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Read more damn books!

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amazon.com will künftig Kurzgeschichten von populären Autoren zum Download anbieten - für 49 US-Cent pro Stück. Bei den Stories handelt es sich um Originalmaterial, das vorher noch nicht von Verlagen publiziert wurde.

"Kurzform-Literatur sei im Printbereich schwierig zu vermarkten, so Steve Kessel, Vizepräsident bei Amazon. In digitaler Form jedoch gestalten sich die Kosten für die Publikation wesentlich niedriger und deshalb sei dies die ideale Form Kurzgeschichten anzubieten. Für die Autoren bringe Amazon Shorts die Möglichkeit bekannter zu werden und neue Leser zu gewinnen, so Kessel."

Amazon als Verleger? Ob der Service nach Deutschland kommt ist offen. Bild und Zitat: Yahoo News


Businessportal24.com vs. openPR.de

Gestern habe ich ja bei beiden Pressediensten eine Nachricht eingestellt. Gespannt war ich darauf wer am schnellsten reagiert. Nicht gefasst war ich auf die Mail von openPR.

Businessportal24.com, heute 6.58: Ihr Artikel wurde freigeschaltet! Hier ist er.

openPR.de, heute 9.23: Ablehnung Ihrer Pressemitteilung auf openpr.de.

Gut. Sie mögen Gründe haben. Aber warum soll ich die Gründe für die Ablehnung denn aus der E-Mail selbst heraussuchen? Wenn die Nutzer von openPR aus der Ablehnung keinen Lerneffekt ziehen, werden sie auch in Zukunft keine besseren PR-Nachrichten schreiben. Zur Mail von openPR

Mehr "Businessportal24.com vs. openPR.de" »


Zu viel ist zu viel

Heute schreibt mir Amazon:

"Liebe Kundin, lieber Kunde!
Sie haben Bücher von Michel Houellebecq gekauft. Daher möchten wir Sie darüber informieren, dass Die Möglichkeit einer Insel von Michel Houellebecq in Kürze erscheint. Bestellen Sie jetzt Ihr Exemplar vor!"

Vermutlich habe ich in den letzten beiden Jahren auch die Bücher von 50 anderen Autoren bei Amazon gekauft. Werde ich über deren neue Bücher auch informiert? Muss ich mich jetzt vor einer Mailflut fürchten?


Wie Sie in die Google News kommen

Gerhard Schoolmann empfiehlt dafür die beiden kostenlosen Online-Pressedienste openPR und businessportal24.com. Beide werden von Google News ausgewertet. Ihre Pressemeldung erscheint also neben den Meldungen deutscher Tageszeitungen und zahlreicher Online-Medien, wenn Sie eine Stichwortsuche bei Google-News starten.

Beide habe ich soeben benutzt, um eine Pressemeldung zu dem E-Book "Wer macht eigentlich... Werbung mit kleinem Budget?" einzustellen. Beide sind einfach zu bedienen. Die Pressemeldung wird in ein Online-Formular eingetragen. Es ist keine Registrierung erforderlich.

Die Unterschiede zwischen den Diensten?

Businesssportal24:

  • Beiträge nicht registrierter User werden nach redaktioneller Überprüfung innerhalb von drei Tagen freigeschaltet.
  • Der autorisierte User hat ein eigenes Login und kann seine Artikel eigenständig und zeitnah veröffentlichen. 
  • Anzahl der Beiträge derzeit: 1.279.

openPR:

  • Keine Registrierung erforderlich
  • Meldungen werden nach vorheriger Sichtung kurz nach der Eingabe freigeschaltet, allerdings nur werktags von 8 - 18.00 Uhr.
  • Anzahl der Beiträge derzeit: 22.060
  • Zusatzleistung: Medienresonanzanalyse per E-Mail. openPR informiert kostenlos wie oft Ihre Meldung direkt auf der openPR.de Seite aufgerufen wurde, wie oft aus ihr ein PDF erstellt, wie oft sie ausgedruckt und wie oft sie per E-Mail verschickt wurde.


Was ich an Chad Kroski mag

Er gehört uns.

