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Dümmster Gastronom des Monats?

Der bloggende Pizzabote offenbart erschreckende Unkenntnis im Umgang mit Gästen. Nicht nur, dass er unfähig ist, auf Gäste zuzugehen und sie nach ihrem Wunsch zu fragen. Er will sie dann auch noch belehren.
Der Gipfel ist der Mangel an Einsicht dieses Pizzalehrlings. Anstatt die Grundregeln des Service zu trainieren, betreibt er in seinem Blog lieber noch Gästebeschimpfung und macht sie zum "Anwärter auf  den Titel unverschämtester Kunde des Monats".

Oh Mann.

Via Gastgewerbe Gedankensplitter


Wahrheit und Unwahrheit über das Tannenzäpfle

Spiegel-Online schreibt:

„Das biedere Tannenzäpfle-Bier aus dem Schwarzwald hat in deutschen Großstädten Kultstatus. Zum Teil hat die Marke dort ihren Absatz verdoppelt - und das ohne Werbung

Was falsch ist. Denn das Unternehmen macht zwar keine klassische Werbung – vor allem keine TV- Werbung. Aber Werbung macht Rothaus sehr wohl. Und zwar sehr clever.

Zum Beispiel unternimmt das Unternehmen jede Menge – gemeinsam mit den Kunden. Kaum ein Verein bleibt ungesponsert. Ob es die Polizeikapelle oder der Basketball ist. Es eifert mit einer Rothaus Regio Tour sogar der berühmten Tour de France nach. Es engagiert sich bei so ziemlich jedem Event im Einzugsgebiet, was eh nur noch Rothaus-Land heisst. Es veranstaltet Zäpfle Parties  und hat endlich auch ein lebendes Maskottchen, nämlich die hochverehrte Biergit.

Und noch was. Rothaus lässt auch die Fans die Werbung machen. Die posieren mal mit nüchtern mal angeheitert, mal mit leeren und vollen Kisten - für ein Foto versteht sich! Oder nennen ihr Blog nach der Biermarke.

Bloß weil jemand keine Old School Werbung macht, heisst das nicht, dass er gar keine Werbung macht.

In Wahrheit betreiben die Rothaus-Strategen ein erstklassiges Marketeasing – sie machen Werbung, die die Umworbenen nicht als solche empfinden. Nein, sie machen Werbung, die die Umworbenen in ihrem Leben haben wollen.

Und Spiegel-Online schieben sie Legenden unter.


Britischer Buchverlag vertreibt Bücher in Second Life

Der kleine britische Verlag Snowbooks hat in Second Life einen Buchshop eingerichtet, in dem er eigene und Fremdtitel mithilfe des Amazon Partnerprogramms vertreibt.
Darüber wollte ich eigentlich ja schon gestern schreiben, aber dann ist mir Wolfgang Tischer vom Literaturcafé zuvorgekommen, der die Aktivität mit Tipps fürs Autorenmarketing angereichert in einem Posting vorstellt.

Wieso ist das überhaupt bemerkenswert, die ganzen Berichte über Business-Aktivitäten in Second Life? Vielleicht weil es uns noch schwerfällt zu akzeptieren, dass das so genannte „Virtuelle“ nicht virtuell ist, sondern real.

Die Unterscheidung zwischen virtuell und real ist womöglich einer der größten Businessfehler, die man aktuell begehen kann.


Direktmarketing-Desaster

Soeben schreibt mir ein Leser:

"Anbei erhalten Sie mein Mailing, das ich über die Firma xy Adressmarketing und die Werbeagentur Z gestartet habe. Diese Kampagne hat mich über Euro 8.000,- gekostet und hat nur einen einzigen Kunden gebracht." (Anmerkung: Das darin beworbene Produkt hatte einen Verkaufspreis von 249,- Euro).

Erinnert an Pokern mit einem ganz miesen Blatt.


