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Bitte mehr SMS einsetzen

Auf so einen Tipp habe ich schon lange gewartet. Robert Chromow von Akademie.de empfiehlt das Freeware-Programm Desktop-SMS, das den SMS-Versand vom PC aus ermöglicht. Es arbeitet mühelos mit Outlook zusammen, so dass SMS so einfach wie E-Mail verschickt werden können.

Allerdings wo sind die kleinen Unternehmen, die SMS einsetzen? Anwendungsbereiche gibt es viele:

  • Die Autowerkstatt, die Bescheid gibt, wann der Wagen fertig ist.
  • Das Konzertbüro, das über freie Karten informiert.
  • Der Friseur/Arzt der eine SMS schickt sobald ein Termin frei wird und damit Wartezeiten reduziert.
  • Der Verein oder Vereinssponsor, der einen Ergebnisdienst anbietet.
  • Die Touristinfos, die Wettermeldungen oder Veranstaltungshinweise durchgeben.
  • Der Einzelhändler, der informiert wenn eine bestellte Ware eingetroffen ist.

SMS als Mittel der Serviceverbesserung hat noch ein gewaltiges Potential. Nutzen Sie es, Ihre Mitbewerber schlafen noch.

via Gastgewerbe Gedankensplitter


Wahlkampf bei Flickr

Die Anhänger des iranischen Präsidentschaftskandidaten Akbar Hashemi Rafsanjani haben Flickr zur Verbreitung visueller Botschaften entdeckt.

Dabei tragen die dort veröffentlichten Bilder vor allem die eine Botschaft: sie zeigen Hashemi Rafsanjani als einen Kandidaten, der breite Unterstützung der Fans, vor allem der Jugend geniesst. Jugendliche Anhänger sind mit Hashemi-Stickern um die Stirn oder auf dem T-Shirt abgelichtet. Professionelle Porträts kombinieren ihn mit weiblichen Schönheiten.

Hashemi Rafsanshani scheint es auch darum zu gehen, die Distanz zu seinen Fans abzubauen. In einem Land, in dem viele Ehefrauen ihren Mann nicht mit dem Namen, sondern mit seiner Berufsbezeichnung (Herr Ingenieur) ansprechen, ist es geradezu eine Akt intimer Vertrautheit, wenn der Präsidentschaftskandidat seinen Vornamen "Hashemi" heraus stellt, berichtet MarketingProfs.

Bin gespannt, wann die deutschen Parteien Flickr als ein preiswertes Mittel entdecken, visuelle Botschaften nach außen zu tragen. Eine Recherche der Stichworte/Tags ergab soeben: Bei "Schröder" kann man ins Büro sehen. "Merkel" hat sich unter anderem wg. ihrer Frisur verewigt. Und der "Stoiber-Tag" fördert ein herzhaftes "Äh" zutage.

mehr zur Rafsanshani-Kampagne bei MarketingProfs.Com "The Hashemi Brand"


Ladys Day an der Tankstelle

Gute Werbeidee und getreu dem Motto dieses Blogs mit kleinem Budget zu realisieren. Aber unerklärlich bleibt, wieso sich der Service auf Frauen beschränkt?

"Die Aral-Tankstellen am Winterhuder Weg und in der Hoheluftchaussee haben jetzt jeden Mittwoch „Ladys Day“! Da können Frauen ihre Autos abgeben, entspannt shoppen gehen und in der Zeit wird der Wagen blitzsauber gewaschen mit allem Drum und Dran. Die freundlichen Tankwarte holen die Damen-Autos sogar von Zuhause ab, wenn frau in der Nähe wohnt. Das finde ich schön."

Hamburgerin müsste man sein. Gefunden bei Hauke Brost.


Firefox Viralkampagne erfolgreich?

Mehr als 100.000 Websites haben auf die virale Kampagne von Firefox hingewiesen und mehr als 1,5 Millionen mal wurden die Filme angeklickt. Ein Erfolg, meinen die Macher.

Was mich nur wundert ist, dass man das Angucken von Werbung schon als Erfolg wertet. Wäre die Konversionsrate nicht die passende Erfolgskennzahl? Wieviel neue Firefox User hat die Kampagne denn gewonnen?

Gefunden bei Culture Buzz


Der abschließbare Eisbecher

Solche Ideen haben Fans:

Benjerry1_1846_1280273

"This idea came from one of our fans! He wrote us about how he lives in mental turmoil after buying Ben & Jerry's. He was so afraid that his roommates would eat his pint...he couldn't concentrate at work! He suggested we sell our pints in stainless steel, bulletproof containers with a little padlock. While we couldn't actually do THAT, we came up with the Euphori-Lock!"

