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Eigenlob stinkt nicht

Es kann gar nicht stinken, wenn Unternehmen sich unter Decknamen als vermeintliche Kunden in Portalen, Foren, Communities selbst anpreisen. Sonst könnte man manche Seiten wie Amazon, Ciao.de oder Quype.de wegen ihres Gestanks nicht mehr betreten.

Schon lange rege ich mich über das Rezensenten-Unwesen bei Amazon auf. Denn eine positive Rezension kann man als Dienstleistung kaufen. Jetzt hat der Stern ein ähnliches Thema aufgegriffen: er fragt in dieser Story – ob man den Hotelempfehlungen in Verbraucherportalen denn überhaupt Glauben schenken kann.

Nö. Kann man natürlich nicht. Im Internet man keinem trauen. Es sei denn man kennt ihn und vertraut ihm deshalb. Oder lernt ihn kennen – selbst oder durch Nutzerbewertungen oder weil er einen kennt, den  man selber kennt.

Genau aus diesem Grund wird die AIDA Formel auch durch die CAIDA Formel ersetzt. Nicht das A für Attention ist der Anfang von allem, sondern das C für Connection.
Was, wenn nicht die Beziehung soll denn im Social Web die Grundlage für Aufmerksamkeit sein? In der vernetzten Welt wird man nur Botschaften wahrnehmen, die von vertrauten Absendern stammen.

Übrigens: Die beiden Agenturen Conceptbakery und die Gandke Software und Marketing GmbH weren in dem Artikel als Schleichwerbe-Experten positioniert.


Erotikshops in Werbeadressbuch?

Tja wer sich nicht so alles in "Wer macht eigentlich... Werbung für kleine Budgets?" eintragen möchte. Soeben hat der Erotikshop Intimo Versand seinen Versuch gestartet, in die Neuauflage zu kommen. Mit dem Text:

"Erotikversand mit umfangreichem Angebot. Kostenlose erotische Rezepte und Sex-Tipps. Erotik Shop mit riesiger Auswahl an prickelnden Erotikartikeln, Videos, Präparaten und Dessous von A bis Z. Absolut diskreter Versand!"

Hmm. Was denken die sich eigentlich? Dass die Eintragungswünsche unbesehen ins Layout übernommen werden? Dass sich die Texte niemand mehr durchliest? Oder wollten sie einfach nur ins Blog zitiert und verlinkt werden?

Das haben sie ja jetzt geschafft.


Soll man Links drucken können?

Das Problem ist mir schon sehr oft aufgefallen.
Die meisten Links kann man in gedruckten Erzeugnissen gar nicht sinnvoll übernehmen. Viel zu lang. Statt sprechender Begriffe oder Realnamen nur sinnlose Zahlen und Buchstabenkombinationen. Wer sowas hat, der muss damit leben, dass man seine Landing Page in Print nicht angeben kann:

http://www.siemens.de/index.jsp?sdc_p=fml0suo1383926ni1383925pc61z3&sdc_sid=16400054709&sdc_tabidx=1&

Nun ja. Wir Blogger sind ja auch nicht besser. Wird das Web vielleicht mal druckfähig? In der Version 2.0. sind ja andere Dinge vorgesehen. Muss ich wohl auf 3.0 warten....


Was Sie in meinen Büchern nicht erfahren

Das erfahren Sie in meinen Online-Workshops. Ich versuche in meinen Büchern zwar viele Beispiele und Tipps zur Umsetzung zu geben – aber umsetzen müssen Sie!

In den Workshops ist das ein bisschen anders. Da entwickeln wir gemeinsam neue Konzepte für Ihr Unternehmen und entwickeln die weiter und weiter. Solange bis sie passen. Oder bis die vier Workshopwochen eben vorbei sind.

Vier Wochen!

Da zeigt sich eine riesige Stärke der Online-Workshops gegenüber Präsenzveranstaltungen, die nur 1-3 Tage dauern. Sie haben einfach viel mehr Zeit um an Konzepten zu arbeiten, die maßgeschneidert für Ihr Unternehmen sind.

Besonderes Glück haben wir, wenn unter den Teilnehmern viele dabei sind, die ihre Ideen, Kritik usw. auch im Forum einbringen. Denn dann sprudeln die Ideen aus allen Ecken. Deshalb wünsche ich mir nur noch solche Teilnehmer: Leute die bereit sind, in den vier Wochen mal aktiv für das Werbekonzept zu arbeiten. Im Oktober ist es dann wieder soweit

Was wir für Themen anpacken werden, steht bereits hier.


Urlaubsgrüße vom Blogger Retingshof?

Florenz_rueck_1

So ein paar mal hat mich der eine oder andere Blogger oder Bloggerin schon mal mit einem Gruß per Schneckenpost überrascht. Ja überrascht deshalb, weil es trotz des ständigen E-Mailens, Bloggens oder Chattens, noch was ganz anderes ist, plötzlich auf diesem Wege Kontakt zu haben.
Die Postkarte, die ich heute aus dem Briefkasten zog war allerdings nochmal was ganz besonders. Weil ich habe keinen blassen Schimmer von wem die sein könnte. Allerdings bekam ich dann so nach einigen Minuten Nachdenkens einen Verdacht. Wenn ich den Absender richtig entziffere, dann könnte es vielleicht Philipp Retingshof sein?  Obwohl die Unterschrift könnte auch alles mögliche heißen.

Ich habe das Ganze mal eingescannt, weil man weiss ja bei der rätselhaften Story nie, ob die Karte nicht selbst schon wieder ein Rätsel darstellt. Mit einem Klick lässt sich das Bild vergrössern!


Zitat der Woche: Mark Pohlmann

"Mein Wunsch an die Marken dieser Welt: Macht es selbst. Behandelt eure Kunden als das, was sie sind: Etwas Besonderers. Hört ihnen zu, entdeckt die Sehnsüchte, die sie haben und versucht, Antworten hierauf zu finden. Gebt ihnen Platz, sich zu entfalten. Sprecht mit ihnen. Lobt sie. Schlagt ihnen was vor, unternehmt etwas zusammen. Unter eurem Namen, auf euren Websites. Das braucht wenig Geld, nur Zeit, ist aber wahrscheinlich der einzige Weg, etwas Bleibendes aufzubauen, für das euch eure Kunden auch noch lieben."

