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Trimm-Dich-Pfad für Gestaltung

Soeben kam mir diese Meldung in meiner Mailbox unter. Die Hamburger Designagentur Ligalux hat mit einer tollen Aktion Öffentlichkeitsarbeit für sich und die gesamte Werbebranche betrieben.

"Fitness und Wellness boomen in Deutschland. Doch während die meisten dabei an körperliche Ertüchtigung denken, präsentierte die Hamburger Designagentur Ligalux zum „Tag der deutschen Gestaltung“ (TddG) einen Trimm-Dich-Pfad für die Sinne. Ort des Geschehens war eine Hamburger Turnhalle. Und das passierte an den einzelnen Stationen:

  • So war statt dem Bizeps an Station eins beispielsweise das Auge gefordert. Mit einer Farbfilterbrille bewaffnet mussten die Sinnessportler die wichtigsten Botschaften aus einem Wirrwarr farbiger Buchstaben entziffern.
  • Nachdem beim mehr oder minder kunstvollen Bemalen von Trinkflaschen an der zweiten Station Kreativität gefragt war, ging es für die gestalterisch Untrainierten an der
  • dritten Station wieder zum Bewusstseinstraining: Schwarz eingefärbtes Weißbrot, orangene Milch und ebenfalls orange verfärbte Remoulade sorgten für Irritationen zwischen Geschmacks- und Sehsinn.
  • Ebenfalls für Irritationen sorgte die Aufgabe an der vierten Station des Trimm-Dich-Pfads: Während Logos ein wichtigstes Erkennungsmerkmal von Unternehmen, Marken oder Produkten sind, konnte kaum ein Teilnehmer die Markenzeichen von Lufthansa oder Dr. Oetker „aus dem Kopf“ zeichnen. Tröstlich hingegen für die Markenwächter der Unternehmen: Ronald McDonald ist mittlerweile bekannter als Jesus Christus, und für jedes dritte deutsche Kind sind Kühe lila – darüber informierte die Tafel an der vierten Station.
  • Dass das Fernsehen nicht dumm macht, konnten die Besucher bei der nächsten Aufgabe beweisen. Die Herausforderung: Es galt, die Titelmelodien erfolgreicher Fernsehserien zu erkennen.
  • Station sechs des Trimm-Dich-Pfads forderte weniger Denkeinsatz, denn hier durften die trainingswilligen Besucher ein geeignetes Logo für ein Fitnessstudio auswählen. Und auch an der
  • siebten Station musste ausgewählt werden: Auf einem Tisch mit unzähligen Fotos deutscher Gestaltungshighlights sollten die zehn persönlichen Favoriten ausgewählt werden; und man lernte beim Lesen der dazugehörigen Tafel, dass ein wichtiger Meilenstein deutscher Gestaltung – der Gartenzwerg – höchstens 69 Zentimeter hoch sein darf, und auch nur mit Zipfelmütze und Bart wirklich echt ist.
  • Vier weitere Stationen für den Seh-, den Hör- und den Tastsinn bildeten den „Zieleinlauf“ des Trimm-Dich-Pfads, an dessen Ende die erschöpften Besucher das Zertifikat „Ehrengestalter“ verliehen bekamen.

Klasse Sache zu der dann aber leider nur 300 Besucher kamen. Kleine Kritik am Rande: Warum finden sich von dieser tollen Aktion keine Fotos im Netz?


Wer gestaltet das neue Adressbuch? Entwurf 2 von Thorsten Ulmer

Von dem auf der Schwäbischen Alb lebenden Designer Thorsten Ulmer stammt dieser Entwurf.

Thorsten Ulmer ist angestellt im Bereich Marketing/Neue Medien und seit 1997 beruflich in der Welt des Internets zu Hause. In seiner Freizeit beschäftigt er sich derzeit mit den verschiedenen Möglichkeiten von Web 2.0 für Marketing und PR. Aus diesem Grund engagiert sich der 30 Jahre alte Hobby-Snowboarder in einem eigens dafür eingerichteten Arbeitskreis des „Innovationsprogramms Web 2.0“.
Seine Gedanken, Erfahrungen, Ideen und Fundstücke zu den Themen Marketing, Internet und WebDesign schreibt er in seinem privaten Weblog Bloglevel 21 nieder.

Herzlichen Dank! Auch dieser Entwurf gefällt mir sehr gut. Was sagst Du lieber Leser?

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Durch Klicken vergrößern!

