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Warum haben Em-Eukal-Bonbons ein kleines Papierfähnchen?

Mein Leser Martin Oetting (MemeticMinds) weiß es. Er sandte mir den folgenden hochinteressanten Beitrag, den ich ungekürzt wiedergebe. Danke!

Bei der Sendung "Genial daneben" auf SAT.1 hat eine Zuschauerin die folgende Frage eingeschickt: "Warum haben Em-Eukal-Bonbons ein kleines Papierfähnchen?"

Das Ergebnis war eine erstaunlich angeregte Diskussionüber die Marke und das Produkt. Die versammelten Comedy-Stars haben sich alle gemeinsam darüber Gedanken gemacht, wie die Bonbons wohl zu dem Fähnchen gekommen sind. Dabei haben sie unter anderem auch ihr persönliches Verhältnis zu den Bonbons beschrieben. Am Schluss hat Hugo Egon Balder des Rätsels Lösung präsentiert und bei der Gelegenheit auch noch die Historie der Marke erläutert: Die Bonbons waren ursprünglich, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, von einem Apotheker für Bergleute entwickelt worden. Damals sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, die Bonbons essen zu können, ohne sie mit schmutzigen Händen anfassen zu  müssen. Die weißen Fähnchen waren so eingearbeitet, dass man den Bonbon aus dem Papier aufdrehen und dann mit Hilfe des Fähnchens in den Mund stecken konnte, ohne ihn mit den Fingern berühren zu müssen. Heute sind die Fähnchen zwar noch bei den Bonbons dabei, allerdings nicht mehr in der damaligen Form, sondern nur noch als Referenz an die eigene Vergangenheit. Der Clou dabei war, dass Balder abschließend mitteilte, die Firma habe extra für die Sendung noch einmal Bonbons genau so verpackt, wie es damals für die Bergleute gemacht worden war, und er selbst demonstrierte, wie die Bonbons von den Bergleuten ausgewickelt und gegessen wurden. Für die anderen Stars der Sendung hatte er auch derart verpackte Bonbons erhalten.

Die Frage der Dame (die damit 500 € gewonnen hat) kam aus Bielefeld. Die Firma, die em-eukal herstellt, sitzt in Nürnberg. Ich gehe also nicht davon aus, dass es sich um den gezielten Versuch handelte, Marketing zu betreiben. Dennoch hat die Sendung in interessanter Weise verdeutlicht, dass man heutzutage - bei der grassierenden (Un-)Kultur der Mitmachsendungen - Marken auch auf diese Weise in den Medien platzieren  und zum Gesprächsthema machen kann.

Hat Ihre Marke, Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung etwas Bemerkenswertes? Etwas das auf der Geschichte oder Geschichten beruht? Dann halten Sie es am Leben auch wenn die Controller zum Gegenteil raten.

Kommentare

Simon Zirkunow

Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Marken noch immer Hinweise auf ihren Ursprung aufweisen. Das habt diese auch gewissermaßen ab von neu gegründeten Unternehmen und verleihen ihnen einen gewissen Charme, wie du es angemerkt hast.
Die Geschichte der Em-Eukal-Bonbons ist in der Tat sehr interessant und man verbindet dadurch viel mehr persönliches mit dem Produkt, jepp.

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