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Neuromarketer wollen Kopuline einsetzen

Die spinnen die Neuromarketer. Dachte sich wohl auch Tim Heckhausen und schrieb an der Universität St. Gallen die Arbeit:

"Camouflage Concept – Der ungefilterte Kaufentscheid. Nutzung subversiver, olfaktorischer Reize im Marketing mit Fokus auf POS"

Ist ein bisschen viel zu lesen momentan. Eine entscheidende Stelle ist die wo der Unterschied zwischen der Verarbeitung visueller und olfaktorischer Reize erläutert wird:

Visueller Reiz:
"Ein Kunde begibt sich in ein Kaufhaus und sieht dort eine Promoterin, die für ein bestimmtes Produkt wirbt. Diese Information gelangt über die Sehrinde in den Thalamus, welcher schon die ersten Informationen für das Großhirn sortiert, und läuft weiter in den Hypothalamus, wo sich die Wege der Information aufspalten.

Der erste Teil gelangt in die Hypophyse und veranlasst unter Umständen die Ausschüttung von Sexualhormonen. Der zweite Teil läuft über die Amygdala in den Hippocampus, welcher auch für die Koordinierung der verschiedenen Gedächtnisinhalte verantwortlich ist. Hier meldet sich nun zum ersten mal das Gedächtnis. Über die Fornix läuft die Information nun zu den Mamillarkörpern und wieder in den Thalamus zurück.

Nun spaltet sich die Information abermals. Ein Teil läuft auf selbigem Weg nun wieder über den Gyrus cinguli oder das Indusium griseum in die Amygdala.

Der andere Teil wird in den Cortex, vor allem in den präfrontalen Cortex gesandt. Diese Bereiche zählen zum Großhirn, dem Sitz des Bewusstseins und u.a. verantwortlich für logisches Denken und Selbstbewusstsein. Hier findet also eine bewusste Bewertung und Filterung der Information statt, wie beispielsweise die Überlegung sich näher auf die andere Person einzulassen.

Olfaktorischer Reiz
Der gleiche Kunde begibt sich in ein Kaufhaus und sieht die Promoterin. Diese signalisiert aber durch den Einsatz von Kopulinen nun zusätzlich, dass sie paarungsbereit ist. Diese olfaktorische Information gelangt nun über die Nase in den Olfaktorischen Cortex, das Riechhirn. Von hier aus gelangt der Impuls nun auf direktem Weg in die Amygdala, dem Mandelkern. Die Amygdala sendet die Information sofort an die Hypophyse welche alsgleich beginnt, Sexualhormone auszuschütten. Es findet bei diesem Vorgang also keine Filterung der Information statt. 

Hier kann man die komplette Arbeit downloaden

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