Zu blöd zum Tricksen
Mitblogger und Viralmarektingexperte Björn Ognibeni hat die neueste Aktion aus der beliebten Werbetrickkiste mit der Aufschrift "Tarnen und Täuschen" entdeckt.
Ein angeblicher Student Wim, der von einer interaktiven Plakatwand schwärmt, die American Express in Belgien aufgestellt hat. Via Internet können User ein Bild von ihrem Desktop hochladen und auf dem Billboard anzeigen lassen. Naja, ganz nette Idee.
Aber es gibt keinen Wim. Denn die im Mailheader enthaltene IP verrät nach wenigen Klicks: Wims E-Mails stammen vom Server des Werbedinos Ogily & Mather, der offenbar die Idee für American Express ausgeheckt hat.
Traurig aber wahr. Es gibt wohl eine Unmenge von Werbeleuten, die der Meinung sind, es sei legitim, Werbebotschaften mit falschen Absendern zu verbreiten. Dass diese dann aber so doof sind, Spuren auszulegen, verwundert einen dann doch. Und dass sie eine nette virale Idee hinter ein paar nervigen Intros verstecken und es nicht geschafft haben, eine eigene Site dafür zu bauen, spricht ebenfalls nicht für die Viralmarekting-Kompetenz der Werbe-Altmeister.
Inzwischen setzt sich dafür ein Begriff für derartige Machenschaften durch: Bullshit-Marketing. Das Wort werden wir wohl noch öfter brauchen.



