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Viralmarketing für Firefox oder wie man eine Fan-Gemeinde degradiert

Mozilla Europe hat sich entschlossen drei Filme produzieren zu lassen, die sich viral im Netz verbreiten sollen. Eine sinnlose Aktion, scheint mir. Denn Firefox hat sich bislang durch Mundpropaganda auf nahezu perfekte Weise durch die Nutzer und Medienberichte von selbst verbreitet.

Die sogenannten viralen Filme sind da ein Rückschritt. Diese Werbeidee degradiert die enagagierte Firefox-Fan-Gemeinde zu einer Masse von Couchpotatos, deren einzige Aktivität es bleibt, den Spot gut oder schlecht zu finden oder per Mausklick weiterverbreiten.

Tja, da haben andere gerade angefangen Mozilla als Helden des Open Source Marketings zu loben und dann fallen die doch glatt in die Methoden der Old School Werbung zurück.

Hier gehts zu den Filmen.


Nervige Werbung wirkt

Und  zwar so:

Keinezielgruppe_big_1

"Mein Markenbild wird alleine durch die Produktverwendung, die Produkt-Güte und durch die Qualität der begleitenden Serviceleistungen geprägt. Irrelevante oder gar nervende Werbemaßnahmen, wie z.B. Online-Werbung, deren Einblendung ich nicht kontrollieren kann, die sich mit redaktionellen Inhalten vermischt oder eine dumm-dreiste Zielgruppenansprache verwendet, führen zu einer sofortigen Eintrübung meines Bildes von dem Werbung treibenden Unternehmen. Bei meiner nächsten Kaufentscheidung werde ich meine negativen Werbe-Erfahrungen berücksichtigen."

Das ganze Manifest gibt es hier.


Vorträge & Workshops

Wollen Sie eine geballte Ladung frischer Ideen für Ihre Zuhörer? Fundiertes Wissen unterhaltsam aufbereitet und mit jeder Menge handfester und praxisnaher Erfolgsbeispiele aus aller Welt? Egal in welcher Branche Sie tätig sind, die präsentierten Methoden und Anwendungsbeispiele regen an! Als Vortrag auf Unternehmensveranstaltungen, Kongressen oder Events. Oder als ein- bis zweitägiger Workshop mit intensivem Arbeitscharakter.

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Ideen gewinnen immer!
Wie man mit kleinem Budget erfolgreich wirbt

Wie wirbt man mit kleinem Budget und zeigt damit Wettbewerbern mit großen Etats die „lange Nase“? Welches sind Grundprinzipien der Low-Budget-Werbung? Wie nutzt man Medien ohne dafür zu zahlen? Welche Power steckt in Netzwerken, in Kundenempfehlungen und Mund-zu-Mund-Propaganda? Wie kommt man mit Kooperationen gemeinsam zu mehr Erfolg?
Ein kleines Budget ist kein Handicap, sondern fast eine Voraussetzung für erfolgreiche Werbung. Schließlich macht Not erfinderisch.

  • Vortrag von 45–90 Minuten Dauer
  • 1-Tages-Workshop

Buch: Werbung mit kleinem Budget

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Falsche Hühnchen, echte Gewinne
Die Geheimnisse von Viralmarketing und Mundpropaganda

Der profitabelste Film aller Zeiten, der neue Ferrari FXX, die Rekordverkaufszahlen von Harry Potter oder das plötzliche Auftauchen des Holzmichl in der Hitparade. Alle diese Ereignisse haben etwas gemeinsam: Sie verdanken ihre Erfolge einem gekonnten Viralmarketing.
Wie Sie das neue Werkzeug einsetzen, welche Erfolge Sie damit erzielen können und wo die vermeintlichen Grenzen liegen, erfahren Sie in diesem Vortrag.

  • Vortrag von 45–90 Minuten Dauer
  • 1-Tages-Workshop

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Marketeasing. Werbung total anders.

"Wer nicht wirbt stirbt, sagen die Werbeleute. Stimmt. Aber wer auf übliche Art und Weise wirbt, stirbt auch. Vielleicht sogar schneller. Denn die klassische Werbung ist nutzlos, sauteuer und nervt die Konsumenten. Ganz ehrlich: Die klassische Werbung ist tot."
Hallo aufwachen: es gibt ein Leben jenseits von Anzeigen, Mailings und dem 30 Sek-Spot. Entdecken Sie die Alternative "Marketeasing". Sie senken Ihr Budget und machen Werbung völlig neu. Werbung, die niemand für blöd verkauft. Werbung, die ankommt. Werbung, die anzieht. Und die Erfolg bringt.

  • Vortrag von 45–90 Minuten Dauer
  • 1-Tages-Workshop
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    Gegessen wird, was auf den Tisch kommt

    Das ist das autoritäre Prinzip des New Yorker Restaurants Tsukushi. Bei diesem Japaner gilt das Prinzip "Omokase" oder auf gut amerikanisch: "Chef ' s Choice."

    Gäste, die zum ersten Mal dort speisen, müssen sich also überraschen lassen, was da auf den Tisch kommt. Es gibt keine Karte.

    Aber schon beim nächsten Mal kann es sein, dass sich die Überraschungen des Chefs mehr und mehr ihren Gaumenvorlieben anpassen, denn der Inhaber und Koch Norihiko Manabe, der entweder allein oder mit einem Helfer in der Küche steht, passt sich den Vorlieben seiner Stammgäste an.

