Previous month:
Juli 2004
Next month:
September 2004

Newsletter einfach abbestellen? Von wegen!

Wissen Sie was gut wäre? Wenn man Newsletter für die Dauer seines Urlaubs einfach abbestellen könnte. Geht aber nicht. Ich habe es gestern versucht. Ergebnis: bis auf eine Ausnahme (w&v) boten die von mir bezogenen Newsletter diese Funktion nicht an. Da half nur eins: Newsletter komplett abbestellen und nach dem Urlaub - vielleicht - wieder bestellen. Oder auch nicht. Denn beim opt-out zeigt sich verräterisch, wie fit ein Unternehmen in puncto Service ist. Wie meinte Thorsten Beck in more brains zu den Neuerungen der UWG-Novelle:
"Außerdem müssen Sie dem Kunden eine einfache Möglichkeit der Abbestellung anbieten, um von seinem Widerspruchsrecht Gebrauch zu machen. Also etwa die Abbestellung durch E-Mail oder Klicken eines (mitgesandten) Opt-out-Links."
Einfach funktionierte dies nur bei der New York Times: E-Mail-Adresse eingeben fertig. Aber für die gilt ja nicht mal das deutsche UWG. Auch das nochmalige Klicken eines Bestätigungs-Links mag ja noch angehen. Aber die meisten Newsletter-Anbieter machen einem den Ausstieg schwer: da wird nach dem Passwort gefragt. Wehe, Sie haben es vergessen. Manche wollen zusätzlich Gründe wissen. Und bei i-Business kommt man gar nicht mehr raus - die Abbestell-Funktion ist unter dem im Newsletter mitgelieferten Link nicht zu finden. Naja, so schönt man seine Zahlen, wenn man Werbeplätze im Newsletter verkauft.

Virtuelle Buchtournee für "Werbung mit kleinem Budget"

Im September gehe ich auf Reisen, um mein Buch vorzustellen. Nicht dass ich mit dem Bus oder der Bahn übers Land touren werde wie ein Popstar. Ich reise virtuell.

Die virtuelle Buchtour ähnelt einer tatsächlichen Buchtournee – nur dass anstelle von Buchhandlungen Weblogs besucht werden. Für exakt einen Tag mache ich bei einem Weblog oder einer anderen Website halt, um dort einen Tag lang mein Buch vorzustellen, mit den Weblogbetreibern über das Buch zu reden, Fragen der Leser zu beantworten und vieles mehr.

Super Idee! Allerdings nicht von mir. Der Kleinverleger Ben Brown hat sie erfunden und inzwischen gibt es in USA bereits ein Unternehmen, das diese virtuellen Buchtourneen organisiert. Mehr über die Idee der Virtual Book Tours hier.

Haben Sie Lust, mich für einen Tag aufzunehmen, in Ihrem Weblog zu hosten und mit mir über das Thema „Werbung mit kleinem Budget“ zu bloggen? Dann mailen Sie mir. Zwei Termine sind noch frei!

Das sind die Termine der virtuellen Buchtour:

21.9. Gastgewerbe Gedankensplitter
22.9. noch frei!
23.9. Werbeblogger
28.9. noch frei!
29.9. m-e-x-Blog

Also wenn Sie an den „freien Tagen“ nichts vorhaben und Lust auf die Teilnahme an der Buchtournee bekommen haben, melden Sie sich. Natürlich erhalten Sie zur Vorbereitung ein Exemplar meines Buches.

Mein herzliches Dankeschön an die Blogger, die bereits zugesagt haben!


Jobportal Skilly.de setzt auf Mundpropaganda

Die Macher schreiben:
"Haben Sie schon einmal einem Freund ein Restaurant empfohlen? Oder ein Buch? Oder einen Kinofilm? Natürlich haben Sie das. Völlig normal. Aber: Haben Sie deshalb vom Restaurantbesitzer, Verleger oder Kinobetreiber ein Essen, Buch oder Kinoticket als Dankeschön bekommen? Nein? Warum nicht? Sie haben diesen Menschen doch teure Werbung erspart! Eigentlich unfair, oder?"

