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Cleveres Online-Marketeasing des Harper Collins Verlages

Vor zwei Jahren untersuchten wir bei more brains mal die Websites der bekanntesten deutschen Publikumsverlage. Das Ergebnis war eher niederschmetternd und bis heute hat sich daran nicht viel geändert: Deutschlands Verlage präsentieren ihre Inhalte mangelhaft, scheuen den Kontakt zu ihren Lesern und bieten nahezu keinen Mehrwert.
Wie vor allem die Interaktion und direkte Ansprache der Leser besser klappt und welchen Mehrwert man bieten kann, demonstriert der Harper Collins Verlag USA auf seiner Website. Hier ein paar der Ideen, die mir dort aufgefallen sind.

First Look
Bücher als erster lesen und rezensieren. Wer daran teilnehmen möchte, lässt sich registrieren, nennt seine Wunschgenres und bekommt irgendwann ein Exemplar zur Rezension angeboten. Die glücklichen Gewinner des Programms werden vom Computer nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Hierzulande vertraut man auf die wenigen Rezensenten, die in der Presselandschaft noch übrig geblieben sind. Bei Harper Collins nutzt man die Leser.

Essay Writing Contest
Leser werden aufgefordert einen Essay mit maximal 200 Wörtern zu schreiben und können ein Date mit einem Zillionär (Zillionär? Die Steigerungsform von Milliardär!) gewinnen. Mit dieser Idee soll Werbung für die Debüterzählung des 72-jährigen ehemaligen Venture Capital Anlegers Tom Perkins "Sex and the Single Zillionär" gemacht werden. Die drei Sieger des Wettbewerbes gewinnen eine Flugreise und verbringen einen Dinnerabend mit dem steinreichen Autor des Buches. Zugegeben: ein Contest ist gar nichts besonderes, aber welche Verlage nutzen das hierzulande schon?

Authortracker
Damit kann man neue Titel seines Lieblingsautors nicht mehr verpassen. Einmal registrieren lassen und man wird automatisch per E-Mail informiert, wenn es was Neues gibt. Solche intelligenten Newsletter sind relativ einfach zu realisieren, ihre Individualisierungsmöglichkeiten heben sie von der Spamflut ab.

Invite the Author
Buch- und Lesegemeinschaften oder Fanclubs können einen Autor ihrer Wahl zu einer Veranstaltung einladen.

Fazit: Wandeln Sie die Ideen um. Auf Ihre Branche. Alle der vorgenannten Features lassen sich auch auf andere Branchen übertragen. Etwa indem man individueller konfigurierbare Spezialnewsletter anbietet, Kunden die es wünschen, mit Infos zu „ihrem“ Produkt versorgt oder ausgewählten Kunden die Möglichkeiten gibt, neue Produkte als erste zu testen. Oder den persönlichen Kontakt zu den Kunden sucht - live. Machen Sie mehr mit Ihren Kunden - gemeinsam.


Innovativer Buchvertrieb online

Harper Collins testet eine innovative Vertriebsidee für das neue Werk des Bestseller-Autors Bruce Judson. Das Buch "Go it alone" - ein Ratgeber für Unternehmensgründer, ist auf der Website des Autors vollständig kostenlos lesbar. Allerdings kann es nicht bequem als PDF herunter geladen werden, sondern die 200 Seiten müssen einzeln angeklickt werden. Warum dass? Damit mehr Google-Anzeigen eingeblendet werden können.

Verlag und Autor wollen sich den Erlös aus Anzeigeneinnahmen teilen. Vielleicht hoffen Autor und Verleger auch, dass es den Lesern zu bunt wird und sie lieber das Buch bei  Amazon bestellen, anstatt sich den Finger wund zu klicken. Ihr merkt schon, mir gefällt das Modell nicht. Euch?


Fragen, die Sie nicht stellen dürfen

Haben Sie Fragen zu den Telekom-Tarifen? Dann nichts wie hin zur Website. Dachte sich Herr G. aus C. Doch halt:

"Die Tarife zu finden ist gar nicht so einfach. Unter "Service" habe ich dann einen Frageassistent gefunden. Da kann man eine Frage eintippen.

