Was soll man für ein Logo zahlen?
Nike hat 30 US Dollar für sein weltbekanntes Logo gezahlt.
Warum sollten Sie mehr zahlen? Warum sollten Sie 2.000 bis 3.000 Euro bei einem Grafik-Designer auf den Tisch legen? Oder 30.000 bis 50.000 Euro bei einer CI-Agentur?
Inzwischen entwickeln sich in USA und Frankreich Webangebote, wo professionelle Designer professionelle Logos für rund 300 Euro erstellen. Mehr und mehr Firmen geben dort ihre Logo-Arbeiten in Auftrag.
Darüber habe ich in der Januar-Ausgabe von WerbePraxis aktuell berichtet. Eine Grafik-Designerin entschloss sich daraufhin zur Kündigung ihres Abos. Sie schrieb:
„Der Artikel über “Billig-Logos” entlockt mir als Grafikdesigner nicht mehr als Kopfschütteln - zeugt er doch von herzlich wenig Durchblick der Materie.
Im Übrigen wird ein guter Designer, der seine Leistung für ein Logo ab 2.000/3.000 EUR aufwärts verkauft, nie für solche Preise arbeiten - also können Sie sich die Qualität und Oberflächlichkeit der Leistung (die für Laien nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sein mag), die sie dort erhalten, vorstellen.“
So ähnlich argumentierten die letzen Schriftsetzer vor 20 Jahren auch. Und als der Lichtsatz aufkam, wollten die Bleisetzer an ihren Lettern auch festhalten.
Auch das ist seltsam gedacht: Wieso soll ich für eine Qualität bezahlen, die ich als Kunde nicht erkenne?



