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30 Bücher zum Thema Weblogs

Allein in englischer und deutscher Sprache sind bereits 30 Bücher über Weblogs erscheinen. Das geht aus der Website von LeVrang &Westner hervor. Unter dem Stichwort Weblog Research haben sie Bücher, Studien und andere Ressourcen zusammengestellt. Dort findet sich auch eine sehr umfangreiche Übersicht über Weblog Provider. 77 (!) Weblog Provider hat Markus Westner im Rahmen seiner Master Dissertation untersucht. Die Studie kann im Volltext abgerufen werden.


Feedreader füttern: ConnectedMarketing.de

"Marketing mittels Mundpropaganda, Virales Marketing oder Virus Marketing sind Ansätze, die in den USA und England immer weitere Verbreitung finden und dort auch zunehmend von großen Marken (P&G, Bacardi, Coca-Cola, Toyota oder Ford) angewendet werden. Dieser Blog soll das Thema aus einer deutschen Sicht beleuchten und erklären helfen: wie funktioniert es, was davon ist nützlich, was ist bahnbrechend? Aber auch: was davon ist eher schädlich für Menschen und Marken? Der Blog heißt ConnectedMarketing, weil alle diese Ansätze eins gemeinsam haben - sie nutzen die unzähligen Verbindungen aller Menschen untereinander, um (Werbe-)Nachrichten mittels Mundpropaganda zu verbreiten."

Die Programmerklärung von Martin Oetting für sein Weblog connectedmarketing.de  Klingt nicht nur spannend, sondern ist es auch. Die ersten Posts enthalten einen guten Überblick über die Begriffe und Gründe für Mundpropaganda. Ich freu mich, dass du dabei bist, Martin.


Blogger mit Biss

Kochblogger, Gourmetblogger, Gastroblogger treffen sich auf Initiative des Speisekartenbloggers Thorsten Sommer am Samstag, den 26.02.2005 im Ritz-Carlton in der Autostadt Wolfsburg. Über die Küche des Ritz-Carlton habe ich folgendes gelesen:

"Neben dem Restaurant Vision mit der bekannten euro-asiatischen Küche, ist das Gourmetrestaurant Aqua mit einem Michelin Stern und 18 Punkten Gault Millau ausgezeichnet. Die Newman`s Bar bietet dem Besucher in behaglicher Atmosphäre eine Auswahl von mehr als 300 Sorten Edelobstbränden und ein anspruchsvolles Zigarrenmenü." Quelle: Reiseland Niedersachsen

Zugesagt haben schon die folgenden Blogger:

Ich find es jammerschade, dass ich nicht dabei sein kann. Mehr über das Gastro-Blog -Treffen hier.


Selbstmordanschlag mit dem VW Polo

Vor kurzem lasen wir noch, VW wolle mit einer neuen Strategie in USA mehr Erfolg haben. Jetzt taucht ein Spot im Internet auf, der Teil dieser Strategie sein könnte.

Nattürlich haben offizielle Stellen dementiert.

Natürlich weiß man nicht, woher der Spot stammt.

Aber er kursiert im Netz.

Und es wäre nicht die erste Fälschung, die vom Auftraggeber selbst lanciert wurde. Im Spot sieht man, wie ein junger Mann mit Palästinensertuch, seinen Polo in einer belebten Einkaufsstraße parkt und mit dem Feuerzeug eine Gasexplosion  den Auslöseknopf für das umgespannte TNT drückt. Small but tough - lautet der Claim. Aber sehen Sie selbst.

Gefunden beim Werbeblogger.


Speisekarten zum Mitnehmen

In den meisten Fällen kann man eine Speisekarte, die man mitnehmen will, wohl nur klauen. Obwohl mein Onkel, der eine ansehnliche Speisekartensammlung aus aller Welt besitzt, stets gegenüber den Neffen beteuerte jedes Mal gefragt zu haben. Mehr zum Kampf um die Speisekarten gestern bei Gerhard Schoolmann. Unter anderem geht`s um die Frage: Warum nehmen einem die Kellner die Speisekarte nach der Bestellung gleich wieder weg?

