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Blog-Beschimpfung... oder das Pfeifen im dunklen Wald

Die Leute vom Spiegel können offensichtlich nicht von der Blogbeschimpfung lassen. Mich erinnert das an die deutschen Möbelhäuser, die jahrelang über IKEA lästerten, weil angeblich kein Mensch Möbel selbst zusammenbauen wolle.

Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur von Spiegel online im Interview bei onlinejournalismus:

"Dazu kommt, dass 99 Prozent der Blogs einfach nur Müll oder zumindest journalistisch einfach nicht relevant sind."

Oder damals bei Martin Röll:

'Weblogs stellen keine Gefahr für den professionellen Journalismus dar.' Das sagte Ute Miszewski, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Spiegel-Gruppe, anlässlich eines Gesprächs zu Weblogs mit Martin Röll und Dieter Rappold am vergangenen Freitag auf der Buchmesse in Frankfurt. Journalismus sei ein Handwerk, das gelernt werden müsse. Journalisten besuchten spezialisierte Schulen bzw. würden Ausbildungen durchlaufen, die sie befähigten, Beiträge hoher journalistischer Qualität zu erstellen. Dies sei gewöhnlichen Menschen ohne diese Ausbildung nicht möglich.

Das sollte den so professionell recherchierenden Leuten vom Spiegel jedenfalls nicht entgangen sein:
Die südkoreanische Zeitung OhmyNews beschäftigt neben 25 Profireportern auch 33.000 "Citizen Journalists", die Stories liefern. Schafft es die Story der Bürgerreporter ins Blatt wird sie mit ein paar Dollar vergütet - eine Coverstory bringt angeblich 11 Dollar.

Und das auch nicht: Heute haben MSNBC TV and MSNBC.com dazu aufgerufen als "Citizen Journalist" Photos und Stories rund um die Präsidentschaftswahl beizutragen. Das liest sich dann so:

"MSNBC TV and MSNBC.com are relying on you to help report this election. With such a tight race and so much controversy, accuracy and speed are critical to good coverage. That's where you come in. We want you to file stories for use on MSNBC blogs and broadcasts."

Billiger werben mit Gerüchten

Spielehersteller machen es sich zur Zeit ganz einfach. Sie klagen darüber, dass noch vor dem Verkaufsstart Raubkopien im Netz in Umlauf sind. Sie drohen den bösen Buben kräftig auf die Finger zu hauen. Und die Medien berichten eifrig darüber - kostenlose Werbung nennt man das. Wie aber, wenn es gar keine Raubkopien gibt? Und das Ganze war nur ein billiger Trick, um die Aufmerksamkeit der Medien und Spielefans zu erheischen?

Frank Patalong von Spiegel Online hat mal nachgesehen und fand tatsächlich keine Raubkopien im Netz: "Grand Theft Auto" frei im Web?


Lady Business Award 2004 an Anne Koark

Eine Unternehmerin, die kein Business mehr hat, ist die Trägerin des Lady Business Award 2004. Anne Koark, die mit ihrem Unternehmen vor 2 Jahren Insolvenz anmelden musste. Sie hat über ihre Erlebnisse das lesenswerte Buch "Insolvent und trotzdem erfolgreich" verfasst, das ich bereits hier besprochen habe.
Auf das Buch erhielt sie mehr als 1.200 Zuschriften von betroffenen UnternehmerInnen, denen ein ähnliches Schicksal widerfahren ist.

Über die Preisverleihung sagt sie selbst:

"...ich freue mich sehr, dass ich gestern zu Lady Business 2004 gekürt wurde. Die Freude liegt nicht daran, dass ich das bin, denn eine Auszeichnung für etwas, woran ich glaube brauche ich nicht. Die Freude liegt vielmehr daran, dass ich weiß, was dies für Mut bei meinen Insolventen machen werden. Für mich ist es ein Schritt, bei der bewiesen worden ist, dass man nicht von der Gesellschaft ausgegrenzt wird, wenn man insolvent wird, sondern bei der ein Wiederaufstehen unterstützt und honoriert wird. Die Aussage des Publikums, dass eine zweite Chance wichtig ist und dass es keinen erfolgreichen Unternehmer und keine erfolgreiche Unternehmerin gibt, der/die keine Krisen kennt, halte ich für wichtig, denn man ist als Unternehmer lediglich nur ein Mensch."

Wie kommen Nachrichten in Weblogs?