PS: Zwei Einreichungen hat es nach meinem Aufruf gegeben. Die Qual der Wahl ist also gar nicht so schwierig.


Wer gestaltet das neue Adressbuch? Entwurf 1 von Vanessa Kaiser

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Durch Klicken vergrößern!

Die Diekholzener (oder heisst es "Diekholzer"?) Diplom Designerin Vanessa Kaiser hat mir einen Entwurf für das neue Adressbuch gesandt. Sie arbeitet seit 2000 als Freie,  ist Spezialistin für Corporate Design und hat sich im Besonderen auf Corporate Design für rechtsberatende Berufe und die Gestaltung barrierefreier Websites spezialisiert.

Herzlichen Dank dafür. Mir gefällt der Entwurf sehr gut - was sagst Du lieber Leser?

Zur Website von Vanessa Kaiser


Beer for Bags: Die ungewöhnliche Promotionidee eines australischen Taschenherstellers

Beer_bag03 Wenn der australische Taschenhersteller Crumpler Verkaufsförderung betreibt, greift er auf eine ungewöhnliche Idee zurück. Während des Promotionzeitraumes schafft er für einige Taschenmodelle die Bezahlung in Dollars ab - Käufer müssen stattdessen mit Bier bezahlen. Je nach Taschenmodell ist eine bestimmte Anzahl von Bierkästen einer bestimmten Marke als Tauschwährung nötig

"During the Beer for Bags exchange in New York, customers can trade certain types of beer for bags: one case of Leffe and a bottle of Chimay will get you a $95 Complete Seed bag; a case of Coopers and two cans of Foster's yield a Barney Rustle bag, which normally sells for $85."

600 Taschen wurde während der einwöchigen Promotion im New Yorker Laden auf diese Weise verkauft. Im Herkunftsland Australien wird diese ungewöhnliche Promotion seit 1997 mit großem Erfolg praktiziert. Auch in Deutschland gibt es Crumpler Shops auch in Deutschland z.B. in München, Berlin, Köln oder Hamburg. Eine "Beer for Bags"-Aktion hat man hierzulande noch nicht durchgeführt. Stattdessen entblätterten sich im Februar diesen Jahres ein paar Models in der Hamburger U-Bahn und zeigten ihre mit Crumpler Logos bedruckte Unterwäsche - wie öde.

Bild und Zitat gefunden bei CNNMoney.com

Mehr dazu auch in der w&v 43/2006 - leider nur Printausgabe.


Im Gespräch mit Prof. Faltin

Auf Einladung von Prof. Faltin hatte ich Gelegenheit, in dem von ihm gegründeten Berliner Labor für Entrepreneurship das Marketeasing-Modell vorzustellen. Das Ganze fand in einen lockeren informellen Rahmen statt - einer Berliner Altbauwohnung in Friedenau, Heimstatt des Labors. Die Gäste kommen auf Einladung und nach persönlicher Anmeldung und können im zweiten Teil des Abends (nicht auf Video festgehalten) offen und ohne Scheu über ihre Businessideen diskutieren.

Den ersten Teil des Abends, der auch live gesendet wurde - die Vorstellung der Thesen aus Marketeasing - können Sie hier sehen.

Zu den Dingen, die ich selbst aus Berlin mitgenommen habe, gehört ein Videointerview mit Prof. Faltin. Darin erfährt man unter anderem, was den Entrepreneur vom Unternehmer unterscheidet, wie die Teekampagne erfolgreich wurde und welche Kriterien man bei der Entwicklung eines guten Businessmodells beachten sollte. Später mehr dazu.

Siehe auch diesen früheren Beitrag.

Update: ein exaktes Inhaltsverzeichnis zum Video gibt es bei Burkhard Schneider, dem ich von dieser Stelle aus ganz herzlich dafür danke.


Marketeasing im Labor für Entrepreneurship

Auf Einladung von Prof. Faltin hatte ich Gelegenheit, in dem von ihm gegründeten Berliner Labor für Entrepreneurship das Marketeasing-Modell vorzustellen. Das Ganze fand in einen lockeren informellen Rahmen statt - einer Berliner Altbauwohnung in Friedenau, Heimstatt des Labors. Die Gäste kommen auf Einladung und nach persönlicher Anmeldung und können im zweiten Teil des Abends (nicht auf Video festgehalten) offen und ohne Scheu über ihre Businessideen diskutieren.

Den ersten Teil des Abends, der auch live gesendet wurde - die Vorstellung der Thesen aus Marketeasing - können Sie hier sehen.

