pp 3-25."

12.000 Zugriffe!

Das hat mich dann doch überrascht: Seit gestern ist der Sloganizer wieder online. Und gleich am ersten Tag wurde 12.000 mal auf die Seite zugegriffen. Natürlich wurden dabei jede Menge Werbeslogans produziert. Hier ein paar Auszüge:

Was fuer ein praller Gedanke: Dolly Buster!

Microsoft kommt und 2004 Jahre Hoffnung sind Geschichte.

Das Lachen der Kinder! Giftpflanzen Lieferservice, so selten wie nötig!

Rufen ist mein Ding. R-Call, so frei wie das Gewissen.

Bloggen wo noch nie ein Mensch gewesen - Daniel van Moll!


Wie begeistere ich die Medien...

für mein Unternehmen, meine Fähigkeiten, mein Produkt? Ganz einfach. Machen Sie ein verrücktes Produkt. Oder einen Prototyp. Das ist der Trick der Automobilindustrie, die regelmäßig Zukunftsstudien zeichnet oder Prototypen baut, die leider nur zu selten so in Serie gehen.

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Die Welt vom 20. November 2002

"Was Pkw-Hersteller können, kann ich auch", dachte sich die holländische Illustratorin und Designerin Meike van Schijndel. Mit ihrem Projekt Bathroom-Mania und einem Urinal in Lippenform hat sie es zu einer gewaltigen und seit 2001 anhaltenden weltweiten Medienresonanz gebracht. Ein kleiner Auszug: Algemeen Dagblaad, Elle Decoration, Deutsche Bauzeitung, Playboy, Penthouse, Viva, Die Welt, Le Matin.


Ladengestaltung mit kleinem Budget

Sind die Zeiten sündhaft teurer Ladengestaltung dahin? Könnte man meinen: Das japanische Luxusmodelabel Comme des Garcons macht mit seinem neuen Laden auf mega-billig und schließt ihn nach einem Jahr wieder!

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Der in Berlin-Mitte vor wenigen Tagen eröffnete Laden (Chausseestraße 124 ) soll nur für 1 Jahr geöffnet sein und nennt sich Guerrilla Store +49 30. In den Räumen einer ehemaligen Buchhandlung soll durch "Einfachheit eine selbstverständliche Atmosphäre" entstehen.

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info@: Die schlechteste E-Mail-Adresse der Welt

Als Low Budget-Werber müssen Sie auch auf die Kleinigkeiten achten. Denn Unachtsamkeiten kosten Geld und sind vertane Werbegelegenheiten. Nehmen wir mal das Thema E-Mail-Adressen. Die schlechteste E-Mail-Adresse der Welt ist die, die jeder hat. Sie heißt: info@sowieso.de

Eine info@ Adresse ist gerade noch ok, um eingehende Mails an einer zentralen Stelle im Unternehmen zu sichten. Sie ist auch praktisch, um die Spam-Robots nicht mit persönlichen E-Mail-Adressen zu füttern. Mit anderen Worten: sie taugt als Eingangsadresse.

Aber als Absenderadresse ist die info@ Adresse katastrophal! Warum?

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Klingel-Fluch oder Marken-Segen?

Unter diesem Titel schreibt Rainer Hirt in einem Beitrag für more brains über die Tendenz großer Marken, eigene, exclusive Sounds für sich zu entwickeln. Große Marken wie Telekom, Audi, BMW wollen also nicht nur anhand von Logos, Farben oder Schriften erkannt werden, sie möchten auch einen typischen Klang haben.

Aber auch kleine Unternehmen können Audio-Elemente für ihre Werbung nutzen. Beispielsweise ihre E-Mails mit Ton versehen. Im Outlook ist das schnell gemacht. Einfach den Reiter Format, dann Hintergrund, dann Sound anwählen und ein Audioformat (.wav) einbinden.

