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Worüber Amazon gerade nachdenkt

Hurra! Bloggende Gäste!

In USA sind sie offenbar bereits für einige Restaurants der Horror: Gäste die über die Qualität der Speisen bloggen und dafür das Ambiente, die Dekoration oder die Speisefolge im Restaurant fotografieren. Durchs Fotografieren fallen sie natürlich erst auf.

"When somebody pulls out a camera, we know they're a food blogger."

Amüsante Story in San Francisco Chronicle

Na gut, daran wird man sich auch hier gewöhnen müssen. Und es wird natürlich auch Restaurants geben, die das Fotografieren in ihrem Restaurant verbieten wollen.

In der Welt der Bürgermedien sehen natürlich Innenräume oder Menüs längst nicht so inszeniert aus wie uns das Werbeprospekte oder die Kochbücher der TV-Köche weismachen wollen. Da heisst es eben  umdenken. Nein. Besser nachdenken, ob man den Kunden gute Fotomotive bieten kann.

Die Restaurants an der südtürkischen Mittelmeerküste sind da übrigens sehr viel weiter – da fotografieren die Kellner die Gäste, oder stellen sich zusammen mit ihnen aufs Bild. Da wird ein riesiger Schwertfisch auf fotogene Weise auf Eis gelegt und für Grillspieße zerteilt. Und der Koch wetzt dabei sein Riesenmesser. In einem anderen Lokal wies mich der Kellner sogar auf die fotogensten Ecken persönlich hin – und verglich meine Aufnahmen, mit der auf seinem Fotohandy...

Für einen entspannten Umgang, ja sogar eine Aufforderung an die Gäste zu fotografieren plädiert der Gastronom Gerhard Schoolmann und gibt dazu eine Menge Tipps.

Anmerkung 1: Viele Unternehmen verbieten in ihren Geschäftsräumen das Fotografieren. Aldi ist so ein Beispiel. H&M ein anderes. Dabei ist gerade im letzteren Fall das Fotoverbot eher absatzhinderlich – es ist einfach eine gute Sache, das neue Outfit auf einem Foto zu  überprüfen, statt sich nur im Spiegel zu sehen.
Anmerkung 2: Mich erinnert diese Blockadehaltung an die Reaktion vieler Unternehmen zu den Anfangszeiten des Internet. Die wollten damals die Liste ihrer Filialen oder Handelspartner nicht im Netz veröffentlichen, um der Konkurrenz keine Informationen zu geben.

Kommentare

Ed Wohlfahrt

Wow! Wußte nicht, dass Aldi in seinen Stores das Fotografieren verboten hat. Alleine, nützen wird ohnehin nichts. Aber vom Bloggen einmal abgesehen. Ein Bild sagt doch mehr als 1.000 Worte, und wenn ich es dann "nur" den Zuhausegebliebenen zeige, die auf die natürlich rein rhetorische Frage "wollt ihr Urlaubsbilder gucken" unvorsichtigerweise mit "ja gerne" geantwortet haben...

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