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Verwirrrte PR-Experten

Frage: Was sind das eigentlich für PR-Leute, die mit Kritik nicht umgehen können? Schlechte, würde ich sagen.

Antwort: Die besten, die die Schweiz zu bieten hat - nach deren Eigenwerbung zu urteilen.

Die Klaus J. Stöhlker AG ist seit über 20 Jahren eine der führenden PR-Agenturen in der Schweiz mit Sitz in Zollikon-Zürich... Das Unternehmen berät in allen Belangen der Public Relations in den EU-Märkten. ...verfügt über eine breite Palette von überdurchschnittlich leistungsfähigen und bewährten PR-Instrumenten. Regelmässig werden die Partner der Agentur zu Vorlesungen über Kommunikation an Schweizer Universitäten, Business Schulen und Fachhochschulen als Referenten eingeladen. ... verfügt über eigene Buch- und Publikationsreihen, in welchen aktuelle Fragen der Kommunikation behandelt werden.

Ja ganz schön tolle Hechte. Nur nicht beim Bloggen. Seit kurzem haben diese PR-Fachleute ein eigenes Weblog und schon stolpern sie über einen harmlosen Kommentar, beschimpfen die Schreiberin als Dummbeutel und beschließen die Kommentarfunktion zu zensieren oder tw. zu sperren.

Nur weil Miss Kitty sagte: 'Interessanter Relaunch - versteht nur kein Mensch.'

Von PR-Experten wird man wohl einen geschickteren Umgang mit Kritik erwarten dürfen.  Aber jeder blamiert sich so gut er eben kann. Wer nicht mal mit einem solchen harmlosen Kommentar zurecht kommt, dürfte wohl kaum geeignet sein, Kunden aus der Patsche zu helfen, denen mal wirklicher Gegenwind ins Gesicht weht.

Und dann habe ich da noch so eine Pointe aus dem Haus Stöhlker entdeckt. Tut sie in Euer Kuriositätenkästlein oder erzählt es Klaus Eck.

"Und so entstehen nach und nach immer mehr so genannte PR-Blogs. Damit sind nicht Blogs gemeint, die sich mit PR beschäftigen, sondern solche, die als PR-Instrument wirken sollen. Aber kann das gut gehen? Nein. Denn PR zeichnet sich gerade durch strategische und taktische Ausrichtung von Kommunikation aus. Ein Blog ist aber nun mal das Gegenteil davon."

Und die Erde ist eine Scheibe. Robert Basic hat`s gefunden.


Vorfahrt für Stammkunden

Das war mal überfällig. Ich wette, 99% der Preisnachlässe oder Rabattaktionen, die sich deutsche Marketingabteilungen so ausdenken, zielen nur auf die Gewinnung neuer Kunden und darauf dem Wettbewerb eins auszuwischen. So belohnten Automobilhändler bislang vor allem die Markenwechsler. Wer von Mercedes zu BMW wechselte und dabei einen Mercedes in Zahlung gab, erzielte deutlich mehr beim BMW Händler.

Und was ist mit den Stammkunden, den Fans? Die liess man jahrelang außen vor. Vermutlich in der Erwartung, sie sicher zu haben.

Jetzt beendet VW als erster deutscher Automobilhersteller diese falsche Rabattpolitik und belohnt die Stammkunden.

"Volkswagen will nach einem Bericht der «Automobilwoche» den Neuwagenabsatz vor allem des Golf mit Sonderprämien für Stammkunden ankurbeln. Wie die Branchenzeitung am Wochenende berichtete, sollen VW-Händler im Rahmen einer «großen Loyalitätsaktion» nun beim Verkauf eines neuen Golf (außer GTI) für die Inzahlungsnahme eines VW-Autos, das älter als 48 Monate ist, eine Prämie von 2.000 Euro erhalten, die sie an ihre Kunden weiterreichen können.

Der VW-Verkaufsleiter Deutschland, Martin Stangenberg, habe die Aktion unter anderem damit begründet, der Autobauer wolle in einer «nicht gerade konjunkturfreundlichen Zeit» das langjährige Vertrauen seiner loyalen Kunden honorieren."

Meldung gefunden in Yahoo News.


Noch sechs Wochen bis zum US-Filmstart

Stars Wars Episode III.

Theline

Seit 2. April stehen die ersten Fans Schlange vor dem Grauman's Chinese Theatre in Hollywood. Ob in diesem Kino tatsächlich die Premiere stattfinden wird ist offen.

Die Fans vermuten es.

Wer sich in der Schlange einreihen will, für den gelten strenge Regeln. Er muss mindestens 50 Dollar für eine Kinderhilfsorganisation spenden. Wer im Umkreis von 250 Meilen um Hollywood wohnt, muss mindestens 72 Stunden in der Schlange bleiben. Wer weiter weg wohnt, muss mindestens 48 Stunden Schlange stehen. Wer die Schlange verlässt ohne sich vorher auszutragen, verliert alle bereits gesammelten Stunden. Undsoweiter. (Line Rules, PDF)

Mehr dazu auf der Website www.liningup.net

Wer solche Fans hat, braucht keine Werbung.


Vergesslich? Der Kundenservice hilft.

Tüv-Termine, Inspektionsintervalle, Arzttermine, Ausweisverlängerungen, die Antibabypille, der Kauf von Monatskarten, Pflanzzeiten für Stauden oder Aussaat für Gemüse, Überholung des Segelbootes, Inspektion der Heizung...