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Vorsicht: Die Idee sollte sparsam eingesetzt werden. Denn akustische Dauertöne können ganz schön nerven. Gut ist es, nur ganz besondere Aktivitäten mit einem akustischen Signal zu versehen... etwa ein Glückwunschschreiben, eine Einladung zu einer wichtigen Veranstaltung (Messe, Geschäftseröffnung, Jubiläum, Tag der offenen Tür, Sommerfest). Solange Töne noch selten in den E-Mail-Verkehr eingebunden werden, können Sie damit positiv überraschen.

Kostenlose wav-Sounds finden sich im Internet, preiswerte Sammlungen von Musik-Clips und Soundeffekten auf CD. Auch auf Rainer Hirts Website über Audio-Branding findet sich ein kurzer schöner Soundeffekt.


Geile Gespielin oder putzwütige Hausfrau?

Eine große Frankfurter Werbeagentur (Saatchi & Saatchi) hat Frauenrechtlerin Alice Schwarzer zu einem Vortrag eingeladen. Die Frankfurter Neue Presse berichtet darüber.
"Drei Prototypen bediene die Werbung: "die geile Gespielin, die putzwütige Hausfrau und Mutter und schließlich die taffe Karrierefrau." Und alle drei taugten nicht wirklich, um Frauen anzusprechen. Alice Schwarzer weiß, warum der Großteil der Werbung so "hoffnungslos daneben" ist: "In dieser Branche sind besonders viele Männer, die sich durch die Erniedrigung anderer erhöhen, weil sie mit ihrem eigenen Rollenbild ein Problem haben."

Gute Werbung? Nur wenn es dem Gericht gefällt!

Gerade für Werber mit kleinem Budget ist Außenwerbung eine hervorragende Sache. Sie ist preiswert und aufmerksamkeitsstark. An markanten Gebäuden, viel befahrenen Strassen, Verkehrsnotenpunkten oder stark frequentierten öffentlichen Plätzen wirkt Werbung ganz besonders. Leider reden meist die Gemeinden und später die Gerichte ein Wörtchen mit, wenn es darum geht: Erlaubt oder nicht?
Verboten: "Wohnwagen dürfen nicht als Werbeträger ohne Genehmigung im öffentlichen Straßenraum abgestellt werden. Das hat das Frankfurter Verwaltungsgericht im Fall eines Fitness-Studios entschieden, das mit allseits reklamebeklebten Wohnwagen für sich geworben hatte. Die Richter sahen darin eine "Sondernutzung" des Straßenraums, der von der Stadt gegen Gebühren genehmigt oder eben auch abgelehnt werden könne. Die Anhänger müssen entfernt werden, folgt aus dem Urteil (Az.: 6 E 3330/03)."
Nachricht gefunden in der Frankfurter Neuen Presse.

Erlaubt: "Die S-Bahn-Brücke über die Hofoldinger Straße in Sauerlach darf nun auch als Werbefläche genutzt werden. Das entschied das Verwaltungsgericht gestern bei einer Verhandlung vor Ort. Helmut Stürzer, Inhaber des Neuwirts, hatte geklagt, weil das Landratsamt ihm die Errichtung einer Werbetafel verwehren wollte."
Nachricht gefunden im Merkur Online.

Blöd. Aber total.

Was sich die Schweizer Supermarktkette Migros hat einfallen lassen.
"...gezeigt wird ein Low-Budget-Filmdreh, quasi ein Film im Film. Es geht dabei um eine aus Dilettanten zusammengewürfelte Filmcrew, die unter widrigsten Umständen mit spärlichsten Mitteln und lächerlich kleinem Budget versucht, einen Werbespot zu drehen. Dabei geht schief, was schief gehen kann, die Kulissen sind schrecklich und die Presenter genau so talentfrei wie die Filmcrew. Unterstrichen wird das Ganze durch schlechte Beleuchtung und ungewohnte Bildqualität, denn die TV-Spots wurden auf Video gedreht. Man sieht die ganze Zeit über klar und deutlich: Es war einfach kein Geld da."