Im Chicagoer Restaurant Orange ist die Speisekarte zum Mitnehmen gedacht. Sie ist ein aufwendiges gestaltetes 4-Farb-Magazin, das mit Fotos und Stories Lust auf die Speisen macht. Menuzine nennen die Macher das Heft. Auf der Website der trendwatching.com stehen ein paar Zeilen mehr über die Speisekarten im Magazin-Look.


Warum haben Em-Eukal-Bonbons ein kleines Papierfähnchen?

Mein Leser Martin Oetting (MemeticMinds) weiß es. Er sandte mir den folgenden hochinteressanten Beitrag, den ich ungekürzt wiedergebe. Danke!

Bei der Sendung "Genial daneben" auf SAT.1 hat eine Zuschauerin die folgende Frage eingeschickt: "Warum haben Em-Eukal-Bonbons ein kleines Papierfähnchen?"

Das Ergebnis war eine erstaunlich angeregte Diskussionüber die Marke und das Produkt. Die versammelten Comedy-Stars haben sich alle gemeinsam darüber Gedanken gemacht, wie die Bonbons wohl zu dem Fähnchen gekommen sind. Dabei haben sie unter anderem auch ihr persönliches Verhältnis zu den Bonbons beschrieben. Am Schluss hat Hugo Egon Balder des Rätsels Lösung präsentiert und bei der Gelegenheit auch noch die Historie der Marke erläutert: Die Bonbons waren ursprünglich, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, von einem Apotheker für Bergleute entwickelt worden. Damals sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, die Bonbons essen zu können, ohne sie mit schmutzigen Händen anfassen zu  müssen. Die weißen Fähnchen waren so eingearbeitet, dass man den Bonbon aus dem Papier aufdrehen und dann mit Hilfe des Fähnchens in den Mund stecken konnte, ohne ihn mit den Fingern berühren zu müssen. Heute sind die Fähnchen zwar noch bei den Bonbons dabei, allerdings nicht mehr in der damaligen Form, sondern nur noch als Referenz an die eigene Vergangenheit. Der Clou dabei war, dass Balder abschließend mitteilte, die Firma habe extra für die Sendung noch einmal Bonbons genau so verpackt, wie es damals für die Bergleute gemacht worden war, und er selbst demonstrierte, wie die Bonbons von den Bergleuten ausgewickelt und gegessen wurden. Für die anderen Stars der Sendung hatte er auch derart verpackte Bonbons erhalten.

Die Frage der Dame (die damit 500 € gewonnen hat) kam aus Bielefeld. Die Firma, die em-eukal herstellt, sitzt in Nürnberg. Ich gehe also nicht davon aus, dass es sich um den gezielten Versuch handelte, Marketing zu betreiben. Dennoch hat die Sendung in interessanter Weise verdeutlicht, dass man heutzutage - bei der grassierenden (Un-)Kultur der Mitmachsendungen - Marken auch auf diese Weise in den Medien platzieren  und zum Gesprächsthema machen kann.

Hat Ihre Marke, Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung etwas Bemerkenswertes? Etwas das auf der Geschichte oder Geschichten beruht? Dann halten Sie es am Leben auch wenn die Controller zum Gegenteil raten.


Warum haben Em-Eukal-Bonbons ein kleines Papierfähnchen?

Mein Leser Martin Oetting (MemeticMinds) weiß es. Er sandte mir den folgenden hochinteressanten Beitrag, den ich ungekürzt wiedergebe. Danke!

Bei der Sendung "Genial daneben" auf SAT.1 hat eine Zuschauerin die folgende Frage eingeschickt: "Warum haben Em-Eukal-Bonbons ein kleines Papierfähnchen?"

