Marketeaser des Jahres: Fiat?
Beziehen Sie den Kunden ein, lassen Sie ihn mitarbeiten, lassen Sie ihn die Werbung machen!
Während in Deutschland diese Thesen aus Marketeasing von den Marketingdinos ignoriert werden, sind sie beim Fiat Konzern in eine groß angelegte Aktion zur Modelleinführung des neuen Fiat 500 Cinquecento eingeflossen. Dort lässt man Kunden und Interessenten bereits an der Entwicklung des Autos im Internet mitarbeiten – die Ergebnisse sind sensationell:
"Eigentlich ist die Integration der Öffentlichkeit nichts Neues", sagt Luca De Meo und verweist auf Internet-Projekte wie Wikipedia oder die Kollektiv-Software Linux. "Doch die Automobilhersteller haben bislang eher diktatorisch gearbeitet", gibt der Fiat-Präsident zu. "Das ist das Auto, von dem wir glauben, dass ihr es toll findet", habe die Maxime bis dato gelautet
"Allein in den ersten 50 Tagen haben die Italiener mehr als 500.000 Zugänge gezählt, nach wenigen Monaten waren zehn Millionen Klicks, fast 400 Menschen haben ein Foto zu den "500 Faces" auf die Website gestellt, und mehr als 170.000 Entwürfe zeigen, wie sich die Fans den neuen Cinquecento vorstellen."
"Nach mehr als 20.000 Zuschriften wissen wir jetzt auch, welche Form sich die Kunden für den Auspuff wünschen, dass beinahe jeder Zweite eine kleine italienische Flagge unter dem Außenspiegel haben möchte, und dass viele Kunden Wert auf verchromte Stoßfänger legen werden"
"Außerdem haben die Surfer ein Maskottchen und rund 1000 Accessoires gestaltet. "Und warum sollten sie uns nicht auch sagen, welche Werbung sie sich für den neuen Fiat 500 wünschen?"
Während über den Ford Ka noch niemand spricht, ist der Fiat 500 schon heute in aller Munde", freut sich ein Manager.
Alle Zitate aus dem lesenswerten Artikel bei Spiegel Online.



