Podcasting wächst weiter
Verdammt viel Unsinn über virale Werbung

15% der Konsumenten sind für 33% der Mundpropaganda verantwortlich

Nach dem amerikanischen Marktforschungsunternehmen Keller Fay sind in den USA rund 15% der Konsumenten – also 32 Millionen Menschen – überdurchschnittlich aktiv in Sachen Mundpropaganda. Jeder dieser besonders aktiven – die Marktforscher nennen sie „Gesprächs-Katalysatoren“ führt wöchentlich durchschnittlich184 Gespräche, die den Charakter von Mundpropaganda haben. 1,5 mal so viele wie der durchschnittliche Konsument. Diese 15% der Konsumenten sind demnach für 33% aller Mundpropaganda verantwortlich.

Männer und Frauen – wo stecken die kleinen Unterschiede?
58% der Frauen halten es für wahrscheinlich, dass sie die Empfehlungen, die sie via Mundpropaganda erhalten haben, auch selbst weitergeben. Bei den Männern sind es nur 51%. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass die empfohlenen Produkte gekauft werden, ist bei Frauen leicht höher als bei Männern (55% zu 47%). Gleiche Werte gab es auf die Frage für wie glaubwürdig Frauen und Männer Mundpropaganda halten (ebenfalls 55% zu 47%).
Übrigens: Mehr als ein Drittel der „Gesprächs-Katalysatoren“ (37%) sind so genannte Baby Boomer im Alter zwischen 40 und 59. Meistens wenden sich Mundpropaganda-Kampagnen jedoch an jüngere Altersgruppen.

Welche Rolle spielt das Internet?
Die meiste Mundpropaganda findet im persönlichen Gespräch statt. Allerdings fanden die Forscher auch heraus, dass das Internet die häufigste Informationsquelle für die Tipps darstellt, die in der Familie und unter Freunden weitergegeben werden. Das Internet ist also nicht das wichtigste Medium für Mundpropaganda sondern seine wichtigste Quelle.

Worüber wird gesprochen?
Die so genannten „Gesprächs-Katalysatoren“ reden über eine Vielzahl von Branchen, Produkten und Dienstleistungen. Am häufigsten allerdings werden Markennamen aus Medien und Unterhaltung erwähnt -  durchschnittlich 16 mal pro Woche.
Auch die Bereiche Getränke, Nahrungsmittel, Gastronomie, Einkaufen, Reisen, Autos oder Technologie waren häufig Bestandteil von Mundpropaganda. Marken aus diesen Bereichen wurden durchschnittlich 10 mal wöchentlich erwähnt.

Meine Meinung: Untersuchungen wie diese gehören wohl eher in die Rubrik "Nutzloses Wissen". Vor allem Marktforscher tun sich immer wieder mit Erhebungen über sogenannte Influentials, Megahubs oder sonstwie besonders geeignete Multiplikatoren hervor. Sie schaffen damit die Illusion einer Planbarkeit oder Beherrschbarkeit, die es im Mundpropaganda-Marketing einfach nicht gibt. Motto: Finde die "Gesprächs-Katalysatoren" und Deine Marke kommt positiv ins Gespräch.

Gefunden bei Business Wire

Kommentare

Marko Krause

Allein das Wissen wo man seine Message einspritzen muss reicht nicht aus. Man braucht auch ein Produkt über das die Leute reden wollen. Je innovativer desto besser. Wenn es richtig gut ist weiß man manchmal garnicht woher die Leute das eigentlich wissen. Da das Virus sich heimlich hinter dem Rücken verbreitet. Und das ist gut so.

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