Einen aufschlußreichen Beitrag darüber hat Gerhard Schoolmann als Antwort auf meine Frage in seinem Weblog "Gastgewerbe Gedankensplitter" verfaßt. (Vielen Dank!) Seine persönlichen Auswahlkriterien decken sich in den meisten Punkten mit denen von Redakteuren. Hier sind zwei gewichtige Unterschiede:

"Keine Rolle spielen der Status oder das öffentliche Prestige des Kommunikators. Insoweit macht das Web alle gleich."

"Networking. Ob derjenige, der diese Nachricht lancieren möchte, in einem Beziehungsgeflecht zu mir steckt. Wer mir einen Gefallen tut, für den investier' auch ich Arbeitszeit. Ich bin schließlich auf Menschen angewiesen, die mir mit Rat und Tat weiterhelfen oder Tipps geben oder Mundpropaganda für mich machen."

Daneben fördert sein Beitrag auch ein paar Vorteile der Blogs zutage. Was Aktualität angeht, sind Weblogs schneller. Die Wettbewerber der deutschsprachigen Fachpresse vernachlässigen interessante Entwicklungen in den USA oder Asien. Hier geht es zum ganzen Beitrag.


Wie kommen die Nachrichten in die Nachrichten?

Wenn die Redakteure bei Massenmedien zu entscheiden haben, was in die Nachrichten kommt oder nicht, gehen sie nach den folgenden Regeln - bewusst oder unbewusst - vor:

Nachrichtenwert.
Ist das überhaupt eine Nachricht? Und wenn ja, wie wichtig ist sie? Abgecheckt werden
Aktualität
Neuigkeitswert
Status, Prestige des Kommunikators (erklärt die Tatsache, wieso Politiker und Prominente mit jeder Banalität in die Medien kommen)
Nähe zum Publikum (geographische, politische oder kulturelle Bezüge zum Publikum)

Aufwand.
Wie viel Aufwand ist es die Nachricht zu recherchieren, zu bearbeiten und aufzubereiten?

Persönliche Vorlieben.

Andere Medien.
Unter dem Phänomen "Intermedia Agenda Setting" seit langem bekannt. Die Wahrscheinlichkeit für die Wiedergabe einer bestimmten Meldung steigt, wenn andere Medien ebenfalls darüber berichten. Ein Umstand der dazu führt, dass sich Falschmeldungen wie die angeblich schwere Erkrankung des Kabarettisten Dieter Hildebrand neulich in Windeseile verbreiten. Oder dazu dass Meldungen, die in ZDF und ARD Nachrichten erscheinen, am nächsten Tag in jeder Tageszeitung wiedergekäut werden.

Wie aber kommen Nachrichten in Blogs? Nach welchen Kriterien wählt der Blogger aus, welche Informationen er in einem Posting aufgreift? Sind das womöglich die gleichen wie bei den Kollegen von den Massenmedien?


Ein gutes Keyword ist besser als eine URl

Motionizer

"Saw this sign on Park Avenue South between 19th and 20th. It seems we've moved from putting URLs on ads to simply using Google keywords. Indeed, when one searches on "motionizer" in Google, the first result does appear to be this "advertiser". Maybe the guy couldn't get the URL, or maybe he's on to something (or both!)."

Keywords sind heutzutage wichtiger als Werbeslogans. Zu wissen, welche Wörter Google-Nutzer verwenden, um die gewünschten Information aufzufinden ist ebenso wichtig, wie die passenden Keywords für das eigene Angebot zu ermitteln. Wenn jemand ein eigenes Schlüsselwort erfunden hat, kann er sich beruhigt zurücklehnen. Anstatt der Angabe einer langen URL genügt die Angabe des Keywords auf den Werbemitteln und googeln führt schnell zur richtigen Website. Ähnlich erfolgreiche Keywords: Sloganizer, Glatzenrechner... Quelle für Text und Bild: The River


Wird Werbung gelb? Das Interview mit Ex-Yello Chef Michael Zerr

Vor ein paar Tagen rief mich Thomas Zorbach von den VM-People an, um mir – neben vielen anderen Dingen – zu berichten, dass er einen Partner und Mitgeschäftsführer gewonnen habe, der bereits im Unternehmen mitarbeite: Michael Zerr, der Ex-Chef von Yello Strom. Das machte mich neugierig: Was treibt einen dazu, den Konzernen den Rücken zu kehren und in einer winzigen blutjungen Berliner Agentur einzusteigen?