Text und Bild: Ben & Jerry's, via Gastgewerbe Gedankensplitter


Henry Ford im Glück

Einer der meist verbreiteten Sätze über die Effektivität klassischer Werbung wird Henry Ford II zugeschrieben:

"Ich weiß, daß die Hälfte meiner Werbeausgaben sinnlos zum Fenster herausgeworfenes Geld ist, ich weiß nur nicht welche Hälfte"

Der Mann hatte Glück, unverschämtes Glück, dass nur die Hälfte sinnlos war. Denn heutigen Werbeleuten geht es sehr viel schlechter, wie die Harvard Business Review festgestellt hat. Bei einer Untersuchung von 500 Werbekampagnen kam heraus:

Die meisten Kundengewinnungsmaßnahmen erreichten nicht den Break even.

Der Return on Investment der Werbung lag unter 4 %.

Und der Brüller des Tages:

84% der Kampagnen bescherten dem Unternehmen am Ende weniger Marktanteil anstatt mehr.

Mehr darüber bei Church of the Customer.


Jobsuche per Open BC

Neulich in meiner wöchentlichen Open BC Statistik:

"Wir stellen vor drei neue Mitglieder:

Mitglied XY

Firma:    Ich suche gerade eine Stelle
Position: Sehen Sie meine Bewerberhomepage
Branche:  Export, Finanzdienstleistungen, Exportfinanzierung, Ukraine, Russland, GUS, Relationship-management, deutsch-russische Wirtschaftsbeziehungen, deutsch-russische Wirtschaftsbeziehungen, Osteuropa"

Klasse Idee, den Open BC mit einer gezielten Bewerbung und der Vorstellung des eigenen Profils zu nutzen.

Aber ob es was gebracht hat? Ich habe bei der Jobsucherin nachgefragt.  Sie hat ein paar Leute kennengelernt, die aus ihrem Land kommen und jetzt in Deutschland leben. Einige Personalvermittlungen wollen sie für eine bestimmte Gebühr weiter zu vermittlen. Und ein paar Einladungen zu "blind dates" gab es auch.

Leider keine Stellenangebote.

Schade, scheint nicht zu funktionieren. Oder kennt einer ein Gegenbeispiel?


Fußballvereine und ihre Fans

Man sollte meinen Fußballvereine seien besser dran als Unternehmen. Denn sie haben nicht nur ganz normale "Kunden" , sie haben auch Fans.  Die Leute, die für Stimmung im Stadion sorgen, ihren Verein zum Sieg trommeln, ohne Murren die Dauerkarten kaufen und nebenbei mehr Trikots im Schrank haben als Michael Ballack.

Leider nutzen die Vereine dieses Fanpotential eher schlecht als recht. Verstehen es Fußballvereine die Bedürfnisse ihrer Fans zu erkennen, sie in gemeinsame Aktivitäten einzubinden und die Fan-Begeisterung für ihr Marketing zu nutzen? Wer die TV-Übertragung von der Eröffnungsfeier rund um das Spiel FC Bayern gegen die Nationalmannschaft sah, konnte zum Schluß kommen: nein.

Moderator Gottschalk mühte sich, die Aufmerksamkeit der Ränge zu gewinnen. Aber die Sprechchöre und Gesänge waren lauter. Das war eindeutig: die Fans wollten Party, kein Gequatsche. Die Fans wollten feiern, sich selbst, die Kicker.

Dass Vereine die treue Kundschaft ihrer Fans nicht richtig nutzen, meint auch Stefanie Exler, Doktorandin an der Universität Mannheim. Sie hat 1300 Fans befragt und erhebliche Mängel herausgefunden. Darüber berichtete sie in einem Interview in der Printausgabe des Südkurier vom 31.5.05):

  • Bei den Fans zählen Vereinstradition, das Stadion und die Freundschaft zu anderen Fans mehr als sportliche Erfolge. Das Marketing der Vereine ist jedoch nur auf sportliche Erfolge ausgerichtet.
  • Vereinen fehlt es an der differenzierten Ansprache der Fans. Da wird übersehen, dass es Fans gibt die keinen Rabatt auf Dauerkarten wollen, sondern lieber auf Merchandising-Artikel, weil sie ohnehin zu weit weg wohnen um zu den Heimspielen zu kommen.
  • Starkult wie er um David Beckham u.a. gemacht wird, mag für die Medien interessant sein. Viele Fans lehnen ihn ab, die Vereinstradition ist ihnen wichtiger.
  • Was sich Fans wünschen wird selten erkannt, z.B klubeigene Sportbars, Fitnessgeräte, mehr Sportartikel, vom Verein organisierte Reisen.