Klingt fast so als hättest du Marketeasing gelesen ;-) Wenn nicht: Ich schenk Dir ein Exemplar.

Zum ganzen Posting von Mark Pohlmann, der in seinem Themenblog richtigerweise sagt: Die Revolution der Märkte heißt: Zuhören.


Wenn die Kunden ein Jubiläum mitgestalten

Das Hotel Elisenhof feiert 135-jähriges Bestehen. Um dieses Jubiläum zu feiern, wollen sich Hotelchef Peter Jost und seine Frau Katja nicht selbst darstellen, sondern in erster Linie die Erlebnisse und Erinnerung der Kunden wieder aufleben lassen. "Bringen Sie uns ihre Erinnerungsstücke. Das können alte Speisekarten sein, Rechnungen, Fotos, aber auch Anekdoten aus der wechselvollen Geschichte des Elisenhof." Diese Fundstücken werden zu einer Ausstellung zusammengetragen. Anreiz erhält diese Fan-Aktion durch Übernachtungsgutscheine und einem Gutschein für ein "Viergang-Menü 2 für 1" für jeden, der ein Erinnerungsstück bis zum 15. September beiträgt. Weiteres Highlight: Küchechef Oliver Neienhuis kocht Gerichte aus der Gründerzeit. Na denn, wohl bekomm's.

Was ich schade finde? Dass auf der Homepage der Familie Jost kein Hinweis auf diese Aktion zu finden ist und dass es dort keine Möglichkeit gibt, seine Geschichte schon mal einzustellen. Außerdem sollte die für jeden Besucher versprochene Jubiläumszeitung nicht die Firmengeschichte, sondern die Ergebnisse der Ausstellung wiedergeben. Aber vielleicht lassen sie sich ja noch von diesem Marketeasing Gedanken anstecken.


Auszüge aus Marketeasing im FixingBlog

Fixingblog_1 Im FixingBlog des Dübelherstellers Fischer räumt man regelmäßig Gastautoren die Gelegenheit ein, mit den Bloglesern/Kunden  zu kommunizieren.

Diese Woche werde ich mit ein paar Denkanstößen aus Marketeasing im FixingBlog vertreten sein. Jeden Tag wird es mindestens eines der neuen Mantras zu lesen geben. Volker Simon, der Blogger im Hause Fischer hat meinen Besuch so angekündigt. Und hier ist der erste Beitrag.


Mitarbeiter als Models

ReischmannBeim Modehaus Reischmann (Ravensburg und Kempten) hat man den neuen Herbst/Winter Katalog herausgebracht und die Models unter den eigenen Mitarbeitern gefunden.
Andrea Krichel, die Einkäuferin für Damenmode und Marc Ephraim, der Einkäufer für die Herren präsentieren das, was Sie für Kundinnen und Kunden ausgesucht haben am eigenen Leib. Klasse! 

Das macht die Präsentation der Mode viel sympathischer und authentischer - und ist eine gerechte Strafe, falls die Leute mal im Einkauf daneben gegriffen haben sollten. Ist aber nicht passiert. Die beiden zeigen sich in verschiedenen Outfits von sportlich bis klassisch.

Hätte ich  das nur ein bisschen eher gewusst, das wäre ein prima Beispiel für den Artikel über authentische Werbefotos gewesen, der in der September-Ausgabe von WerbePraxis aktuell erschienen ist. Das nächste Mal, liebe Reischmanns. Übrigens sind die Reischmanns nicht die einzigen, die Mitarbeiter als Models verwenden – ein ganz berühmtes Beispiel ist der IKEA-Katalog.

PS. Auf der Website finden sich diese Bilder übrigens nicht. Schade.


Diese Woche: Gastbloggen im FixingBlog

Im FixingBlog des Dübelherstellers Fischer räumt man regelmäßig Gastautoren die Gelegenheit ein, mit den Bloglesern/Kunden  zu kommunizieren.

Diese Woche werde ich mit ein paar Denkanstößen aus Marketeasing im FixingBlog vertreten sein. Jeden Tag wird es mindestens eines der neuen Mantras zu lesen geben. Volker Simon, der Blogger im Hause Fischer hat meinen Besuch so angekündigt. Herzlichen Dank - und bis gleich im FixingBlog.


Seinen eigenen Buchshop bei Amazon bauen

Gerhard Schoolmann hat ja bereits darauf hingewiesen und Jochen Krisch hat seine neue Lieblingsvokabel Me-Shop  :-) darauf angewendet. Jetzt kann jeder, der am Amazon-Partnerprogramm teilnimmt, sich einen eigenen kleinen Buchshop bauen, genannt aShop.

Genau das hab ich mal getan. Aber so ganz gefällt mir das Ganze noch nicht.

  1. Der Shop ist nicht in mein Blog integriert, sondern führt aus ihm heraus. Besser wäre es der Shop ließe sich in die Site integrieren.
  2. Wenn der Link schon nach draußen führt, dann sollte man zumindest auch einen Link im Shop setzen können um aufs Blog zurückzukommen. Das fehlt mir.
  3. Offenbar kann man nur 9 Produkte in die persönliche Auswahl eingeben. Das ist viel zu wenig! Ich würde gerne mehr, nämlich unbeschränkt Titel eingeben können. Zum Beispiel könnte ich ja die Literaturlisten zu meinen Büchern einpflegen.

Soweit der erste Eindruck:

Mein Buchshop


Der Herbst kommt und Radler brauchen Satteltiere

Das ist eines der tollsten Werbegeschenke, die ich kenne. Mal ehrlich: sowas findet man in den einschlägigen Katalogen nicht. Satteltiere? Das sind Schutzhüllen für den Fahrradsattel in Form eines Tierkopfes. Und so sehen die aus:

Baer_200Hund_200
Kuh_200Ziege_200

Kaufen kann man die auf dieser Website. Und die wiederum betreibt der Bodenseepeter. Wenn man nett fragt, kann man die sicher mit nem Werbeaufdruck versehen. Genial!

Wer den Bodenseepter mit Marketingideen unterstützt bekommt eines der Tierchen. Hier gibts mehr Infos.


