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Wem gehören die Marken?

Wem gehören Coca Cola, IKEA, BMW? Bitte nicht lange nachdenken. Die Anhänger des Open Source Marketings behaupten: sie gehören den Kunden. Und eine Kunde dem eine Marke gehört, der kann damit machen was er will: zum Beispiel kann er das Marketing für die Marke gleich selbst übernehmen. Tausende von Firefox-Anhängern haben das in beispielhafter Weise vorgemacht und damit der neuen Disziplin gleich mal einen Namen gegeben: Open Source Marketing.

Die Leute von coBRANDIT wollen den Open Source Ansatz kommerziell nutzen. Auf ihrer Website fordern Sie Kreative auf, die Werbung für die Marken, die sie lieben selbst zu machen und kurze Werbespots einzusenden. Sie wollen ein Netzwerk gründen, aus dem Ideen und Anregungen für Unternehmen kommen, die für diesen Input in naher Zukunft auch bezahlen sollen.

Übrigens Alex Wipperfurth hat ein hochinteressantes Buch geschrieben über Marken, die von ihren Kunden gekapert werden. Mein Tipp als Sommerlektüre.


E-Buch per SMS einkaufen

Neueste Folge aus der Reihe Bitte mehr SMS einsetzen:

Vor einem Jahr habe ich Marc Seyns Buch "Gehirnwäsche für den Copytest" rezensiert. Ich fand es damals ohne Anschreiben und Absender in meiner Eingangspost.

Jetzt überrascht er mit einer neuen Website und einer neuen Vermarktungsidee. Denn Werbetexter Marc Seyn dürfte zu den ersten Sachbuchautoren in Deutschland gehören, die ihr Buch in einer E-Book Fassung zum Download anbieten und dabei SMS als Zahlungsmittel einsetzen. Ob er uns mal verrät, wie sich das auf die Umsätze ausgewirkt hat?


Was Blog wirklich bedeutet

Amerikanische Werber haben herausgefunden, was das Wort Blog wirklich bedeutet: BLOG = Better Listing On Google.

Das kommt davon, wenn man beim Surfen im Boston Globe hängenbleibt. Übrigens ein interessanter Artikel, der aufdeckt wie amerikanische Firmen bereits tausende von Bloggern bezahlen, damit sie ihre Produkte positiv erwähnen. Sie nennen es sponsern, ich nenne es schmieren.


Vortrag „Virales Marketing“ in Erlangen

Gekkoman Letzte Woche bei der Publicis in Erlangen. 80 Besucher, ein gut gekühlter Vortragsraum und in meinem Vortrag ein paar Klassiker des Viralmarketings, die Stoff für Anregungen und Diskussionen boten. Gutgelaunte Zuhörer.

Einer blickte mich besonders freundlich an.

Kein Wunder, der hatte mich längst erkannt. Es war ein alter Freund aus Kindertagen. Gerald Winkler, heute Industriedesigner, den ich wohl an die 25 Jahre nicht mehr gesehen habe. Er hat mir von zwei tollen Produkten berichtet, die er entwickelt hat. Eines von denen hat bereits vor einigen Jahren Furore gemacht. Komisch, dass mir das entgangen ist: der Gekkomat, eine Erfindung die im Web zig Mal die Runde machte und durch viele Printmedien ging. Falls jemand unter den Lesern Lust hat, mal wie ein Gecko mit Saugnäpfen an einer Hochhauswand zu kleben – mit Gerald Winklers Erfindung klappt es.

Nicht so spektakulär, aber unheimlich sympathisch und ergonomisch durchdacht: der Keyfish, die Alternative zum normalen Schlüsselanhänger.


Serviceideen für Hotels...

...liefert der Ideentower in dieser Woche:

  • Brillenputztücher am Empfang
  • Sportlertisch für Jogger (mit Handtüchern, Obst, Getränken ... und Joggingstrecken)
  • ausgedruckte Staumeldungen auf dem Weg zum Parkplatz
  • Lesebrillen im Restaurant
  • gesunde Pausensnacks, die munter machen
  • kleine Geduldsspiele und Massagebälle im Pausenfoyer

Im Hotel Herzogspark in Herzogenaurach ist dies offenbar alles schon Realität. Macht natürlich mehr Mühe als ein Schokobonbon auf dem Kopfkissen. Aber ist auch weitaus beeindruckender.


Google Print rückt näher

Das hatten BoD-Autoren vor kurzem in der Post - die  Ankündigung, dass Google Print zum Jahresende in Deutschland gestartet werden soll. Wer von den BoD-Autoren möchte, dass sein Buch im Volltext per Internet durchsucht werden kann, muss nichts weiter tun. Denn BoD übernimmt die Übermittlung der Daten an Google für seine Autoren kostenlos.

