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Große Marken und wie sie wirklich klingen

Das kennt man ja. In Werbespots, Anzeigen oder Hochglanzprospekte investieren große Marken viel Geld um blendend auszusehen.

Wehe Du willst sie einmal anrufen. Dann landest Du bei einer automatischen Ansage mit einer Stimme, die womöglich gar nicht zu dem Bild der Marke passt. Wie kläglich viele der Top 100 Unternehmen in USA klingen, kann man sich jetzt im Netz anhören. Das Unternehmen GM Voices hat die Ansagen aufgenommen: "What Color is Your Voice Brand?"

Macht das jemand mal für Deutschlands Top 100?


2. Virtuelle Buchtournee startet im Januar

Auch für mein neues Buch „Kauf! Mich! Jetzt! Die besten Werbestrategien für Autoren und Selbstverleger“ will ich auf eine virtuelle Buchtournee gehen.

Wer bei der ersten virtuellen Buchtournee nicht dabei war und wissen will, wie das ablief,  kann es in diesem kostenlosen E-Book nachlesen: Dokumentation Virtuelle Buchtournee, 89 Seiten, PDF, gezippt, 1,36 MB.

Und wer sich fragt, was eine virtuelle Buchtournee überhaupt ist, findet hier Antwort.

Für den Januar 2005 habe ich mal sechs Termine im Kalender angestrichen:

18.01.2005

19.01.2005

20.01.2005

25.01.2005

26.01.2005

27.01.2005

Wer Lust hat, mich für einen Tag in seinem Weblog oder auf seiner Website aufzunehmen, melde sich doch einfach hier mit seinem Wunschtermin. Zur Vorbereitung erhalten Sie als Tourneegastgeber kostenlos ein Exemplar meines Buches.

Thema wird die Vermarktung bzw. Werbung und Kommunikation für und über Bücher und Autoren sein. Müssen Autoren sich selbst vermarkten oder machen das die Verlage ohnehin schon gut genug? Welche Ideen funktionieren und was sollte man an Neuem ausprobieren? Welche Rolle spielen das Internet, die klassischen Medien und der stationäre Buchhandel? Und vieles mehr.


Wie man auf dem Sofa sitzt und dabei Kunden gewinnt.

Durch passive Promotions.

Ich gebe zu, ein Begriff wie „passive Promotions“ wirkt auf den ersten Blick nicht gerade prickelnd. Ist Passivität nicht eine Eigenschaft, die dem Unternehmertum diametral entgegengesetzt ist? Muss man nicht ständig aktiv sein, um neue Kunden zu gewinnen? Und haben Sie je davon gehört, dass man jahrelang Kunden gewinnen könnte, nur aufgrund einer einzigen Werbemaßnahme? Bei den passiven Promotions geht es genau darum: einmal das richtige anpacken, jahrelang davon zehren.

Und es funktioniert. Leider nur online.

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Die Workshop-Tournee 2005

Die Planungen für meine Workshops zu „Werbung mit kleinem Budget“ sind abgeschlossen. Jetzt muss es raus. Ich freue mich darauf im kommenden Jahr, von Februar bis Juli 2005, die Tricks und Kniffe, die Werber mit kleinem Budget kennen sollten, mit Ihnen auszuprobieren und anzuwenden.
Es sollen 1-Tages-Workshops sein, bei denen Sie im Mittelpunkt stehen.
Ich will mit Ihnen Ideen für Ihr Unternehmen entwickeln. Ich will gemeinsam mit allen Workshop-Teilnehmern die Kreativität und Power, die in jedem stecken herausfordern und für alle gemeinsam nutzen. Herauskommen jede Menge Lösungen, maßgeschneiderte Verbesserungsvorschläge, individuelle Strategien für Ihr Geschäft, die Sie sofort umsetzen können.

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Geschädigt von Logoshaker?

Soeben schreibt mir dazu Stephan Bröße, bei der IHK Berlin zuständig für Wirtschafts- und Steuerrecht:

"Das Unternehmen ist bei der IHK Berlin bereits bekannt und wird durch die Wettbewerbszentrale (wettbewerbsrechtlich) verfolgt.
Allerdings gestaltet sich die Verfolgung dadaurch etwas schwierig, dass in Deutschland unter den bekannten Adressen niemand greifbar zu sein scheint.
Der Vorgang ist daher noch nicht abgeschlossen.