Die Botschaft ist, dass bei M-Budget nicht in teure Werbung investiert wird, sondern in günstige Produkte und damit in den Vorteil der Kundschaft. Dementsprechend die Auflösung im Anschluss an die Low-Budget-Werbespots: "M-Budget. Mehr Budget für Sie."

Sorry, liebe Migros-Werber, das war nicht clever. Die Botschaft ist, dass Ihr in teure Werbung investiert und Euch eine ganz schwache Idee leistet. Echte Low Budget-Werbung wäre es gewesen, überhaupt keine TV-Spots zu schalten. Stattdessen schmeisst ihr das Geld raus und verschaukelt Euch selbst dabei. Ob das die Kunden lustig finden, werden Eure Kassiererinnen ja bald feststellen. Low Budget-Werbung bedeutet eben nicht schlechte Presenter und schreckliche Kulissen. Low Budget-Werbung bedeutet: großartige Ideen.

Nachricht gefunden auf persoenlich.com.


Die Erforschung der Mund-zu-Mund-Propaganda

"Warum Millionen in teure Anzeigen und Fernsehwerbung stecken, wenn es auch viel billiger geht? Netzforscher glauben an die Möglichkeiten der Mundpropaganda. Leuchtende Vorbilder gibt es zuhauf: Jesus startete vor 2000 Jahren eine Kampagne ohne Werbeetat. Er hatte nichts als die Unterstützung einiger Jünger, die seine Botschaft in die Welt trugen. Jahrhunderte später war das Christentum die bedeutendste Religion Europas."
So schreibt Spiegel Online in einem heute erschienenen Beitrag über die Erforschung und Professionalisierung der Mund-zu-Mund-Propaganda. Im Kern geht es darum, die für die Verbreitung von Informationen wichtigen, besonders kommunikativen oder meinungsbildenden Menschen kennenzulernen, über die sich Nachrichten massenhaft verbreiten lassen. Eigentlich ein alter Hut, wie der Hinweis auf die Verbreitung der christlichen Botschaft beweist. Eine spannende Darstellung des Themas findet sich in dem lesenswerten Bestseller Der Tipping Point. Wie kleine Dinge Großes bewirken können von Malcolm Gladwell.

Amerika ist da - wie häufig - bereits weiter.

"Das amerikanische Marktforschungsinstitut Simmons, nach eigenen Angaben führend in der nationalen Konsumentenforschung hat die US Bevölkerung nach Ihrer Bedeutung für virales Marketing segmentiert."
...berichtete das Online Magazin more brains bereits im letzten Jahr.

Wie man Mund-zu-Mund-Propaganda richtig anpackt, ist einer der wichtigen Schwerpunkte in meinem Workshop "Werbung mit kleinem Budget".


Von der Knastware zur Kultware

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Auch mit einem kleinen Budget kann man riesige Medienwirkung erzielen. Und eine starke Marke schaffen. Die Marke Haeftling wurde innerhalb weniger Wochen etabliert und hat noch ein riesiges Potenzial vor sich. Was ist Haeftling? Eine Textilmarke. Eine Marke für Kleidung, die in der Justizvollzugsanstalt Tegel gefertigt wird. Mit dieser Herkunft, einem einmaligen Qualitätsversprechen (Was den Knastalltag aushält, muss schließlich belastbar sein!) und wenigen authentischen Designelementen - etwa Original-Sträflingsfotos - brachte die Agentur Herr Ledesi dieses Kunststück fertig. Der Markenaufbau funktionierte nicht etwa durch teure Werbemaßnahmen, sondern ein stimmiges Design, eine Website und ein gewaltiges Medienecho. (Bild: Haeftling)


Soundlogos als Freizeichen

Stellen Sie sich vor, Bekannte und Freunde rufen Sie an. Und hören Musik, die ganz klar nur von Ihnen ausgewählt sein kann. Weil Sie absolut Ihrem Stil entspricht. Genau das geht ab dem 16.02.2004 - mit SoundLogo von T-Mobile!