"Das Jobportal Skilly.de http://www.skilly.de will Stellen durch Mundpropaganda vermitteln. Ein ausgeklügeltes Honorarsystem soll ab heute, Samstag, nicht nur Arbeitgeber und Arbeitsuchende auf der Website selbst zusammen bringen, sondern jedem den Anreiz bieten über die Angebote des Portals zu reden. Das Konzept von Skilly.de versucht herkömmliche Jobportale mit Social-Networking-Systemen zu verbinden. Angeboten werden vor allem Nebenjobs."

"Das Nebenjobportal will durch sein Honorarsystem nicht nur Anlaufstelle für Leute sein, die Babysitter, Putzfrauen, Webdesigner oder Nachhilfelehrer suchen. Skilly.de ermöglicht auch Geldverdienen durch Mundpropaganda: Bei jeder erfolgreichen Jobvermittlung zahlen beide Parteien jeweils vier Euro ein. Davon bekommt Skilly.de die Hälfte, also vier Euro. Der Rest geht an den mündlichen Vermittler, der einen der beiden zu Skilly.de geschickt hat."

Mund-zu-Mund-Propaganda - Beim Open Business Club funktioniert es. Weil ein geldwerter Vorteil (kostenfreie Mitgliedschaft) mit einem Zugewinn an Sozialprestige (wachsendes Netzwerk) verknüpft ist. Aber ob vier Euro als Motivation für die Vermittler ausreichen? Zitate: Pressetext und Website skilly.de


Werber sind für totale Überwachung

"Ein neues System namens "Ad-ID" für die Schaltung von TV-Spots revolutioniert digitale Werbung in den USA, so die Los Angeles Times. Die führenden US-Broadcast-Netzwerke - CBS, ABC, NBC und Fox - haben die Zustimmung für die Einführung eines 12-stelligen Codes gegeben, mit dem Werbeeinschaltungen effizienter verwaltet werden sollen. Mit Ad-ID können verschiedene Versionen von TV-Spots gesendet und das präzise Erreichen der Zielgruppe soll ermöglicht werden. Dies geht soweit, dass praktisch für jeden Haushalt ein spezieller Werbemix gesendet werden kann. Ein Beispiel: Ein Windelhersteller kann alle jene Haushalte mit seiner Werbung versorgen, wo Babies vorhanden sind..."

...Den größten Vorteil in dieser Innovation sehen Experten in der Umgehung der Streuverluste. Unsummen geben Werber bis dato für die Erreichung der Zielgruppen aus. In Verbindung mit der Verbreitung der Radio-Frequenz-Identifikation (RFID) könne bald auch die effektive Evaluierung des Kaufverhaltens der US-Konsumenten vorgenommen werden. RFID ermöglicht die Erfassung und das Scannen von Produkten auch aus kurzer Entfernung. Somit werden die US-Endverbraucher künftig mit Hilfe von Ad-ID beworben und deren Kaufverhalten wird mittels RFID erfasst und in Folge analysiert.Nachricht gefunden im Pressetext Austria.

Die Werber der Zukunft steuern also, was auf meinem TV Bildschirm kommt und beobachten mich anschliessend beim Griff ins Regal. Zur effizienten Durchführung der Technik sollen spätestens 2010 die Berufsverbände ADC und CIA zusammengelegt werden. Zur Vorbereitung auf die neue Technik sind u.a. Trainingskurse für Texter, Art Direktoren und Mediaberater in Oberlauschenbach geplant.

Bezahlen Sie doch einfach, was Sie möchten

Über das Berliner Weinlokal in dem die Gäste die Höhe der Zeche selbst bestimmen können, hat sogar schon die ZEIT berichtet. Und auch in Konstanz gibt es ein Gartenlokal, das den Gästen freistellt, wieviel sie zahlen wollen. Ob das Ganze tatsächlich funktioniert hat der Gastronom Stefan Fischer in seiner Apfelwein-Kneipe in Fulda ausprobiert.
Überraschendes Resümee: Ohne zu wissen, was das Gericht laut Speisekarte kostet, zahlten rund 72 Prozent der Gäste mehr als vorgesehen. Allerdings gab es auch 28 Prozent, die geizten. So kam auf den ersten Blick ein Minusgeschäft heraus. Auf den zweiten Blick hatte Fischer aber einen gewaltigen Presserummel, so dass er die Aktion letztendlich als erfolgreiche Werbeaktion verbuchen kann. Ausführlicher Bericht in den Osthessen-News
Meldung gefunden im Newsletter des Gastronomie-Report