Geschädigte sollten darüber nachdenken, ihre Ansprüche zivilrechtlich geltend zu machen und / oder Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu erstatten. "

Mehr dazu in den früheren Beiträgen:

Blog-Fahndung: Spammer & Discounter

Blog Fahndung lohnt sich: Logo-Betrug aufgedeckt?

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Die H&M/Lagerfeld Marketingschlappe

Heute strömten die Leute in die H&M-Shops um die limitierten Bestände der Lagerfeld-Kollektion leer zu kaufen.

Dazu schreibt Burkhard Schneider im mex-Blog:

"Seit Tagen gibt es im Fernsehen, den Zeitungen und auch auf den Plakaten anscheinend kein anderes Thema mehr: Edel-Modemacher Karl Lagerfeld hat eine Kollektion eigens für die schwedische Billig-Bekleidungskette Hennes & Mauritz entworfen.... Dass kein Controller, sondern ein Marketingprofi diese Kampagne geplant hat, erkennt man schon daran, dass die Auflage limitiert ist."

Mag sein, dass es ein Marketingprofi war. Aber kein guter. Denn gutes Marketing ist ressourcenschonend.

Bei persoenlich.com steht, wie die Schweiz mit Werbung überflutet wurde. Ähnlich wird es in anderen Ländern gewesen sein:

"Der Zweiminuten-Spot lief demnach am Freitag in allen 484 Kinos der Schweiz exklusiv, was bedeutet, dass sämtliche Kinos auf jegliche andere Werbung verzichten. Dem aber nicht genug: H&M hat auch den Blick und die Le Matin exklusiv gebucht, d.h. ausser H&M-Inseraten erschienen am Freitag keine anderen kommerziellen Anzeigen.

Der Corriere del Ticino wartet inklusive Ausgehbeilage und TV-Programmheft mit 21 Seiten Lagerfeld auf und 14 Seiten weist zudem 20 Minuten Week auf, wie die MZ weiter aufzählt. Am Zürcher Hauptbahnhof steht seit dem 2. November die neue Tramwartehalle. H&M habe gleich alle 64 Leuchtplakatflächen belegt. Der Riesenbildschirm im Hauptbahnof ist ebenfalls gebucht sowie auch ein Megaposter im Zürcher Hardturmstadion zu sehen sei."

Bewundernswert ist diese Geldverschwendung nicht. Bewundernswert ist es, wie bei Aldi oder Ikea die Regale leergeräumt werden - bei geringstem Mitteleinsatz. Gutes Marketing erkennt man nicht am Scheckbuch.


Manifesto: Neues über Mundpropaganda

Von Dave Balter

Übersetzt von Christine Holtz-Stosch

Neulich saß ich in einem Meeting mit Geschäftsführern von Werbeagenturen. Sie hatten gerade einen neuen TV-Spot zu einem Auto für die Zielgruppe 20+ präsentiert. Nachdem der Spot gelaufen war, gingen die Lichter an. Es folgte eine lange Pause. Dann wandte sich der Account Direktor an den Kunden und sagte: „Das ist ein viraler Spot mit Buzz-Effekt, der die beste Mundpropaganda toppt.“

Der Kunde war sich nicht sicher, was das zu bedeuten hatte. Aber diese Begriffe waren ihm schon begegnet. Und sie gefielen ihm. Sie klangen genau wie etwas, was er brauchte. Der Spot wurde gekauft. Und als der Spot gesendet wurde, kam kein einziger Kunde auf die Idee, anderen davon zu erzählen. Und so katapultiert sich der Buzzing-Effekt in Vergessenheit.

Dieses Szenario wiederholt sich so oder ähnlich in jeder Werbe- und PR-Agentur landauf, landab. Kreativ-Präsentationen sind gespickt mit Begriffen wie „Buzz“, „Viral“ und „Mundpropanda“. Da die neuen Medien innerhalb des Marketingbudgets an Bedeutung gewinnen, wollen alle auf den fahrenden Zug aufspringen. Das Problem ist nur, dass die Begriffe von Werbetreibenden wahllos für alle Aktivitäten verwendet werden. Und was noch schlimmer ist: nur wenige Werbetreibende kennen die Unterschiede. 

