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Schni - Schna - Schnappi! Das kleine Krokodil vom Nil

"Wie eine Lawine hat sich das Kinderlied von Schnappi als mp3 über das Internet verbreitet. Heute füllt Schnappi unzählige Foren und Chatrooms, es gibt zahlreiche private Schnappi-Homepages und sogar auch schon die ersten Fan-T-Shirts und Merchandising-Angebote.

Bei den bisherigen vereinzelten Einsätzen im Radio standen die Telefone nicht mehr still! Schnappi hat es auf Platz 15 der SPEX-Lesercharts gebracht, der Song wird heute sowohl in Großraumdiskotheken als auch in Rock- und HipHop-Clubs gespielt und gefeiert. Schnappi, das kleine Krokodil wird bereits als sympathischer Nachfolger vom Moorhuhn oder der Diddlmaus gehandelt, so groß sind die überschwänglichen Reaktionen bei Jung und Alt."

Die Polydor über einen Hit, den nicht sie, sondern die Konsumenten gemacht haben. Mundpropaganda wirkt. Mp3 gibt es hier.


Queen of Buzz: Bettina Gräfin Bernadotte

Eines muss man Bettina Gräfin Bernadotte, der künftigen Chefin der Blumeninsel Mainau lassen. Sie beherrscht es perfekt die Stadt Konstanz und die Insel Mainau ins Gespräch zu bringen. Mit ihrer im nächsten Jahr geplanten Werbeaktion hat sie einen regelrechten Zwergenaufstand ausgelöst.

Satire-Bildhauer Peter Lenk, der der Stadt Konstanz schon das einzige Hurendenkmal der Welt - die Imperia - an die Hafeneinfahrt stellte, will auch mitmischen.
Wenn die Stadtoberhäupter jetzt ein bisschen cleverer wären, würden sie die Chance beim Schopf ergreifen und Konstanz im Sommer 2005 zur Satirehauptstadt Deutschlands machen. Aber da sie es ja nicht sind, überlegen sie lieber mit welchen Zwergen-Bauvorschriften sie die Aktion zu Fall bringen können.

Mehr dazu in der Pforzheimer Zeitung.


Geprellt von Logoshaker – was tun?

Die Kommentare von Kunden, die bei der angeblich in Berlin ansässigen Firma Logoshaker ein Logo bestellt aber nie erhalten haben, häufen sich weiter.

Zur Erinnerung und Auffrischung siehe hier:

Blog Fahndung lohnt sich: Logo-Betrug aufgedeckt?

Blog-Fahndung: Spammer & Discounter

Für viele scheint klar: bei Logoshaker geht es nicht um Logo-Preisdumping, das ist eine Betrugsmasche, bei der es nur darauf ankommt, die Vorkasse einzustreichen. Zur Logogestaltung fehlten wohl die Leute und die Absicht.

Keine Spur gibt es vom Unternehmen selbst. Scheinbar ist es weder in Berlin, noch in der Schweiz gelungen unter den auf den Websites angegebenen Adressen jemanden anzutreffen.

Auf zum Anwalt oder was?

Zum Anwalt gehen und eine zivilrechtliche Klage einzureichen, klingt naheliegend, könnte aber unter dem Strich deutlich mehr kosten als der bereits entstandene Schaden, meint Rechtsanwalt Michael H. Heng. Deshalb sollten sich Betroffene die folgenden Fragen stellen

  • Bekomme ich die Kontaktdaten zur Inanspruchnahme irgendwie heraus? Wenn ja, mit welchem (finanziellen/zeitlichen) Aufwand?
  • Wie wahrscheinlich ist es, eine solvente Gegenseite anzutreffen, um die eigenen Forderungen einschl. der entstandenen Kosten der Rechtsverfolgung realisieren zu können und nicht am Ende gutes Geld schlechtem Geld hinterher geworfen zu haben?
  • Steht der (finanzielle/zeitliche) Aufwand im Verhältnis zum möglichen Ertrag?

Die Alternative: Strafanzeige erstatten
Strafantrag kann jeder selbst stellen - damit würde die staatliche Maschinerie in Gang gesetzt, die einem möglicherweise die Ermittlung der Kontaktdaten abnimmt. Vorteil: Keine Kosten, wenn man die Anzeige selbst erstattet. Nachteil: Das Ermittlungsverfahren wird
erfahrungsgemäß recht lange dauern, bis - wenn überhaupt - mit einem Ergebnis zu rechnen ist. Eine Einsichtnahme in die Ermittlungsakte und damit die Erlangung relevanter Daten (zustellungsfähige Anschrift der Gesellschaft/Organe o.ä.) ist nur über einen Rechtsanwalt möglich, der wiederum bezahlt werden muss - immer vor dem Hintergrund, dass man auf den zunächst nur verauslagten Kosten mangels Solvenz des Gegners sitzenbleibt.

