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Vorsicht Journalistenanfrage

Was einem so widerfahren kann, wenn man Journalisten ein paar wenig originelle Fragen beantwortet, hat der Möbelunternehmer und Blogger Herwig Danzer erfahren müssen: Er durfte die eigenen Antworten nicht mehr bei sich bloggen.

Da behält man doch lieber seine Worte bei sich im Blog. Aber auch das schützt nicht. Vor kurzem erhielt ich eine Anfrage einer Journalistin, ob sie denn einen kurzen Blogbeitrag von mir zitieren dürfte.
Ja durfte sie. Meine Blogbeitrag fand ich dann um eine Zeile ergänzt in einem Kasten mit Tipps. Und die waren dem Magazin wohl so wertvoll, dass sie gleich darunter einen dicken Copyrightvermerk setzten - nein nicht mit meinem Namen, mit ihrem eigenen.

Ehrlich gesagt, es ist mir zu mühsam mich darüber aufzuregen. Zumal die Wirkung von Presseveröffentlichungen ohnehin überschätzt wird. Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Lustig war auch aber auch die beigelegte Offerte, von dem geklauten Text Sonderdrucke zum Sonderpreis erwerben zu dürfen.


Bin wieder da

Ja. Es war still hier im Blog. Für mich waren die letzen 10 Tage umso erlebnisreicher: Bremerhaven, Potsdam, Dresden, Görlitz. Gäbe es so einiges zu berichten: vom gemütlichen Italiener in Potsdam, der Konditoreimeisterin in den Königshainer Bergen oder wie es war, mit Gegenwind auf der Neiße zu paddeln. Und noch viel mehr. Wenn ich Zeit habe. Aber jetzt zu etwas völlig anderem.


Live aus Hamburg: Lukasz Godowski und Dr. Gottfried Neuhaus

Über Long-Tail-Business, das Dr. Neuhaus ganz einfach mit "Kleinvieh macht auch Mist" übersetzt. Dr. Neuhaus ist vom Kapitalgeber TechnoNord und finanziert mithilfe von Risikokapital Businessideen. Bislang hat er noch keinen Businessplan erhalten, der auf Long-Tail-Business setzt. Das Thema sei in Deutschland noch nicht angekommen. Hauptproblem: reichen 80 Millione Deutsche überhaupt aus, um ein Longtail-Business zu etablieren? Woher kommen die User? Wie generiert man sie? Interessant: Kein VC-Geber gibt heute noch Geld für Werbung um ein Unternehmen aufzubauen.
Stattdessen müssen Gründer andere Wege finden um User zu generieren. VC Geber finden Konzepte glaubhaft, die einen gewissen Erfolg schon bewiesen haben und mit Mundpropaganda ansehnliche Userzahlen generieren konnten.

Jetzt geht das Wort an Lukas Gadowski von Spreadshirt. Deren Erfolgskopnzept: jeder kann zum Händler von Fanartikeln werden.. zum Beispiel das Nagerforum, das T-Shirts für Hamsterfreunde anbietet. Weltweit haben sie (spreadshirt) 150.000 Shoppartner. In den ersten beiden Jahren wurde nichts für klassische Marketingkanäle ausgegeben. War vielleicht nicht ganz freiwillig, denn auf der Suche nach VC Gebern sind sie kaum übers Vorzimmer hinaus gekommen.
Merkmale von Longtail-Business:
Demokratisierung der Anbieter... jeder kann Anbieter werden
Transaktionskosten senken
Auffindbarkeit sicherstellen... z.B. Amazon Empfehlungen die vom Bestsellern zu unbekannteren Büchern führen

Beispiel für deutsches Longtailbusiness: www.hitflip.de - Tausch von Cds


Live aus Hamburg, Stefan Kellner

Erläutert das Konzept von Plazes, einer Community, bei der die Nutzer veröffentlichen können, wo sie sich gerade aufhalten. Sinnvolle Anwendung: Nutzer können zusammenfinden, wenn sie sich z.B. hier auf diesem Kongreß aufhalten und noch nicht gefunden haben.
These: Jeder der im Web publisht wird prominent, muss sich also ein Stück weit wie ein Promi verhalten.Das wirft Fragen auf: publiziere ich die Bilder meiner Kinder auf Flickr, verrate ich wirklich wo ich mich gerade aufhalte?
Momentan entwickelt sich der Vortrag eher in die Richtung, welche Gefahren von der Transparenz drohen. Was passiert wenn jemand ein unvorteilhaftes Bild von Dir auf Flickr hochlädt. Was ist wenn du Dir mit 14 Jahren ein My Space Profil angelegt hast, das Dir nachher bei der Stellensuche peinlich ist?