Business Blog Karneval zum Thema "Erfolg & PR" startet heute

Banner150150b Jörg Petermann und Sven Lehmann starten heute den Business-Blog-Karneval zum Thema Erfolg & PR. Sie schreiben:

„Wir wollen nicht als Experten auf dem Gebiet der PR & Medienarbeit verstanden wissen. Mit unserer Initiative wollen wir lediglich einen bescheidenen Beitrag leisten, um anderen Menschen und uns gleichermaßen:

  • neue und alte Impulse zur erfolgreichen PR & Medienarbeit zusammentragen,
  • ein thematisches Wissensdossier zur freien Verfügung zu erstellen,
  • Anregungen zur eigenen Umsetzung in Unternehmen zu schaffen,
  • Kontakte zur PR-Fachleuten & Medien-Experten zu erleichtern.“

Bis zum 18. Februar 2007, 20.00 Uhr kann man Beiträge dazu leisten. Wie? Ganz einfach, indem man einen Artikel in seinem Weblog dazu schreibt und darin auf das Erfolg & PR Blog verlinkt. Gleichzeitig sendet man den Machern den Permalink des eigenen Beitrages per E-Mail.
Nichtblogger können übrigens auch teilnehmen, indem sie ihre Beiträge per E-Mail einreichen.

Ich werde sicher auch teilnehmen. Aber den ausgelobten Preis für den fleissigsten Schreiber werde ich wohl kaum gewinnen.

PS. Die ersten Beiträge sind dort bereits erschienen. Leider fehlen bei denen die Autoren-Angaben. Und die Trackback Adresse ist arg versteckt. Und noch eine Anregung: bitte publiziert die eingehenden Beiträge täglich in eurem Blog (also nicht sammeln und nur am Ende des Karnevals veröffentlichen). Dann besteht auch die Chance diese gleich zu diskutieren.


Wir bauen ein Stadion - dank You Tube!

Werbung in You Tube? Open Source Marketing? Was viele im Businessalltag noch mit Skepsis betrachten, probieren eine Handvoll Oldenburger Firmen jetzt gerade für ein wahnwitziges Projekt aus.
Die Oldenburger träumen nämlich von einem schönen Fußballstadion, nein, sie haben die Baupläne dafür bereits in der Tasche und brauchen jetzt nur noch das Geld dafür: 20 Millionen Euro.

Daher machen sie in You Tube Werbung für das Projekt und haben damit gleich einen Volltreffer gelandet: mehr als 288.000 Zuschauer haben das Video bereits angeklickt. Das wirbt nicht nur für die Idee, sondern für die Aktionen, die Geld in die Kasse bringen sollen, z.B. eine Porsche-Auktion bei eBay, das Benefizspiel zwischen Hansa Rostock und dem VfB Oldenburg und die wunderbaren  Soccerstones.

Tolle Aktion - von der profitiert jedes beteiligte Unternehmen und am Ende womöglich noch ganz Oldenburg.

Quelle: Scheibes Kolumne im Stern


Wie man Businessinformationen grafisch darstellt

Wie stellt man Zahlen und Zusammenhänge, Projekte oder Aufgaben in überzeugenden Grafiken dar? Welche Möglichkeiten gibt es jenseits von Kuchen- oder Säulendiagrammen?
Viele! Auf der Website von Visual-Literacy.org sind 100 Möglichkeiten dargestellt. Eine davon ist das Himmel- und Hölle-Chart:

Himmelundhoelle

Bild: Visual-Literacy.org

 

Hier sind ein paar Tools, die Ihnen dabei helfen, Ihre Daten ansprechend zu visualisieren. Danke für den Hinweis an Edoardo L'Astorina.


Ideen, Ideen, Ideen

Hat Gisela Behrendt in einem kostenlosen eBook versammelt. Durchstöbern lohnt sich. Schließlich muss man nicht jede Idee selber haben.

