Leseprobe II: Wie schreibt man einen Klappentext?
Kauf! Mich! Jetzt!
Die besten Werbestrategien für Autoren und Selbstverleger
Paperback 192 Seiten
EUR 14,90
Books on Demand GmbH, Norderstedt
ISBN 3-8334-1810-9
Viele Autoren hassen es einen Klappentext zu schreiben, viele Lektoren auch. So wird die Aufgabe oft von einem zum anderen hin- und hergeschoben. Am besten sollte es der machen, der es am besten kann. Als Selbstverleger wird die Wahl allerdings wohl oder übel auf Sie fallen. Je früher Sie es lernen, desto besser. Denn der Klappentext ist für den Verkaufserfolg eminent wichtig. Es ist einfach zu sagen, was ein Klappentext nicht ist: Er ist keine Inhaltsangabe oder Synopsis. Er ist ein Werbetext! Ein Verkaufsgespräch! Und die Botschaft an den Leser lautet: Kauf! Mich! Jetzt!
Kurz. Mehr als 150 Wörter sollten Sie nicht benötigen. Eher weitaus weniger. Deshalb gehen Sie nicht einmal, sondern mehrmals Ihren Klappentext durch. Versuchen Sie, ihn immer kürzer zu machen. Tilgen Sie unbarmherzig alle Floskeln. Streichen Sie alle Füllwörter heraus. Machen Sie sich an Adverbien und Adjektive. Das tut gut! Wieso der Text überhaupt so kurz sein muss? Weil er in wenigen Sekunden gelesen werden muss.
Verständlich. Formulieren Sie Ihren Klappentext so einfach wie möglich. Tilgen Sie Fremdwörter. Verwenden Sie keine Synonyme, denn sie sind ein Anzeichen für Redundanz. Wiederholungen sind tabu. Sagte ich schon, dass Schachtelsätze unter Strafe stehen? Auch Nebensätze bringen Punktabzug. Je mehr Sie das beherzigen, desto besser kann Ihr Klappentext beim Leser wirken.
Neugier weckend. Auch die kürzesten Sätze und verständlichsten Formulierungen nützen nichts, wenn der Klappentext nicht neugierig macht. Was steckt in dem Buch drin für mich? Was verrät es neues? Hat es überhaupt etwas mitzuteilen? Und was nützt es mir, wenn ich es weiß?
Attraktiv. Anziehend muss er sein. Aber die eigentlich magnetische Wirkung muss vom Buch selbst ausgehen. Ziehen Sie den Leser des Klappentextes magisch in das Buch hinein. Durch eine lebendige Schilderung der Romanfiguren oder des Milieus. Sachbücher machen attraktiv durch ihren Nutzen: den Zugewinn an Know-how, Fortkommen im Beruf oder einfach dem besserem Leben, das nach der Lektüre dem Leser winkt.
Emotional. Kaufentscheidungen werden nicht mit dem Verstand getroffen. Sprechen Sie die Gefühle an. Verwenden Sie eine emotionale Sprache. Nehmen Sie Wörter, die Bilder im Kopf hervorrufen.
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Warum ich einen Werberatgeber für Autoren geschrieben habe.
Das finden Sie in dem Buch.
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