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Machen Sie mehr mit Ihren Kunden

Ein Vorteil, wenn Sie sich klassischer Werbung ab- und Marketeasing zuwenden. Sie haben mehr Zeit und Geld für gemeinsame Aktivitäten mit Ihren Kunden. Etws mit dem Kunden machen? Dabei ist gar nicht der spektakuläre Event gemeint. Sondern Aktivitäten, bei denen Sie Kunden einen Einblick hinter die Kulissen gewähren, sie oder an Ihrem Wissen teilhaben oder gar mitmachen lassen.

Die Speicherstadt Kaffeerösterei in Hamburg hat genau das beherzigt.

"Abgesehen von den goldenen Buchstaben, die an der Rotklinkerfassade des Speicherbaus prangen und einem mit einer Werbeaufschrift versehenen Oldtimer vor der Eingangstür, kündet bisher keine Reklame von ihrer Existenz."

Dafür locken die beiden Inhaber mit Kaffeeseminaren in ihre Schaurösterei - wo sie zwischen Rösttrommel und Kaffeesäcken auch ein Café betreiben.  Im Kaffeeseminar lernt man unter anderem:

- Wie schmeckt der teuerste Kaffee der Welt?
- Was macht einen Kaffee zur Spezialität?
- Wie bereitet man Kaffee optimal zu?
- Wie bewahrt man Kaffee am besten zu Hause auf?
- Warum bekommt mir Espresso besser als ´normaler´ Kaffee?

Zitat aus der Welt. Hinweis gefunden bei Gerhard Schoolmann.


Was man mit Filmloops machen kann

Vor ein paar Monaten berichtete ich über die Möglichkeit, mehrere Bilder in einem sich bewegenden Filmstreifen einzubauen, den man auf der Website einbinden kann. Eben über die Filmloops.

Eignet sich prima, um Zusammenhänge oder Abläufe von Prozessen darzustellen und kann damit weit mehr als nur nette Bildchen hintereinander zu zeigen. Der Blogbauer erklärt damit zum Beispiel seine Bewässerungsanlage. Ein simples Tool clever angewendet.


Stöckchenspiel

Ich habe ein Stöckchen von Flachsauger Arnold bekommen. Vielen Dank dafür!

Hier sind die Fragen und Antworten:

Du
1. Warum bloggst du?
 

Weil es mir Gerhard Schoolmann vorgemacht hat.

2. Seit wann bloggst du?

Seit Dezember 2003.

3. Warum lesen deine Leser deinen Blog?

Wenn Sie es sagen würden, wüsste ich es.

4. Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf deine Seite kam?

„Frauen in leder“ Und das führt dann dahin

5. wm-songs auflistung 2006
Was ist WM?

6. Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Alle.

Die anderen Blogs

1. Dein aktueller Lieblings-Blog?
Der, den ich zuletzt gelesen habe.

2. Welchen Blog hast du zuletzt gelesen?
http://secretdiaryofstevejobs.blogspot.com/

3. Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert
102

5. An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

An Jan Erik Meyer
Weil er mein Co-Blogger im Marketeasing Blog ist. Und noch ein lesenswertes eigenes Blog schreibt.

An Peter Eich
Weil ich den Bodenseepeter noch oft verlinken werde. Also fange ich heute schon mal an.

An Stephan Hadraschek
Weil er sich buchstäblich und auch sonst um die letzten Dinge kümmert.

An vm people
Damit auch eine Viralmarketingagentur ein Stöckchen bekommt.


Machen Sie mehr mit Ihren Kunden

Einer der Grundsätze, die Marketeaser anwenden. Anstatt den Großteil des Werbeetats in unpersönliche Kommunikationsmaßnahmen via Massenmedien zu investieren, entwickeln Marketeaser Aktionen, die für Highlights im Kundenleben sorgen.
Im Buch erwähnt ist zum Beispiel die Fulda Challenge. Aber auch diese Idee von Mercedes Benz ist ganz klasse:
Mercedes-Benz lädt eBay-Kunden zur Teilnahme an der sogenannten "E-Klasse Experience" ein. Das ist eine Langstreckentour, die von Paris nach Peking führt. Nicht die erste dieser Art, die gab es unter dem gleichen Motto bereits 99 Jahre früher.

Wer mitfahren möchte, kann sich unter www.e-class-experience.com für einen Fahrerplatz auf einer der fünf Etappen bewerben. Wie bei der ersten Tour durch Europa und Asien, will der Stuttgarter Automobilhersteller auch bei der Neuauflage ein international besetztes Teilnehmerfeld auf die Reise schicken.