Zunächst mal: was weiß Google über Michael Zerr? Michael Zerr hat Yello Strom mit erfunden und mit großem Erfolg aufgebaut. Die Kampagne "Strom ist gelb" kannte jedes Kind. In kurzer Zeit hatte Yello Hunderttausende Kunden gewonnen, bis heute immerhin eine Million. Profitabel ist das Unternehmen trotz stattlicher Kundenzahlen frühestens 2004, vermutlich auch deshalb, weil die Liberalisierung des Strommarktes in Deutschland insgesamt gescheitert ist. Wettbewerb auf dem Strommarkt gibt es bis heute, anno 2004, nicht. Die Liga der Stromkonzerne, das Oligopol, hat den Markt im Griff und schraubt die Preise nach oben. Nicht nur für den Endverbraucher wird es teurer, auch bei den Durchleitungsgebühren für die kleinen Anbieter wird zugelangt. Vor rund einem Jahr hatte Yello Strom den Geschäftsführer Michael Zerr beurlaubt. Sein Nachfolger soll nun retten, was schwer zu retten ist. Ein Unternehmen profitabel machen, das bundesweit Kunden hat, aber nur über einen Bruchteil des deutschen Stromnetzes verfügt.

Michael Zerr hatte ein Jahr Pläne für einen beruflichen Neuanfang geschmiedet, eine Herausforderung gesucht. Um dann zu dem Schluss zu kommen, die marode Werbebranche mit einer Agentur für virales Marketing aufzumischen. Ich hatte Lust auf ein Interview. Und Michael Zerr auch.

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Wird Werbung gelb?

Der Ex-Yello-Chef startet in der Werbebranche neu durch und wird Viral Marketer

Kennen Sie Michael Zerr? Nein. Kennen Sie Yello Strom? Na klar. Das Unternehmen, das eine der erfolgreichsten Werbekampagnen des letzten Jahrzehnts lancierte. An nicht unwesentlicher Stelle hat dieser Michael Zerr zum Erfolg von Yello Strom und zur Marketingkampagne gleichermaßen beigetragen. Michael Zerr war der Boss von Yello Strom, dem bunten Newcomer im grauregulierten Strommarkt.

Binnen weniger Monate gelang es ihm, im soeben geschaffenen Stromwettbewerb von Null auf Hundert zu kommen und die Konkurrenten abzuhängen. In nur 12 Wochen gewann Yello Strom über 100.000 Neukunden. Und seitdem weiß jedes Kind, dass Strom gelb ist. Vor gut einem Jahr hat er Yello Strom verlassen und nach neuen Herausforderungen gesucht.

Jetzt hat er sie gefunden. Michel Zerr setzt zur Attacke auf die Werbebranche an. Werbung steht erst am Anfang ihrer Entwicklung, meint er. Anzeigen, Prospekte, TV-Spots waren Einbahnstraßen zum Kunden. Es geht um Botschaften, die die Menschen erreichen und was mit diesen Botschaften beim Empfänger passiert. Virales Marketing nennen das die Werbeprofis und manche meinen, es sei nur ein vorübergehender Hype. Michael Zerr sieht darin die wichtigste Werbeform der Zukunft.

Die Chancen, dass er diesen Markt aufmischen könnte, stehen nicht schlecht. Denn die meisten Werbeagenturen und Unternehmen hantieren noch mit dem uralten Instrumentenkoffer vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Obwohl sie merken, dass ihre Waffen stumpf geworden sind, wollen sie diese gerne noch ein bisschen benutzen.

Letzte Woche habe ich mit Michael Zerr ein paar Stunden telefoniert. Jetzt sitze ich vor einem Stapel eng beschriebener Notizblätter und morgen gibt es hier ein Interview.


Blog Fahndung lohnt sich: Logo-Betrug aufgedeckt?

Am 10. August berichtete ich unter der Überschrift Blog-Fahndung: Spammer & Discounter über ein Angebot für Logos zum Dumping-Preis, das per E-Mail-Spam an deutsche Unternehmen verschickt wurde. Absender: eine Berlin ansässige Firma Logoshaker.
Nachdem anfangs in den Kommentaren bereits leise Zweifel an der Seriosiät des Angebots sichtbar wurden, meldeten sich via Kommentar nun auch geprellte Kunden.
Soeben ging der Kommentar von Peter ein, der mit anderen Geschädigten gegen das Unternehmen vorgehen will. Irgendein mitlesender Anwalt, der helfen will?

"Habe gleiche Erfahrungen gemacht wie meine Vorgänger beschrieben. Bin der Meinung das wir gemeinsam strafrechtlich vorgehen sollten. Bitte alle geprellten bei mir melden! Werde Daten sammeln und in der Hoffnung das wir den Betrügern das Handwerk legen können. Weder auf e-mails, noch auf Anrufe wird reagiert. Ein angeblicher Herr Bousseau Oswald soll Geschäftsführer sein. Verarschen kann ich mich selbst. Und da geht es dann nicht nur um die Rückerstattung der bereits geleisteten Zahlungen. Ich bin auf jeden Fall fest entschlossen weitere Schritte einzuleiten. Solchen Leuten muss man Paroli bieten, und nicht davor verstecken. Also bitte bei mir melden."