Apple ruft Laptops zurück

"Es drohe Überhitzungs- und Feuergefahr, warnte der Computerhersteller Apple, der jetzt 1,8 Millionen Laptops wegen fehlerhafter Akkus zurückrief. Wie zuvor bei Dell sind von Sony hergestellte Lithium-Ionen-Batterien das Problem."

Das erfahre ich gerade bei Spiegel Online. Von Apple selbst oder meinem Apple Händler keine Nachricht. Und auf den Websiten von apple.com und apple.de steht auch nichts.

Wow. Toller Service, wenn man es ausschließlich anderen überlässt, seine Kunden über fehlerhafte Produkte zu informieren. Vermutlich dürfte es reichen den Akku zurückzusenden. Wer gibt schon den Laptop mit allen Daten auf die Post?

Hier die Apple Info zur Rückrufaktion.


Endlich: Philipp Retingshof beantwortet Eure und meine Fragen

Puuh... das hat ja ganz schön lang gedauert. Allerdings hat Philipp Retingshof auch eine ganz gute Erklärung dafür, weshalb er meine und Eure Fragen nicht früher beantworten konnte. Naja. Lest selbst. Das ist das unbearbeitete Interview, das ich mit ihm per e-Mail geführt habe.

Philipp Retingshof schreibt auf meine Fragen:

Hallo Bernd,

die Ereignisse haben sich in den letzten Tagen etwas überschlagen, deswegen komme ich erst jetzt zum Beantworten deiner Fragen. Du hast ja bestimmt schon mitbekommen, dass ich gestern erst aus Florenz wiedergekehrt bin.

Gibt es schon eine Anfrage aus Hollywood zur Verfilmung deiner Lebensgeschichte?
Nein, bisher hat sich diesbezüglich noch niemand bei mir gemeldet. Anfragen werden aber gern unter der bekannten Email-Adresse entgegengenommen ;-)

Vor kurzem hat mir eine Freundin und Leserin meines Blogs geschrieben, daß ich angeblich auf einer der Internetseiten eines größeren, bekannten Magazins namentlich genannt wurde – im Zusammenhang mit Spielberg. Ein Link war nicht dabei.

Aber ganz im Ernst, ich hoffe nicht, dass sich da jemand meldet. Ich möchte die Tage in Florenz nicht noch einmal erleben müssen, nicht einmal im Film.

Hallo Philipp, was hat es nun mit der Kirchengemeinde auf sich? O Fortuna?
Das ist eine gute Frage Ich versuche mal, sie einigermaßen befriedigend zu beantworten.

Erst durch den Brief in dem Spiegel bin ich mit Hilfe meiner Blog-Leser auf die Seite der Kirchengemeinde aufmerksam geworden. Es ist schon sehr verwirrend, wenn einem plötzlich ein so altes Dokument sozusagen aus dem Nichts in die Hände fällt. Aber ich finde es halt unheimlich spannend, wie sich aus solchen Zufällen Verbindungen und Hintergründe aus der Vergangenheit auffinden lassen.

Was genau es mit dem alten Kirchenbucheintrag von Frau Bockhop auf sich hat („O Fortuna“) kann ich jedoch leider nicht sagen. Ich habe versucht von dem ehemaligen Organisten Werner Bockhop, der die Seite zur Erinnerung an die ehemalige Kirchengemeinde betreibt und pflegt, mehr heraus zu bekommen. Aber genauso wie die meisten anderen habe ich dazu von Herrn Bockhop keinerlei Antwort erhalten.

Allerdings geht mir selbst der eindrucksvolle Text ziemlich durch den Kopf. „O Fortuna, velut luna statu variabilis“ – „O Fortuna, wie der Mond stets veränderlich“ – paßt irgendwie auf die letzten Wochen, oder?

Was vermutest du hinter all den rätselhaften Ereignissen / all den Rätseln?
Das ist leider auch so eine Frage, auf die ich keine Antwort weiß. Ich glaube allerdings, dass jemand versucht mit mir in Kontakt zu treten oder mir etwas mitzuteilen. Durch die vielen Ereignisse der letzten Tage habe ich ja schon einige neue Leute kennen gelernt. Von denen hat sich allerdings noch niemand direkt dazu geäußert. Aber vielleicht kennt ihr auch das Gefühl, wenn man jemandem gegenüber steht und da eine innerliche Verbundenheit spürt, obwohl man sich auf den ersten Blick völlig fremd ist. Dieses Gefühl hatte ich zum Beispiel vor kurzem bei Kalliopes Vorlesung.
Natürlich hatte ich auch ganz früher schon einmal ein solches Gefühl, aber besonders zum Vorschein getreten ist es erst mit den jüngsten Ereignissen, seit alles mit diesem Traum angefangen hat.

Hallo Philipp, was machst Du eigentlich, wenn Du nicht an alten Schränken rumschraubst oder im Web rumblogst?
Eigentlich blogge ich ja gar nicht so viel rum, oder doch? Das alles ist immer noch sehr neu für mich und ich versuche mich auch da ein wenig mehr zu bilden. Ansonsten stöbere ich gerne in Museen und schaue mir interessante Ausstellungen an. Gerade letztens habe ich mir die Antikensammlung im Alten Museum in Berlin angeschaut. Für jeden Geschichtsinteressierten ist das wirklich sehr empfehlenswert, denn dort findet man unter anderem einige phantastisch erhaltene Kunstwerke der römischen Antike. Gern hätte ich mir auch das Markttor von Milet im Pergamonmuseum angeschaut (ein Favorit von mir), aber leider ist das derzeit wegen Restaurierungsarbeiten hinter weißen Vorhängen versteckt. Das wäre ja auch mal eine schöne Arbeit, die ich mir vorstellen könnte.

Wenn ich mal ganz viel Zeit habe, zeichne ich auch sehr gerne. Ein paar Eindrücke könnt ihr Euch ja in meinem Flickr-Account machen, denn dort habe ich von meinem letzten Projekt auf der Arbeit die dafür angefertigten Skizzen hochgeladen. Wahnsinn, was heute im Internet schon alles möglich ist. Ein paar Skizzen habe ich übrigens noch und werde die vielleicht mal dort hochladen.