Damals ging es noch darum, die Überlegenheit des Automobils gegenüber dem Pferd zu beweisen. Heute sind es Werte wie Zuverlässigkeit und Sparsamkeit der Dieselmotoren, die herausgestellt werden sollen.

Eine aktuelle Google Suche offenbart erst 50 Treffer für "E-Klasse Experience". Seltsamer ist die Tatsache dass sich die zum Zweck gestaltete Website des Automobilherstellers erst auf Seite 2 der Suchtreffer findet. Und auch keine Google-Anzeige wurde zu dem Thema geschaltet. Da geht wohl auch einiges an Suchanfragen ins Leere. Besser wäre es doch gewesen, gleich ein Blog zur Rallye ins Leben zu rufen.

Mehr darüber hier


Digitale Mundpropaganda

Unter dieser Überschrift beschäftigt sich DIE ZEIT mit dem Thema "Deutsche Unternehmen entdecken Weblogs". Darunter auch ein Zitat vom Blog-Experten Klaus Eck "Marketing, Werbung, PR und die Kommunikation mit Konsumenten werden sich grundlegend wandeln. Die besten Verkäufer sind nun mal zufriedene Kunden, da sie Mundpropaganda machen, die immer stärker online erfolgt."

Was bleibt da noch zu sagen? Ein lesenswerter Artikel!


Gemeinschaft mit dem Kunden: Community

Unter der Überschrift "Wissenswert: Community statt Marketing?" beschäftigt sich im-marketing-forum.de mit den Irrtümern und den Chancen bei der Bildung von Online-Gemeinschaften.

Hier ein Auszug: "... Communities müssen sich von selbst bilden und zwar aus dem Interesse der Teilnehmer an Kommunikation mit Gleichgesinnten. Echte Gemeinschaften basieren auf einem Zusammengehörigkeitsgefühl und befriedigen insofern soziale Bedürfnisse. Vorteil für Sie: Die Community wird zum Anziehungspunkt für Menschen mit ähnlichen Profilen. ..."

Die Argumente sind auch auf die Bildung von Offline-Gemeinschaften übertragbar und bedenkenswert. 


Das Web: die Heimat der Kunden

Unter den Millionen Websites sind die Business-Seiten in der Minderheit. Denn das Web ist die Heimat der Kunden. Die Verbraucher sind aus der Rolle des stillen Empfängers von Werbebotschaften zum aktiven, manchmal lautstarken Sender gewechselt. In diesen Netzwerken werden kaufentscheidende Informationen ausgetauscht und Meinungen zu Produkten oder Dienstleistungen diskutiert (Was denken z.B. Ingo Baessler und Dirk Bäßler über einen HP-Drucker).

Diese Netzwerke verbinden sich, tauschen sich aus und verbreiten sich rasant schnell. Unser Nachbar Frankreich hat eine der am schnellsten wachsenden Blogosphären in Europa. Selbst wenn Deutschland in diesem Punkt noch hinterherhinkt, so hat steuverluste.de hier die passende Antwort: "In unserem Land gibt es immer noch eine Menge Leute, die entweder Bloggen überhaupt nicht einordnen können oder den Nutzen, privat oder geschäftlich, nicht richtig einschätzen. Viele Unternehmen wundern sich nur, dass ihre tollen Webseiten so selten besucht werden!" Und Ihre Werbung keinen interessiert - wie zu ergänzen wäre.

Selbst eine Anfrage ins "unbekannte" virtuelle Netzwerk liefert eine Vielzahl von persönlichen Meinungen. Der Hersteller aber taucht hier im Dialog nicht auf. Warum nicht? Pflegt er doch eine mühevolle Aufzählung von Erfolgsstories auf seiner eigenen Seite - die übrigens keiner findet (dieser Link stammt von der Seite - funktioniert aber nicht immer. Also versuchen Sie mal über die Homepage dahin zu kommen ... ... ... Lösung: von Das Unternehmen HP über Produkte & Services über Referenzübersicht zum Ziel. Uff!) Wer glaubt hier noch an Dialogfähigkeit und Glaubwürdigkeit?