Am besten gefällt mir die Rentencard:

"Diese Idee kommt aus Italien: Beim Einkaufen das eigene Rentenkonto auffüllen. Jeder besitzt dort eine Rentencard, die im Supermarkt vorgelegt wird (ähnlich der Payback-Karte). Automatisch fließt der Rabatt auf das eigene Rentenkonto. Warum sollten sich nicht möglichst viele Selbstständige und nicht nur die Branchenriesen daran beteiligen? Wie ich gehört habe, arbeitet Payback schon an der Umsetzung dieser Idee für Deutschland. Was noch fehlt, ist die eigene Rentencard für jeden Bürger. Auf sein Rentenkonto könnte man dann nach Bedarf einzahlen oder eben Rabatte buchen lassen."

So wie ich es sehe, macht sie mit der kostenlosen Sammlung von Werbe- und Marketingideen Appetit auf ihr käuflich zu erwerbendes Buch "Der Flirt mit Ihren Kunden". Gute Idee!
 
Zum Download des eBooks (PDF, 227kb)

via Burkhard Schneider.


Neue Wörter gesucht? Lesen Sie die Wortwarte!

"Es gibt Wetterwarten und Sternwarten. Nun gibt es auch eine Wortwarte. Zu den Aufgaben der Wetterwarten gehört es, die Entwicklung des Wetters zu beobachten und darüber zu berichten. Zu den Aufgaben der Wortwarte gehört es, die Entwicklung des deutschen Wortschatzes zu beobachten und darüber zu berichten... Die Interpretation dieser Beobachtungen überlassen wir gern auch anderen."

Täglich präsentiert die Wortwarte (eine Einrichtung des Seminars für Sprachwissenschaft der Uni Tübingen) neu gefundene Begriffe. Gestern waren es zum Beispiel:

Aktivierungskonferenz, die
Aufholprogramm, das
Berufsqualifizierungsjahr, das
Biersommelier, der
Billigvertriebslinie, die
Identifikationsschub, der
Lernberaterin, die
Menscharium, das
Probiotikum, das
Regelaltersrentenantragsteller, der
Smartfactory, die
Umloggen, das

Ich bin mir nichts sicher, ob das als Inspirationsquelle für Werbetexter taugt. Aber man kann sich prima wundern, was der deutsche Sprachschatz so hervorbringt.


Wie ein Hotel Werbung mit etwas macht, was es nicht hat

"Bis vor einiger Zeit hing ein Gemälde von Rauch im Flur des Hotels. Doch dieses Eisen wurde dem Hotelier schließlich zu heiß, denn eine solche Arbeit wird mittlerweile für mehrere Hunderttausend Euro gehandelt. Also verschwand die Kostbarkeit aus dem Blickwinkel der Touristen."

....

„Hier schlafen Sie mit einem Original“. Mit diesem Slogan wirbt das Galerie-Hotel „Leipziger Hof“ um kunstinteressierte Touristen, die in letzter Zeit häufiger und gezielt in die sächsische Stadt kommen. Sie wurden angelockt durch Artikel in der „New York Times“ und dem Kunstmagazin „ART“ oder einfach nur durch Mundpropaganda und wollen meist ein ganz bestimmtes Phänomen erkunden: die Werke der „Neuen Leipziger Schule“.

Das Galerie-Hotel Leizpiger Hof nutzt sehr geschickt die Gunst der Stunde. Denn seitdem die Bilder des Leipzigers Neo Rauch Rekordpreise auf Auktionen erzielen, ist der Künstler einer größeren Öffentlichkeit weltweit bekannt. Mehr über die Verbindung von Neo Rauch und den "Leipziger Hof", finden Sie auch hier.