Zur Vereinfachung sind häufige Fragen bereits aufgeführt.
Ich habe also die Frage "Wo finde ich die aktuelle Tarifübersicht?" angeklickt.

Das Ergebnis hänge ich mal ran.

Einerseits keine Antwort auf eine selber vorgefertigte Standardfrage. Und wenn man genau hinguckt, dann sind auch noch Rechtschreibfehler drin. Da hapert es gewaltig mit der Qualitätskontrolle."

Telekom_1

Danke für den Hinweis an Günter Gehl, der mit mir zusammen das hier als Spaßprojekt betreibt.


Der heimliche Bestsellerautor

Kennen Sie Hans-Rüdiger Etzold? Nein? Aber Sie kennen womöglich seine Bücher. Der gelernte KFZ-Mechaniker und Ingenieur ist Autor der Reihe "So wirds gemacht" - der Bastlerbibel, die ungelernten Autoschraubern zeigt, wie man einen Käfer zerlegt und wieder zusammen baut. Heute, sagt er, wo die Bedienungsanleitungen der Hersteller nicht mal erklären, wie man eine Glühbirne wechselt, ist die Reihe so wichtig wie eh und je. Bereits im Jahre 1996 erschien Band 100 dieser erfolgreichen Serie aus dem Delius Klasing Verlag. Mittlerweile ist die Reihe auf fast 140 Bände angewachsen und hat sich über 5 Millionen mal verkauft. Was kann man von Hans-Rüdiger Etzold lernen? Unter anderem, wie man den Markt für eine Buchpublikation prognostiziert:

"Nur wenn sich ein Auto hierzulande im Jahr mindestens 50.000 Mal verkauft, gibt es über die Lebenszeit des Modells genügend Besitzer, sodass sich eine Auflage lohnt", sagt der Ingenieur und macht eine einfache Rechnung auf: "300.000 Autos pro Modellzyklus sorgen bei durchschnittlich drei Besitzern für etwa eine Million potenzieller Buch-Käufer. Wenn sich davon drei Prozent ein Buch kaufen, dann rechnet es sich."

gefunden bei Spiegel Online.


Marketeasing jetzt lieferbar

Endlich! Nachdem vor einem Monat die Auslieferung der druckfrischen Exemplare an der polaren Kaltluft gescheitert ist, ließ sich dieses Mal der Lkw-Fahrer durch nichts beirren. Vielen Dank an die geduldigen Vorbesteller, die aufgrund des Unfalls länger auf ihr Buch warten mussten.

Und nun? Fragen Sie nach "Marketeasing. Werbung total anders" in der Buchhandlung Ihres Vertrauens oder nutzen Sie ein dieser Online-Bestellmöglichkeiten:

  • KNO Sofort lieferbar
  • Libri Sofort lieferbar
  • Amazon Versandfertig in 5 - 7 Tagen

Später mehr.


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Fischer bloggt

Ja, die mit den Dübeln und den Metallbaukästen. Und warum bloggen die eigentlich?

"Wir möchten zugleich lernen und von uns erzählen. Denn darin sehen wir die Chance: Dass es uns mit dem Blog gelingt, uns mit unseren Kunden, Partnern, der Öffentlichkeit und der Blogosphäre in einer Art und Weise zu vernetzen, wie dies sonst nur schwer möglich wäre. Zu lernen und sensibel zu sein und zugleich als Unternehmen gehört und wahrgenommen zu werden."

Hört sich gut an. Und die ersten Beiträge zeigen, dass da tatsächlich Spannendes zutage gefördert wird. Denn warum soll ein Unternehmen wie Fischer zu den Themen der Bau- und Befestigungstechnik nichts zu erzählen haben. Unter anderem geht es um:

Einen Vertrag über Grundlagenforschung mit der Universität für Bodenkultur in Wien

Steal anchors for Beijing Airport

Debatten um gerissenen Beton

Terrorsicherheit - ein Thema für die Befestigungstechnik

Ein Blog, das nicht auf Reichweite, sondern auf Substanz zielt. Ein Blog, das Fachgespräche initiiert und damit Fischer und die Kompetenz seiner bloggenden Mitarbeiter ins Zentrum rückt.