Blog-Fahndung bringt was.


Yeti in Köln

"In der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober hat der Yeti scheinbar eine nächtliche Schaufenstertour durch die Kölner Innenstadt gewagt. In einigen der großen Einkaufsstraßen zeugen Fußspuren aus Schnee von seinem Besuch, der wohl an der Kölner Messe endete."

Fuss

Guerilla-Werbeaktion der Fluggesellschaft Condor, die von der Kölner Agentur conceptbakery ausgearbeitet wurde. Die auf den Fußabdrücken sichtbare Botschaft: "Sprayen und abhauen! Kurzfliegen ab 29 €! Langfliegen ab 99 €! www.condor.com" wirbt mit abwaschbarem Sprühschnee für das Angebot der neuen Condor. Zitat und Bild: conceptbakery, via Werbeblogger.


Dichter dran am Kunden durch Werbekooperation

Wenn Werbung die möglichen Käufer nicht mehr erreicht, muss man ihnen auf andere Weise näher kommen. Samsung macht es gerade mit einer Werbekooperation vor.

Kooperationspartner 1: Fitness Company

"Unter dem Motto 'Plug in and work out' können Mitglieder der Fitness Company ab dem 18. Oktober acht Wochen lang das neue Gerät, das auch die Herzfrequenz misst, während des Trainings im Club testen. Dafür stehen jeder Fitnessanlage fünf Geräte zur Verfügung. Außerdem macht Samsung in den Clubs auf vielfältige Weise auf den neuen MP3 Player aufmerksam: z. B. mit Flyer-Dispensern im Tresenbereich, mit speziellen T-Shirts für die Trainer, aber auch mit A1- und Spindpostern.

In jeder Anlage der Fitness Company wird außerdem eine Samsung-gebrandete Vitrine stehen, in der das aktuelle MP3-Player Sortiment ausgestellt ist."

Kooperationspartner 2: Media Saturn

"Mitglieder können gegen Vorlage ihres Mitgliedsausweises den Samsung YP 60 Player bei Media Saturn zum Vorzugspreis erwerben. Dort wiederum sind Flyer mit Trainingsgutscheinen für die Fitness Company erhältlich."
Zitate: Pressemitteilung Fitness Company

Eine Koop-Aktion, die allen Beteiligten Vorteile bringt. Und ausnahmsweise wurde sogar an die Kunden gedacht, die sich über Trainingsgutscheine oder Preisvorteile freuen dürfen.


Matratzen in der Metro

Ikea1004IKEA demonstriert immer wieder, wie man mit kleinem Budget erfolgreich wirbt. Neuestes Beispiel liefert IKEA-Frankreich. Die hängten heute 39 Matratzen in den wichtigsten Pariser Metrostationen an die Decke und nutzten sie als Plakatwand.
Eine geschickte Nutzung des öffentlichen Raumes. Eine perfekte Werbung fürs Produkt. Mit der Beschränkung der Kampagne auf 39 Metrostationen beherzigen sie zugleich ein Grundprinzip von cleverer Low-Budget-Werbung: Entscheide dich für wenige Standorte aber "besetze" diese so auffällig wie möglich.
Bild: Lucian James Agenda. Nachricht via Werbeblogger.

Weitere originelle IKEA-Aktionen:
Rabattaktion, die Spaß macht
Bahnhof wird zu IKEA-Markt


Ihr Firmenprofil kostenlos veröffentlichen

Gute Idee, die Robert Basic im MEX-Blog vorstellt:

"Ihr habt eine Firma und möchtet Euch und Euer Angebot auf dem MEX Blog präsentieren? Dann könnt Ihr das kostenlos tun. Einfach registrieren und einen lesenswerten Artikel verfassen. ... Der Artikel erscheint auf der MEX Blog Startseite und wird unter der Kategorie "Firmen Bieten" dauerhaft gespeichert.

Warum das? Mich interessiert, wie Firmen Dritte Blogs nutzen, wenn sie die Gelegenheit haben, sich vorstellen zu können und wie das bei den Lesern ankommt. Ausserdem kann ich für meinen Teil den Unternehmen zeigen, wie ein Blog im Sinne eines Dialog nutzbar ist, um zB Rückfragen zu stellen, auch kritische Dinge natürlich."