„Buzz“, „Viral“ und „Mundpropaganda“ haben für verschiedene Personen unterschiedliche Bedeutung. Hier lesen Sie also MEINE Definitionen, die wahrscheinlich von Ihrer Definition abweichen.

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Manifestos auf Deutsch

Kennen Sie Manifestos? Marketing-Guru und Bestsellerautor Seth Godin erweckte die Idee der Manifestos im August diesen Jahres zum Leben. Manifestos sind ein bisschen länger als ein Zeitungsartikel, aber sehr viel kürzer als Bücher. Es sind kleine pointierte Thesen zu Themen des Marketings und der Gesellschaft, präzise formuliert und aufbereitet im PDF-Format.

Ein paar der besten Autoren haben bereits Manifestos verfasst, unter anderem Tom Peters (Re-Imagine), Malcolm Gladwell (Tipping Point).

Manifestos werden unter der Website www.changethis.com veröffentlicht, einer Plattform, die dazu dienen soll, Ideen zu verbreiten. Dabei setzt Seth Godin weniger auf Massenmedien, sondern auf die Verbreitungsmacht der Blogger. Seit August sollen Manifestos in einer Gesamtauflage von 250.000 Stück in Umlauf sein.

Als ich vor kurzem auf die Blog-Beschimpfung durch Spiegel Online („99 Prozent der Blogs einfach nur Müll“) aufmerksam machte und darauf hinwies wie in anderen Ländern etablierte Medien mit Bloggern zusammenarbeiten, indem sie Blogs als Bürgermedien und ihre Macher als „citizen journalists“ begreifen, schrieb mir Christine Holtz-Stosch eine Mail. Sie fragte mich,  wie sie selbst einen Beitrag zur Bewegung der Bürgermedien, sie nannte es „Citizen Communication Revolution“, leisten könne. Vielleicht nicht als Autorin, sondern in ihrem Beruf als Übersetzerin? Christine Holtz-Stosch ist Inhaberin des Übersetzungsbüros Holtz-Stosch GmbH in Schorndorf, der Geburtsstadt von Gottlieb Daimler. Ihr Hobby: Übersetzen von Texten, in denen die heißesten Innovationen und Trends vorgestellt werden –  egal ob Marketing, neue Medien, Technologie oder Medizin und Fitness.

Gemeinsam kamen wir auf die Idee, Denkanstöße – wie wir sie auf changethis.com vorfinden – ins Deutsche zu übersetzen und sie so weiter zu verbreiten. Ich danke Christine Holtz-Stosch, dass sie auf mich zukam – wie so oft bei Internetbegegnungen hatte sie mich rein zufällig gefunden. Danke auch für die großartige Übersetzung, mein Arbeitseinsatz ist weitaus geringer: ich poste es nur.

Den Anfang macht morgen ein Beitrag von Dave Balter, der ein Licht auf die Begriffe Mundpropaganda, Viralmarketing und Buzz-Marketing wirft. Ist das alles irgendwie das gleiche? Oder gibt es nicht doch feine Unterschiede? Lesen Sie seine Definitionsvorschläge.


Wie man eine neue Sportart kreiert: Speedminton

Federball war gestern. Heute gibt es Speedminton. Bälle, die 30 Meter weit geschlagen werden können. Mit Spitzengeschwindigkeiten von 290 km/h. Wenn Sie beobachten wollen, wie diese neue Sportart weltweit eingeführt wird, behalten Sie die Firma Speedminton im Auge.

"Angefangen hat es mit unserem Erfinder, Bill Brandes, der unbedingt draußen Federball spielen wollte. Als Seemann bedrückte ihn die Enge der Sporthallen, die schlechte Luft darin war für ihn unerträglich. Er suchte nach einem neuen Ball, einer der schneller und vor allem windstabiler ist als herkömmliche Federbälle. Nach sieben Jahren mit vielen Höhen und Tiefen hatte er den neuen Ball endlich perfektioniert - und ein passendes Racket entwickelt. Vor allem aber kam er auf den ganz besonderen Clou: Er brachte die Bälle zum Leuchten, durch kleine, in die Schlagkappe steckbare Knicklichter.

