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Endlich: Philipp Retingshof beantwortet Eure und meine Fragen

Puuh... das hat ja ganz schön lang gedauert. Allerdings hat Philipp Retingshof auch eine ganz gute Erklärung dafür, weshalb er meine und Eure Fragen nicht früher beantworten konnte. Naja. Lest selbst. Das ist das unbearbeitete Interview, das ich mit ihm per e-Mail geführt habe.

Philipp Retingshof schreibt auf meine Fragen:

Hallo Bernd,

die Ereignisse haben sich in den letzten Tagen etwas überschlagen, deswegen komme ich erst jetzt zum Beantworten deiner Fragen. Du hast ja bestimmt schon mitbekommen, dass ich gestern erst aus Florenz wiedergekehrt bin.

Gibt es schon eine Anfrage aus Hollywood zur Verfilmung deiner Lebensgeschichte?
Nein, bisher hat sich diesbezüglich noch niemand bei mir gemeldet. Anfragen werden aber gern unter der bekannten Email-Adresse entgegengenommen ;-)

Vor kurzem hat mir eine Freundin und Leserin meines Blogs geschrieben, daß ich angeblich auf einer der Internetseiten eines größeren, bekannten Magazins namentlich genannt wurde – im Zusammenhang mit Spielberg. Ein Link war nicht dabei.

Aber ganz im Ernst, ich hoffe nicht, dass sich da jemand meldet. Ich möchte die Tage in Florenz nicht noch einmal erleben müssen, nicht einmal im Film.

Hallo Philipp, was hat es nun mit der Kirchengemeinde auf sich? O Fortuna?
Das ist eine gute Frage Ich versuche mal, sie einigermaßen befriedigend zu beantworten.

Erst durch den Brief in dem Spiegel bin ich mit Hilfe meiner Blog-Leser auf die Seite der Kirchengemeinde aufmerksam geworden. Es ist schon sehr verwirrend, wenn einem plötzlich ein so altes Dokument sozusagen aus dem Nichts in die Hände fällt. Aber ich finde es halt unheimlich spannend, wie sich aus solchen Zufällen Verbindungen und Hintergründe aus der Vergangenheit auffinden lassen.

Was genau es mit dem alten Kirchenbucheintrag von Frau Bockhop auf sich hat („O Fortuna“) kann ich jedoch leider nicht sagen. Ich habe versucht von dem ehemaligen Organisten Werner Bockhop, der die Seite zur Erinnerung an die ehemalige Kirchengemeinde betreibt und pflegt, mehr heraus zu bekommen. Aber genauso wie die meisten anderen habe ich dazu von Herrn Bockhop keinerlei Antwort erhalten.

Allerdings geht mir selbst der eindrucksvolle Text ziemlich durch den Kopf. „O Fortuna, velut luna statu variabilis“ – „O Fortuna, wie der Mond stets veränderlich“ – paßt irgendwie auf die letzten Wochen, oder?

Was vermutest du hinter all den rätselhaften Ereignissen / all den Rätseln?
Das ist leider auch so eine Frage, auf die ich keine Antwort weiß. Ich glaube allerdings, dass jemand versucht mit mir in Kontakt zu treten oder mir etwas mitzuteilen. Durch die vielen Ereignisse der letzten Tage habe ich ja schon einige neue Leute kennen gelernt. Von denen hat sich allerdings noch niemand direkt dazu geäußert. Aber vielleicht kennt ihr auch das Gefühl, wenn man jemandem gegenüber steht und da eine innerliche Verbundenheit spürt, obwohl man sich auf den ersten Blick völlig fremd ist. Dieses Gefühl hatte ich zum Beispiel vor kurzem bei Kalliopes Vorlesung.
Natürlich hatte ich auch ganz früher schon einmal ein solches Gefühl, aber besonders zum Vorschein getreten ist es erst mit den jüngsten Ereignissen, seit alles mit diesem Traum angefangen hat.

Hallo Philipp, was machst Du eigentlich, wenn Du nicht an alten Schränken rumschraubst oder im Web rumblogst?
Eigentlich blogge ich ja gar nicht so viel rum, oder doch? Das alles ist immer noch sehr neu für mich und ich versuche mich auch da ein wenig mehr zu bilden. Ansonsten stöbere ich gerne in Museen und schaue mir interessante Ausstellungen an. Gerade letztens habe ich mir die Antikensammlung im Alten Museum in Berlin angeschaut. Für jeden Geschichtsinteressierten ist das wirklich sehr empfehlenswert, denn dort findet man unter anderem einige phantastisch erhaltene Kunstwerke der römischen Antike. Gern hätte ich mir auch das Markttor von Milet im Pergamonmuseum angeschaut (ein Favorit von mir), aber leider ist das derzeit wegen Restaurierungsarbeiten hinter weißen Vorhängen versteckt. Das wäre ja auch mal eine schöne Arbeit, die ich mir vorstellen könnte.