Rabattaktion, die Spaß macht

Gestern bei Ikea Ulm: der Matratzen-Event
"Schlaf das letzte Mal mit deiner alten! - Hol dir 'ne neue!
Die ersten 300 Teilnehmer, die auf ihrer alten Matratze bei uns vorm Einrichtungshaus übernachten, "erschlafen" sich einen Rabatt-Gutschein von 50% für den Kauf einer neuen Matratze! Eine Megaparty nicht nur für Outdoorfans unter freiem Himmel, denn das Wetter machen wir durch heiße Rhythmen an der Seafood- und Lunabar bei Caipirinha und deftigem Steak."
Das sind Rabattaktionen, die Spaß machen und sich durch Mund-zu-Mund-Propaganda wie von selbst bewerben. War wer da? Allerdings mieft der Slogan ganz gewaltig. Zotiger Witz wie aus den 50ern. Quelle, Zitat: IKEA Ulm

Lebende Kühe als Speisekarten

Geniale Idee, mit Mini-Budget:

kuh_bemalt2

"Inspiriert von einer lila Kuh, hat ein Kärntner Land- und Hüttenwirt seine Kühe zur lebenden Speisekarte gemacht: Auf die Tiere sind in biologischer Farbe Schmankerln, die er in seiner Almhütte anbietet, gemalt. Die insgesamt sieben bemalten Kühe, die auf der Neugartenalm in 1.700 Meter Seehöhe auf der Gerlitze weiden, sind derzeit die Attraktion für Wanderer. Die Idee entstand eigentlich aus einer Witzelei, sagt Kuhbesitzer Johann Maier: "Letztes Jahr saßen wir vor der Hütte und sprachen darüber, irgendwo auf der Alm eine Speisekarte anzubringen, um Wanderer anzulocken. Laut Maier zeigt der Werbegag Wirkung. Die bunten Kühe sind mittlerweile bekannt, viele kommen "Kühe schauen" und konsumieren natürlich auch in Maiers Almhütte."
Zitate und Bild: ORF, via Speisekartenblog

Wie man sein eigenes Modelabel startet

polica

Durch Bloggen.

Die 19jährige College-Studentin Keiko Groves aus Florida vertreibt ihre eigene Modekollektion ausschliesslich übers Web und liefert inzwischen nach Großbritannien, Neuseeland oder Österreich und nimmt damit rund 800 Dollar monatlich ein. Nicht schlecht für ein Geschäft, das nahezu keine Kosten hat. Geld für Anzeigen oder andere Werbung hat sie nach eigenen Angaben nicht ausgegeben. Als Model für ihre Kollektion dient sie selbst und streut die Aufnahmen in ihre privaten Tagebucheinträge ein. Inzwischen könnte das Geschäft so richtig abheben. Seit sie angekündigt hat, auch andere Designer auf ihrer Site vorzustellen, haben mehr als 100 Designer Interesse bekundet in Keikos Weblog vorgestellt zu werden. Bild: Keiko, Nachricht gefunden bei Greedy Girl.


Blogs & Business

Die Computerwelt nennt in einem Artikel mit der missglückten Headline "Tagebücher des Kapitalismus" ein paar Beispiele dafür, wie Unternehmen die Blogosphäre nutzen. Zum Beispiel zur Markteinführung neuer Produkte, zur Einholung von Feedback, zur schnelleren Interaktion mit Kunden, zur Früherkennung von Trends oder PR-Krisen.
"Der Kamera-Hersteller Olympus integriert Weblogs in seine Marketingstrategien: Wenn eine Markteinführung einer neuen Kamera bevorsteht, werden vorab Details auf stark frequentierten Blog-Plattformen veröffentlicht, wobei das Feedback aus dieser Öffentlichkeit als enorm wichtig erachtet wird."