Also: während die Old School-Werber das Internet als eine Art Vertriebskanal für Werbung betrachtet haben und Unternehmen es zur Selbstdarstellung nutzen, haben die Konsumenten es zum Knüpfen von Geschäftskontakten, Freundschaften, dem Auffinden von Gleichgesinnten und dem Beginn gemeinsamer Aktivitäten genutzt. In diese Kommunikationskanäle heißt es - mit offenem Visier - als Unternehmen einzusteigen und durch Dialog (statt Monolog) zu überzeugen.


Gemeinschaft mit dem Kunden

Unternehmen können ohne die Kunden keine Werbung mehr machen! Die Werbung, die sie nur "für" statt "mit" dem Kunden erstellen (oder schlimmstenfalls nur für sich selbst produziert haben), wird ggf. Aufmerksamkeit erregen aber keine Wirkung zeigen und schon gar keine Mundpropaganda auslösen. Wie also den Kunden einbinden, seine Interessen und Fähigkeiten integrieren und sein Engagement nutzen? Hier gemeinschaft_mit_dem_kunden.gif herunterladen einige Beispiele.
Wir werden eingehende und eigene Beispiele in diese Übersicht einfließen lassen und stellen auch diese MindMap in Zukunft in den Downloadbereich zur Verfügung. Aus der Praxis für die Praxis!


Der Holzweg der Werb(ung)er

Die klassische Werbung ist ein überholtes Modell einseitiger und aufdringlicher Propaganda. Es gibt eine Vielzahl von Beispielen die jeder kennt und trefflich kommentieren könnte. Aber worin liegen die Gründe für diese Art der Werbung? Hier der_holzweg_der_werber.gif herunterladen eine erste Übersicht der morschen Bretter auf denen sich Werber immer noch bewegen. Diese MindMap wird sich - gerne auch durch Anregungen und Kommentare - weiter vervollständigen und im Downloadbereich - immer aktualisiert - abrufbar sein.


Marketeasing ist anziehend!

Googlesuche_21_07_2006 Wir freuen uns, dass die Bekanntheit und die (eigenwillige) Nutzung von "Marketeasing" wächst. Der Begriff scheint nun Einzug in Adwords zu finden (siehe Anzeigenergebnis einer Suche nach "Marketeasing" in Google). Da die jeweilige Suche in der marketingBÖRSE oder auch in acquisa zum Begriff "Marketeasing" nichts ergeben hat, glaubt man hier zwar an die werbliche Wirkung - braucht aber offensichtlich noch "Starthilfe". Was lernen wir? Wo Marketeasing drauf steht, ist Marketeasing (noch) nicht immer drin.


Wie belohnt man Stammgäste in der Gastronomie

Manche versuchen es ja mit Gutscheinen oder Bonuskarten. Alles kalter Kaffee. Eine weitaus bessere Idee hat Elita Wiegand in ihrem Querdenken-Blog gepostet:

"Um die Gäste mehr an ein Lokal zu binden und sie zu verwöhnen, schwirrt mir seit langem eine Idee im Kopf herum: Wie wäre es, wenn ein Restaurant Lieblingsrezepte ihrer Stammgäste anbietet?

Rezepte der Stammgäste
Stelle ich mir so vor: Ein Stammgast gibt dem Koch sein Rezept, es wird offensiv auf einem Tischständer verkündet: „Heute gibt es das Leib- und Magengericht von -sagen wir- Hubert Schmitz." Dazu ein Foto von Hubert auf der Tischkarte und als Bonbon bekommt jeder Gast das Rezept geschenkt und kann es zu Hause ausprobieren. Eine Woche lang wird das Lieblingsgericht von Hubert angeboten, danach folgen Brigitte, Wolfgang, Anke etc."

Klasse Sache!
Gefunden in Burkhard Schneiders Best Practice Business Blog


Wie Fans Produkte erfolgreich machen

Diese Nachricht passt zum Sommer. Das Bier der traditionsreichen Münchner Augustiner Bräu hat sich zum Kultbier in der Hauptstadt Berlin entwickelt.
Ohne dass eine Marketingstrategie dahinter stand. Ohne dass die Brauer in Berlin oder sonst außerhalb Münchens Werbung gemacht hätten.
Möglich gemacht hat den Vertriebsaufschwung stattdessen ein Fan, der die ersten Kästen Augustiner selber nach Berlin transportierte - weil die Brauer nur in Bayern vertrieben. Das Weitere besorgten die Stammkunden, die das Bier jetzt in Szenekneipen, Cafés und Bars genießen.