Das Ergebnis war eine erstaunlich angeregte Diskussionüber die Marke und das Produkt. Die versammelten Comedy-Stars haben sich alle gemeinsam darüber Gedanken gemacht, wie die Bonbons wohl zu dem Fähnchen gekommen sind. Dabei haben sie unter anderem auch ihr persönliches Verhältnis zu den Bonbons beschrieben. Am Schluss hat Hugo Egon Balder des Rätsels Lösung präsentiert und bei der Gelegenheit auch noch die Historie der Marke erläutert: Die Bonbons waren ursprünglich, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, von einem Apotheker für Bergleute entwickelt worden. Damals sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, die Bonbons essen zu können, ohne sie mit schmutzigen Händen anfassen zu  müssen. Die weißen Fähnchen waren so eingearbeitet, dass man den Bonbon aus dem Papier aufdrehen und dann mit Hilfe des Fähnchens in den Mund stecken konnte, ohne ihn mit den Fingern berühren zu müssen. Heute sind die Fähnchen zwar noch bei den Bonbons dabei, allerdings nicht mehr in der damaligen Form, sondern nur noch als Referenz an die eigene Vergangenheit. Der Clou dabei war, dass Balder abschließend mitteilte, die Firma habe extra für die Sendung noch einmal Bonbons genau so verpackt, wie es damals für die Bergleute gemacht worden war, und er selbst demonstrierte, wie die Bonbons von den Bergleuten ausgewickelt und gegessen wurden. Für die anderen Stars der Sendung hatte er auch derart verpackte Bonbons erhalten.

Die Frage der Dame (die damit 500 € gewonnen hat) kam aus Bielefeld. Die Firma, die em-eukal herstellt, sitzt in Nürnberg. Ich gehe also nicht davon aus, dass es sich um den gezielten Versuch handelte, Marketing zu betreiben. Dennoch hat die Sendung in interessanter Weise verdeutlicht, dass man heutzutage - bei der grassierenden (Un-)Kultur der Mitmachsendungen - Marken auch auf diese Weise in den Medien platzieren  und zum Gesprächsthema machen kann.

Hat Ihre Marke, Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung etwas Bemerkenswertes? Etwas das auf der Geschichte oder Geschichten beruht? Dann halten Sie es am Leben auch wenn die Controller zum Gegenteil raten.


Alles Zufall. Auch der Slogan?

"Random is the New Order. Welcome to a life less orderly. As official soundtrack to the random revolution, the iPod Shuffle Songs setting takes you on a unique journey through your music collection — you never know what’s around the next tune."

Aus der Werbung für den Apple iPod.

Das Zufallsprinzip haben die Apple Werber auch auf den Slogan übertragen. Statt einem gibt es mehrere Slogans. Rein zufällig auf welchen man gerade trifft:

Give chance a chance.

Life is random.

Enjoy uncertainty.

Gefunden bei dem bloggenden Anästhesisten bookofjoe.


Alles Zufall. Auch der Slogan?

"Random is the New Order. Welcome to a life less orderly. As official soundtrack to the random revolution, the iPod Shuffle Songs setting takes you on a unique journey through your music collection — you never know what’s around the next tune."

Aus der Werbung für den Apple iPod.

Das Zufallsprinzip haben die Apple Werber auch auf den Slogan übertragen. Statt einem gibt es mehrere Slogans. Rein zufällig auf welchen man gerade trifft:

Give chance a chance.

Life is random.

Enjoy uncertainty.

Gefunden bei dem bloggenden Anästhesisten bookofjoe.


Die Mini-Cooper-Legende

"Wenn in Agenturen lustige DVDs eingelegt werden und man sich gemeinsam über die stocksteifen Werbespots der sechziger und siebziger Jahre amüsiert, dann ist immer auch Wehmut im Spiel: Humor, Pfiffigkeit und die ganze Cannes-Rollen-Philosophie sind zur Falle geworden. Keine Zielgruppe lacht mehr gern über die postmodernen Gags, für die sich Kreativ-Direktoren selbst originell finden. Und niemand will sich noch die abgeschmackte Frage stellen, für welches Produkt dieser oder jener Spot denn nun eigentlich wirbt. ...."

Die FAZ berichtet über Viralmarketing als Alternative zur herkömmlichen Werbung und hat die Legende vom Roboter aus Miniteilen zusammengefasst. Danke für den Tipp an Martin Oetting.


Die Mini-Cooper-Legende

"Wenn in Agenturen lustige DVDs eingelegt werden und man sich gemeinsam über die stocksteifen Werbespots der sechziger und siebziger Jahre amüsiert, dann ist immer auch Wehmut im Spiel: Humor, Pfiffigkeit und die ganze Cannes-Rollen-Philosophie sind zur Falle geworden. Keine Zielgruppe lacht mehr gern über die postmodernen Gags, für die sich Kreativ-Direktoren selbst originell finden. Und niemand will sich noch die abgeschmackte Frage stellen, für welches Produkt dieser oder jener Spot denn nun eigentlich wirbt. ...."