Beim Ausbau der Fernwärmeleitungen hat sich auch Wien Energie die Vorteile der Weblogs zu Nutze gemacht, um die Anrainer und Interessierten täglich aktuell über die Fortschritte zu informieren, und Unstimmigkeiten im Keim zu ersticken. Es ist nun erstmals möglich, einfach und kostengünstig die Reaktionen und Unklarheiten der Bürger sofort zu erfahren und mit Information und Antworten schnell zu reagieren. Der sogenannte Baustellen-Weblog ist über die Homepage der Wien Energie erreichbar"

Auch der Autokonzern Ford bekennt sich zur Nutzung von Weblogs. Gezieltes Monitoring von Blog-Communities soll die Meinungen der Zielgruppe aufschlüsseln. Tom Holmes, Ford-Unternehmenssprecher, setzt auf herkömmliches Presse-Monitoring, gesteht aber deren Rückständigkeit ein. Dies sei immer ein paar Wochen zu alt. Holmes sieht in den Blogs auch Potenzial, künftige Entwicklungen an den Meinungen der Blogger aufnehmen zu können. Im Idealfall kann solchen Trends und Meinungen entgegengesteuert werden, bevor sie in die Presse gelangen und möglichen Schaden für das Unternehmen anrichten. Weblogs haben sich zusätzlich zu Plattformen entwickelt, wo Userinnen und Usern den geposteten Meinungen viel Vertrauen entgegenbringen. Dieses geht oft über das von offiziellen Websites hinaus."


Blog-Fahndung: Spammer & Discounter

Discount-Angebote für Werbedienstleistungen häufen sich. Doch welchen Angeboten kann man wirklich trauen? Kann man qualitativ hochwertige Dienstleistungen zum Schnäppchenpreis erwerben? Greift das Smart-Shopper Modell (Porsche fahren aber Aldi-Champus bechern) jetzt auch auf die Einkäufe beim Dienstleister über? Die Firma Logoshaker verschickt derzeit Spam-Mails und bietet darin die Erstellung von Logos zu Dumping-Preisen an:

Auf deren Website heißt es:

"Wir bieten Ihnen hiermit das Neudesign eines Logos an, das von mindestens 3 verschiedenen Grafikern entworfen wird, um nur 199.- EUR. Das ist ein einzigartiges Angebot und liegt deutlich unter den branchenüblichen Preisen von 500 EUR oder sogar 2.000 EUR. Warum sind unsere Preise so niedrig? Unsere Grafiker arbeiten auf Auftrag von zu Hause aus. Unsere Dienstleistungen basieren auf einer Kommunikation über elektronische Medien zwischen Kunden und Designer: E-Mail, SMS, Chat, Internet. Zudem arbeiten alle Grafiker in wirtschaftlich günstig gelegenen Regionen."

Hiermit werden die folgenden Fragen zur Blog-Fahndung ausgeschrieben: Wer kennt Unternehmen, die bei der Firma Logoshaker ihr Logo in Auftrag gaben? Wer hat bei der Firma Logoshaker selbst ein Logo in Auftrag gegeben? Welche Erfahrungen haben Auftraggeber mit der Firma Logoshaker gemacht?


Milch macht PR-Müll

Unglaublich, welchen Unsinn die Kuhmilch-Strategen der CMA in ihrer neuesten Pressemeldung verzapfen. Nachrichtenwert? Gleich null! Glaubwürdigkeitsfaktor? Minus zehn. Höchstwerte erzielte lediglich die penetrante Platzierung des Wörtchens "Milch" im Text.
"In der Thalia-Buchhandlung Köln-Weiden konnten Fans Milchtrinker und Buchautor Marcel Wüst am Samstagnachmittag live erleben. Dort stellte der Ex-Radprofi seine Autobiografie "Sprinterjahre - Glanz und Schatten einer Radsportkarriere" vor. Mit von der Partie war die Milchbar der Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH, die beim Publikum mit ihren Shake-Kreationen für erfrischenden Milch-Genuss sorgte.

Egal ob als Sportler oder als Familienmensch: Milch war für Marcel Wüst in der Ernährung immer dabei, und auch während der Schreibphasen hat sich der Radsport-Experte Zeit für Milch-Pausen genommen: "Wenn ich Beiträge für Magazine schreibe, halte ich mich mit einem Milch-Kaffee oder einem kühlen Milch-Shake fit. Für den kleinen Hunger ist auch ein Joghurt genau das Richtige. Im Moment bin ich ganz verrückt nach Stracciatella-Joghurt."