Zu den Dingen, die ich selbst aus Berlin mitgenommen habe, gehört ein Videointerview mit Prof. Faltin. Darin erfährt man unter anderem, was den Entrepreneur vom Unternehmer unterscheidet, wie die Teekampagne erfolgreich wurde und welche Kriterien man bei der Entwicklung eines guten Businessmodells beachten sollte. Später mehr dazu.

Siehe auch diesen früheren Beitrag.

Update: ein exaktes Inhaltsverzeichnis zum Video gibt es bei Burkhard Schneider, dem ich von dieser Stelle aus ganz herzlich dafür danke.


Unterwegs

Auf Einladung des Marketingclubs Ostthüringen spreche ich am Montag Abend in Gera zu Marketeasing. Und am kommenden Donnerstag, den 26.10. bin ich zu Gast im Labor für Entrepreneurship in Berlin. Das Gespräch mit Prof. Faltin wird live ab 18.00 übertragen. Den Link findet man in diesem Blog.

Das heißt: wenig bloggen, viel erleben.


Unterwegs

Auf Einladung des Marketingclubs Ostthüringen spreche ich am Montag Abend in Gera zu Marketeasing. Und am kommenden Donnerstag, den 26.10. bin ich zu Gast im Labor für Entrepreneurship in Berlin. Das Gespräch mit Prof. Faltin wird live ab 18.00 übertragen. Den Link findet man in diesem Blog.

Das heißt: wenig bloggen, viel erleben.


Was man von Edelman lernen kann

Das muss man der drittgrößten PR-Agentur der Welt hoch anrechnen. Sie macht ihren Auftraggebern und uns staunendem Publikum öffentlich vor, warum man Corporate Blogs erst gar nicht einsetzen sollte.

Vermutlich ist das ein herber Rückschlag, nicht nur für die Edelmänner, die sich wie der Erzfeind verhalten haben, sondern für die ganze junge aufkeimende Branche der Blogberater überhaupt.
Worum es geht? Das wurde bereits hier und hier ausführlich dokumentiert. Übrigens – bereits im März diesen Jahres wurde an dieser Stelle ein kritischer Blick auf diese Agentur geworfen.

Großunternehmen (und dazu zählt Edelman mit 2.000 Mitarbeitern nun mal) sind nicht Web-2.0-fähig.

Der dezentralen Organisation des schnellen Web steht die zentrale Organisationsstruktur mitsamt ihren Hierarchien und Entscheidungswegen gegenüber. Die sind grottenlangsam, in Abteilungsklüngel und Kompetenzgerangel verstrickt. Und die Rechte weiß fast nie, was die Linke tut.
Den Informationsfluss innerhalb solcher Unternehmen schnell und effektiv zu organisieren, bekommen die meisten nicht mal in Friedenszeiten hin. Bei schnell auftretenden Krisen von außen reagieren sie also viel zu spät.

Aktionen mit gefakten Bloggern, gefakten Blogs oder Pressemitteilungen machen eine gründliche Zerstörungsarbeit.

Im Falle von Edelman verliert das Image des Kunden und das Agentur. Der Arbeitgeber Edelmann diskreditiert auch alle seine Mitarbeiter, die sich von solchen Methoden distanzieren und an den offenen Dialog geglaubt haben. Bei einer Company, die sowohl als Lügner als auch PR-Versager in der Öffentlichkeit dasteht, wird man nicht gerne arbeiten wollen. Vermutlich haben die Edelmänner auch den Markt für Corporate Blogs schwer beschädigt.
Frage: Warum tut Edelman das dann eigentlich? Da liegt nur eine Antwort nahe: Weil sie es können. Weil es mit der Manipulation der klassischen Medien nicht anders läuft.

Wer heute das Thema Corporate Blogs und Kommunikation mit Bloggern anfasst, der sollte sich vorher im Klaren sein:

  • Ist mein Unternehmen für eine offene, ehrliche Kommunikation bereit?
  • Können wir Transparenz auch wirklich leisten?
  • Wie müssen wir unsere Entscheidungsstrukturen verändern und Kompetenzen verteilen, um in Krisensituationen kompetent und sofort antworten zu können?
  • Haben wir überhaupt fähige Leute für diese Art der Blog-Kommunikation?

Für die neue Art der Blog-Kommunikation brauchen Agenturen und Unternehmen auch neue Leute.