Zitate aus der SZ-online


Anwälte suchen Kunden im Friseursalon

Die Meldung ist zwar nicht mehr taufrisch. Ich fand sie dennoch bemerkenswert:

"Auf der Suche nach Kundschaft haben britische Scheidungsanwälte jetzt den Friseur-Salon entdeckt. Die Anwaltskanzlei Thretowans zahlt Friseuren, die ihr neue Klienten vermitteln, eine Provision von 75 Pfund (etwa 111 Euro), wie die Londoner Tageszeitung "Daily Telegraph" am Freitag berichtete. Dabei setzen die Juristen auf die Erfahrung, daß viele Kunden beim Friseur mehr vom privaten Glück und Leid berichten als anderswo."

Quelle: Ärztezeitung


Ein Easter Egg in "Wetten, dass...?"

Easter eggs sind kleine versteckte Gags in Computerspielen, auf Musik-CDs, in Filmen, etc.  Nur der aufmerksame Betrachter entdeckt sie - oder sie kommen nur durch Zufall ans Licht. Und die Kunde von ihrer Entdeckung macht dann per Mundpropaganda die Runde.
Auch bei "Wetten, dass...?" gibt es offenbar ein Easter egg. Der Bühnenbildner von "Wetten, dass...?" verriet der Schwäbischen Zeitung in einem Interview, dass er in jeder Show irgendwo eine Zahl unterbringt. Es handelt sich um die Glückszahl seiner Frau: 44.

Ob es stimmt? Heute abend bei "Wetten, dass...?" können Sie es überprüfen.

Verwandte Artikel

BMW und der Cheat im M3

Wird Werbung gelb? Das Interview mit Ex-Yello Chef Michael Zerr


Wo sind die deutschen B-to-B Blogs?

Gar nicht so einfach. Kennt jemand deutschsprachige Businessblogs, die für ihre Businesspartner schreiben: also für Businesskunden, Vertriebspartner, Zulieferer...?
(Mal abgesehen von Marketingblogs, Lawblogs oder Blogs rund ums Software/Online-Business etc.)

Ausser dem einst gerühmten, seit dem Weggang von Volker Simon aber nahezu toten Fischer-Blog fällt mir auf die Schnelle nichts ein. Hinweise sind sehr willkommen - gerne auch Eigenwerbung der B-to-B Blogs.


Vorbild Spreadshirt

Spreadshirt ist eines der Vorzeige-Unternehmen, die  "Marketeasing" betreiben - ohne es selbst so zu nennen und ihre Marke ohne klassische Werbung aufgebaut haben. Kein Wunder, dass Spreadshirt im Buch Marketeasing vorgestellt wird.
Warum nicht mal lesen, was das Unternehmen selbst über sein Marketeasing sagt? Knackiges Zitat: "Advertising is a tax for having an unremarkable product."

Hier die Folien eines Vortrags, den Andreas Milles beim Online Handelskongreß in Wiesbaden gehalten hat:

Download (PDF, 6,7 MB)

Gefunden bei Jochen Krisch


Was soll man für ein Logo zahlen?

Nike hat 30 US Dollar für sein weltbekanntes Logo gezahlt.
Warum sollten Sie mehr zahlen? Warum sollten Sie 2.000 bis 3.000 Euro bei einem Grafik-Designer auf den Tisch legen? Oder 30.000 bis 50.000 Euro bei einer CI-Agentur?

Inzwischen entwickeln sich in USA und Frankreich Webangebote, wo professionelle Designer professionelle Logos für rund 300 Euro erstellen. Mehr und mehr Firmen geben dort ihre Logo-Arbeiten in Auftrag.