Shuttleball nannte Bill Brandes sein neues Federballspiel. Trotz der neuen, extrem schnellen und windstabilen Bälle blieb ihm der Durchbruch jedoch versagt. Alle finanziellen Reserven waren aufgezehrt. Bis 2001, als sich begeisterte Shuttleball-Spieler zusammen taten, die weltweiten Rechte erwarben und die Firma Speedminton gründeten. Es wurde nochmals kräftig investiert, die Rackets mit Hilfe von Enduro-String aus Paris verbessert, dem ganzen ein ganz neues Design verpasst und ein weiterer neuer Ball kreiert. Zu dem Outdoor-Spiel wurde eine Indoor-Variante entwickelt, zu dem reinen Fun-Spiel eine Wettkampf-Variante mit entsprechenden Spielregeln. So wurde mit viel Arbeit und Engagement aus Shuttleball Speed Badminton." (Zitat: www.speedminton.de)

Jetzt wagt die Firma Speedminton einen 2.Start.  Im Frühjahr diesen Jahres hat die Markteinführung begonnen. Sie hat wohl einiges bereits sehr richtig gemacht, denn auf der Haben-Seite befinden sich:

  • Starke Vertriebspartner in Deutschland, den USA, Österreich, der Schweiz, Belgien und Russland.
  • Eine prominente Speedminton-Spielerin, nämlich Wimbledon-Siegerin Maria Sharapowa.
  • Erfolgreiche Medienarbeit, wie die begeisterten Presseberichte zeigen.
  • Eine spektakuläre Veranstaltung dank der Blackminton-Variante des Spiels.

Wo bekomme ich mein Speedminton-Set?


Blog-Ideen: das Stellenausschreibungsblog

Was tun, wenn das Unternehmen so richtig läuft und Sie jede Menge Stellen zu besetzen haben? Dann schreiben Sie diese in einem Weblog aus. Oder kreieren Sie ein eigenes Stellenausschreibungsblog.  Die Firma Impinj hat das getan und weil das Unternehmen nicht in Deutschland, sondern in Seattle zuhause ist, heisst es nicht Stellenausschreibungsblog, sondern Impinj Recruiting Blog. Klingt eleganter. Lesen Sie, was es bringt:

"This Blog has gotten a lot of attention. It was profiled in the Wall Street Journal on September 28th, and one of my recruiting partners just told me that it was used as an example in a national corporate training conference at his company. But what matters most is that the candidates we want to hire are reading. If you apply for a job on our website as a result of reading this Blog, please be sure to identify "Impinj Recruiting Blog" as the source. If you have any comments, suggestions or questions, please feel free to e-mail me at karina.miller@impinj.com. I'll do my best to respond quickly."


Fahrzeugwerbung, die auffällt. Ab 10,- Euro

Nummernschild

Mitleser und Blogger Christoph Hörl nimmt Bezug auf meinen Tipp, das eigene Fahrzeug zu Werbezwecken zu nutzen. Er präsentiert eine elegante, preiswerte und erwiesenermaßen wirksame Werbeidee, die er den Autohäusern abgeschaut hat.

"Ein Satz solcher Nummernschildhalterungen hat uns mit weißen Aufdruck 10 Euro gekostet, was für die Lebensdauer und den individuellen Effekt nicht zu viel ist. Werbung mit kleinem Budget eben. Diese Mini-Werbeflächen werden keinesfalls übersehen. Erst gestern hat mich wieder jemand darauf angesprochen. Sollten Sie den Aufdruck nur auf eine URL beschränken, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Adresse auch die Branche wiedergibt, denn normalerweise gehört diese Zeile dem Autohändler. Unter http://www.hoerl.de kann nicht erkannt werden, ob es sich nur um den Händler oder um unser Architekturbüro handelt."

Ergänzung: Gastgewerbe Gedankensplitter verrät, wo Sie Ihre individuelle Kennzeichenwerbung bestellen können. Hier bei kennzeichenwerbung.de