Bis jetzt ist die Blog-Kommunikation eine Aufgabe, die Old School-Werber in Media, Werbe- und PR-Abteilungen so nebenbei erledigen – mit einer Denke und Alltagsaufgaben,  die zu 98% aus der Old School-Welt besteht. Diese Mitarbeiter mal eben in die neue Web-2.0-Welt zu senden, halte ich für fahrlässig.

Fazit: Solounternehmer, Kleinunternehmer und Mittelständler, die noch dialogfähige Unternehmerpersönlichkeiten im Zentrum haben, sind die idealen Anwender der Web-2.0-Werkzeuge. Andere lassen lieber die Finger davon.


Wie finde und gewinne ich Kunden und Aufträge?

Blog_karneval_web Das ist das Thema des ersten deutschen Business-Blog-Karneval. Business-Blog-Karneval? Klingt lustig und sieht auch im Logo so aus.

Dahinter aber verbirgt sich eine ganze andere Idee. Beim Karneval geht es darum, viele verschiedene Beiträge zu einem Thema oder Wissensgebiet zu sammeln. Jeder teilnehmende Blogger schreibt seinen Beitrag in sein eigenes Blog, verlinkt  es aber auf eine zentrale Seite, auf der dann alle Beiträge gesammelt zu lesen sind.

Ist eine tolle Sache, um Know-How zusammenzutragen. Ein gutes Werkzeug um bekannte und unbekannte Blogs zusammenzubringen. Und der Veranstalter sammelt jede Menge Links und knüpft neue Kontakte.

Die Idee dazu hatte Elke Fleing mit ihrem Blog „Selbst und ständig“ die als Gastgeberin und Initiatorin des Business Blog Karnevals fungieren wird. Am 20.10. geht es los - hier bei mir und hier und hier und hier und hoffentlich finden sich noch viele Teilnehmer.

Bei Robert Basic findet sich eine kleine Lobeshymne auf die Idee.


A-List Blogger ich will ein Kind von dir

Wozu das bekloppte Listenerstellen eigentlich taugt ist mir immer noch ein Rätsel.

War man im Umfeld der Top100 Blogcharts noch so selbstironisch diese als Schwanzvergleich zu titulieren, nehmen jene das furchtbar wichtig  (Vorsicht Excel-Datei!) und palavern mit staatstragender Miene als müssten sie gerade bei Christiansen vortragen.

Immerhin hat dieser Listling zugesagt, er werde es nie wieder tun.


Wer gestaltet das neue Adressbuch?

Bisher war das Layout des Adressbuchs "Wer macht eigentlich... Werbung für kleine Budgets" fest in den gestalterischen Händen von Werbeblogger Patrick Breitenbach. Dafür, lieber Patrick nochmals herzlichen Dank! Aber leider hat er mir nun eine Absage geben müssen, nein es gab keine Zwistigkeiten, der Mann hat einfach verdammt viel am Hut zur Zeit.

Das ist zwar jammerschade, aber andererseits auch ein erstklassige Gelegenheit für jemand, der dem Adressbuch seine Handschrift verpassen will und Lust auf die Publicity hat.

Denn es gibt nur Publicity. Geld gibt es dafür keines. Dafür halt die Möglichkeit bei rund 150.000 - 200.000 Downloads seinen Namen zu verbreiten.

Natürlich wird der Designer/Layouter namentlich genannt - im Buch, hier im Blog gleich mehrfach und er erhält eine Doppelseite im Buch, die er wahlweise mit Text oder Bildern zur Eigenwerbung füllen darf.

Wenn ihr dabei sein wollt - ladet euch das aktuelle Exemplar runter und macht anhand dieses Textes

einen neuen Vorschlag für das Cover und eine Innenseite.

Ich stelle die Designer und ihre Vorschläge jeweils in einzelnen Webpostings vor. Voten dürfen die Leser dann in den Kommentaren.

Bin gespannt.

PS.: Deadline ist der 30.10.06, 12.00 mittags.


Visitenkarten. Die Rückseite entscheidet

Visitenkarten werden meist persönlich übergeben. Man tut gut daran sie nicht als lästiges Übel zu betrachten, sondern - wenn man sie schon einsetzt - so zu gestalten, dass sie eine Werbewirkung entfalten. Dabei kommt es vor allem auf die Rückseite an - denn die bietet jede Menge Freiraum, um sich was auszudenken, was beim Emfänger mehr erzeugt als ein blosses „Dankeschön, wollen Sie meine haben?“

Eine unwiderstehliche Rückseite hat sich die Textakademie (Augsburg) einfallen lassen. Sie haben dort ein sinnvolles Tool platziert, das jeder braucht und das die Benutzung der Visitenkarte zum Langfristwerbemittel macht auf das die Empfänger so gut aufpassen wie auf ihre Scheckkarte.