Wenn ich mal ganz viel Zeit habe, zeichne ich auch sehr gerne. Ein paar Eindrücke könnt ihr Euch ja in meinem Flickr-Account machen, denn dort habe ich von meinem letzten Projekt auf der Arbeit die dafür angefertigten Skizzen hochgeladen. Wahnsinn, was heute im Internet schon alles möglich ist. Ein paar Skizzen habe ich übrigens noch und werde die vielleicht mal dort hochladen.

Zur Zeit ist mir aber nicht sehr nach Zeichnen.

Was hast Du für Hobbies?
Schon als kleines Kind habe ich nichts lieber gemacht als Puzzles zusammenzusetzen. Die Aufgaben konnten gar nicht genug Teile für mich haben. Wahrscheinlich kommt auch daher meine Begabung und Neigung zu Mosaiken. Der eine oder andere hat ja auch schon das herrliche Mosaik im oberen Bereich meines Blogs entdeckt. Mindestens genauso spannend finde ich es, zu fotografieren. Mal sehen, aus meinem nächsten Fernurlaub kann ich ja gern mal ein paar Fotos zeigen. Naja und dann kommt da natürlich noch das Zeichnen, aus Vorliebe mit Tusche.

Aber im Moment bin ich kaum fähig, alltägliche Sachen zu tun, und ganz bestimmt nicht zu zeichnen oder zu fotografieren.

Was hörst Du für Musik, was liest Du für Bücher?
Musikalisch gesehen höre ich im Grunde alles, was man so im Radio zu hören bekommt. Da lege ich mich nicht fest. Sehr lieb sind mir da allerdings schon ruhigere Sachen die auch nicht zu viel Krach machen. Aber eine Lieblingsband oder einen Lieblingssong kann ich Euch leider nicht nennen. Ich habe viele Lieblingssongs – je nachdem mit welchem Fuß ich morgens aufstehe.
Momentan gehen mir – wie gesagt – die Carmina Burana sehr durch den Kopf, mit denen ich mich seit Schulzeiten nicht beschäftigt habe. O Fortuna. Ein wundervolles, mitreißendes Lied.

Ich lese sehr gerne. Vor diesen Ereignissen hatte ich einen Kriminalroman mit dem Titel „Dante und das Mosaik des Todes“ von Guilio Leoni begonnenn - äußerst empfehlenswert und ganz auf meiner Wellenlänge. Aber zur Zeit kann ich mich auf nichts konzentrieren. Vorhin wollte ich lesen, und die Zeilen sind mir vor den Augen verschwommen, ich habe kaum gemerkt, was ich lese.

Welches ist Deine Lieblingsstadt?
Meine Lieblingsstadt ist immer noch meine Heimatstadt – Bad Zwischenahn. Dort kann man sich sehr gut in seinen Zeichnungen und der Zeit verlieren. Es gibt einige eindrucksvolle Kirchen und auch das Zwischenahner Meer bietet einige schöne Vorlagen für landschaftliche Studien.

Wer bist du denn nun wirklich?
Philipp Retingshof. Was ist denn das für eine Frage?

Erzähl uns doch ein wenig aus deiner Vergangenheit.
Na gut ich versuche mich auf das wesentliche zu beschränken. Ich wurde in Bad Zwischenahn geboren und bin dort aufgewachsen, habe eine 3 Jahre jüngere Schwester mit der ich mich super verstehe und habe ganz liebe Eltern, die ich an dieser Stelle gern mal grüßen möchte, sofern ich darf. Beide haben stets meine Hobbies und Interessen gefördert und mir damit sehr geholfen, das zu werden was ich jetzt bin. Das ist zwar nicht unbedingt das, was sich Joachim und Sabine immer für mich gewünscht haben, aber sie sind halt glücklich wenn ich es bin und wenn sie sich keine Sorgen machen müssen.
Die Schulen muss ich jetzt aber nicht aufzählen, oder? Sonst verfällt Rogi gleich noch in blanke Panik, weil ich aus Versehen über den kleinen Rabauken von der Grundschule Bad Zwischenahn-Edewecht erzähle. Mit den Details meiner weiteren schulischen Ausbildung und denen des Studiums will ich Euch jetzt auch nicht langweilen.

