Was ich an Chad Kroski mag
Er gehört uns.
Ein sagenhafter Präzedenzfall für den Paradigmenwandel im Marketing. Und für die Unfähigkeit der Old School-Werber mit dem viralen Marketing umzugehen. Da verfolgt T-Mobile mit der Erfindung der Figur Chad Kroski eine werbliche Absicht, die mir bislang noch nicht bekannt ist. Aber der gute Chad, der ursprünglich nur einen kurzen Auftritt in einem TV-Spot und einer Website hatte, entwickelt ein Eigenleben. Er gehört nicht mehr seinen Erfindern, sondern den Nutzern im Netz (Stand heute: 72.000 Einträge über Chad Kroski) . Was immer T-Mobile damit vorhatte - sie haben die Deutungshoheit über die Figur nicht mehr. Sondern wir. Um es in Abwandlung eines berühmten Zitats zu sagen:
Wir sind Chad!
Laut Wikipedia droht T-Mobile nun Weblogbetreiber, die über Chad Kroski schreiben gerichtliche Schritte an.( Update 21.08.05: Inzwischen wurde diese Aussage in Wikipedia wieder gelöscht. Siehe dazu auch in den Kommentaren) Das ist doof. Von T-Mobile. Da landet ihr einen der größten Knaller in der deutschen Geschichte des Viral Marketing und könnt nicht damit umgehen. Ihr wollt die Überträger der Botschaft mundtot machen? Doch nur weil ihr nicht wisst, wie Ihr euch in die Story wieder einbringt. Da hätte ich aber ein bisschen mehr Phantasie von euch erwartet.