Ein sagenhafter Präzedenzfall für den Paradigmenwandel im Marketing. Und für die Unfähigkeit der Old School-Werber mit dem viralen Marketing umzugehen. Da verfolgt T-Mobile mit der Erfindung der Figur Chad Kroski eine werbliche Absicht, die mir bislang noch nicht bekannt ist. Aber der gute Chad, der ursprünglich nur einen kurzen Auftritt in einem TV-Spot und einer Website hatte, entwickelt ein Eigenleben. Er gehört nicht mehr seinen Erfindern, sondern den Nutzern im Netz (Stand heute: 72.000 Einträge über Chad Kroski) . Was immer T-Mobile damit vorhatte - sie haben die Deutungshoheit über die Figur nicht mehr. Sondern wir. Um es in Abwandlung eines berühmten Zitats zu sagen:

Wir sind Chad!

Laut Wikipedia droht T-Mobile nun Weblogbetreiber, die über Chad Kroski schreiben gerichtliche Schritte an.( Update 21.08.05: Inzwischen wurde diese Aussage in Wikipedia wieder gelöscht. Siehe dazu auch in den Kommentaren) Das ist doof. Von T-Mobile. Da landet ihr einen der größten Knaller in der deutschen Geschichte des Viral Marketing und könnt nicht damit umgehen. Ihr wollt die Überträger der Botschaft mundtot machen? Doch nur weil ihr nicht wisst, wie Ihr euch in die Story wieder einbringt. Da hätte ich aber ein bisschen mehr Phantasie von euch erwartet.


Jetzt live: Seth Godin macht einen Bestseller

Ich weiß gar nicht, ob der Mann hierzulande so bekannt ist. In den USA gehört er zu den Top-Marketing-Gurus. Ein Ex-Unternehmer, der sich aufs Schreiben von Büchern, auf Workshops und Vorträge verlegt hat. Ein sehr erfolgreicher Autor. Und ein kreativer Erfinder von Buchvermarktungstricks, der sich sogar eine Glatze scheren ließ, um mehr aufzufallen.

Seth Godin ist einer der experimentierfreudigsten Buchautoren überhaupt, was die Vermarktung angeht. Hier ein paar seiner Ideen:

„Unleashing The Idea Virus“
Er verschenkte die Bücher als PDF und verkaufte sie gleichzeitig in der Printausgabe. Nur um zu beweisen, dass die kostenlose Verteilung über das Netz nicht schadet.

“Purple Cow“
Er beschäftigte die BzzAgents, eine Agentur, die bezahlte Mundpropagandisten anheuerte, um Werbung für sein Buch zu machen. Unter anderem schrieben sie Amazon-Rezensionen für ihn oder platzierten die Bücher auf Büroschreibtischen, um sie ins Gespräch zu bringen.

“Free Prize Inside“
Er belohnt die ersten paar tausend Besteller mit Sonderverpackungen und steckte die Bücher in eine Art Cornflakes-Schachtel. Und er präsentiert das Buch auf einer virtuellen Buchtournee.

Und jetzt will er ein Buch bis zum Jahresende zum Millionenbestseller machen. Das Buch, um das es geht heißt „The Big Moo“ und enthält die Beiträge von 33 Businessautoren u.a. Malcolm Gladwell, Tom Peters, Guy Kawasaki usw. – wohl so ziemlich alle, die in den letzten Jahren einen Managementbestseller geschrieben hatten. Wie soll das gehen?

  • Als erster Verlag der Welt verkauft sein Verleger die Korrekturfahnen – 10.000 Exemplare in Paketen zu 50 Stück, das Paket für 100 Dollar.
  • Die Korrekturfahnen soll nur der erwerben, der sich sicher ist, genügend einflussreiche Leute zu kennen, die z. B. für ihre Mitarbeiter ein paar hundert oder tausend Bücher kaufen.
  • Sämtliche Einnahmen werden für einen guten Zweck gespendet.

Mehr dazu bei Seth selbst.


Frisch gebrühter Kaffee und eine Käsetasche der Bäckerei Hench

... bildeten ein nahezu perfektes Paar. Adelmeier betrachtete die Bläschen des sich auflösenden Zuckers ..."

Plakatcafekl Ein Satz im neuen Krimi des Aschaffenburger Autors Alexander Köhl bildet den Aufhänger für eine Werbekooperation zwischen dem Buchautor und der alteingesessenen Bäckerei mit mehreren Filialen. Denn dort wird in den nächsten Tagen und Wochen die Werbung für das Buch zu sehen sein. Und das perfekte Paar aus Käsetasche und Kaffee kann man natürlich auch genießen.