Clever von den Fischer Jungs: Gleich im heutigen Eröffnungsbeitrag erwähnen sie Klaus Eck, damit der auf sein Lieblingsthema Corporate Weblogs anspringt. Mal sehen, ob er es tut.


Fischer bloggt

Ja, die mit den Dübeln und den Metallbaukästen. Und warum bloggen die eigentlich?

"Wir möchten zugleich lernen und von uns erzählen. Denn darin sehen wir die Chance: Dass es uns mit dem Blog gelingt, uns mit unseren Kunden, Partnern, der Öffentlichkeit und der Blogosphäre in einer Art und Weise zu vernetzen, wie dies sonst nur schwer möglich wäre. Zu lernen und sensibel zu sein und zugleich als Unternehmen gehört und wahrgenommen zu werden."

Hört sich gut an. Und die ersten Beiträge zeigen, dass da tatsächlich Spannendes zutage gefördert wird. Denn warum soll ein Unternehmen wie Fischer zu den Themen der Bau- und Befestigungstechnik nichts zu erzählen haben. Unter anderem geht es um:

Einen Vertrag über Grundlagenforschung mit der Universität für Bodenkultur in Wien

Steal anchors for Beijing Airport

Debatten um gerissenen Beton

Terrorsicherheit - ein Thema für die Befestigungstechnik

Ein Blog, das nicht auf Reichweite, sondern auf Substanz zielt. Ein Blog, das Fachgespräche initiiert und damit Fischer und die Kompetenz seiner bloggenden Mitarbeiter ins Zentrum rückt.

Clever von den Fischer Jungs: Gleich im heutigen Eröffnungsbeitrag erwähnen sie Klaus Eck, damit der auf sein Lieblingsthema Corporate Weblogs anspringt. Mal sehen, ob er es tut.


Ist es ein Spiel? Oder Realität?

"Am vergangenen Freitag gab es von einem der in Portugal verschollenen Urlauber ein Lebenszeichen. Es handelte sich dabei um Jared, der im Internet auch als The Composer bekannt ist. Er hatte sich Zugang zu einem Computer verschafft und konnte so zu einem zuvor vereinbarten Zeitpunkt in einem Chatraum mit den Argonauten in Kontakt treten."

Was Sie oben lesen, ist Bestandteil eines Spiels, dessen Faszination darin besteht, die Grenze zwischen Realität und Fiktion aufzuheben. Alternate Reality Games heißen diese Spiele, die im Niemandsland zwischen Dichtung und Wahrheit eine neue Realität schaffen. Webseiten, Handys, Chatrooms, Telefonzellen, vielleicht aber auch TV-Spots oder Werbeanzeigen - in der Welt dieser Spiele kann so ziemlich alles zum Bestandteil des Spiels werden. Richtig faszinierend wird es dann, wenn die Spielfiguren irgendwann in das Leben der Mitspieler treten und beispielsweise am anderen Ende der Telefonleitung sind - so geschehen bei einem der ARG Spiel-Klassiker IloveBees.

Der ARG Fan Patrick Möller betreibt ein hervorragendes deutschsprachiges Weblog zum Thema  Alternate Reality Games. Unbedingt ansehen!

Zitat: Patmo


BloxBox zeigt heute...

.. das Weblog, das sie gerade lesen als Blog des Tages. Wenn Sie BloxBox noch nicht kennen: die Website ist ein Blogportal, das einen recht guten Querschnitt der deutschsprachigen Blogosphäre darstellt. Die Startseite finde ich ganz gut gemacht, sieht aus wie ein Newsportal. Diese Einstiegsseite ist auch redaktionell betreut. So ist sie keine beliebige Zusammenstellung aus Feed-Schnipseln, sondern zeigt, wie sich aktuelle Themen in den Weblogs niederschlagen. Gefällt mir.