Zur Zeit ist mir aber nicht sehr nach Zeichnen.

Was hast Du für Hobbies?
Schon als kleines Kind habe ich nichts lieber gemacht als Puzzles zusammenzusetzen. Die Aufgaben konnten gar nicht genug Teile für mich haben. Wahrscheinlich kommt auch daher meine Begabung und Neigung zu Mosaiken. Der eine oder andere hat ja auch schon das herrliche Mosaik im oberen Bereich meines Blogs entdeckt. Mindestens genauso spannend finde ich es, zu fotografieren. Mal sehen, aus meinem nächsten Fernurlaub kann ich ja gern mal ein paar Fotos zeigen. Naja und dann kommt da natürlich noch das Zeichnen, aus Vorliebe mit Tusche.

Aber im Moment bin ich kaum fähig, alltägliche Sachen zu tun, und ganz bestimmt nicht zu zeichnen oder zu fotografieren.

Was hörst Du für Musik, was liest Du für Bücher?
Musikalisch gesehen höre ich im Grunde alles, was man so im Radio zu hören bekommt. Da lege ich mich nicht fest. Sehr lieb sind mir da allerdings schon ruhigere Sachen die auch nicht zu viel Krach machen. Aber eine Lieblingsband oder einen Lieblingssong kann ich Euch leider nicht nennen. Ich habe viele Lieblingssongs – je nachdem mit welchem Fuß ich morgens aufstehe.
Momentan gehen mir – wie gesagt – die Carmina Burana sehr durch den Kopf, mit denen ich mich seit Schulzeiten nicht beschäftigt habe. O Fortuna. Ein wundervolles, mitreißendes Lied.

Ich lese sehr gerne. Vor diesen Ereignissen hatte ich einen Kriminalroman mit dem Titel „Dante und das Mosaik des Todes“ von Guilio Leoni begonnenn - äußerst empfehlenswert und ganz auf meiner Wellenlänge. Aber zur Zeit kann ich mich auf nichts konzentrieren. Vorhin wollte ich lesen, und die Zeilen sind mir vor den Augen verschwommen, ich habe kaum gemerkt, was ich lese.

Welches ist Deine Lieblingsstadt?
Meine Lieblingsstadt ist immer noch meine Heimatstadt – Bad Zwischenahn. Dort kann man sich sehr gut in seinen Zeichnungen und der Zeit verlieren. Es gibt einige eindrucksvolle Kirchen und auch das Zwischenahner Meer bietet einige schöne Vorlagen für landschaftliche Studien.

Wer bist du denn nun wirklich?
Philipp Retingshof. Was ist denn das für eine Frage?

Erzähl uns doch ein wenig aus deiner Vergangenheit.
Na gut ich versuche mich auf das wesentliche zu beschränken. Ich wurde in Bad Zwischenahn geboren und bin dort aufgewachsen, habe eine 3 Jahre jüngere Schwester mit der ich mich super verstehe und habe ganz liebe Eltern, die ich an dieser Stelle gern mal grüßen möchte, sofern ich darf. Beide haben stets meine Hobbies und Interessen gefördert und mir damit sehr geholfen, das zu werden was ich jetzt bin. Das ist zwar nicht unbedingt das, was sich Joachim und Sabine immer für mich gewünscht haben, aber sie sind halt glücklich wenn ich es bin und wenn sie sich keine Sorgen machen müssen.
Die Schulen muss ich jetzt aber nicht aufzählen, oder? Sonst verfällt Rogi gleich noch in blanke Panik, weil ich aus Versehen über den kleinen Rabauken von der Grundschule Bad Zwischenahn-Edewecht erzähle. Mit den Details meiner weiteren schulischen Ausbildung und denen des Studiums will ich Euch jetzt auch nicht langweilen.

Kanntest du Helena Stavros wirklich nicht?
Nein, ich kannte sie wirklich nicht. Ich habe sie niemals zuvor gesehen, außer vielleicht in meinem Traum, aber dennoch spüre ich, daß sie mir seltsam vertraut ist, auch wenn ich nur an ihren Namen denke.

War der Spiegel wirklich von ihr in Auftrag gegeben worden?
Ja, das war er tatsächlich. Verrückt, oder? Ich bin Robert mit meiner ständigen Fragerei nach der Frau schon ein wenig auf den Keks gegangen, vermute ich, denn er hat den Auftrag und somit auch den Spiegel entgegen genommen. Als er mir die Frau näher beschrieb, stellte sich ich eine gewisse Ähnlichkeit zu der Frau aus meinem Traum und der Frau auf dem Bahnsteig dar. Das ist schon gespenstisch, oder?

Glaubst du an Übernatürliches?
Ich habe mir da sonst nie so wirklich Gedanken gemacht - aber die Ereignisse der letzten Zeit lassen mich schon an übernatürliche Kräfte glauben – gute und böse. Irgendwie deutet so viel darauf hin, mir passieren ständig unbegreifliche Sachen – auch wenn ein paar Leute glauben, der Phil hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Aber mein Bauchgefühl hat mich noch nie im Stich gelassen. Und was die letzten Tage und besonders in Florenz passiert ist, läßt mich an allem möglichen zweifeln, aber nicht an der Existenz guter und böser Mächte…

Wie gehst Du mit der plötzlichen Aufmerksamkeit um, welche Dir zuteil wird?
Erst wusste ich nicht so recht, wie ich mich bei all den vielen Emails und Kommentaren verhalten sollte, die mich plötzlich erreichten. Aber es ist schon eine sehr große Freude zu sehen, wie positiv die Menschen auf mich reagieren, so dass ich mich da einfach drauf eingelassen habe.
Ganz besonders klasse finde ich es, dass so viele meiner Blogleser mir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und es ist nicht gelogen, wenn ich sage, dass daraus sogar schon eine Art Freundschaft zu dem einen oder der anderen entstanden ist. Trotzdem bin ich (hoffentlich) immer noch der Philipp der ich war, als ich meinen Blog begonnen habe.

Hier noch mal mein Dank für die viele tolle Unterstützung.