Frage aus dem Publikum? Welchen Mehrwert hat Plazes?
Kellner: Was passiert um mich herum? Wo ist der nächste WiFi Hotspot? Welche Leute sind in meiner Nähe?


Live aus Hamburg: Dr. Andreas Weigend

Was ist Web 1.0? Was ist Web 2.0?

Kurze Antwort: Web 1.0, Inhalte werden von wenigen bestimmt, Suchfunktionen wie Google eröffnen den Zugang zu diesen.

Web 2.0: Die Nutzer produzieren die Inhalte selbst. Um diese zu finden braucht es Kollektive Intelligenz.
Also die Vergabe von Tags, Infos über den Verfasser und eine transparente Darstellung der Kommentare oder Leser dieser Inhalte. Hmm. Für Blogger noch nix neues. Aber Blogger sind ja nicht das Hauptpublikum. Übrigens sind hier auch alle Besucher mit Tags versehen... Blogger, Unternehmer, Investor.
Attention Economy heisst nicht mehr "Reichweiten" zählen, wie in der Welt der Massenmedien. Menschen wollen sich selbst ausdrücken, selbst produzieren und entdecken. Der gute Ruf, Reputation helfen beim Entdecken von Inhalten im Web 2.0.

Was fangen Unternehmen mit diesem Trend an? Sie nutzen das AAL-Prinzip. Andere Arbeiten Lassen. Beispiel: Amazon Rezensionen oder die Website castingwords.com, die Podcasts in geschriebenes Wort umsetzt, welche dann wiederum verkauft werden.

Website: www.weigend.com. Dr. Weigen veröffentlicht übrigens seine detaillierten Reisepläne auf dieser Website.


Live aus Hamburg: Es geht los

Heiss. Sommerlich. Während die Massen noch nach innen drängen läuft schon die Begrüßungsrede. War ich zu spät? Obwohl Northclick nur ein paar Meter entfernt von Sinner Schrader liegt, kam ich erst 10 Minuten vor Veranstaltungsbeginn hier an. War ein interessantes Gespräch soeben.

Immerhin sitze ich ich jetzt doch in der ersten Reihe, neben mir Oliver Gassner, weitere Blogger habe ich noch nicht entdeckt.
Leider hemmt ein Stützpfeiler zu meiner Rechten den Tippfluss. Hoffe, ich finde noch ein bequemeres Plätzchen.


Morgen in diesem Blog: Live-Blogging aus Hamburg

Wenn das WLAN funktioniert, die Referenten nicht langweilen, die Steckdose nicht zu weit weg ist, meine Finger nicht zu schnell ermüden und mich mein kürzlich gekauftes iBook nicht im Stich lässt - dann, aber nur dann - werde ich morgen vom Kongress Web 2.0 von SinnerSchrader livebloggen. So ab 14.00 gehts los.

Kurz vor Kongressbeginn werde ich noch der Firma Northclick einen Besuch abstatten, deren CMS und Hosting-Angebot ich zur Erstellung meiner Autorenwebsite nutzen durfte. Wie ich erfahren habe, gibt es ein paar Software-Neuerungen, auf die ich gespannt bin. Hoffe aber, es bleibt alles so schön einfach bedienbar wie bisher.

Und dann geht es zur Party.


11. Mai in Hamburg. Sehen wir uns?

Mit einem spannenden Kongreßprogramm und einer Party feiert SinnerSchrader sein zehnjähriges Bestehen und will mit zahlreichen Referenten einen Ausblick auf die Zukunft des Web geben.
Next 10 Years heisst das auf gut Deutsch.

Ich bin dabei am 11. Mai und freu mich drauf. Und jetzt die Frage: Wer kommt noch? Wer hat Lust, sich davor, danach oder währendessen mit mir zu treffen? Freue mich auf viele alte und neue Kontakte. Bitte meldet euch in den Kommentaren oder per E-Mail.

Übrigens ist Euch aufgefallen, dass das E-Business Unternehmen SinnerSchrader die Moderation der Panels komplett in die Hände von Vertretern der Old School-Printmedien gelegt hat? Merkwürdig. Ob da in 10 Jahren mal Blogger sitzen?


Amazon Self-Optimizing-Links im Test

Soeben habe ich noch die brandneuen Self-Optimizing-Links von Amazon eingebaut. Rechts unten, das Werbefeld "Buchtipps von Amazon".
Amazon verspricht, dass dieses Werbefeld so clever ist und mit der Zeit weiß, was meine Blogleser wünschen. Das geht so:  Amazon liest meine Postings und versucht dann auf der Basis gefundener Stichwörter passende Buchtipps zu geben. Dauert aber ein Weilchen, bis es richtig funktioniert, heißt es. Bis es soweit ist, empfiehlt das System "Illuminati", "Der Schwarm" oder "Sakrileg". Nicht gerade Geheimtipps.