Ist das nun Contentklau? Nein. Denn schließlich werden die Quellen genannt und verlinkt. Die Blogosphäre lebt davon, das man sich gegenseitig zitiert und aufeinander verweist. Und so gut umgesetzt wie BloxBox hat die Idee eines Blogportals, wie ich finde, noch keiner.


Kundenzufriedenheit und wie man sie zeigt, Teil 2

Vor kurzem habe ich das Beispiel von CustomInk erwähnt, die bereits auf der Startseite ihres Shops eine Live-Auswertung der Kundenzufriedenheit anzeigen. Unübersehbar.

Ben McConnell vom Church of the Customer Blog hat noch genauer hingesehen. Und entdeckt, dass selbst die Datenbank in der Kundenstatements gesammelt werden, öffentlich zugänglich ist. Und das sieht dann so aus:

Custominktabelle

Wie machen Sie die Zufriedenheit Ihrer Kunden sichtbar? Fragen Sie Ihre Kunden überhaupt nach Feedback? Oder scheuen Sie sich etwa davor, transparent zu sein?


Kundenzufriedenheit und wie man sie zeigt, Teil 2

Vor kurzem habe ich das Beispiel von CustomInk erwähnt, die bereits auf der Startseite ihres Shops eine Live-Auswertung der Kundenzufriedenheit anzeigen. Unübersehbar.

Ben McConnell vom Church of the Customer Blog hat noch genauer hingesehen. Und entdeckt, dass selbst die Datenbank in der Kundenstatements gesammelt werden, öffentlich zugänglich ist. Und das sieht dann so aus:

Custominktabelle

Wie machen Sie die Zufriedenheit Ihrer Kunden sichtbar? Fragen Sie Ihre Kunden überhaupt nach Feedback? Oder scheuen Sie sich etwa davor, transparent zu sein?


Blog goes Fashion

Wie aus alten Blog-Postings frische T-Shirts werden, kann man ab sofort bei Robert Basic beobachten. Dort wird der Designer Snicers jeden Tag ein zu den Postings des Vortags passendes T-Shirt Motiv entwerfen, das man gleich kaufen kann.

Was soll das?  Das soll ein Experiment sein. Eine neue Art, Produkte blitzschnell zu generieren und sofort zu verkaufen. Ein spannender Ansatz, sich inspirieren zu lassen. Und wie ich finde ein schönes Beispiel dafür, wie zwei Blogger, nämlich Jochen Krisch, von dem die Idee stammt und Robert Basic, der sie aufgegriffen hat,  zusammen die neuen Formen der Kollaboration und des Verkaufs mal eben unkonventionell ausprobieren. Blogger als selbstverliebte Egozentriker? Ich finde, die tun was. Was man davon lernen kann? Jede Menge, wenn man sich mal die folgenden Fragen stellt:

  • Wie entwickle ich eigentlich neue Produkte?
  • Wie verarbeite ich Impulse von außen?
  • Wie schnell kann ich etwas auf den Markt bringen?
  • Welche neuen Vertriebsideen habe ich?
  • Inwieweit bin ich der Lage in Entwicklung, Design, Marketing und Vertrieb mit anderen zu kooperieren?
  • Inwieweit bin ich in der Lage aktuelle Tools wie Blogs, Social Shopping, Flickr, Technorati usw. zu nutzen?
  • Welche Möglichkeiten habe ich, Marktforschung mit kleinem Budget zu betreiben, sprich Ideen auf einfache Weise auf ihr Erfolgspotential zu testen?
  • Usw.


Einfaches Videoblogging bei TypePad

Nur um das mal auszuprobieren. Das Videobloggen mit TypePad und VideoEgg ist wirklich sehr einfach. Ich habe mal einen Klassiker rausgesucht oder besser gesagt, das Remake eines Klassikers: Bad day at the the Office. Viel Spaß!