Fühlst Du Dich noch ernst genommen?               
Natürlich. Die vielen positiven und hilfreichen Stimmen in meinem Blog und in den Emails machen mir Mut, mich auch weiterhin auf die vielleicht noch kommenden Geschehnisse einzulassen. Allerdings – ein bißchen Angst habe ich auch. Okay, nicht nur ein bißchen.

Was sind Deine Pläne für die nächsten Wochen?
Eigentlich bin ich jemand, der immer versucht so viel Plan in sein Leben zu integrieren wie möglich. Aber in letzter Zeit war Planen keine besonders erfolgversprechende Sache, nicht? Ich lasse die Ereignisse auf mich zukommen. Bleibt mir ja auch nichts anderes übrig.

Wirst Du uns auch weiterhin an Deinem Leben teilhaben lassen?
Wenn ihr das wollt, dann werde ich Euch auf jeden Fall weiterhin an meinem Leben teilhaben lassen. Ich bin sowieso der Überzeugung, daß viele gemeinschaftlich viel mehr bewegen können als jemals einer allein. Und wie Ihr wißt, bin ich über jeden Hinweis und Rat aber auch über jede Ermahnung dankbar, die ich von Euch bekomme. Es tut gut, zu wissen, daß man nicht allein ist.

Viele Grüße,
Phil

PS: Vielleicht können Du oder deine Leser mir mit der folgenden Aufgabe helfen? Sie ist von Leana.

Der Bartträger ist der Schlüssel, das Bild unter der Kuppel führt zu uns.
Ein Übel für ihn nicht dazu zu zählen,
kein Teil mehr der Gemeinschaft, geschrieben in 9 Ziffern,
die versendet an die Schwester, öffnet den Safe.

Herzlichen Dank Phiipp, dass du dir die Zeit dafür genommen hast!


Negative Mundpropaganda - jetzt auch in der Außenwerbung

Tmobile_2
Ja über Blogs und Foren kann man schlechte Erfahrungen weitergeben. Ganz klar. Und es wird ja auch bereits massenhaft getan. Aber dieser neue Ansatz ist auch nicht zu verachten. Vor allem weil er auch die Menschen erreicht, die sich wenig oder gar nicht  im Web aufhalten.

Fahrzeugwerbung ist recht effektiv und ich wette, der Protest dieser Art bringt nicht nur sehr viele Blickkontakte, sondern löst auch einige Gespräche aus.

Das stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen: Online Monitoring um Kundenkritik auf die  Spur zu kommen, geht mit ein paar Mausklicks. Aber eine Beobachtung des Straßenverkehrs ist aufwendiger.

Gefunden im Church of the Customer blog


Die Bahn kommt ... auf gute Ideen

So berichtet Elita Wiegand im Querdenker über eine WOW-Begegnung der besonderen Art: "Der ICE hat zehn Minuten Verspätung. Auf einmal tauchen Service-Mitarbeiter auf dem Bahnsteig auf und sie bieten den wartenden Fahrgästen kostenlos Kaffee, Tee, kalte Getränke, Brezel und Gummibärchen an. Zudem stehen sie für Auskünfte zu Verfügung." Ich vermute, die Fahrgäste auf dem Bahnsteig dachten eher an die Begegenung der dritten Art, als einen nun wohl dauerhaften Service der Bahn, die das bis 2007 mal "testen" will.


Vom Tellerwäscher zum Millionär ist out

Bei SWR3 heißt es jetzt: Von der Büroklammer zum Eigenheim. Und weiter: "Unser Vorbild ist Kyle McDonald aus Kanada, der im Internet eine Büroklammer zum Tausch angeboten hat. Nur 14 Tauschvorgänge später hatte er ein Haus. Zuerst hatte Kyle für die Büroklammer einen Stift bekommen, für den Stift einen Türgriff, dafür einen Wasserkocher und dann einen Generator. Über einen Skiurlaub und einen Plattenvertrag kam er an eine Filmrolle – und die erschien der Stadt Kipling in Kanada so wertvoll, dass sie ihm dafür ein Haus anbot!" Und auch bei SWR3 steigt der Wert mit jedem Tausch. Inzwischen ist aus dem Elch ein Boot geworden und sie wollen weiter tauschen, bis sie was richtig Wertvolles haben. Etwas Wertvolles haben sie jetzt schon erreicht: eine wunderbare Aktion, in der Kunden das Programm machen!


Die Burg von Guedelon oder Wie man mit einem unfertigen Projekt Geld verdient

GudelonVerrückte Sache. Da haben sich ein paar Franzosen vorgenommen, eine riesige, mittelalterliche Burg zu bauen. Nein, keine Ruine herzurichten, sondern einen völligen Neubau. Gefunden haben sie das Gelände für den Burgbau in einem Waldstück in Burgund.

Sie haben 45 Arbeitsplätze in einer - wie heisst das so schön "strukturschwachen" Region geschaffen und im Jahre 2003 (jüngere Zahlen finde sich nicht auf der Website) mehr als 220.000 zahlende Besucher auf die Baustelle gelockt (zu ein Eintrittspreisen von 7,- bis 18,- Euro).

Da sie mit den Techniken des Mittelalters arbeiten, wird sich der Bau auch ganze 25 Jahre hinziehen bis alle Türme errichtet sind.  Das Ganze ist ein experimentelles archäologisches Projekt, das es zahlreichen Schulklassen ermöglicht, ihren Unterricht ins Freie zu verlegen. Sowas braucht keine Werbung, so was erhält Mundpropaganda.

Website: Die Burg von Guedelon.

Gefunden beim Bodenseepeter.
Mehr Bilder in diesem französischen Blog.





Spiegel Online über virales Marketing

Glückwunsch an VM People. Sie gehören nicht nur zu den ganz wenigen in Deutschland die virales Marketing betreiben, sondern nun auch zur - vermutlich - noch kleineren Gruppe der Agenturen, die von der Spiegel Online-Redaktion kostenlos porträtiert werden.
Von der Berichterstattung profitieren dürfte auch der im Artikel erwähnte Fischer Blog - in dem ich übrigens nächste Woche ein kurzes Blog-Gastspiel geben werde.

Spiegel Online: Zu Besuch im Viren-Labor


Wer braucht eigentlich Reichweite?