Beinah unglaublich: Die Nachfrage nach diesem kleinen Stück Karton ist so groß, dass monatlich rund 5.000 Stück davon verteilt werden.

"Die Rückseite der neuen Textakademie-Visitenkarte bietet Geschäftspartnern und Freunden seit kurzem ein kleines "Bonbon": Die Code-Card.
Diese Karte dient dazu, sich Pin-Codes sicher und zuverlässig zu merken.
Die Idee entstand in einer Kreativ-Sitzung Ende des Jahres 2000.
Die Code-Card wurde von uns patentrechtlich geschützt."

Mehr dazu bei der Textakademie. Bild und Zitat: Textakademie

Siehe auch: Optimale Wirkung für Visitenkarten


Warum Degerlocher bei Tchibo mehr bezahlen

Dass Ehrlichkeit die beste Voraussetzung für den Geschäftserfolg ist, glauben die Trickser im Old School-Marketing am allerwenigsten.

Dass Verbraucher untereinander bestens vernetzt sind und damit Unternehmen mehr denn je auf die Finger gucken können, haben auch noch nicht alle Unternehmen begriffen. Bei Tchibo dachte man offenbar, man könnte den Degerlochern - im gut situierten Schwabenländle - rund 20% höhere Preise abverlangen als anderen Bundesbürgern.

Jetzt ist die Sache irgendwie rausgekommen und die Stuttgarter Zeitung hat ihre Leser darüber informiert. Ein Testmarkt soll es gewesen sein. Besonders ärgerlich finde ich die Tatsache, dass man Kunden, die den Schmu entdeckt haben, die Ware zum bundesweiten billigeren Preis gibt. Die anderen, uninformierten zahlen die Zeche.

Ein schönes Beispiel, wie man negative Mundpropaganda initiiert und der stationäre Handel sein Vertrauen verspielt.

Quelle: Stuttgarter Zeitung.


Askabit: Die andere Art, Antworten zu bekommen

Bei der deutschsprachigen Website Askabit kann man jede erdenkliche Frage stellen und dabei - hoffentlich - Antworten aus nächster Nähe bekommen. Genau das ist das Interessante bei diesem Frage-Antwort-Dienst: Die Fragestellungen können lokal stark eingegrenzt werden.

"Fragen können zu einer Straße (500m), einem Bezirk (1-100 km) oder bundesweit gestellt werden. Du kannst zu jeder Frage individuell festlegen, in welchem Umkreis Du Deine Frage stellst.

Die Antworten kommen von Menschen, die in der Straße oder Region wohnen, zu der Du gefragt hast. Die Antworten sind daher immer aktuell.

Die Antwort bekommst nur Du, sie wird auch nicht online veröffentlicht. Somit ist sie persönlich."

Noch ist dort nicht allzuviel zu sehen. Interessant wird es aber für die Nutzer erst wenn eine kritische Masse erreicht ist, also genügend Leben auf der Website ist. Um das zu erreichen wäre es besser gewesen, das Angebot von Askabit als eines lokalen Auskunftsdienstes zum Start auch lokal einzugrenzen - am besten in einem Berliner Stadtteil anfangen und dann wachsen. Mundpropaganda - und das brauchen die Leute von Askabit nun mal - breitet sich lt. Malcolm Gladwells "Gesetz der Wenigen" am besten in kleinen Netzwerken aus.

Ganz so hatte es übrigens Studivz vorgemacht.

"... schilderte Lukasz Gadowski ...  wie StudiVZ seine Community aufgebaut hat, indem es versucht hat, an möglichst vielen Unis die kritische Schwelle von ca. 150 Nutzern zu erreichen." (Zitat gefunden bei Jochen Krisch)


Werbung? Jetzt wird es absurd

"Absurd

Das Konzept verkauft sich gut, wenn Märkte gesättigt und Produktbotschaften so gut wie austauschbar sind. Der Massenmarkt sagt: "Trink Fanta, sei Bamboocha." Der Premium-Markt bringt Kunstaktionen hervor, die einen Prada-Shop kurzerhand in die Wüste schicken. Kein Boulevard weit und breit. Einzig und allein ein Rancher, der einsam durchs Schaufenster lugt. Fast scheinen Absurdität und Markenglaube fest zusammen zu gehören. Oft werden sie sogar bewusst inszeniert.