Die FAZ berichtet über Viralmarketing als Alternative zur herkömmlichen Werbung und hat die Legende vom Roboter aus Miniteilen zusammengefasst. Danke für den Tipp an Martin Oetting.


Jamba und das Permanenz-Problem

Die Jamba-PR dürfte sich zu der am besten dokumentierten PR-Panne Deutschlands entwickeln. Erstaunlich wie wenig erhellendes nach all den Tagen des Nachdenkens in den Köpfen der Verantwortlichen passiert ist. Die haben das Medium Internet noch immer nicht begriffen. Wer die Story noch nicht kennt, kann zum Einstieg bei Spiegel Online nachlesen. Dort offenbart der Jamba-Mann Bonow seine Unkenntnis wie folgt:

"Er selbst will der Sache nicht zu viel Gewicht beimessen. Sein Ratschlag für betroffene Unternehmen: "Oft ist am Besten: Kurz stillhalten und ducken, bis es vorbei ist".

Falsch, Bonow. Das Internet vergisst nix. Deine PR-Panne wird noch Monate, wenn nicht Jahre die vorderen Suchtreffer bei Google beherrschen. Die Zeitung ist irgendwann Schnee von gestern, das Web nicht. Du hast ein Permanenz-Problem, denn Deine Panne bleibt ewig Teil des Netzes. Sehr schön charakterisiert diese Eigenschaft des Webs der Artikel von Simon Waldman: The Importance of Being Permanent.


AKTION: Guerilla Marketing Kongress 2005

Das haben sich die Initiatoren des Kongresses gut ausgedacht. Ich zitiere mal den Werbeblogger:

"Alle Weblogs, welche sich den Themen rund um Werbung & Marketing verschrieben haben, erhalten einen kostenfreien VIP-Eintritt zum Guerilla Marketing Kongress 2005 in Köln (11.03.2005). Die einzige Bedingung ist natürlich mindestens ein Blogeintrag über das bevorstehende Event zu verfassen. Ganz im Zeichen der Guerilla Marketing Taktik soll somit eine schnelle Verbreitung der frohen Botschaft erzielt werden. Weblogger können die Verlinkung ihres Artikel über den GMK 2005 an service@guerilla-marketing-portal.de senden, daraufhin erhaltet ihr nach einer kurzen Überprüfung eures Beitrages eine Bestätigung für die VIP-Teilnahme.

GMK2005

Teilnahmegebühr:
Frühbucher bis zum 15.02.2005: 99 Euro
Frühbucher erhalten als kleines Geschenk noch kostenlos das Buch "Guerilla Marketing für Unternehmertypen"
Normalbucher: 149 Euro
Studenten: 49 Euro
Es werden ca. 100 Teilnehmer erwartet.

Nähere Informationen zum Guerilla Marketing Kongress erhaltet ihr auf guerilla-marketing-portal.de "

Und abends ein Treffen der werbebloggenden Kollegen?


Wie bezahlte Mundpropaganda ein schlechtes Produkt killt.

Das haben sich die BzzAgents wohl anders gedacht. Dave Balters Agentur ist binnen eines Jahres mit dem Verkauf von Mundpropaganda stürmisch gewachsen. Ihre Dienstleistung: Ein Netz von freiwilligen BzzAgents erhält neue Produkte zum Testen und gibt dann ihre Erfahrungen an andere weiter.  Dafür erhält die Agentur Geld vom Auftraggeber und die BzzAgents bekommen ein paar Prämienpunkte, die sie irgendwann für irgendetwas einlösen können.

Während es bei den ersten Kampagnen wunderbar funktioniert hat, ging jetzt der Schuss nach hinten los. Denn die Kaffeemaschine, die per Mundpropaganda beworben werden sollte, war offenbar von lausiger Qualität. Jetzt beklagen sich die Tester über das Gerät: es verliere Dampf und Wasser und produziere nur lauwarmen Kaffee. Ein paar genervte Agenten haben das Testgerät bei WalMart zu Geld gemacht. Nachzulesen hier. Gefunden bei Greedy Girl.

Mundpropaganda hat eben häufig schlechte Nachrichten zum Inhalt. Meist funktioniert sie dann sogar besser.

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