    Dem Reporter der New York Times, der das Ganze in diesem Artikel (erst nach kostenloser Registrierung lesbar!) begeistert wiedergibt, fielen auch Dutzende von Flaschen ein und derselben Marke Shochu auf. Beim näheren Hinsehen stellte er fest, dass sie mit kleinen Namenschildern gekennzeichnet waren. Jedem Stammgast seine eigene Flasche.

    Norihiko Manabe ist nicht besonders scharf darauf, nun durch die New York Times populär zu werden. Jahrelang hatte er nicht mal ein Schild an seiner Tür. Jetzt fürchtet er, dass seine langjährigen Gäste von einer Invasion Neugieriger beeinträchtigt werden könnten.

    via bookofjoe


    Das kommt davon

    Wenn man versucht die Verbraucher für dumm zu verkaufen. Bitburger verspricht Biertrinkern: mit jedem Kauf eines Bierkastens wird ein alter Bolzplatz renoviert. Auf der Homepage liest sich das so:

    "Unsere Jugend braucht Platz zum Spielen und Trainieren.
    Gute Bolzplätze gibt es dafür viel zu wenige. Deshalb packen Oliver Bierhoff und Bitburger das jetzt an. Mit jedem Kauf eines Aktionskastens Bitburger wird ein Stück alter Bolzplatz wieder fit gemacht - mit allem Drum und Dran. Helfen Sie mit! Nennen Sie uns einen renovierungsbedürftigen Bolzplatz und gewinnen Sie zwei Länderspieltickets."

    Der Shopblogger hat nachgerechnet. Mit jeder verkauften Kiste werden 30x22cm Bolzplatz renoviert. Puuh! Nicht viel mehr als ein DIN A4-Blatt. Da hat wohl mal wieder die Agentur Augenwischer zugeschlagen.

    Wie man sowas besser macht, nämlich die Kunden in einer Gemeinschaftsaktion zum Anpacken auffordert, weiss Gastgewerbe Gedankensplitter. Gerhard Schoolmann zeigt, um wieviel gekonnter die Kulmbacher Brauerei EKU eine ähnliche Aktion durchgeführt hat.


    Bye, bye TypePad?

    Vor einem Jahr war es die Ausnahme, dass die Server nicht erreichbar waren, heute ist es die Regel. Wenn vom Verfassen eines Eintrages und der Möglichkeit ihn posten zu können, mehrere Stunden vergehen kann von Live-Bloggen wohl nicht die Rede sein. Bislang habe ich TypePad immer empfohlen. Jetzt kann ich es selber nicht mehr "benutzen".

    Oder geht das etwa nur mir so?


    Mehr Aufmerksamkeit erreichen durch Kooperation

    In meinem Buch empfehle ich ausdrücklich über Kooperationen nachzudenken. Nicht nur um Werbebudgets zu sparen, sondern auch um damit mehr zu erreichen als mit den üblichen Werbewegen. Und in meinen Workshops trainieren wir es, indem die Teilnehmer gemeinsam Kooperationsideen entwickeln. Dass dabei fast nichts unmöglich ist, zeigt auch das ungewöhnliche Beispiel einer Kooperation zwischen Café und Bettenfachgeschäft, das ich bei Gerhard Schoolmann gefunden habe, das Bettfruehstueck im Café Deli.

    „Das Café Deli in Laichingen hat in Kooperation mit einem oertlichen Bettenlieferanten und einem Bettwaeschegeschaeft eine Reihe von Doppelbetten im Café aufgebaut, mit kuscheliger Bettwaesche bezogen, Paravents und Jalousien aus Schilfrohr als Raumteiler aufgestellt und ab 10 Uhr neugaengige Bettfruehstuecke serviert. Dazu gab es eine Sonntagszeitung und ruhige Hintergrundmusik.“

    Wozu kooperieren? Hier sind ein paar Gründe:

    • Reduzierte Gestaltungs- und Herstellungskosten,
    • Reduzierte Streukosten,
    • Gewinnung neuer Adressen,
    • Erschließung neuer Käufergruppen,
    • Erhöhung der Werbewirkung,
    • Erhöhung des Etats,
    • Erhöhung der Öffentlichkeitswirkung.


    Workshop in Stuttgart, wie war es?

    Die Zeit hat nicht gereicht. Ich hatte ein äußerst engagiertes und kreatives Team von Workshopbesuchern, die miteinander jede Menge Ideen für sich und ihre Nachbarn ausarbeiteten. Ein Workshop, der konkrete Ergebnissen für die eigene Werbestrategie brachte und hoffentlich genügend Denkanstöße, um aus der alltäglichen Werbetristesse auszubrechen. Nachdem gegen Abend dann die Reinigungstrupps schon näherkamen, musste irgendwann Schluß sein.

    Was mich besonders gefreut hat, war wie viel Interaktion unter den Teilnehmern zustande kam. Falls jemand von dern TeilnehmerInnen hier mitlesen sollte: Danke für diese aktive Zusammenarbeit. Es hat großen Spaß gemacht, die Werbeideen für kleine Budgets zusammen auszubrüten.

    Um effektiv arbeiten zu können, musste die Teilnehmerzahl natürlich begrenzt werden. So konnten nicht alle Interessenten berücksichtigt werden. In Kürze wird der Workshop daher nochmals in Stuttgart angeboten. Bleiben Sie am Ball, ich informiere Sie rechtzeitig an dieser Stelle.