Die Parallelen zu Unternehmen sind nicht zu übersehen: da ist das Produkt wichtiger als die Kundenbeziehung, in der Werbung feiert sich das Unternehmen selbst und die Kommunikation bricht nach dem Verkaufsgespräch schlagartig ab oder wird ans Call Center übergeben.

Viele Unternehmen haben Fans, aber keine Ahnung von ihnen. Marketingmanager, die ihre Zeit ins Meetings absitzen, anstatt Communities zu gründen, Foren zu besuchen und Weblogs zu schreiben/bzw. zu lesen werden den Zugang zu den Fans kaum finden.


Wer macht eigentlich ... Werbung für kleine Budgets? – Neuauflage 2005 erscheint in Kürze!

Vor rund einem Jahr erschien die erste Ausgabe von „Wer macht eigentlich ... Werbung für kleine Budgets?“ – eines Adressbuches, in dem sich alle Werbedienstleister präsentieren können, die sich auch bei kleineren Etats ins Zeug legen. Inzwischen wurde dieses kostenlose E-Book mehr als 35.000-mal von meiner Website und einige tausend Male auch von Partner-Websites heruntergeladen.

Jetzt gibt es eine neue Ausgabe und eine neue Chance "drin zu sein". Egal, ob Agentur, Freelancer, Consultant, Designer, PR-Berater, Webdesigner oder Werbetexter – wenn Sie Experte für kleine Werbe- und PR-Budgets sind, können Sie sich kostenlos eintragen.

Die Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen finden darin auf schnelle und unkomplizierte Weise den Dienstleister, der zu ihnen passt. Low-Budget Werber sind übrigens keine Billigheimer – sondern Profis, die dabei helfen können, die vorhandenen Werbegelder optimal zu nutzen. Um effektiv arbeiten zu können, sind die allermeisten von ihnen in der Regel selbst auf Effektivität getrimmt. Sie verzichten auf unnötige Wasserköpfe, einen Fuhrpark zum Angeben oder ein Messingschild an der Bürotür. Viele von ihnen kennen neue Wege zum Verbraucher, die effektiver sind als die Vierfarbanzeige oder die pappschwere Imagebroschüre.

„Wer macht eigentlich … Werbung für kleine Budgets?“ soll die Macher und ihre potentiellen Auftraggeber so schnell und so einfach wie möglich zusammenbringen. Deshalb gibt es keine Kosten – weder Aufnahme- noch Downloadgebühren. Selbst das Buch kostet nichts.

Und so funktioniert es

Wer aufgenommen werden will, muss sich selbst präsentieren und dabei die folgenden Regeln beachten:

1. Bei 150 ist Schluss! Schildern Sie in maximal 150 Worten, warum Kunden mit kleinen Budgets geradewegs zu Ihnen kommen sollten. Fügen Sie Ihre Webadresse bei – fertig. Keine Bilder. Keine Schneckenpost-Anschrift.

2. Machen Sie einen Vorschlag, unter welcher Rubrik Sie eingetragen werden möchten. Jeder Teilnehmer kann sich nur unter einer Rubrik eintragen lassen – also entweder „Webagentur“ oder „Werbeagentur“, aber nicht beides.

3. Benutzen Sie das vorbereitete Formular für Ihren Eintrag! Bitte keine Faxe oder Briefpost.

Achtung: Die Einsendefrist endet am 20. Juni 2005!

Das E-Book im PDF-Format wird ab Juli auf meiner Website und auf vielen Partner-Websites zum kostenlosen Download angeboten. Teilnehmer dürfen den Link zum Download auf ihrer Website anbieten und beliebig viele Kopien drucken, versenden oder verteilen.

Vielen Dank an die Unterstützer. Diesmal ist es die COM.POSiTUM Multimedia-Agentur GmbH mit der Geschäftsführerin Sonja Neidhardt an der Spitze, die sich bereit erklärt hat das Layout und die PDF-Produktion unter Regie des Mitarbeiters Patrick Breitenbach (bekannt als Werbeblogger) zur Verfügung zu stellen.

Hier geht es zu Ihrem Eintrag!