Ich halte ja von Sinner Schrader im Allgemeinen und von deren Leiter der Unternehmenskommunikation Mark Pohlmann im Besonderen eine ganze Menge. Aber von diesem Satz halte ich gar nix.

"Nicht ohne Grund ist Deutschland E-Commerce-Weltmeister, aber Web-2.0-Anfänger. Beispiel: Trotz des ganzen Hypes um Blogs gibt es nur ein einziges mit Reichweite"

Das ist umso verwirrender als Mark Pohlmann später noch den folgenden Satz sagt:

"Ich persönlich glaube fest an das Ende der klassischen Werbung zugunsten eines Empfehlungsmarketings. Der Kunde ist der wichtigste Multiplikator einer Marke, eines Produktes."

Reichweite? Wer braucht eigentlich Reichweite? Doch nur der, der seine Unterbrecherwerbung an möglichst viele Adressaten raushauen will. Leute die ihre Werbebotschaften „penetrieren“ wollen. Alle anderen brauchen was anderes: Zuhörer, Leser, Kunden - also Beziehungen zu Menschen.

Und Blogs? Blogs brauchen keine Reichweite. Blogs dienen dem Aufbau von Beziehungen. Beziehungen, die Blogschreiber zu Bloglesern haben und Blogleser untereinander. Nennt es meinetwegen Community. Wer Blogs mit Reichweite sucht, der landet schnell bei einer elektronischen Bildzeitung.

Natürlich verstehen die Zahlenschubser aus der Mediaabteilung das Blogphänomen ganz anders, weil deren gesamtes Vokabular aus der Old School Medienwelt herüberkommt. Als der Begriff Reichweite noch passte, regierte in Deutschland noch Konrad Adenauer und Peter Kraus galt als coole Socke.

Höchste Zeit, dass Ihr Euch mal ein neues Vokabular sucht. Gefunden bei Robert Basic.


Die besten Außenwerbeflächen sind die, die man selbst entdeckt

Ebbay

Aufgegebene, verlassene Geschäfte, leere unvermietete Einzelhandelsflächen geben ein tristes Bild unserer Innenstädte. Ein bisschen sind diese Brachen wie Grabmale.  Sie erinnern daran, dass es im Wirtschaftsleben eben nicht nur Leben, sondern auch Sterben gibt.

eBay Belgien nutzt diese tristen Schaufenster nun für eine eBay Werbekampagne und beklebt sie mit dem Hinweis: „Moved to eBay“ 

Einerseits: Es macht eBay nicht gerade sympathisch finde ich. Andererseits: Es steckt sehr viel Wahrheit drin. In unserem Weltbild muss Werbung optimistisch sein. Was ist, wenn sie einfach die Wahrheit sagt?

Bild und News gefunden bei The Cool Hunter


Autoren und ihre Best Practice Beispiele

Vor kurzem verriet mir mal ein deutscher Lektor, was er von Tom Peters und seinen Büchern halte: Nichts. Begründung: Die meisten, der in seinen Büchern als Erfolgsbeispiele genannten Unternehmen seien auch nicht besser als andere. Man müsse ja nur mal sehen, wie es denen zwei oder drei Jahre nach Erscheinen des Buches gehe. Entweder Sturzflug an der Börse oder pleite.

Doofes Argument. Schließlich hat kein Unternehmen den Erfolg auf Dauer gepachtet.

Mit  dem in meinem Autorenratgeber „Kauf! Mich! Jetzt!“ als Erfolgsbeispiel erwähnten Gerd Scherm und den dort beschriebenen Werbeaktivitäten für sein Buch „Der Nomadengott“ habe ich Glück. „Der Nomadengott“ gewinnt einen Preis nach dem anderen:

"Nach dem "BoD Autoren Award 2004" und den Nominierungen für den "Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar 2004" und dem "August Graf von Platen Literaturpreis 2005", ist Gerd Scherm nun stolzer Preisträger des diesjährigen "Friedrich-Baur-Preises für Literatur". Diese renommierte Auszeichnung wird jährlich von der Bayrischen Akademie der schönen Künste ausgeschrieben. Die feierliche Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises findet am 22. Oktober 2006 in Schloss Lichtenfels in Oberfranken statt."

Quelle: Bod-Newsletter


Werner Deck kämpft weiter gegen Layer Werbung

Der erfolgreiche Karlsruher Unternehmer Werner Deck, Inhaber eines Malergeschäfts mit mehrfach ausgezeichntem Marketingkonzept, sowie Gründer und Anbieter des Franchisesystems "OptiMaler" kämpft weiter gegen nervige Layerwerbung. Diesmal geht es gegen die German Wings:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre Werbung bei www.bild.t-online.de empfinde ich mehr als ätzend und als eine ganz besondere Zumutung.

Die Werbung überdeckt ständig Artikel, die nicht mehr ganz gelesen werden können. Trotz Wegklicken erscheint die Werbung immer wieder. Diese - in meinen Augen - unmögliche Art der Werbung ärgert mich ungemein und wird von mir als Werbeterror empfunden! Ich MUSS zwanghaft etwas ansehen, was ich nicht will, das mich stört und immens ärgert. Ich muss Ihre Werbung aktiv wegklicken und werde kurz darauf aufs Neue damit belästigt. Unglaublich zu  glauben , das sei Werbung :-((

Das ist in etwa so, als würde mir beim Zeitungslesen ständig jemand seine Werbung vor die Nase halten und mich daran hindern, den Zeitungstext unbehelligt zu lesen und sich gleichzeitig einbilden, mich durch eine derartige Belästigung als Kunde zu gewinnen. Wer will denn so behandelt werden? Ich jedenfalls nicht.

Sie liefern mir mit Ihrer ärgerlichen Werbung jede Menge Gründe, NIEMALS  mit germanwings zu fliegen!  Wenn Sie wollen, dürfen Sie mir gerne antworten.

Mit farbenfrohen und Grüßen aus Eggenstein-Leopoldshafen, Ihr
Opti-Maler-Partner, Werner Deck"

Für die kostenlose Nachhilfe sollte German Wings eigentlich dankbar sein. Bin gespannt, welch aufschlussreiche Antwort ihn dort erwartet. Die war ja auch nicht schlecht.