Darüber habe ich in der Januar-Ausgabe von WerbePraxis aktuell berichtet. Eine Grafik-Designerin entschloss sich daraufhin zur Kündigung ihres Abos. Sie schrieb:

„Der Artikel über “Billig-Logos” entlockt mir als Grafikdesigner nicht mehr als Kopfschütteln - zeugt er doch von herzlich wenig Durchblick der Materie.
Im Übrigen wird ein guter Designer, der seine Leistung für ein Logo ab 2.000/3.000 EUR aufwärts verkauft, nie für solche Preise arbeiten - also können Sie sich die Qualität und Oberflächlichkeit der Leistung (die für Laien nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sein mag), die sie dort erhalten, vorstellen.“

So ähnlich argumentierten die letzen Schriftsetzer vor 20 Jahren auch. Und als der Lichtsatz aufkam, wollten die Bleisetzer an ihren Lettern auch festhalten.
Auch das ist seltsam gedacht: Wieso soll ich für eine Qualität bezahlen, die ich als Kunde nicht erkenne?


Die kleine Agentur wirbt für kleine Budgets

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Viele Agenturen werben auch für kleine Budgets. Insgeheim wären ihnen die großen aber lieber. Aber diese Sowohl-Als-Auch-Haltung ist ziemlich daneben. Sie verhindert ein klares Profil und damit klare Signale an die potentiellen Kunden: Wofür stehe ich eigentlich? Was genau biete ich an?

In Österreich gibt es "Die kleine Agentur", die sich auf Budgets zwischen 3.000,- und 5.000,- Euro spezialisiert hat. Alexandra-Fiedler-Lehmann, die Chefin der 1-Frau-Agentur hat sich konsequent als Dienstleisterin für diese kleinen Kunden positoniert. Das beginnt beim Namen und setzt sich beim Webauftritt fort. Der ist spielerisch, einfach, kommt ohne Designglamour und Werbeblabla aus.

Das funktioniert, wie sie in dieser Pressemeldung verrät.

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PS. Wie Sie eine Agentur für kleine Budgets in Ihrer Nähe finden, sagt Ihnen natürlich auch das kostenlose Adressbuch "Wer macht eigentlich.. Werbung für kleine Budgets?" (PDF 784kb)


Bloggen bringt ja nix

Man hört ja immer wieder, Bloggen sei für Unternehmen unnütz. Der Chefredakteur eines Werbe-Klatschblattes behauptete unlängst sogar, das sei nur was für das Online-Prekariat.

Vielleicht interessiert dann die folgende Meldung:

"...erstmals hat gestern unser Webshop den Umsatz in unserem Saftladen, dem stationären Direktverkauf unserer Kelterei, übertroffen. Eigentlich wäre das nichts Ungewöhnliches, weil im Januar unabhängig von der Mehrwersteuererhöhung die Umsätze nie rosig sind. Dann gehen aber auch die Umsätze im Webshop im Gleichschritt mit dem Saftladen zurück. Das ist diesmal nicht der Fall. Wer kauft dann aber jetzt im Januar via Onlineshop? Es sind vor allem Kunden, die wir schon kennen, die schon öfter bei uns Saftboxen bestellt haben..."

Gratulation nach Arnsdorf


Tsunami-Marketing von VW

Bei VW sitzt das Geld gerade locker. Und deshalb überschwemmen die Wolfsburger ab kommenden Dienstag unsere Innenstädte mit Werbung für den VW Golf. (Meldung aus der w&v, Nr. 1-2, Printausgabe)
Sie starten die größte Plakatkampagne Deutschlands und haben dafür 90.000 Großflächen angemietet. Auf jeder zweiten Großfläche wird demnach ein Golf kleben.
Wozu das Ganze? Werden wir ja sehen. Obs dem Golf-Absatz nützt? Werden wir ja bald wissen.


Das Management-Radio über Marketeasing

"In unserer aktuellen Sendung berichten wir über den faszinierenden Ansatz von Bernd Röthlingshöfer. Sein Credo: Weniger werben, mehr kommunizieren“ hat auch hohe methodische Relevanz für die Interne Kommunikation …"

Schreibt das Management-Radio über den Audiobeitrag, in dem es die Grundthesen von Marketeasing vorstellt. Interessant finde ich die Brücke, die die Macher zur internen Kommunikation bauen.
Gestaunt hab ich, als ich mich da im Originalton hörte. Denn ich habe nie Kontakt zu den Radiomachern gehabt. Sie haben den Redeausschnitt aus meinem Besuch im Labor  für Entrepreneurhsip herausgeschnitten. Clever das.
Es lohnt sich im Management-Radio zu stöbern. Spontan gefallen hat mir das Projekt Teutschmann, das aber leider eingeschlafen zu sein scheint.