Mehr und mehr Unternehmen stolpern durch Zufall über die Erkenntnis, dass Fans die wichtigsten Wegbereiter des Unternehmenserfolgs sind. Nur bei der "Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing" ist diese Erkenntnis noch nicht gereift. Da bläst man ins gleiche alkoholgetrübte Röhrchen wie eh und je und pustet nur ein "Bier ist Heimat" heraus, um das Phänomen zu erklären.

Mehr darüber in der Süddeutschen Zeitung, via Gastgewerbe Gedankensplitter.

Selber werde ich mir heute ein Hefeweizen der Badischen Staatsbrauerei Rothaus einschenken. Deren Tannenzäpfle mit der altmodischen Werbefigur Biergit ist schon seit Jahren Kult. Aber ihr erstklassiges Hefeweizen scheint mir eher noch ein Geheimtipp.


Kann man Gerüchte stoppen?

Möglicherweise nicht. Selbst wenn man den Urheber findet, wer hindert die Überträger dieser Gerüchte daran sie dennoch weiter zu verbreiten? Was kann es bringen, wenn Gerüchte, die im Medium "persönliches Gespräch" ausgetauscht werden mit einer Richtigstellung in einem Massenmedium bekämpft werden sollen?

In der kleinen Schwarwaldgemeinde St.Georgen schiebt man jetzt einer Inhaberin eines Teeladens Morde und Hexerei unter. Sie soll drei Mitglieder der Familie ihres Mannes vergiftet haben: mit Tee.

Angreifbar durch Gerüchte ist jedes Unternehmen. Aber wie wehrt man sich dagegen?

Mehr über die Geschichte beim Südkurier.


ChangeX über Marketeasing: Don't bullshit me

Winfried Kretschmer hat mit mir ein ausführliches Interview zu den Thesen von Marketeasing geführt. Mich freut das Interesse von changeX ganz besonders, neben brand eins gehört es für mich zu den Magazinen, deren Lektüre unverzichtbar ist.

Don't bullshit me - hat Winfried Kretschmer das Interview betitelt. Für die Leser meines Blogs gibt es ein besonderes Angebot: Wer das Interview beim kostenpflichtigen Online Magazin changeX lesen will, bekommt einen 3 Stunden lang gültigen kostenlosen Vollzugang und kann diesen und alle anderen Artikel aus dem umfangreichen ChangeX Archiv lesen. Und das lohnt sich.

Don't bullshit me - Ihr Zugang


Interview zu Marketeasing bei changeX soeben erschienen

Winfried Kretschmer hat mit mir ein ausführliches Interview zu den Thesen von Marketeasing geführt. Mich freut das Interesse von changeX ganz besonders, neben brand eins gehört es für mich zu den Magazinen, deren Lektüre unverzichtbar ist.

Don't bullshit me - hat Winfried Kretschmer das Interview betitelt. Für die Leser meines Blogs gibt es ein besonderes Angebot: Wer das Interview beim kostenpflichtigen Online Magazin changeX lesen will, bekommt einen 3 Stunden lang gültigen kostenlosen Vollzugang und kann diesen und alle anderen Artikel aus dem umfangreichen ChangeX Archiv lesen. Und das lohnt sich.

Don't bullshit me - Ihr Zugang


Der Reichweitenwahn

Wikipedia schreibt zu "Reichweite" schlicht und einfach: "die Menge einer Zielgruppe, die mit Hilfe des Marketing erreicht wird. Häufig bezogen auf eine Marke oder einen claim." Es stellt sich aber nicht die Frage, wer wie (möglicherweise) erreicht werden könnte, sondern wer wirklich erreicht wurde und (noch wichtiger!) was damit erreicht wurde.

Zu vermuten ist, dass das Mailing den Briefkasten treffen wird, der Bus mit einem aus der Zielgruppe am Plakat vorbeifahren wird und ein Leser sich der Gefahr aussetzen wird und im neuen Focus blättert. Eine Unmenge von aufgestellten "Botschafts-Fallen" ist also aufgestellt. Ist die Zielgruppe damit erreicht? Weit gefehlt, denn das Mailing landet ungeöffnet im Müll, der Busreisende liest lieber in einem Buch statt aus dem Fenster zu sehen und der Focusleser kann schnell genug weiterblättern. Tausende von Fallen schnappen also gar nicht erst zu. Schon das ist eine wahre Geldverschwendung – von der Umwelt- und Sinnesverschmutzung mal ganz abgesehen.