Update, 5 Sekunden später: Ganz so einfach ist es wohl doch nicht. Denn nachdem ich den soeben erstellten und veröffentlichten Eintrag nochmal bearbeitet und neu abgespeichert habe ist das Video verschwunden. Übt weiter, liebe Entwickler.



Interview Patricia Sin: Wie haben Sie Ihr Buch bekannt gemacht?

Für meinen Autorenratgeber "Kauf! Mich! Jetzt!" führte ich im Jahre 2004 mehrere Interviews mit Autoren, die ihre Werke selbst verlegten und durch außergewöhnliche Erfolge auf sich aufmerksam machen konnten. Die Reihe dieser Interviews will ich heute wieder aufnehmen. Als erstes sprach ich mit Patricia Sin.

Fans und ein ungewöhnliches Sexbuch

Patricia Sin ist ja so was wie ein Shooting-Star in der erotischen Literatur des Vorfrühlings 2006. Ihr Erstling Schmetterlinge am Venushügel. Süße Sünden, Liebe, Lust, Leidenschaft und kleine Tode war kaum erschienen, da kletterte er in den Verkaufszahlen des größten Online-Buchhändlers Amazon immer schneller nach oben – bis in die Top 100 der AMAZON-Belletristikbestseller und sogar bis unter die ersten 10 der Erotikbestseller. Auch bei BoD ist das Buch seit Jahresanfang auf der Belletristikbestsellerliste. Begeisterte Leserinnen und Leser haben zu Maus und Tastatur gegriffen und liebevolle Rezensionen bei Amazon verfasst. Keine Frage: das Buch kommt an – scheinbar ohne jede Werbung. Jedenfalls ganz ohne die übliche Werbung.  Wie kommt also eine unbekannte Autorin zu einem solchen Erfolg, fragte ich Patricia Sin, die, für eine Erotikautorin nicht unpassend in der Badewanne lag, als ich  zum Telefon griff und sie anrief…

Mehr "Interview Patricia Sin: Wie haben Sie Ihr Buch bekannt gemacht?" »


Gut geklaut Kameraden

Eine geniale Idee hatte die Agentur Scholz & Friends für ihren Kunden Fixfoto, schreibt der Ideentower. Das im Bild zu sehende Foto wird bei Radarfallen so platziert, dass die Werbung auf dem Radarfoto zu sehen ist.

Fixfoto

Ja, das ist wirklich ne tolle Idee. Aber nicht von Scholz & Friends, sondern von Foto Sobolewski in Landshut. Das untenstehende Bild trage ich schon seit 2003 bei mir rum und ich weiß nicht mehr, durch wieviele Blogs es gegangen ist.

Sobolewski

Ungerechterweise hat es die Agentur mit dieser gekupferten Idee ins ADC Jahrbuch 2005 gebracht, berichtet die Zentrale Intelligenz Agentur. Falls ihr mich lest, liebe Friends und ihr dafür ne Medaille bekommen habt, gebt sie doch einfach bei Sobolewski ab.


Schmetterlinge am Venushügel

Das Buch geht ab wie eine Rakete: Amazon Ranking soeben bei Platz 237. Natürlich ist es bei den Topsellern Erotik viel weiter vorn.

Na und?

Die Autorin Patricia Sin ist weder bekannt, noch hat sie einen großen Verlag im Rücken. Sie hat ihr Buch mit BoD selbst verlegt. (Die schwer auffindbare Website kann auch nicht daran schuld sein.) Also woher dieser Verkaufserfolg? Wie hat sie das bloß angestellt?

Das habe ich sie auch gefragt. Das Interview lesen Sie demnächst hier. Bevor sich die großen Magazine auf sie stürzen.


Kundenzufriedenheit und wie man sie zeigt

Kundenzufriedenheitsbanner Haben Sie zufriedene Kunden? Dann werden Sie es vermutlich der ganzen Welt mitteilen wollen. So deutlich wie beim T-Shirt-Anbieter CustomInk habe ich das noch nicht gesehen.

Zum Nachmachen gut, wie ich finde.