Blogosphäre - Artenvielfalt erwünscht

Da wird in den letzten Tagen und Wochen über eine Über- oder Unterbewertung von Unternehmensblogs diskutiert. So dienen Schätzungen über ihre Anzahl und Hochrechnungen über deren Wachstumsraten als Argumente für das "Für und Wieder" eines Engagements in diese Richtung und in vergleichenden Aufstellungen finden wir uns zwischen Vorreitern, Pragmatikern und Irregeleiteten wieder. Die Diskussion ist wünschenswert - der Versuch einer abschließenden Bewertung aber irreführend und irrelevant, denn sie liefert keine verlässlich allgemeingültigen Antworten.

Wir sollten die Bewertung - wenn überhaupt - in 10 Jahren nochmals angehen und die bis dahin stattgefundene Evolution abwarten. Dabei ist eine kritische Begleitung unverzichtbar und wünschenswert - ist sie doch wesentlicher Bestandteil der Entwicklung. Wer will denn jetzt schon diese Entwicklung der wie Pilze aus dem Boden schießenden Blogs, deren Sinn und Zweck und die damit verbundenen Erwartungen pauschal beurteilen können? Das werden Leser, Kommentierer und Verlinker in ihrer entscheidenden Menge schon erledigen.

War es früher möglich, sich hinter einer glattgetexteten und optisch kreativen Fassade einer Homepage zu verstecken, so zwingt ein Unternehmensblog zu ständig frischem und authentischem Reden mit relevantem Inhalt. Ob eine glaubwürdige Wertigkeit und eine vertrauensvolle Einbettung in das Lebensumfeld des Kunden erreicht wurden, zeigen dann die Kommentare und Vernetzungen unmissverständlich. Und auch hier gilt: Qualität vor Quantität! Reichweitenwahn und die Erwartung auf forenänliche Kommentarketten stellen unnötig hohe Hürden auf. Der (Sinn) Erfolg eines Blogs, wird sich für die meisten Unternehmen nicht am Ranking ablesen lassen, sondern wird sich durch die - vielleicht wenigen aber aufgreifbaren und nützlichen - Rückmeldungen erweisen, die dann zum (wirklichen) Dialog führen.

Es gibt gute Gründe, Chancen und Risiken eines Unternehmensblogs im Vorfeld kritisch und mit Bedacht abzuwägen. Der Aufwand und die Dynamik für diese "andere" Form der Kommunikation sind nicht zu unterschätzen und ein Mitmachen um "nur" dabei zu sein, wäre gefährlich. Aber schließlich ist es allemal besser, als weiterhin Zeit und Geld in wirkungslose Werbung zu stecken.


Marketeasing im Newsletter der Osnabrücker Werbeagentur KIWI

Die Agentur KIWI hat mir Gelegenheit gegeben in einem Gastbeitrag für ihren Newsletter  TRENDFARBEWEISS Marketeasing vorzustellen. Herzlichen Dank!

Wenn Sie sich dafür interessieren, hier können Sie den Newsletter als PDF (717 KB) herunterladen. Sie entdecken darin einiges Lesenswertes. Zum Beispiel die Aktion 3Engel (auf Seite 3) mit der KIWI seine Kunden überrascht.


"Wer macht eigentlich…Werbung für kleine Budgets?" Neue Ausgabe 2007 erscheint

Es ist wieder soweit. Die dritte Ausgabe steht an. Sie wissen schon, oder? Und wenn nicht: hier noch mal die Kurzerklärung:

Sie haben eine Agentur, sind Berater, Freelancer, Grafik-Designer, PR-Berater, Webdesigner oder Werbetexter? Sie sind Experte für kleine Werbe- und PR-Budgets? Sie holen auch für kleine Kunden das Optimum heraus? Sie legen sich auch bei begrenzten Etats richtig ins Zeug? Dann präsentieren Sie sich kostenlos im E-Book "Wer macht eigentlich… Werbung für kleine Budgets?"

Die Idee: "Wer macht eigentlich…Werbung für kleine Budgets?" soll die Macher und ihre potentiellen Auftraggeber so schnell und so einfach wie möglich zusammenbringen. Deshalb gibt es keine Kosten – weder Aufnahme-, noch Downloadgebühren. Selbst das Buch kostet nichts.

Einzige Hürde: Wer aufgenommen werden will, muss sich selbst präsentieren und dabei die folgenden Regeln beachten:

  • Bei 150 ist Schluss! Schildern Sie in maximal 150 Worten, warum Kunden mit kleinen Budgets geradewegs zu Ihnen kommen sollten. Fügen Sie Ihre Webadresse bei – fertig. Keine Bilder. Keine Schneckenpost-Anschrift.
  • Machen Sie einen Vorschlag, unter welcher Rubrik Sie eingetragen werden möchten. Jeder Teilnehmer kann sich nur unter einer Rubrik eintragen lassen – also entweder "Webagentur" oder "Werbeagentur", aber nicht beides.
  • Benutzen Sie das vorbereitete Formular für Ihren Eintrag! Bitte keine Faxe, E-Mail oder Briefpost. Eintragungsschluss ist der 20. September 2006, 24 Uhr.
  • Fertig.

Was ist neu?

  • Das neue Adressbuch wird bereits die Jahreszahl 2007 im Titel tragen.
  • Das Adressbuch für 2007 nimmt auch 10 redaktionelle Gastbeiträge auf. Wenn Sie einen redaktionellen Beitrag (maximal 2.500 Zeichen) über Ihr Spezialgebiet schreiben möchten, bitte ich um Ihren Vorschlag per E-Mail. Die Entscheidung, welcher Beitrag aufgenommen wird, treffe ich selbst.

Das E-Book im PDF-Format wird ab Oktober auf meiner Website und auf vielen Partner-Websites zum kostenlosen Download angeboten. Teilnehmer dürfen den Link zum Download auf ihrer Website anbieten und beliebig viele Kopien drucken, versenden oder verteilen. Die beiden vorhergehenden  E-Books wurde allein von meiner Website mehr als 220.000 mal herunter geladen.

Hier geht es zum Formular für Ihren Eintrag.