Aber es kommt ja noch besser: einer öffnet das Mailing, liest "Wir sind die Besten" und denkt das Gegenteil; der andere sieht das Plakat, kann den Inhalt aber nicht schnell genug erfassen und ordnet die Botschaft dem falschen Unternehmen zu und der letzte ärgert sich schon wieder darüber, dass er den Anschluss des Artikels auf den nächsten Seiten nicht findet und hält die Flut von Anzeigen sowieso für unsinnig. So schwindet nicht nur die Zahl der Erreichten weiter, nun fangen die Empfänger auch noch an, die Botschaft in den falschen Hals zu kriegen.

2 bis 3 % Rücklaufquote machen ein Mailing schon erfolgreich und für Plakate und Anzeigen stellt die "Opportunity to see" schon einen Wert dar. Hallo? Dieser Reichweitenwahn "reicht weit" um unverhältnismäßig viel Geld auszugeben und dabei zu wenige oder nicht messbare Ergebnisse zu erzielen.

Marketeaser wissen, dass sie mit der "one to many"-Methode nicht erfahren, wen sie erreichen. Und damit auch keine Beziehung aufbauen können. Die bevorzugte Form der Marketeaser ist eindeutig die "one-to-some"-Methode. Dabei ist von vornherein nicht das Ziel eine große Masse zu erreichen, sondern einige wenige. Es sind diese wenigen, die die Werbebotschaften weitertragen. Denn eine Werbebotschaft wird erst dann erfolgreich, wenn sie sich verselbständigt.


Klassische Werbung – die Monolog(un)kultur

Warum wehre ich mich eigentlich gegen "die" klassische Art Werbung zu betreiben? Weil sie – mehrheitlich und mit respektlos penetranter Ausdauer – die Zeit der Aufmerksamkeit missbraucht, die Skepsis an der Botschaftsrelevanz immer weiter schürt, dem pauschalisierenden Misstrauen immer weitere Beweise hinzufügt und die Kommunikationskanäle so verstopft und schließlich verschließt. Sie hat eine Abwehrhaltung hervorgerufen, die als gängige Blockadenotwendigkeit hingenommen wird und unseren Alltag (mit)bestimmt. Bedenklich ist, dass sich diese Abschottung im täglichen Umgang miteinander isolierend auswirkt.

Was haben wir nicht alles schon dagegen aufgebaut? Der Aufkleber auf dem Briefkasten, der Eintrag in die Robinsonliste, das Wegzappen im Fernsehen, das Umschalten im Radio, den Popup- oder Ad-Blocker, den Junk-Filter, und und und. Wie haben wir uns daran gewöhnt, alles dafür zu tun, um nicht in irgendeiner Adressdatenbank zu landen? Wir stehen gar nicht oder nur teilweise im Telefonbuch, haben die Adressweitergabe im Einwohnermeldeamt blockiert, nehmen an keinem Preisausschreiben mehr teil, verbieten (wenn’s denn hilft) mit einem Klick dem Versandhandel die Weitergabe unserer Daten und lassen uns auf der Straße schon gar nicht ansprechen.

Die Botschaft ist eigentlich ganz klar: Diese Werbung erzielt Aufmerksamkeit – Ablehnung! Sie hinterlässt auch eine Wirkung – Missbilligung! Weil mir das aber noch nicht reicht, schreibe ich hier in Zukunft über meine Tops und Flops aus der Welt der Kommunikationsmaßnahmen – speziell der Werbung – und arbeite gerne daran, die Denk- und Handlungsweisen des Marketeasing zu verbreiten und dabei weiter zu entwickeln. Ich freu mich also auf einen regen und weiterführenden Gedankenaustausch.


Mundpropaganda im TV

Vor kurzem sendete das Zukunftsmagazin Nano einen Beitrag über Mundpropaganda/Virales Marketing. Spannend eigentlich, denn die Stimulation von Mundpropaganda ist ein zentraler Bestandteil von Marketeasing.
Den Beitrag kann man jetzt bei YouTube ansehen, muss man aber nicht. Denn wieder mal wird Mundpropaganda vor allem mit viralen Filmen gleichgesetzt. Immerhin treten zwei Bekannte auf: Martin Oetting und Thomas Zorbach.


"Werbung langweilt mich nur noch"

Die Erkenntnis, dass es mit der klassischen Werbung nicht mehr allzu weit her ist, macht sich mehr und mehr unter Werbern breit.