Marken brauchen eine gewisse Absurdität, damit sich an ihren Rändern Wildwuchs entfaltet. Sie brauchen das Absurde, damit die Menschen die Freiheit erkennen, sich Marken einzuverleiben und ihr eigenes Ding daraus zu drehen. Ohne Absurdität kein Kult. Ohne Kult keine Kultur."

Entdeckt auf der Website von Lola Güldenburg


Buchtipp: Website Boosting von Mario Fischer

Websiteboosting „Ich habe mir zum Ziel gesetzt, dass es Ihnen Spaß machen soll, dieses Buch zu lesen“ schreibt Mario Fischer gleich im Vorwort. Ziel erreicht, würde ich sagen. Mir hat es einen Heidenspaß gemacht, das Buch zu lesen – es kommt in einer lockeren Schreibe daher, die ich mir von deutschen Autorenkollegen öfter wünsche. Ein leider noch viel zu einsamer Lichtblick unter der Flut der Fachbücher und Ratgeber zu Werbe-, Marketing- und Websitethemen.

Wer das Basiswissen rund um Websitegestaltung, Suchmaschinenoptimierung oder anders gesagt „Erfolg im Web“ leicht verständlich, vollständig und hochaktuell griffbereit haben möchte, soll sich das Buch sofort auf den Schreibtisch legen. Schritt für Schritt wird erklärt, wie was funktioniert oder wie man es umsetzt. Mario Fischer, der eigentlich Prof. Dr. Mario Fischer heißt und an der Fachhochschule Würzburg lehrt, ist es ein Anliegen, dass man das Dargebotene nicht nur annimmt, sondern auch selbst nachvollziehen kann und somit versteht. Da blitzt also doch der Lehrkörper des Professors durch. Für Leser mit fortgeschrittenen Kenntnissen mag manche Erklärung daher überflüssig sein – na und? Durch den Unterhaltungswert der Beschreibungen wird dies stets wettgemacht.

Mein Tipp: Denkt jetzt schon an Weihnachten. Beschenkt Euch selbst oder kauft es für Eure Kunden. Nein ich bin mit Mario Fischer weder verwandt, befreundet oder sonstwie verbunden. Ich bin einfach nur begeistert.

Mario Fischer
Website Boosting. Suchmaschinen-Optimierung, Usability, Webseiten-Marketing (Broschiert)
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Werkstatttermine per Handy ausmachen

SMS als Marketingtool ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie per SMS eine Serviceleistung anbieten. Wünscht man sich im Alltag nicht oft, statt persönlichem Erscheinen oder langer Telefonate, einfach mal einen Termin per SMS ausmachen zu können?

"Hallo Werkstatt, ich komme" - in Japan kann man jetzt Servicetermine in der Nissan-Werkstatt per SMS ausmachen.

"Einen Werkstatttermin können Nissan-Kunden jetzt noch schneller abschließen als bisher - allerdings vorerst nur in Japan. Dort können die Termine jetzt direkt über Internet oder Handy gebucht werden. Lange Wartezeiten bei der Reparaturannahme sollen dadurch entfallen. Der Abschluss der Termine erfolgt meist allerdings nicht durch die Kunden selbst, sondern wird von Kundenbetreuern des Herstellers erledigt. Bis September nächsten Jahres sollen alle 142 Nissan-Servicepartner in Japan an das System angeschlossen sein."

Mit der Software Desktop SMS kann man SMS übrigens vom PC aus versenden. Das Tippen auf der Handy-Tastatur entfällt!

Quelle: Yahoo News
Siehe auch: Bitte mehr SMS einsetzen


Frühbucher-Bonus für den Online-Workshop "Werbung mit kleinem Budget" endet heute

Am 24.10. startet der in diesem Jahr definitiv letzte Online-Workshop "Werbung mit kleinem Budget" bei der Akademie.
Und exakt heute endet der Frühbucherbonus von 10%, also letzter Aufruf zum Sparen!

Wer denkt, bei den Online Workshops handelt es sich lediglich um eine andere Form den Buchinhalt wiederzukäuen, der irrt sich. Es geht darum, Werbekonzepte für das eigene Unternehmen zu erstellen, Allternativen zur bisherigen Werbung zu konzipieren und Verbesserungspotentiale zu entdecken.

Die Themen im Einzelnen und alles zur Buchung finden Sie hier.