Nintendo gegen Playstation
Vanessa Kaiser gestaltet „Wer macht eigentlich... Werbung für kleine Budgets?“

Marketeasing und die Intention Economy

Für Doc Searls - einen der Verfasser des Cluetrain Manifest ist die Werbung in der bisherigen Form tot. Eine Meinung, der ich mich leicht anschliessen kann.

Doch was kommt danach? Marketeasing, sage ich - ein Marketing, das so anziehend ist, dass der Konsument es in seinem Leben haben will.

Eine komplette Umorganisation des Marktes, meint Doc Searls. Nicht die Aufmerksamkeit (Attention) des Konsumenten soll gewonnen werden, sondern die Anbieter werden versuchen, die Konsumabsichten (Intention) des Verbrauchers zu erfüllen. Anstatt ihn mit Botschaften zu bombardieren, von denen die meisten ins Leere gehen, wird der Konsument seine Nachfrage äußern und die Firmen werden versuchen sie zu erfüllen.

"The Intention Economy grows around buyers, not sellers. It leverages the simple fact that buyers are the first source of money, and that they come ready-made. You don't need advertising to make them.

The Intention Economy is about buyers finding sellers, not sellers finding (or "capturing") buyers.

The Intention Economy is built around more than transactions. Conversations matter. So do relationships. So do reputation, authority and respect. Those virtues, however, are earned by sellers (as well as buyers) and not just "branded" by sellers on the minds of buyers like the symbols of ranchers burned on the hides of cattle."

Doc Searls zur Intention Economy

Kommentare

Günter Wünsche

Von "ZORNO", alias Christian Rothe zu Bernd Röthlingshöfer und von da zur telefonischen Buchbestellung "Marketeasing" bei der Buchhandlung Tharandt Coswig, die mit der Lieferung schneller, unkomplizierter und zuverlässiger ist als "Amazon", bin ich über den Inhalt des Buches nun in diesen Bloc angekommen.
Die einzige Blockade auf dieser Strecke, ist für mich der Begriff: "Marketeasing".
Bei Google und im Dashboard von Mac OS X wird das zu deutsch in Marketeasing übersetzt.
Wenn ich diesen Begriff gegenüber einer "Alten Schule"- Studentin verwende, kann sie mindestens zwei Vermutungen anstellen. Erstens: Ich weiss mehr, als sie gelernt hat. Zweitens: Ich weiss weniger als sie und kann "Marketing" nicht richtig aussprechen.
Meine Kunden aus dem Freistaat Sachsen könnten das verbal ausgesprochen, als "Magen-Tee-Ding" interpretieren.
Wie bereits gesagt, ist dieser Begriff für mich die einzige Blockade auf dem Weg zum Inhalt des Buches.
Ich halte das Buch für ein "Muss" für alle, die weit ab von den großen Budgets, gewohnt oder gezwungen sind, eigene Wege zu gehen und ihren Erfolg an der Resonanz ihrer Kunden messen.
Das Buch verschafft Selbstvertrauen, hilft Gedanken zu ordnen und Wesentliches besser zu erkennen.
Nach meinen bisherigen Erfahrungen aus meiner Tätigkeit als Kulturwissenschaftler, Verlagsleiter eines Anzeigenblatts (Wochenzeitung) und jetzt Inhaber der Werbeagentur Connect design mit eigener häuslicher Kundenbetreuung, stösst man mit Argumentationen aus dem Marketeasing bei zwei unterschiedlichen Ansprechpartnern auf taube Ohren.

Erstens: Der selbstverliebte Selbstdarsteller sieht sich lieber in PR-Anzeigen von Hochglanzmagazinen, als Alleinunterhalter auf der Bühne selbstinszenierter Firmenevents und als Sponsor seines ersehnten Spiegelbildes.
Beispiel: Eine sehr gut besuchte und nachhaltig wirkende Kundeninformationsveranstaltung mit großen Potential für Mundpropaganda und Geschäftskontakten ist nicht mehr bezahlbar, weil das Budget für teure PR-Anzeigen ausgegeben wird.

Zweitens: Der strukturabhängige Selbstzweifler, der den offensichtlichen Erfolg
bei der Resonanz seiner Kunden hinter die fehlende Motivation seiner Mitarbeiter stellt.
Beispiel: Eine jährlich stattfindende traditionelle Veranstaltung ist Monate im Voraus ausverkauft und wird abgesetzt, da die tariflich bezahlten Mitarbeiter nicht mehr bereit sind, an diesem Tag mehr zu arbeiten.

Der Erste will nicht, der Zweite kann nicht. Aber beide haben etwas gemeinsam. Sie sind nicht ehrlich zu sich selbst, was ihre Kunden auch nachweislich bemerken. Die Glaubwürdigkeit von PR-Anzeigen oder von Argumenten zu einer abgesetzten Veranstaltung leiden darunter.

Wie soll man da noch argumentieren.

Dirk Hermanns

Schade dass dieser Blog so unbelebt ist.

Bernd Röthlingshöfer

Ja das Blog ist eingestellt. Mehr zum Thema gibt es aber hier:

http://berndroethlingshoefer.typepad.com

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