Wenn ein Autor wie Alexander Köhl seine Krimis an Schauplätzen in und um Aschaffenburg spielen lässt, bietet sich es doch an, Fiktion und Realität so eng zu verknüpfen. Tolles Beispiel dafür, wie Buchautoren neue Wege in der Werbung gehen können.


Die Klitschkos - k.o auf dem Buchmarkt

"Es ist immer wieder tröstlich zu sehen, dass man den Erfolg eines Buches nicht herbeizwingen kann. Das gilt auch für die Ergüsse von Prominenten, die doch mehr als jeder andere Autor Gelegenheit haben, für ihre Machwerke die Werbetrommel zu rühren.

Zum Beispiel das Fitnessbuch der Brüder Klitschko, von dem uns Gräfe und Unzer 110/100 aufs geblendete Auge drückte: Mit einer eigenen Fernsehserie und einer Artikelreihe im "Stern" wurde ein gigantischer Werbeaufwand betrieben, die Klitschkos hämmerten gewissermaßen von allen Seiten auf den potentiellen Käufer ein. Trotzdem remittierten wir schließlich 105 Exemplare. Das ganze war an der Zielgruppe total vorbeigegangen. Denn die Fans der Klitschko-Brüder sind zumeist jugendliche Spätaussiedler, die weder den "Stern" lesen noch einsehen, warum sie 20 Euro für ein Buch ausgeben sollen."

Gefunden in dem (leider) inzwischen eingestellten Buchhandelsblog Packraum

Naja liegt wohl eher daran, dass sich Bücher nicht über Werbung verkaufen. Sondern über Mundpropaganda.


Jetzt kostenlos downloaden: Wer macht eigentlich... Werbung für kleine Budgets?

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Es ist da!

121 Seiten umfasst es diesmal, das kostenlose E-Book (PDF) für Auftraggeber mit kleinem Werbebudget!
87 Macher, darunter Agenturen, Berater, Freelancer, Grafik-Designer, PR-Berater, Webdesigner, Werbetexter usw. präsentieren sich im Stile eines Elevator-Pitch. In maximal 150 Wörtern beschreiben sie ihr Serviceangebot, mit dem sie Kunden rund um das Thema Werbung unterstützen können.

Dazu enthält es Tipps rund um Werbung mit kleinem Budget und die effektive Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern. Die Vorgängerausgabe war das vermutlich am meisten verbreitete Anbieterverzeichnis der Werbebranche. Allein von meinem Server wurde sie bis heute 52.000 mal heruntergeladen.

Ich danke allen Unternehmen, die sich eingetragen haben. Ganz besonders herzlich danke ich "Werbeblogger" Patrick Breitenbach, der auch dieses Mal wieder die Gestaltung des Adressbuches übernahm! Leider konnten in diesem Jahr zahlreiche Eintragungswünsche nicht berücksichtigt werden, da sie den erforderlichen Eintragungskriterien nicht entsprachen.

Hier kostenlos downloaden (PDF, 784 KB)


Besser gefunden werden mit Google

Vaughn Aubuchon hat auf einer Seite über 100 Faktoren aufgeführt, die ein Listing bei Google verbessern oder verschlechtern können. Halten Sie sich an die wichtigsten, sie sind fett gekennzeichnet. Aber arbeiten Sie bloß nicht alle durch, denn solange Google die Formel zur Ermittlung des Page Rank geheim hält, kann auch Vaughn nur spekulieren.

Wenn Sie Ihren eigenen Page Rank oder den anderer Websites sehen wollen, installieren Sie doch die Google Toolbar.


Panzer statt Anzeigenwerbung

Panzer_150 Wenn Sie in Zukunft auf Anzeigenwerbung verzichten wollen, gibt es einen prima Tipp: Hören Sie auf normal zu sein. Eine der wichtigsten Übungen in meinen Workshops (demnächst auch hier) ist es, genau diese Ideen ausserhalb des Normalen zu produzieren. Reden die Leute über Normales? Schreibt die Presse über Alltägliches?

Autovermieter Christoph Zitzmann aus meiner Heimatstadt Nürnberg hat es gewagt, nicht normal zu sein. Neben den üblichen Fords, VWs, Audis vermietet er einen Radpanzer - mit Fahrer. Jetzt macht ihn die Presse bekannt wie einen bunten Hund, u.a Fränkischer Tag Bamberg, auto, motor und sport oder Stern News.

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