Da werden die aktuellen Kundenstatements (unzensiert) und der Prozentsatz zufriedener Kunden bereits auf der Startseite angezeigt. Vermutlich sticht die Information ins Auge, bevor man sich mit der Ware beschäftigt.

Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass die Entscheidung ob einem eine Website sympathisch ist oder nicht, innerhalb von 50 Millisekunden gefällt wird.

Und noch ein anderes menschliches Verhalten machen sich die CustomInk-Leute zunutze. Die Tatsache, dass Menschen sich gerne Mehrheitsurteilen anschließen. Wenn alle sagen, dass CustomInk gut ist, fällt es mir leichter das auch zu glauben.

(Siehe dazu auch die Entdeckung, wie soziale Phänomene den Erfolg von Musikhits bewirken können).


Podcasting für Autoren

Podcasting ist zwar eines der derzeit meistbenutzten Wörter rund ums Online-Marketing, aber professionelle Inhalteproduzenten wie Schriftsteller oder Sachbuchautoren nutzen es noch viel zu selten.
Was ist Podcasting? Hat das irgendwas mit dem iPod zu tun? Eigentlich nicht. Jedenfalls ist ein iPod ist dazu keine Voraussetzung. Beim Podcasting werden Audiodateien im Internet bereitgestellt, die man , wenn man will, automatisch beziehen, also abonnieren kann. Podcasting ist also ein Abo zum Hören. Angesichts des Hörbuchbooms ein ganz heisses Instrument für Autoren.

Der Rowohlt Verlag hat jetzt dem Buchreport Magazin verraten (PDF), mit welchem Erfolg er Podcasting bislang bereits einsetzte. Zum Beispiel bei Kirsten Fuchs, deren Podcast acht Wochen vor Erscheinen des Buches gestartet wurde. Als Basis für die Audioaufnahmen dienten Mitschnitte von Live-Lesungen in Berlin. 25.000 Hörer haben sich die wöchentlichen Folgen bei audible.de heruntergeladen – und wie Rowohlt sagt – mehr als 30 Kommentare dazu abgegeben. Interessantes Detail am Rande: Obwohl im Buchhandel nicht besonders gut platziert, verkauft sich Kirsten Fuchs Buch dank der Podcasting-Aktivitäten gleich stark wie der Roman der weitaus bekannteren und im Buchhandel stärker präsenten Alexa Hennig von Lange. Damit bestätigt der Rowohlt Verlag als einer der ersten deutschen Verlage Erkenntnisse, die Leser von „Kauf!Mich!Jetzt!“ längst schon gewonnen haben:

  • Wende dich direkt an deine Leser
  • Nutze das Internet
  • Nutze die Medienformate, die deine Leser auch benutzen.

Podcasts selber machen, wie geht’s?
Um eine Audiodatei selbst zu erstellen brauchen Sie im einfachsten Fall nur ihren Soundkarte und ein Mikrofon, Windows ermöglicht solche einfachen Aufnahmen mit dem unter „Zubehör“ enthaltenen „Audiorecorder“.
Telefoninterviews lassen sich ganz einfach mitschneiden wenn Sie beispielsweise zum Telefonieren die kostenlose Internettelefonie von GIZMO benutzen. Zwar ist in Deutschland das internetbasierte Telefonieren mittels Skype noch weitaus populärer – aber bei GIZMO ist die Möglichkeit, das Gespräch aufzuzeichnen bereits integriert!
Wenn Sie sich nun für eine Produktion Ihres Buches als Hörbuch interessieren, lassen Sie sich von Aussagen wie „ein Hörspiel kostet rund 10.000 Euro“ nicht abschrecken. Für den boomenden Markt gibt es inzwischen spezialisierte Angebote wie das von „Audiotrainer“. Das Unternehmen des professionellen Sprechers Martin Falk bietet zahlreiche Dienstleistungen rund um die Erstellung und Verbreitung von Hörbuchproduktionen oder Podcasts an. Die Vertonung von 100 Seiten Manuskript incl. Schnitt kostet dort beispielsweise 720,-- Euro.

Wie wird die fertige Audiodatei zum Podcast?