Eine der geschädigten, die Firma Zündwerk hat bereits ein Anwaltsbüro eingeschaltet. Geschäftsführer Chris Fritsch rät Betroffenen zur Erstattung einer Strafanzeige und bittet, ihm anschließend das Aktenzeichen zukommen zu lassen. Eventuell können dort Aktivitäten koordiniert werden, die eine Aufklärung im Interesse aller erleichtern.


Obdachlose als Werbeträger

Erst neulich hatten wir es beim Werbeblogger ja davon.

Benjerry Auch in Holland schreckt man vor der Geschmacklosigkeit nicht zurück, Obdachlose als Werbeträger zu missbrauchen, um sich damit ins Gerede zu bringen.  Ich denke, es wird eher negative Publicity hageln. Der Eiscremehersteller Ben & Jerry's spendiert Obdachlosen warme Winter-Anoraks mit großflächigem Logo auf dem Rücken.

Bildquelle als Direktlink.


Manifesto zur Kunden-Evangelisation

von Ben McConnell und Jackie Huba

übersetzt von Christine Holtz-Stosch

Die traditionellen Marketingstrategien funktionieren nicht mehr. Sie werden verdrängt von den Kundenempfehlungen als der neuen harten Währung, die das Wachstum einer Organisation bestimmt.

„Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Kunden mit Southwest Airlines fliegen. Wir kaufen weitere Southwest-Aktien ... und wir stehen Gewehr bei Fuß, um „unsere“ Airline zu unterstützen. Sie können auch in Zukunft mit unserer Unterstützung rechnen.“

Die Southwest Airlines-Kundin Ann McGee-Cooper in einem Brief an Southwest-President Colleen Barrett im Oktober 2001.

Ann McGee-Cooper ist eine Southwest Airlines-Kundin, die sich für „ihr“ Unternehmen stark macht, das sie liebt. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001, die die Airlines monatelang lahm legten und akut gefährdeten, schrieb McGee-Cooper einen Brief an Southwest: sie überzeuge Kunden, Freunde und Familienmitglieder, mit Southwest Airlines zu fliegen. Sie kaufe ihnen Tickets. Sie kaufe die Aktien des Unternehmens. Last but not least: sie legte einen 500 Dollar-Scheck mit dem Hinweis bei, dass die Airline das Geld „dringender als ich“ benötige. Sie ist mehr als eine treue Kundin: SIE IST EINE KUNDEN-EVANGELISTIN.

Mehr "Manifesto zur Kunden-Evangelisation " »


Weihnachten und das Weblog

"Weihnachten und Weblog verträgt sich nicht. Entweder man hat so viel zu tun, dass man eh keine Zeit hat. Oder aber man ist so besinnlich das der PC die ganzen Feiertage eh nicht an ist. Man fährt zur Oma, deren Haus leider noch kein WLAN-Hotspot ist. Und die die an Weihnachten alleine sind geben es vermutlich nicht zu und schreiben deshalb nichts :)"

So schrieb Flo vor 2 Jahren in seinem Blog TheFlow. Ob er recht hat werde ich am 24.12. mal überprüfen. Bin gespannt, mit welchen Heiligabend-Entries die deutsche Blogosphäre aufwartet.

Weblog und Vorweihnachten verträgt sich allerdings recht gut: Beim MEX-Blog hat man sich eine schöne Spendenaktion ausgedacht, die den SOS-Kinderdörfern zugute kommen wird. In Zusammenarbeit mit einem Handy-Online-Shop werden Handies verkauft und die Provisionserlöse an die SOS-Kinderdörfer gespendet. Die MEX-Weihnachtsaktion.


Was läuft bei Ebay wirklich?

Ebay Pulse ist ein toller neuer Service von Ebay, der Transparenz ins Flohmarktgeschehen bringt. Er zeigt:

  • Die meist gesuchten Artikel
  • Die größten Anbieter
  • Die teuersten Artikel
  • Die am meisten beobachteten Artikel

und besonders wichtig vor Weihnachten, die Top Ten von "seinem" oder "ihrem" Wunschzettel. Ebay Pulse lässt sich nach Kategorien auswerten und ermöglicht daher recht differenzierte Betrachtungen.