Geburtsstunde der neuen Werbung
Frisch gestrichen...

Layer Werbung nervt, doch die Postbank weiß Rat

Layer Werbung nervt. Das muss man laut sagen. Vor allem den Unternehmen, die diese Layer Werbung in die Welt setzen. Doch was passiert dann?

Werner Deck, Inhaber der für ihr vorbildliches Marketing schon mehrfach gelobten Firma Malerdeck, hat es ausprobiert. Er schrieb am 21.06.06 an die Postbank.

Werner Deck, verärgert, 06:58

"Sehr geehrte Damen und Herren, Ihre Werbung bei Bild-online empfinde ich mehr als ätzend und eine besondere Zumutung. Die Werbung überdeckt Artikel, die nicht mehr ganz gelesen werden können. Trotz Wegklicken erscheint die Werbung immer wieder. Das ist mehr als ärgerlich. Das empfinde ich als Werbeterror! Ein ganz entscheidender Grund, die Postbank zu meiden. Wenn Sie wollen, dürfen Sie mir gerne antworten. Mit :-) freundlichen Grüßen, Werner Deck"

Postbank, ahnungslos, 11:10

"Guten Tag Herr Deck, ich bedauere Ihre Verärgerung. Den von Ihnen geschilderten Sachverhalt konnte ich nicht nachstellen. Bitte senden Sie mir als Anlage einen Bildschirmausdruck. Vielen Dank. Senden Sie bitte immer den gesamten Mailverkehr mit. Dies erleichtert uns eine zügige Bearbeitung. Mit freundlichen Grüßen Ihr Postbank E-Mail Team"

Werner Deck, nachhelfend, 13:38

"den von mir geschilderten Sachverhalt habe ich heute morgen um ca. 8:30 Uhr erlebt. Bitte haben Sie dafür Verständnis, wenn ich zu meinem Ärger nicht noch unnötig zusätzlich Zeit investiere, in dem ich Ihnen den "Beweis" dieser Belästigung als Bildschirmausdruck schicken soll. Vielleicht fragen Sie mal in Ihrer Werbe- und Marketingabteilung nach. Dort kann man Ihnen bestimmt helfen."

Postbank, clever, 15:07

"Guten Tag Herr Deck, vielen Dank für Ihre E-Mail vom 21.06.06. Wie alle anderen Firmen auch, nutzt die Postbank das Internet zu Werbezwecken. Ist Ihnen die Internetwerbung lästig , empfehlen wir die Instalation eines Werbeblockers. Mit freundlichen Grüßen Ihr Postbank E-Mail Team"

Die Postbank empfiehlt also Werbeblocker gegen die eigene Werbung einzusetzen. Das nenne ich selbstlos.

Kommentare

Tobe

Dumm nur, dass es keine Werbeblocker gibt, die Layer-Ads verhindern.
Oder kennt jmd einen?

Bernd Röthlingshöfer

Würde mich auch interessieren. Aber wenn mich nicht alles täuscht, kann das der neue Opera Browser. Oder?

Werner Deck

Heute morgen, 22.05. um 6:38 Uhr, habe ich der Postbank auf ihre dümmliche Begründung noch einmal antworten müssen:

"Sehr geehrte Frau Kolter,

Ihre Begründungen sind so inkompetent und so armselig, wie die Layer-Werbung der Postbank. Um eine solche Layer-Werbung handelt es sich nämlich. Diese Terror-Werbeform lässt sich gerade NICHT mit einem Werbeblocker verhindern. Mit Werbeblockern lassen sich lediglich Pop-Up-Werbungen blocken. Vielleicht hätten Sie sich fürsorglich doch - wie ich Ihnen empfohlen hatte - mit Ihrer Werbe- und Marketingabteilung in Verbindung setzen sollen.

Selbst Unternehmer, weiß ich sehr wohl, wie Werbung, die den Kunden erreichen und begeistern - nicht verärgern - soll, aussieht. Typisch auch Ihre "Begründung" für Ihren Werbeterror: "Wie alle anderen Firmen auch...." Was Kunden empört, verärgert und vergrault, machen Sie halt, "Wie alle anderen Firmen auch..." einfach gedankenlos nach. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis kenne ich nur Menschen, die diese Art der Werbung genauso abstoßend und ärgerlich empfinden, wie ich. Zusätzlich empfehle ich Ihnen den kleinen Artikel, den ich Ihnen mitschicke.

Die Postbank liefert mir jedenfalls jede Menge Gründe, dort NIEMALS Kunde zu werden.

Mit farbenfrohen und :-) Grüßen aus Eggenstein-Leopoldshafen, Ihr Opti-Maler-Partner, Werner Deck"

CountZero

es stimmt nicht, daß gegen layer-ads kein kraut gewachsen sei - man muss nur einen RICHTIGEN browser (sprich firefox) einsetzen, und der kann dann mit hilfe der extension namens R.I.P. dazu bewogen werden, dank xptah-fähigkeit der extension restlos jeden noch so penetranten layer-ad aus jeder website zu entfernen.

was die sonstige darstellung der bodenlosen inkompetenz der poba angeht, volle zustimmung.

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