Es gibt eine Menge Termine, die man vergessen kann. Clevere Unternehmen machen daraus eine Kundenserviceleistung, die einfach per SMS oder E-Mail realisiert werden kann. Sie erinnern die Kunden an diese Termine. Erstens ist das preiswert und zweitens stärkt es die Kundenbindung.

Wo jetzt gerade das Frühjahr erwacht: warum gibt es eigentlich kein Gartencenter, das mir monatlich Gartentipps aufs Handy sendet? Verbunden mit den dazu passenden Angeboten?

Aber gerade mit der Nutzung von SMS oder E-Mail für Serviceleistungen ist es bei kleinen Unternehmen nicht weit her. Ausgerechnet ein Schwarzwaldstädtchen wurde mit solchen Serviceangeboten zum Internetdorf des Jahres gekürt. Und dann haben die Blumberger auch noch den DokuSafe erfunden - eine Möglichkeit wichtige Dokumente digital zu speichern, um in Notfällen auf diese Kopien zurückgreifen zu können.

"Blumberg ist landesweit ein leuchtendes Vorbild, wie auch kleine Kommunen mit relativ wenig Mitteln ihren Service verbessern können"

....schreibt stolz die Heimatzeitung.

Mehr Infos hier.


Vorsicht Qualitätsjournalismus!

Die Welt am Sonntag verbrachte ein Wochenende in Konstanz und ließ die LeserInnen daran teilhaben:

"17 Uhr - Die ersten Stunden gelten natürlich dem See vor der Haustür. Bummeln Sie über die Promenade stadtauswärts, mit Schwänen, Enten und anderem Federvieh als Eskorte. Irgendwann ist dann das Strandbad Horn erreicht, für das es im Frühling allerdings noch zu kühl ist. Zum Glück liegt gleich nebenan die wohlfühlwarme Bodensee-Therme.

19 Uhr - Auf dem Rückweg bietet sich das "Seehotel Siber" (Tel. 07531/996 69 90, www.seehoel-siber.de) zur Einkehr an, eine feine Jugendstilvilla mit guter Küche, die zu den Relais-&-Château-Häusern gehört. An warmen Tagen wird auch auf der Terrasse serviert. Natürlich mit Seeblick. "

So weit so schön. Nur dass das Seehotel Siber seit Ende September 2004 geschlossen ist, der Starkoch inzwischen anderen Aufgaben nachgeht.  Anderen Journalisten war das bereits seit Juli letzten Jahres bekannt. Da fragt man sich aus welcher verstaubten Schublade der Reisebericht entnommen wurde. (aufgedeckt vom Konstanzer Anzeiger, Printausgabe)


Die Plattenindustrie entdeckt neue Distributoren: die Hörer

„Super-distribution“ nennen Emi und Sony ihr neues Vertriebskonzept, das sie in Kürze ausprobieren werden. Dabei tun sie nichts anderes als das früher verhasste Filesharing mit der Power der Mundpropaganda (Viralmarketing) per Handy zu verbinden.

Und so funktioniert das Konzept:

Handybesitzer, die sich Songs von einer Plattform heruntergeladen haben, können diese kostenlos an Freunde weitersenden. Die können den Song ebenfalls anhören und weiterleiten. Erst wer den Song behalten will zahlt dafür.

„Die Empfehlung eines Freundes ist mehr wert als Werbung“, meint dazu der Senior Vice President von EMI, Ted Cohen. Die ersten Versuche werden in Kürze in Großbritannien und Finnland u.a. mit Vodafone gestartet.

Meldung aus Business 2.0, gefunden via CULTUREBUZZ


Die Plattenindustrie entdeckt neue Distributoren: die Hörer

„Super-distribution“ nennen Emi und Sony ihr neues Vertriebskonzept, das sie in Kürze ausprobieren werden. Dabei tun sie nichts anderes als das früher verhasste Filesharing mit der Power der Mundpropaganda (Viralmarketing) per Handy zu verbinden.

Und so funktioniert das Konzept:

Handybesitzer, die sich Songs von einer Plattform heruntergeladen haben, können diese kostenlos an Freunde weitersenden. Die können den Song ebenfalls anhören und weiterleiten. Erst wer den Song behalten will zahlt dafür.

„Die Empfehlung eines Freundes ist mehr wert als Werbung“, meint dazu der Senior Vice President von EMI, Ted Cohen. Die ersten Versuche werden in Kürze in Großbritannien und Finnland u.a. mit Vodafone gestartet.

Meldung aus Business 2.0, gefunden via CULTUREBUZZ


Workshop in Hannover

Am 12. Mai werde ich in Hannover einen Nachmittagsworkshop halten. Er findet im Rahmen der Frühjahrstagung der Oskar-Patzelt-Stiftung statt, die ihre Tagung unter das Motto "Totales Marketing. Wie Mittelständler auftreten, dass sie bemerkt werden" gestellt hat.

Hier können Sie sich den kompletten Informations-Flyer mit allen wichtigen Daten und Fakten zur Veranstaltung downloaden. (PDF - 112 KB)

Termin: Donnerstag, 12. Mai 2005

Ort: Maritim Stadthotel Hannover, Hildesheimer Str. 34 - 40, 30169 Hannover