Wie können Sie ein Audio-Abo anbieten? Podcast-Abos werden über RSS-Feeds angeboten. Wenn Sie Ihre Datei über eines der Podcastverzeichnisse anbieten oder in Ihrem Blog bereitstellen, werden die Daten für das Abo, sprich den Bezugs des RSS Feeds automatisch erzeugt. Wer abonnieren will, klickt einfach auf den neben/mit der Audiodatei angebotenen Link. Komplizierter will ich es gar nicht erklären. Noch so viel: Auch auf der von Apple betriebenen Plattform iTunesMusic Store können Sie Podcasts sowohl herunterladen als auch zur Verfügung stellen. Sie brauchen dazu die gleichnamige kostenlose iTunes Software, die es für Mac und PC gibt.

Das können Sie podcasten

  • Leseproben, selbst gelesen oder von einem Sprecher
  • Live-Mitschnitte von Lesungen, Vorträgen, Podiumsdiskussionen
  • Interviews, Radiomitschnitte, Telefoninterviews z.B. mittels Gizmo, eigene Aufzeichnungen
  • Leserstimmen
  • Einen Audio-Newsletter oder ein Audiotagebuch

Nützliche Links:

Hörbeispiele:


Video-Podcast von Mercedes-Benz

Das kommt davon, wenn man ein bisschen im iTunesMusic Store herumspielt. Soeben habe ich die beiden ersten Folgen des Mercedes-Benz Video-Podcasts entdeckt, der die Entstehung der neuen R-Klasse dokumentiert.

Ich weiß ja nicht, ob der typische Podcast-Abonnent auch der typische Käufer des neuen Mercedes-Dickschiffs sein wird, aber Mercedes-Benz zeigt hier, dass es auch in den neuen Consumer- oder Bürgermedien, in Weblogs, auf iPods und im Internet präsent sein will. Die neue R-Klasse zielt zumindest in den USA an ein Publikum über 60 Jahre, sonst hätten sich die Marketingleute ja nicht an die gleichaltrigen Rolling Stones herangeschmissen.

Ok, die eine Episode, die ich gesehen habe, ist zwar mehr Selbstbeweihräucherungs-Epos als  Appetitmacher. Aber Mercedes-Benz ist ja lernfähig. Wir alle sind es. Ich zum Beispiel denke derzeit heftig über VideoPodcasts zum Thema Werbung nach, in denen sich erfolgreiche Agenturen, Unternehmer und Kampagnen präsentieren können.

Was ich noch sagen wollte: wenn Sie es noch nicht getan haben, laden Sie iTunes herunter, stöbern Sie im Apple Musicstore und probieren Sie die kostenlosen Podcasts und Videopodcasts aus. Und wenn Sie was Geniales entdecken, her damit!

Hier können Sie den Mercedes-Benz Video Podcast abonnieren.


Wie man sich Agenturideen präsentieren lässt, Teil 2

Vor kurzem erwähnte ich die neue Methode der dba, sich Agenturideen lediglich per E-Mail präsentieren zu lassen und auf das Vorturnen der Kreativen zu verzichten. Das gefiel mir, weil es die nackte Idee wirken lässt.

Aber was ist, wenn die Ideen super sind, aber man mit den Leuten nicht klarkommt? Deshalb ging Mini USA soeben einen anderen Weg. Die wollten zunächst die Menschen kennen lernen. So haben sie vier Agenturen, die in der engeren Wahl waren, zu einem Boot Camp übers Wochenende eingeladen. Die Werbeleute wurden auf Improvisationstalent, spontane Kreativität und einiges mehr getestet. Vom lustigen Kreativspiel bis zur Schnitzeljagd mit dem Mini Cooper war einiges geboten.

Naja ein ausführliches Gespräch hätte es auch getan, um festzustellen ob man auf einer Wellenlänge liegt.

Business Week via Brand Autopsy


Ad Agency Deathwatch

Das Geschäftsmodell der Werbeagenturen ist womöglich nicht mehr lange zeitgemäß. Gleich zwei Blogger berichten heute über die Veränderungen, die derzeit auf dem Werbemarkt eingeläutet werden.