Da muss ich halt nochmal selbst ran. Mein Tipp, kaufen Sie: "Werbung mit kleinem Budget", "Marketeasing" oder "Kauf! Mich! Jetzt!"


Wunsch und Wirklichkeit bei Amazon

Gestern berichtete Jochen Krisch in seinem Blog Exciting Commerce über die Initiativen von Amazon USA die Kunden stärker zu binden, indem es die Darstellungsmöglichkeiten für Autoren verbessert. Ein paar Screenshots zeigen, wie sich Autoren auf den US-Seiten bereits präsentieren können.

Halte ich für eine tolle Sache, einem Leser neben der Info zum Buch auch mehr über mich als Autor sagen zu können. Mit einer Selbstdarstellung, einer Biografie, dem Hinweis auf Veranstaltungen wie Lesungen und Seminaren, dem Link zum eigenen Blog usw. können dann Autoren beim größten Onlinebuchhändler der Welt einen wunderbaren Marktplatz aufbauen.

So weit so schön. Allerdings wie das Amazon Deutschland mal gebacken bekommt, ist mir ein Rätsel. Derzeit lässt man sich mit der Prüfung von Leserrezensionen vier bis sechs Wochen Zeit.

Weitere Artikel zum Thema:

Amazon und die Buchrezensionen

Amazon veranstaltet Online-Workshops


Achtung, letzte Gelegenheit

Morgen startet mein vermutlich letzter Online-Workshop zu "Werbung mit kleinem Budget" in diesem Jahr. Für alle, die wissen wollen, wie sie mit kleinem Budget neue Werbeideen aushecken.

Der Workshop dauert vier Wochen - und findet ausschließlich online, in einer virtuellen Lerngemeinschaft statt. Darum geht es unter anderem:

1. Die richtige Positionierung oder von der Kunst nicht normal zu sein
Wettbewerbsvergleich, Alleinstellungsmerkmal, Kundennutzen - alles gut und wichtig. Doch wer besonders erfolgreich sein will, muss die Grenzen des Branchenüblichen sprengen.

2. Medien nutzen ohne zu bezahlen
Pressearbeit ist der preiswerte Weg in die Medien. Theoretisch. Denn praktisch landen die meisten Pressemitteilungen im Papierkorb. Oder die Pressearbeit liegt brach, weil die Anlässe fehlen.
Wie Sie Ihre Nachrichten für die Medien interessant machen - mit Anlässen, die Sie selbst schaffen!

3. Ihr Kunde als Verkäufer
In dieser Woche erfahren Sie, wie Sie das größte Werbe-und Verkaufspotential nutzen, das Sie haben: Ihre Kunden. Segmentieren Sie Ihre Kunden neu. Machen Sie mehr mit und für Ihre Kunden. Und sorgen Sie dafür, dass Ihre besten Kunden neue Kunden für Sie werben.

4. Gemeinsam mehr erreichen, durch Werbe-Kooperationen
Warum alles selber machen, wenn es gemeinsam viel besser - und billiger - geht? Durch Kooperationen mit Lieferanten, Wettbewerbern, fremden Branchen können Sie völlig neue Ideen entwickeln, um auf neue Kundengruppen zuzugehen und sich neue Absatzwege zu erschließen.

Das Schöne an diesem Online-Workshops - es geht nicht darum Information anzuhäufen, sondern Ideen für Ihr eigenes Business zu entwickeln. Die preiswerteste Art, zu neuen Konzepten zu kommen.

Machen Sie mit? Hier ist der Link zur Buchung.


Leser über Marketeasing: Monika Birkner und Nico Zorn

Das verlängerte Wochenende brachte zwei neue Rezensionen von Marketeasing-Lesern. Beide empfehlen das Buch zur Lektüre! Herzlichen Dank!

"Marketeasing macht mit einer neuen Sichtweise vertraut. Sich damit auseinanderzusetzen, mag teilweise unbequem sein. Doch wer zu spät kommt, den bestraft der Markt, möchte ich in einer Abwandlung des berühmten Gorbatschow-Zitates sagen. Daher meine Empfehlung: Lesen Sie es bald."

Unternehmensberaterin und Coach Monika Birkner in ihrem Weblog.

"Mit Marketeasing gibt es endlich ein Buch, dass nicht nur das Ende der klassischen Werbung verkündet, sondern auch zahlreiche Alternativen aufzeigt - sehr empfehlenswert!"
Online-Marketingchef Nico Zorn in seinem Weblog "Marketing im Wandel. Und sowas."