Kanntest du Helena Stavros wirklich nicht?
Nein, ich kannte sie wirklich nicht. Ich habe sie niemals zuvor gesehen, außer vielleicht in meinem Traum, aber dennoch spüre ich, daß sie mir seltsam vertraut ist, auch wenn ich nur an ihren Namen denke.

War der Spiegel wirklich von ihr in Auftrag gegeben worden?
Ja, das war er tatsächlich. Verrückt, oder? Ich bin Robert mit meiner ständigen Fragerei nach der Frau schon ein wenig auf den Keks gegangen, vermute ich, denn er hat den Auftrag und somit auch den Spiegel entgegen genommen. Als er mir die Frau näher beschrieb, stellte sich ich eine gewisse Ähnlichkeit zu der Frau aus meinem Traum und der Frau auf dem Bahnsteig dar. Das ist schon gespenstisch, oder?

Glaubst du an Übernatürliches?
Ich habe mir da sonst nie so wirklich Gedanken gemacht - aber die Ereignisse der letzten Zeit lassen mich schon an übernatürliche Kräfte glauben – gute und böse. Irgendwie deutet so viel darauf hin, mir passieren ständig unbegreifliche Sachen – auch wenn ein paar Leute glauben, der Phil hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Aber mein Bauchgefühl hat mich noch nie im Stich gelassen. Und was die letzten Tage und besonders in Florenz passiert ist, läßt mich an allem möglichen zweifeln, aber nicht an der Existenz guter und böser Mächte…

Wie gehst Du mit der plötzlichen Aufmerksamkeit um, welche Dir zuteil wird?
Erst wusste ich nicht so recht, wie ich mich bei all den vielen Emails und Kommentaren verhalten sollte, die mich plötzlich erreichten. Aber es ist schon eine sehr große Freude zu sehen, wie positiv die Menschen auf mich reagieren, so dass ich mich da einfach drauf eingelassen habe.
Ganz besonders klasse finde ich es, dass so viele meiner Blogleser mir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und es ist nicht gelogen, wenn ich sage, dass daraus sogar schon eine Art Freundschaft zu dem einen oder der anderen entstanden ist. Trotzdem bin ich (hoffentlich) immer noch der Philipp der ich war, als ich meinen Blog begonnen habe.

Hier noch mal mein Dank für die viele tolle Unterstützung.

Fühlst Du Dich noch ernst genommen?               
Natürlich. Die vielen positiven und hilfreichen Stimmen in meinem Blog und in den Emails machen mir Mut, mich auch weiterhin auf die vielleicht noch kommenden Geschehnisse einzulassen. Allerdings – ein bißchen Angst habe ich auch. Okay, nicht nur ein bißchen.

Was sind Deine Pläne für die nächsten Wochen?
Eigentlich bin ich jemand, der immer versucht so viel Plan in sein Leben zu integrieren wie möglich. Aber in letzter Zeit war Planen keine besonders erfolgversprechende Sache, nicht? Ich lasse die Ereignisse auf mich zukommen. Bleibt mir ja auch nichts anderes übrig.

Wirst Du uns auch weiterhin an Deinem Leben teilhaben lassen?
Wenn ihr das wollt, dann werde ich Euch auf jeden Fall weiterhin an meinem Leben teilhaben lassen. Ich bin sowieso der Überzeugung, daß viele gemeinschaftlich viel mehr bewegen können als jemals einer allein. Und wie Ihr wißt, bin ich über jeden Hinweis und Rat aber auch über jede Ermahnung dankbar, die ich von Euch bekomme. Es tut gut, zu wissen, daß man nicht allein ist.

Viele Grüße,
Phil

PS: Vielleicht können Du oder deine Leser mir mit der folgenden Aufgabe helfen? Sie ist von Leana.

Der Bartträger ist der Schlüssel, das Bild unter der Kuppel führt zu uns.
Ein Übel für ihn nicht dazu zu zählen,
kein Teil mehr der Gemeinschaft, geschrieben in 9 Ziffern,
die versendet an die Schwester, öffnet den Safe.

Herzlichen Dank Phiipp, dass du dir die Zeit dafür genommen hast!

Kommentare

Sigrid Tausch

Guten Abend Herr Röthlingshöfer,

gerne lese ich Ihre Blogbeiträge, wie auch heute das lustige Interview. Ich habe dazu ein Gleichnis aus dem Skat:

"Wer gibt? Immer der, der fragt."

Ach, wir haben ja schon morgen, also einen guten Tag.

Bernd Röthlingshöfer

Versteh ich jetzt nicht das Gleichnis. Trotzdem ein freundliches Hallo!

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