Unter dem Titel "Ad Agency Deathwatch" schreibt Fallon über verschiedene Online-Angebote, die es Unternehmern ermöglichen, Werbung selbst zu machen, TV-Spots selbst einzukaufen oder Werbung selbst zu verbreiten.

Und Gerhard Schoolmann setzt sich ausführlich mit dem neuen Angebot von Google auseinander, dass es ermöglicht nun via Google auch Printanzeigen zu schalten. Lesen!


Geiziger, geiler, Online Shopping

Pronto

Pronto: Hier regelt der Kunde den Preis!

Dieses neue Tool dürfte den Betreibern von Onlineshops keinen Spaß machen: Pronto ist ein kleiner Software-Helfer, der sich auf dem Desktop installiert und jedes Mal in Aktion tritt, wenn Sie in einem Online-Shop ein Produkt anklicken. Dann sucht Pronto in einer eigenen Datenbank unter Tausenden von Angeboten, ob Sie dieses Produkt irgendwie billiger kaufen können. Toll für den Shopper, schlecht für den Shopbetreiber. Oder wie es Jochen Krisch aus Sicht der Shopbetreiber sagt:

"Pronto macht also nichts anderes, als Ihnen Ihre Kunden vor der Nase wegzuschnappen und sie quasi direkt aus dem Warenkorb zum nächstbesten Wettbewerber zu entführen."

Wie kann man sich als Händler dagegen wehren? Oder besser gesagt: Was kann man tun, um nicht in diesen Preisvergleich zu geraten:

  • Man kann eigene Marken führen - zweifellos der sicherste Weg, um aus der Vergleichbarkeit heraus zu kommen.
  • Man kann auf Marken mit strengen exklusiven Distributionskonzepten setzen - also Produkte anbieten, die man eben nicht an jeder Online-Ecke findet
  • Man kann den Kunden Produkte selbst konfigurieren lassen (Stichwort Customizing) - denn ein individuelles Produkt ist nicht vergleichbar.

Und das wars dann vermutlich. Schneller liefern, mehr Service dazu? Ist alles im Handumdrehen kopierbar. Am besten, Sie setzen Ihren Online-Shop schon heute auf den Prüfstand, um sich auf diese neue Shoppingwelt vorzubereiten.

Gefunden bei Exciting Commerce


Großraum Frankfurt: Agentur für virales Marketing gesucht

Ein Unternehmer aus der Textilbranche sucht für ein neues Geschäftsvorhaben bestehend aus Online- und stationärem Handel eine/n Viralmarketingexperten- oder -Agentur aus dem Großraum Frankfurt.
Gibt es da wen? Bitte per E-Mail melden, ich leite das Schreiben weiter. Bitte auch dazu schreiben, ob ich die Bewerbung vertraulich behandeln soll oder ob Sie an einer Darstellung der Agentur im Weblog interessiert sind.


Blogger im wahren Leben

Blogger sind selbstverliebte Egozentriker - mit derart dümmlichen Vorurteilen und  Pauschalisierungen hat sich der Journalist Thomas Leif in einem Artikel von Spiegel Online blamiert. Im gleichen Atemzug singt er zwar das Hohelied des Aufklärungsjournalismus und der Recherchekultur - für seine eigenen Feststellungen hat er das offenbar aber nicht angewandt.

Darf ich meine eigenen Erhebungen dagegen halten? Blogger sind äußerst sympathische, hilfsbereite, intessierte, humorvolle und bisweilen recht genußfreudige Mitmenschen. Das ergab meine Recherche bei der von Theo Huesmann perfekt organisierten Blog-trifft-Gastro 2006 am letzten Wochenende. Wer es nicht glaubt, kann die Damen und Herren bei der leckeren Schokoladenverkostung (Danke, Chocolats-de-Luxe) und der kurzweiligen Besichtigung der Schulküche in der Hotelfachschule Heidelberg (Danke, Erik Pratsch) beäugen.