Für das Buch und seine Inhalte bedeutet das mit Sicherheit eine bessere Auffindbarkeit im Netz. Google Print soll das Cover, die Titelseite, das Impressum und das Inhaltsverzeichnis anzeigen. Außerdem wird eine "beschränkte Anzahl von Buchseiten" dargestellt - je nach Umfang des Buches. Wie es heisst, kann nur im Umfeld der Trefferseite geblättert werden und dies nur einmalig. Danach soll die Anzeige des Buchinhaltes für die nächsten 30 Tage blockiert werden. Ein Speichern und Kopieren der Seiten sei nicht möglich.

Allerdings gibt es Hacker, die behaupten das Gegenteil: wie man ganze Bücher mittels Google Print herunter lädt.

Ob die namhaften deutschen Verlage da mitziehen?


Designklischees verwenden oder vermeiden?

Was haben die Glühbirne, das Herz, der Globus, der Regenbogen, die Blume oder das Händeschütteln gemeinsam? Sie sind Designklischees, vor denen man sich hüten sollte, meint Marian Bantjes in ihrer recht subjektiven Betrachtung verschiedener Designsymbole.

Damit gehört sie zu der Kaste von Designern, die eine falsche Messlatte an ihre Arbeit anlegen. Denn die entscheidende Frage lautet nicht etwa, ob etwas ein Klischee ist oder nicht. Sondern ob die verwendeten Symbole verständlich sind. Ob sie die richtige Botschaft leicht erkennbar transportieren und z.B. im Web eine schnelle Bedienung der Website erlauben.

Ohne Designklischees würde das Web nicht funktionieren. Die Lupe als Symbol fürs Suchen, der Drucker als Symbol für die Druckfunktion, der Einkaufswagen zum Öffnen des Shops oder Warenkorbs, der US-Briefkasten als Link zum Öffnen des E-Mail-Programms. Bin ich froh, dass es diese allgemein verständlichen Symbole gibt. Auch wenn sie andere als Klischees bezeichnen.

Sonst würde ich vor manchen Websites noch ratloser sitzen.


Wie man in die Werbung einsteigt

Vielleicht so: über die Young Talents Agency Tour. Der Deutsche Direktmarketingverband sucht 20 Grafik-Designer oder Texter, die ein 30-wöchiges Praktikum absolvieren möchten. Das besondere daran: alle sechs Wochen wird die Prakitkumsagentur gewechselt. Die Berufsneulinge erhalten also während der Tour Einblick in fünf verschiedene Agenturen und werden dort von den jeweiligen Kreativchefs betreut. Das Praktikum wird mit 500,- Euro monatlich vergütet. Mehr darüber auf dieser Website.

Gefunden bei Björn Ognibeni


Bitte noch mehr SMS einsetzen

Viele Anregungen, wie man SMS vor allem im Kundenservice einsetzen kann sind in den Kommentaren zu meinem Beitrag "Bitte mehr SMS einsetzen" enthalten. Eine ganze Vorschlagsliste kommt heute vom Ideentower-Mann David Jeggle. Ein Auszug:

  • "Warum gibt es keine SMS, die mein Abholer am Flughafen automatisch erhält, 30 min bevor mein Flugzeug landet (könnte z.B. die Mobilnummer des Abholers bei der Buchung des Fluges eingeben). So weiß der Abholer, wann er losfahren muss.
  • Warum bekomme ich keine SMS wenn meine Digitalbilder abholbereit sind?
  • Warum bekomme ich keine SMS wenn sich mein Arzttermin verschiebt/verspätet?
  • Warum bekomme ich keine SMS wenn ein bestimmtes Produkt wieder verfügbar ist?
  • Warum bekomme ich keine SMS wenn sich ein Zug verspätet (für den ich mich registriert habe).
  • Warum bekomme ich keine SMS von meinem Blumenladen, der mich auf Geburtstage, Jahrestage etc. hinweist?"

Sind Sie eigentlich auf die Handygeneration vorbereitet? Checken Sie mal Ihren Service! Wo können Sie SMS einsetzen, um Ihren Kunden mehr zu bieten als der Wettbewerb?


Neues Design

Nein, kein Irrtum. Das ist die Seite, die früher mal "Werbung mit kleinem Budget" hieß. Ich habe mich entschlossen, sie umzutaufen.

Was beim ersten Buch noch möglich war, nämlich Buchtitel und Weblogtitel gleich zu setzen, ergibt spätestens mit dem dritten gedruckten Buch, das im Herbst erscheinen wird, für mich keinen Sinn mehr.

Ich will keine drei Weblogs schreiben, sondern nur noch eines. Ich bin schließlich nicht drei Autoren, sondern nur einer. Und wenn in meinem Kopf Platz ist für Werbung mit kleinen Budgets, Tipps zum Autoren- und Buchmarketing und so viele andere Themen, die mich interessieren, warum sollte dann nicht ein einziges Weblog dafür ausreichen?

In den nächsten Tagen wird hier noch ein bisschen geändert. Aber die Baustelle wird nicht abgesperrt.


Buchtipp: Different Thinking

...von Anja Förster und Peter Kreuz.