Das führt zu heftigen Reaktionen. So wirft einer der Schweizer Top-Kreativen, Cary Steinmann gar das Handtuch und wechselt in die Wissenschaft. Dem Schweizer Werbemagazin "persoenlich.com" gab er ein Interview. Zitate in Auszügen:

"Niemand verdient heute mit klassischer Werbung gutes Geld...
...Die Branche hat einfach nicht bemerkt, dass sich die Vorzeichen längst verändert haben. Unsere Strukturen stammen immer noch aus den Sechziger Jahren...
...Die klassische Werbeagentur, die Kommunikationsideen erfindet, ist mir verleidet. Wenn ich mir -- gerade jetzt im Zusammenhang mit der Fussball-WM -- die Werbespots anschaue, dann schlafen mir die Füsse ein. Ich kann es einfach nicht mehr sehen...

Zum ganzen Interview. Dank an Aurel für den Linktipp.


Mit 'nem grünen Stöpsel Anarchie - Blau vor Liebe!

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Fast 14,6 Millionen Slogans hat der Sloganizer, Deutschlands gefragtester Werbetexter produziert. Slogans, die unter anderem in Kampagnen von Sixt Eingang gefunden haben. Ungewöhnlich ist die Tatsache, dass sich auch bildende Künstler beim Sloganizer bedienen und ihn den Titel für ihre Bilder texten lassen.

Das Bild von Doris Lambling können Sie hier erwerben. Weitere Bilder der Künstlerin.


Meine Stadt in 14 Jahren

Wenn Sie wissen wollen, ob und wie der demographische Wandel auch die Stadt betrifft in der Sie leben oder Ihr Unternehmen angesiedelt ist, dann können Sie jetzt in die Kristallkugel blicken. Auf der Website Wegweiser Demographischer Wandel lassen sich Prognosen für fast 3.000 deutsche Kommunen udnd deren voraussichtliche Entwicklung in den Jahren 2003 - 2020 abrufen.

Interessant: bis zu sechs Kommunen lassen sich in einer vergleichenden Betrachtung zusammenstellen. Auch die Zusammensetzung der Bevölkerung nach Altersgruppen wird prognostiziert.


Die frechste Marketing-Aktion des Jahres?

Das Jahr ist zwar noch nicht zu Ende, aber diese Aktion hat auf alle Fälle gute Chance auf den Titel. Von der australischen Fast Food-Kette Sumo Salad, die auf gesunde Ernährung setzt und Salate, Fruchtdrinks, Joghurts & Wraps anbietet kommt ein frecher Angriff auf die Donut-Kette Krispy Kreme.

Die Sumo Salad-Werber kreuzten einfach mit Protestplakaten bei der Eröffnung einer neuen Krispy Kreme Filiale auf und warben dort für ihr Angebot. Slogan: "Don't get fatter, give up the batter" (Deutsch: "Werdet nicht fetter, sagt ade zum Backteig")

Nicht ganz die feine Art. Aber clever ist das. Schließlich hat der große Wettbewerber mit seinem Werbebudget dafür gesorgt, dass ein großes Publikum versammelt ist. Wie kann man seine Zielgruppe besser erreichen als vor dem Geschäft des Wettbewerbers?
Wie wärs liebe Möbelhäuser, wenn der nächste IKEA aufmacht, stellt Ihr Euch mit einer Werbeaktion auf/vor den Parkplatz? Ob der Tipp nun juristisch einwandfrei ist, keine Ahnung. Lasst den Rechtsanwälten doch auch noch ein bisschen Arbeit.

Der (englischsprachige) Bericht über die Aktion


Mailingtage Nürnberg: Alle Vorträge zum Download

Am 12. und 13. Juli finden die Mailingtage in Nürnberg statt. E-Mail-Marketing-Papst Torsten Schwarz verspricht für alle, die nicht dabei sein können, das Vortragsprogramm online zu stellen. Das sind die Themen:

  • Die 7 wichtigsten Trends im E-Mail-Marketing, Dr. Torsten Schwarz, ABSOLIT Consulting
  • Erfolgreicher One-to-One-Dialog mit Mobile Marketing, Schober eServices GmbH
  • Die Perspektiven mobiler Kommunikation,Proximity Germany
  • Wie Mailings wirken - Erkenntnisse aus der Hirnforschung, MediaAnalyzer Research and Software
  • Die Zielgruppenfalle – Do’s & Dont’s im Consumer Marketing, microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH
  • Listenhygiene im E-Mail-Marketing, Epsilon Interactive International

Link zum Download der Vorträge.

Der genannte Link funktioniert nicht mehr. Aktuelle Informationen zu den Vorträgen finden Sie nun hier.