Dankesehr!

Direkt das MP3 herunterladen (6,7 MB)


Der Kunde sagt zum Abschied leise Servus

  • Bei schlechten Erfahrungen mit dem Kundenservice wechselt mehr als jeder dritte Geschäftskunde (37 Prozent) in Deutschland den Dienstleister, häufig ohne Vorwarnung.
  • Jeder vierte Kunde beschwert sich nicht über die Mängel, sondern handelt.
  • Nur fünf Prozent ertragen schlechten Kundenservice tatenlos. Insbesondere Störungen in der Kommunikation werden in Unternehmensbeziehungen sehr übel genommen.
  • Drei Viertel der Befragten nennen das Warten in der Telefonschleife als größtes Ärgernis im Kundenservice.

Das ist das Ergebnis einer europaweiten Studie von Easynet in Zusammenarbeit mit dem britischen Meinungsforschungsinstitut YouGov.

gefunden bei Burkhard Schneider

Zur Pressemeldung Easynet


Praxischeck für Marketeasing-Mantra No 4: Schaffe Gemeinschaft

Ist ja immer mal gut zu sehen was aus so manchen der eigenen Tipps wird. So liest sich das in Marketeasing:

Mantra 4: Schaffe Gemeinschaft.
In Zukunft werden Sie ohne eine starke Gemeinschaft, ein Netzwerk aus Geschäftspartnern, Freunden, Kunden und Mitstreitern für Ihre Sache, nicht überleben können. Denn jedes Unternehmen ist bislang gegenüber den Konsumenten im Nachteil: Die Konsumenten sind untereinander durch alle möglichen Medien vernetzt. Sie nutzen Websites, Weblogs, Chats, Foren, SMS, Mailinglisten, Instant-Messaging und vieles mehr. Unternehmen tun das nicht.

Unternehmen sind bislang nur nach innen und mit Lieferanten und Geschäftspartnern, aber nicht mit Kunden vernetzt. In der modernen Medienwelt stehen sie noch ziemlich allein da.
Als Marketeaser nutzen Sie jede Gelegenheit mit Ihren Kunden zusammenzukommen. Gemeinsam Produkte und Dienstleistungen zu erleben, gemeinsam Spaß zu haben.

Und so sieht das in der Praxis aus:
Procter & Gamble gründet eine moderierte Yahoo Group rund um Frauenthemen namens Capessa. (Presseinfo dazu).

Und in Deutschland?  Da berichtet David Eicher von Unternehmen, die es definitiv nicht begriffen haben:

"Als zweifacher Vater (und somit Experte) schlug ich damals unter anderem vor: “Man müsste eigentlich so was machen wie OpenBC, aber eben nur für (werdende) Mütter. Die haben doch ein starkes Bedürfnis, sich mit anderen Müttern auszutauschen, Rat einzuholen und vielleicht sogar sich zu treffen.” Und weiter: “Lassen Sie uns doch ein Social Network aufsetzen, dass Ihre Zielgruppe fokussiert. Das kostet Sie einen Bruchteil der TV-Spots, die sie derzeit schalten, sie treffen ihre Käuferschaft punktgenau (was man über die Spots nicht gerade sagen kann) und sie haben die Chance, über dieses Social Network einen qualitativ hochwertigen Dialog aufzubauen.” … Bis heute wurde diese Idee, obgleich ich sie bei anderer Gelegenheit noch einmal angebracht habe, nicht weiterverfolgt."