Ein Wochenende und ich war durch damit. Denn das Buch verführt dazu einfach weiter und weiter zu lesen. Es ist sehr übersichtlich aufgebaut, unterhaltsam geschrieben und vor allem: es verwöhnt einen mit unzähligen Beispielen, die die Phantasie anregen und zur Anwendung auf eigene Geschäftsideen und Branchengewohnheiten anregen.
"Querdenken sollt ihr", meinen die Autoren. Unter Werbeleuten hieß das früher schlicht und einfach kreativ sein". Aber hier geht es nicht um Kreativität in der Werbekommunikation, sondern um die Art und Weise sein Geschäft anders aufzuziehen. Hier ist einer der Querdenk-Tipps: Stellen Sie etablierte Preismodelle in Frage! An Beispielen wie Kuhleasing, Miet-Nonnen, Laudas Smarts für 1,– Euro oder der Rockband "Einstürzende Neubauten", die mithilfe der Fans ihr neues Album finanzierte, können Sie sehen: Es geht! In anderen Kapiteln kommen Schokoladenhersteller, die katholische Kirche, Krankenhäuser oder innovative Buchhändler zu Wort – die Kirche ist übrigens mit einem Beichtmobil als Querdenker ausgewiesen.
Leser dieses Blogs kennen manche der darin vorgestellten Firmen, denn wie sich zeigt, sind die cleveren Querdenker auch die, die in der Werbung neue Wege beschreiten. Doch bei Förster und Kreuz geht es weniger um die Werbung, sondern vielmehr um die Marktchancen, die man sich mit Produktideen erobern kann.
Auf der Website der Autoren gibt es auch die Möglichkeit einen ebenfalls hervorragend gemachten Newsletter zu abonnieren, der Monat für Monat mit neuen Querdenk-Beispielen aufwartet.

Zum Querdenken angestiftet haben die beiden wohl auch dieses Weblog, das ich leider erst seit gestern kenne: www.ideentower.de

Buch bei Amazon bestellen.


Bald in Ihrem Kino: Preview für Blogger

Oder um es mit den Worten eines altbekannten Bloggers zu sagen: Wir Blogger, reich, berühmt und im Kino!

Aus meiner Zeit als Kinokartenabknipser kann ich mich noch an die Tradition der Pressevorführungen erinnern. Journalisten durften den Film immer vor dem gewöhnlichen Publikum sehen. Natürlich kostenlos! Jetzt kommen die ersten Blogger in den Genuß zu Previews eingeladen zu werden.  Zwei Wochen vor dem eigentlichen Filmstart des Streifens "YES" lud Sony zahlreiche Blogger in New York und San Francisco zu einem exklusiven Filmvorführung ein. Offenbar erfolgreich, denn die Blogger haben wie erwartet darüber berichtet. Vivien Genet, bei der ich die Meldung gefunden habe, meint zwar, das sei ein Risiko. Was ist, wenn die Blogger über einen miesen Film schlecht berichten? So what? Dem Risiko schlechter Filmkritiken in der Presse setzt sich die Filmindustrie ja auch aus, ohne mit der Wimper zu zucken.

Regisseurin Sally Potter bloggt selbst (leider kein Direktlink möglich!) über ihre weltweite Tournee, die den Film auf diversen Festivals vorstellt.


Werbung mit kleinem Budget - jetzt auch als Online-Workshop

Da freue ich mich jetzt schon:

Vom 27.09. bis 24.10.05 gibt es den ersten Online-Workshop zu "Werbung mit kleinem Budget". Für die Dauer von vier Wochen lernen die Teilnehmer, wie man mit wenig Budget effektive Werbung macht. Anhand von Wochenaufgaben wird das Ganze eingeübt, sodass sich jeder handfeste Lösungen für sein Unternehmen erarbeiten kann. Natürlich werden sie während der ganzen vier Wochen gecoacht und könne sich mit mir und den anderen Teilnehmern im Workshop-Forum austauschen. Mehr dazu bei Akademie.de


Wie man sein Blog besser nicht startet

So wie Frosta.

  1. Sorge dafür, dass du nicht zu früh kommst. Also gebe deine URL erst dann bekannt, wenn Du ein paar Einträge verfasst hast.
  2. Rede nicht davon, was du tun wirst, sondern tu es! Bloßes Ankündigungsbloggen, „demächst werde ich her was bloggen“ langweilt.
  3. Zeige die Menschen, nicht die Titel.
  4. Zeige Leidenschaft für Deine Sache.
  5. Eigenlob stinkt. Besonders im Weblog.
  6. Sei humorvoll. Entspann dich.

Aber es geht auch besser.

Das neue Blog für Vespa USA: Vespaway. Dort hat das Unternehmen ein paar Vespa Fans engagiert, die jetzt für die Marke bloggen. Ob das gut geht? Sieht ganz danach aus. Hier sind die Blogging Guidelines (PDF), gerade mal eine DIN A4 Seite stark, die die Grundlagen für die Vespa Blogger enthalten.