Der Service zielt auf Privatnutzer, die das tuut-tuut-Freizeichen ersetzen wollen. Aber für nur 99 Cent monatlich ist es auch für Unternehmen eine gute Sache, die Anrufer in der Warteschleife mit einer passenden angenehmen Sound-Atmosphäre zu verwöhnen. Schade, dass einstweilen nur die vorfabrizierten Hits von Universal als Soundlogos ausgewählt werden können. Kreative Unternehmer wollen ihr Soundlogo selber machen, liebe T-Mobile.


Existenzgründer im Landkreis Böblingen

Diese Nachricht ist nur für Sie. In Zusammenarbeit mit der WFG Landkreis Böblingen haben wir beschlossen, einen Platz im Böblinger Workshop kostenlos zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie diesen Platz haben möchten, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

Erstens: Ihr Unternehmen ist im Landkreis Böblingen angemeldet.
Zweitens: Ihr Unternehmen wurde im Jahre 2003 oder 2004 gegründet.

Trifft dies auf Sie zu? Dann schreiben Sie mir eine E-Mail mit dem Betreff "Existenzgründer Böblingen". Das Los entscheidet.


E-Mails aus der Wirklichkeit

Gestern habe ich eine Einladung zu einer Pressekonferenz erhalten, an der ich leider nicht teilnehmen kann. Also fragte ich heute an, ob ich die Redemanuskripte der Sprecher erhalten könnte. So sah die Antwort aus.

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Nebenbei: Der Autor der E-Mail ist nicht irgendwer, sondern der Geschäftsführer eines großen Berufsverbandes. Dazu meine Tipps:
1. Drücken Sie nie, nie, nie auf den Senden-Knopf, wenn Ihre E-Mail so aussieht wie obiges Beispiel.
2. Versenden Sie keine E-Mails ohne vollständige Signatur.
3. Halten Sie für Presseleute, die nicht persönlich erscheinen (das sind die meisten!) schriftliche Unterlagen bereit.

Und so sollte Ihre E-Mail-Signatur aussehen:

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Großartige Werbekooperation

Der Leitfaden eMail Marketing gibt ein hervorragendes Beispiel dafür ab, wie durch Kooperation im Netzwerk Werbepower entfacht wird. 22 Autoren haben Fallstories zum E-Mail-Marketing beigetragen und die Gelegenheit benutzt, ihr Unternehmen und seine Kompetenzen vorzustellen. Herausgeber Torsten Schwarz profitiert auch davon: Er macht mit diesem kostenlosen Sonderdruck auf sein Buch "Leitfaden eMail-Marketing" aufmerksam.

Zitat Dr. Schwarz: "Schon der letzte Sonderdruck war ein Bestseller: bis 1.2. wurde das PDF-Dokument 64612 mal abgerufen. Der neue Sonderdruck enthält noch mehr konkrete Fallstudien und statt 18 nun 22 Fachbeiträge. Im März erscheint das Buch Leitfaden eMail-Marketing. Schon jetzt gibt es vorab einen kostenlosen 52-seitigen Sonderdruck."
Der Hinweis auf den Download (PDF, 1,6 MB) macht derzeit in zahlreichen Blogs die Runde.

Google liebt Weblogs

Soeben habe ich bei Google die Begriffe "werbung", "kleines", "budget" eingegeben und war erstaunt. Google findet 5.210 Treffer und mein Weblog ist auf Platz 1.

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Das beweist die These, dass Weblogs suchmaschinenfreundlich sind. Erstaunlich ist das Ergebnis allerdings schon - denn bislang habe ich noch nichts unternommen, um das Weblog bekannt zu machen. Eine unbekannte Webseite, nach rund 2 Wochen im Netz auf Platz 1 bei Google? Großartig! Auch für Unternehmen mit kleinen und kleinsten Werbebudgets gibt es Methoden, um im Suchmaschinenranking ganz nach vorn zu kommen. In meinem Fall betrug der Einsatz 89,50 USD - die Jahresgebühr für den TypePad-Service.