Das was Procter & Gamble mit Capessa anstellt, verändert nicht nur die Werbung. Vor allem stellt es die bisherige Marktforschung auf den Kopf. Anstelle von Online- oder Telefoninterviews, Umfragen oder Tests mit ausgewählten Panels tun clevere Unternehmen in Zukunft was ganz Simples: Zuhören.

Mehr über Marketeasing


Endlich! Bloggen entwickelt sich weiter

Bisher war der Fortschritt bei Blogsoftware ja wirklich ne Schnecke. Seit ich TypePad benutze - also seit etwa drei Jahren - hat sich an dem Tool nichts Wesentliches geändert.
Vor allem dass es nicht möglich war, statische Seiten mit Blogpostings beliebig zu mixen fand ich sehr störend. Denn man kann auf statische Seiten nunmal nicht verzichten - etwa für die Selbst- oder Firmenbeschreibung. Oder wenn man mal eine Landeseite für eine bestimmte Aktion konzipieren will.

Aber jetzt gibt es Terapad!

Wie es aussieht, ist das alles bei Terapad möglich und noch viel mehr: man kann einen Eventkalender, einen Shop, Stellenausschreibungen und ein Diskussionsforum integrieren! Super! Für Kleinunternehmer ist das genau die passende Lösung. Und die Statistikfunktionen sind auch um einiges besser als das was TypePad anbietet.
Wie man dem Ganzen dann eine deutschsprachige Oberfläche verpasst, mal sehen...

Gefunden bei Jochen Krisch


Danke für die Links, Teil 2

Auch über die letzten Tage ging es mit Erwähnungen für "Wer macht eigentlich.. Werbung für kleine Budgets?" weiter.

Heute bedanke ich mich ganz herzlich für die Links bei:

http://blog.c-fischer.com
http://www.einfach-persoenlich.de
http://www.der-hollemann.de
http://www.foges.de/weblog
http://forfriends.twoday.net
http://www.online-marketing-news.de
http://www.team-success.de/blog
http://www.marktpraxis.com/blog

http://www.servus.at/fadi/blog/fadi-blog.html

http://www.streuverluste.de

Neben Bekannten sind darunter auch ein paar Neu-Blogger. Entdeckt sie!

PS. Habe ich jemand vergessen? Bitte nicht ärgern, sondern melden!


Markentreue und Mundpropaganda bei Autokäufern

Interessante Bemerkungen in einem Interview des Hamburger Abendblattes mit dem Bamberger Wirtschaftsprofessor Meinig zum Thema "Markentreue".

"Die loyalsten Autofahrer sind traditionsgemäß die Audi-Fahrer. 68 Prozent sagen, dass das nächste Auto wieder ein Audi sein wird.
Ähnlich markentreu sind BMW- und Mercedes-Fahrer. Bei letzteren wirken sich allmählich die Qualitätsprobleme - vor allem bei der E-Klasse - aus.
Ganz anders Toyota: Hier empfehlen die Fahrer ihr Auto zunehmend weiter. Was kann sich eine Marke mehr wünschen als positive Mundpropaganda?
Nachdenklich stimmen die vergleichsweise niedrigen Loyalitätsraten bei Opel- und VW-Fahrern. Hier müssen sich die Unternehmen Gedanken machen, wie sie über Qualität und Image, aber auch über positive Emotion die Kunden langfristig binden können"

Quelle: Hamburger Abendblatt

Was die letzte Aussage angeht: "die Unternehmen müssen sich Gedanken machen wie Sie über Qualität und Image die Kunden langfristig binden können" habe ich so meine Zweifel. Schließlich funktioniert die Bindung nur über Qualität - sei es im Produkt, im Service oder als besondere Beziehungsqualität zur Marke oder der Nutzer untereinander.

Letzendlich pfeifen die Leute auf das Image, wenn es nicht zur selbst erlebten Wirklichkeit passt.