Mein Tipp: Probieren Sie es aus. Sofort.


Audi als Blog-Sponsor

Während hierzulande noch über den Sinn von Businessblogs zwischen Moralaposteln, Anzug- und Bedenkenträgern, E-Consultants oder Altbloggern, die allein im Sandkasten bleiben wollen, diskutiert wird, wird in den USA bereits gehandelt. Ja Deutschland, du bist gründlicher!

Es gibt auch pragmatische Wege von der Blog-Beliebtheit zu profitieren. Wer nicht selbst bloggen will, sponsert ein Weblog: Jalopnik, ein Blog über Autos, Konzeptcars, Showcars, Neuheiten, Raritäten, Erlkönige usw. - unterstützt von Audi USA. Da spart man sich vermutlich auch unternehmensinterne Debatten, ob Weblogs nun der Werbung oder PR unterstehen, ob der CEO gefälligst selbst zu bloggen habe und wie das wäre, wenn alle mal offen miteinander kommunizieren würden, könnten oder täten.


Agentur auf Zeit

Die Düsseldorfer Agentur CHRISTA KLUBERT INTERNATIONAL PHOTOGRAPHERS eröffnet am 12.10.2004 ein Pop up Office für Werbefotografie in der Kreativmetropole Hamburg. Dafür wurde ein leer stehendes Ladenlokal gemietet, das unverändert und ohne großes Investment als Büro und Ausstellungsraum vier Wochen lang genutzt wird – als temporäre "Vor Ort-Aktion".

"An unerwarteter Stelle auftauchen, aktiv sein und wieder abtauchen - ganz im Stil des Guerilla-Marketings", sagt Christa Klubert zu ihrer für die Branche neuen Geschäftstaktik. "Alles passiert bewusst in kurzer Zeit, ohne lange Vorbereitung." In den vier Wochen will Christa Klubert ihre Fotografen und deren neueste Arbeiten den Hamburgern vorstellen. Anschließend kehrt die Agentur wieder nach Düsseldorf zurück. Für das nächste Jahr ist ein weiteres Pop up Office in Berlin geplant. Pressemeldung via Heesch und Hogerzeil

Gute Idee. Stammt von diesen hier.


Dokumentation zur virtuellen Buchtournee fertig

Carola Heine brachte mich dankenswerter Weise auf die Idee, den Ablauf der virtuellen Buchtournee auch als PDF-Report fest zu halten. Was wohl keiner ahnen konnte: dass es 89 Seiten Umfang ergeben würde. Dementsprechend hat es ein paar Tage zur Fertigstellung gebraucht. Sie finden darin alle Beiträge, alle Kommentare, Kurzporträts der beteiligten Weblogs, etwas über die Durchführung und die Ergebnisse. Ein bisschen Eigenwerbung ist auch drin.

Nochmals vielen Dank, an alle die dabei waren. Wenn es Hinweise und Fehlermeldungen gibt, dann schreiben Sie mir. Wenn Sie Verleger oder Autor sind und selbst eine virtuelle Buchtournee durchführen möchten, freue ich mich ebenfalls auf Ihre Kontaktaufnahme.

Dokumentation Virtuelle Buchtournee, 89 Seiten, PDF, gezippt, 1,36 MB.
Jetzt downloaden.


Buchtournee (doch nicht ganz) ohne Buchhandel

Unter diesem Motto berichtete am letzten Freitag Langendorfs Dienst, der Online-Informationsdienst für den deutschen Buchhandel (Achtung: kostenpflichtiger Zugang), über die virtuelle Buchtournee. Er schreibt u.a.
"Das neue Event ergänzt Veranstaltungen im Buchhandel, ersetzt sie aber nicht. ... Nach seinen ersten Erfahrungen würde Röthlingshöfer es wieder machen, ohne freilich auf Life-Auftritte im Buchhandel verzichten zu wollen: Er wird aus dem Material des Buches einen Workshop erarbeiten, mit dem er Buchhandlungen, die eine gewerbliche Klientel haben, eine attraktive Veranstaltung anbieten will. Aber auch Verlagen, welche die virtuelle Lesetournee ihren Autoren als Ergänzung andienen wollen, bietet der Werbemann seine Beratung an.

Wer die Idee weiter denkt, wird sich sogar virtuelle Lesungen vorstellen können, die eine Internet-aktive Buchhandlung ergänzend zu ihrer eigenen Live-Veranstaltung anbietet."

Ja. Zur Idee der virtuellen Buchtournee fallen einem noch einige Verbesserungen ein. Mehr dazu demnächst im Nachbericht.