Vielen Dank an Patrick Breitenbach vom Werbeblogger, der die Idee des Adressbuches von Anfang an unterstützt hat und auch bei der Ausgabe 2007 das Layout übernimmt!

Übrigens: Sie helfen sich selbst, wenn Sie diesen Beitrag verlinken oder mit einem Posting auf die Aktion aufmerksam machen. Je mehr Leser die neue Ausgabe findet, desto mehr Chancen für Ihren Werbeeintrag.


Old School Marketing vs. Marketeasing

Old School Marketer erkennt man schon an der Sprache. An Begriffen, die ihre Welt repräsentieren. Was passiert, wenn sich die Marketingwelt rund um uns ändert, aber nach wie vor nur die alten Wörter zur Verfügung stehen?

Dann wird es verdammt schwer die Welt zu erklären. Von Attention bis Zielgruppe hat das alte Vokabular ausgedient. Hier kommt das neue.

Old_school_vs_marketeasing

Wird fortlaufend vervollständigt. Eine ähnliche Aufstellung finden Sie auch bei Kathy Sierra.


Wie Sie Ihr Unternehmen in die Google Maps eintragen

Google Maps? Kennen Sie? Die werden immer dann aufgerufen, wenn Sie bei Google eine lokale Suche starten.

Lokale Google Suche – was ist das? Ganz einfach: wenn Sie zu einem Suchbegriff noch eine Ortsangabe oder PLZ zusätzlich eingeben, dann aktivieren Sie Googles lokale Suche. Wen Sie beispielsweise die Begriffe "Werbeagentur" und "Chemnitz" eingeben spuckt die Suchmaschine also alle Dokumente aus, in denen die Begriffe "Chemnitz" und "Werbeagentur" vorkommen. Als ich das heute machte waren es 347.000. Welches sind die wichtigsten Suchtreffer? Das sind die Werbeagenturen, die Google bereits in sein Kartenmaterial – die Google Maps eingetragen hat. Diese werden von Google an erster Stelle unter der Extra-Überschrift "Lokale Ergebnisse für Werbeagentur nahe Chemnitz" präsentiert.

Klar, dass Sie ganz oben dabei sein sollten. Aber das können Sie nur dann, wenn Sie in der Google-Karte zu Chemnitz eingezeichnet sind. Also tragen Sie sich ein, völlig kostenlos.
So wird`s gemacht.

1.    Sehen Sie nach ob Sie bereits drin sind.

  • Starten Sie eine lokale Suche bei Google für Ihr Unternehmen. Geben Sie zum Beispiel den Firmennamen, einen Branchenbegriff oder ein anderes relevantes Suchwort + den Ort an dem sich ihr Unternehmen befindet, ein. Beispiel: "Werbeagentur" + "Chemnitz"
    Oder „Werbeagentur“ und die PLZ „09112“
  • Klicken Sie auf die ganz oben erscheinenden Suchtreffer " lokale Ergebnisse für Werbeagentur nahe Chemnitz“ oder „lokale Ergebnisse für Werbeagentur nahe 09112“. Es erscheint ein neues Fenster, in dem Sie in der linken schmalen Spalte eine Auflistung aller Suchtreffer sehen – rechts erscheint ein Stadtplan von Chemnitz in dem die Werbeagenturen mit Stecknadeln markiert sind.
  • Und sind Sie drin? Fein. Dann müssen Sie nicht mehr weiterlesen.

2.    Tragen Sie sich ein.

Rufen Sie den folgenden Link auf (Er führt auf die Seite des Unternehmens Infobel, mit dem Google zur Erstellung des Datenverzeichnisses zusammenarbeitet.):

http://www.infobel.com/google/germany/

Es erscheint eine Website mit Formularfeld, auf der Sie Folgendes lesen: "Willkommen auf der "SEITE ZUR ÄNDERUNG DER DATEN" von Infobel.com. Wir haben diese Seite eingerichtet, um Ihnen zu ermöglichen: Daten entfernen, Daten beheben, Daten hinzuzufügen."

  • Klicken Sie auf „Daten hinzufügen"

Es erscheint nun eine etwas verwirrende Seite mit zwei Reihen identischer Formularfelder. Linke Spalte mit der Überschrift „Aktuelle Daten“.
Rechte Spalte mit der Überschrift: „Abruf der Daten“.

  • Tippen Sie in die linke Formularspalte in alle Felder das Wort „None“.
  • Geben Sie in die rechte Spalte Ihre Daten ein. Vergessen Sie nicht, die zusätzlichen Angaben zu Ihrem Unternehmen wie (Website/ E-Mail etc.) auszufüllen.
  • Das letzte  Eingabefeld ist das Feld Kategorie. Um zu wissen, welche Kategorie Sie eingeben können, klicken Sie auf das Symbol mit der Lupe. Es erscheint ein Popupfenster mit einem Suchfeld. Dort geben Sie das für Ihre Branche passende Stichwort ein, klicken auf „Suche“ und sehen, welche Kategorie das System Ihnen vorschlägt.
  • Wenn alle Felder gefüllt sind: auf "Go" klicken. Fertig.

Interessant: In Kürze können Sie in den Google Maps auch Coupons anbieten, die zum Besuch in Ihrem Unternehmen motivieren.

Update 26.09.06:

Es dauert derzeit etwa 4 Monate bis ein neuer Eintrag erscheint bzw. Daten berichtigt oder gelöscht sind. 


Sorge für Höhepunkte im Leben Deines Kunden: In 148 Tagen um die Welt

Die Schwäbische Zeitung beherzigt dies und schickt einen Leser auf Karibik-Kreuzfahrt vom 1. Dezember bis  27. April 2005. Einzige Bedingung für den spendierten Trip: er muss wöchentlich in Wort und Bild berichten.
Aktionen wie diese sind sehr geeignet die Zeitung ins Gespräch zu bringen. Und sie sind ein erster Versuch, Reportagen, die mal nicht von Redakteuren sondern von Lesern stammen ins Blatt zu bringen: User Generated Content, wie es auf Consulting-Deutsch heisst. Die Veränderungen in der Medienwelt und der Aufbruch zum Marketeasing sind also auch im schönen Oberschwaben spürbar.

Mehr über die Teilnahmebedingungen.