Ein Milch-Interview mit dem "Die Milch macht's"-Botschafter Marcel Wüst sowie Milch-Shake-Rezepte finden Sie im Kanal Genuss und Leben auf der CMA-Homepage (www.cma.de)."

Ein Seminar "Öffentlichkeitsarbeit lernen" gibt es unter anderem hier.

Werbung die auf die Haut geht

radzfatz_klein

Die Fahrer des Fahrradkuriers Radzfatz aus Hannover tragen die Internet-Adresse der Werbeagentur goldorange auf ihren Unterschenkeln. Diese wird mit einer Airbrush-Pistole aufgesprüht und soll laut den Agenturinhabern vor allem eines: Aufmerksamkeit erregen.

"Mit dieser Aktion wollen wir nicht nur auf uns aufmerksam machen, vielmehr wollen wir damit aufzeigen, dass mit frischen Ideen und einem schmalen Budget große Wirkung erzielt werden kann."
Eine Aktion, die die Zielgruppe der Werbeagentur "hautnah" erreicht. Schliesslich kommen die schnellen Boten in eine Vielzahl von Unternehmen, die Werbung brauchen. Bild: goldorange

Und die Gewinner sind...

... je ein Exemplar von "Werbung mit kleinem Budget" haben gewonnen:

Werner Scheiblich
publishing competence
Ricarda Huth
Grutzeck Software
Schiller denkt
Martina Selgrath
Fedor Hüneke
Barbara Eichelmann, SchokoFrüchte
Amitra Marketing
Walser Organisation

Soeben habe ich die Gewinner aus 120 ausgedruckten und verdeckt vor mir liegenden Seiten gezogen. Natürlich vorher gut durchgemischt. Und nächste Woche gehen die Exemplare auf den Postweg. Viel Spaß beim Lesen und viele Anregungen!


Tüta - oder wie man den Markt über Medien erobert

InV

"Was ist eine TüTa? Die TüTa ist eine neue Taschengeneration: Aus einer herkömmlichen Plastikeinkaufstüte wird eine hochwertige, kultige Designertasche mit Innenfutter, Verschluß, verstellbarem Trageriemen und einer Aussenschicht, die der TüTa eine lange Lebensdauer gewährleistet"

InN

Designerin Maren Krämer zeigt, wie man ein originelles Produkt ausschliesslich durch Medienberichte populär machen kann. Auf eine derart lange Liste an Presseberichten wäre so manches Unternehmen stolz. Bilder und Zitat: tueta.

Wie die japanische Suppe nach Deutschland kam

Eine gute Gründerstory ist wichtig. Sehr wichtig. Gründerstories erzählen, wie dem Gründer der entscheidende Einfall kam oder wie er die ersten Meilensteine geschafft hat. In meinem Posting "Legende oder Wahrheit" berichtete ich von Amazon, Dominos Pizza, Ebay oder Matchbox. Heute habe ich beim Stöbern auf der Speisekarte der MoschMosch Nudelbar die frei geflunkerte Geschichte der MoschMosch Restaurants entdeckt. Liest sich, als wäre Käptn Blaubär unter die Werbetexter gegangen:
"1911
Uki Goshi, Enkel von Harai Goshi und Urvater von MoschMosch, eröffnet seine erste Nudelbar in Downtown Tokio.

1912
Der Andrang ist so groß, dass Sony so genannte Fernsehgeräte neben der Warteschlange von Uki’s Nudelbar aufstellt.

1999
Einen Tag vor dem Ende seines erfüllten Lebens steckt Uki seine geheimnisumwobenen Nudel- und Suppenrezepte in seine letzte Flasche Sake und wirft sie in die Tiefen des Ozeans.

2002
Eine Flasche Sake wird am Mainufer angespült. Nur wenige Monate spätereröffnet ein in Deutschland bisher unbekannter Restauranttyp.

2003
MoschMosch wird ein Jahr alt. Als Dank für die Flasche Sake, spendet MoschMosch monatlich an ein buddhistisches Kloster in Frankfurt.

21.April 2004
Ein Sonnenstrahl scheint auf das Grab von Uki Goshi. Zeitgleich eröffnet MoschMosch sein zweites Restaurant in Frankfurt."

Lügen ist verboten. Aber Flunkern ist erlaubt.