Previous month:
Februar 2007
Next month:
April 2007

Bemerkenswerte Preisgestaltung: Pirelli verliert seine Winterwette

Bereits zum vierten Mal hat der Reifenhersteller Pirelli vor der Wintersaison seine Winterwette angeboten. Die ging so:
Pirelli hat gewettet, dass im Zeitraum vom 15.11.2006 bis 28.02.2007 die tägliche Durchschnittstemperatur an mindestens 67 bzw. 77 Tagen (je nach Kaufort) unter +7° C bleibt. Falls nicht, wird der Winter also wärmer als von Pirelli behauptet, erhalten die Kunden die sich für die Wette registriert hatten 50% (ADAC Mitglieder sogar 75% ) vom Kaufpreis ihrer neuen Pirelli Winterreifen zurück!
Aufgrund des milden Winters hat Pirelli die Wette erstmals verloren. Mehr als 5.000 Kunden erhalten nun 50% des Kaufpreises zurückerstattet. Ob Sie dabei sind, hängt von den gemessenen Temperaturen in Ihrer Region ab. Auf der Pirelli Seite zur Winterwette kann man es nachsehen. Man muss nur die PLZ eingeben.
Ist das nun gut oder schlecht, dass Pirelli die Wette verloren ging? Nur gut! Erstens freut es die Kunden die gewonnen haben. Zweitens sichert des Pirelli bereits für die nächste Wintersaison einen guten Start. Denn nun ist bewiesen, dass die Wette auch mal von den Kunden gewonnen werden kann.

Alles in allem ein Beispiel wie man durch ungewöhnliche Preisgestaltung Käufer anzieht und Mundpropaganda auslöst.


Spekulieren und Kaffee trinken

Mit einem börsenartigen Preiskonzept lösen die C'ASIA-Coffeeshops Mundpropaganda aus.

In den C´ASIA-Coffeeshops wechselt der Preis für den angebotenen Espresso täglich. Denn der aktuelle Preis orientiert sich an der wichtigsten Warenterminbörse New York Coffee, Sugar & Cacao Exchange (NYCSCE). Bei einem Beispielkurs „07-10-20 COFFEE – Dec07 – 1510“ kostet der Kontrakt Kaffee (1 metrische Tonne/$) mit Lieferung im Dezember 2007 genau 1 510 US-Dollar. Daraus ergibt sich im „C´ASIA“ ein Preis von 1,51 EUR für den Espresso.

Über Infotafeln und Flyer werden die Kunden über das Preisfeststellungsverfahren informiert. Die Gäste können über Leerverkäufe zum aktuellen Tageskurs Coins kaufen, den Espresso aber erst zum Zeitpunkt ihrer Wahl wieder einlösen. So kann man mitspekulieren, niedrige Preise zum Erwerb günstiger Coins nutzen und sich bei später steigenden Kaffeepreisen daran freuen. Die Coins sind dann in allen Shops der Kette (derzeit Nürnberg, Passau und Hamburg) gültig.
„Die exotische Methode erhöht die positive Mundpropaganda für den Coffeeshop“, sagt Bernd Rose, Geschäftsführer des Franchise-Gebers Asia Coffeeshop & Trading GmbH.

Quelle: Pressemitteilung der Asia Coffeeshop & Trading GmbH


Schiltach ist Internetdorf 2007 Baden-Württembergs

Ok, das wär noch keine Meldung wert. Aber warum sie es geworden sind, ist schon interessanter:

Da gibt es ein Stadtwiki, in dem jeder was zur Stadtgeschichte beitragen kann.
Ältere Bürger erzählen Anekdoten aus der Vergangenheit - das ist das Schiltach Podcasting.(Naja nicht sooo spannend für Nicht-Schiltacher))
Super find ich die MP3 Dorfführung Städtleführung - entweder herunterladen oder gleich am PC anhören. (Sowas hat nicht mal Berlin die angebliche Kreativen-Hauptstadt).

PS. Alles toll. Aber "sprechende" Links erzeugen, die ein bissle Google Juice bringen, können sie mit ihrem CMS noch nett, gell? Trotzdem Gratulation nach Schiltach!


Noch was Tolles zur Ideenfindung: Mindmeister

Christian Schenk machte mich eben in den Kommentaren zu meinem gestrigen brainR Posting auf Mindmeister aufmerksam. Leider noch in "Private Beta Phase" also Zugang nur für Eingeladene. Aber es verspricht ein tolles Tool zu werden:

Man kann mit Freuden und Kollegen online eine Mindmap bearbeiten.
Die Bearbeitung ist in Echtzeit möglich.
Via Skye kann man das Mapping auch gleich besprechen.
Vorhandene Mindmaps (Freemind und Mindmanager) können offenbar importiert werden.

Keine Ahnung, ob man auch öffentlich brainstormen und mindmappen kann. Wäre aber klasse.

Danke, Christian


Na endlich: Die ersten Verlage erkennen den Nutzen von Buchfans

Spiegel Online meldet:

"Überraschend gaben Ende Februar die Großverlage Random House (Bertelsmann) und HarperCollins (News Corp) ihre Verweigerungshaltung gegenüber der Abbildung eingescannter Buchinhalte auf und zeigen sie selbst auf ihren Webseiten. Mehr noch, frei nach dem Motto "Wenn schon, dann aber richtig" bieten beide Verlage auch die Möglichkeit an, die Buchinhalte in Social-Networking-Seiten wie etwa MySpace einzubinden. Auf dass der Kunde sich zum besten Werber für das Produkt entwickele."

Der Clou scheint die einfache Einbindung in Blogs und Websites und die Anbindung an eine Affiliate-Programm zu sein.

"Random House setzt auf ein kleines Programm namens Insight, über das eine Auswahl von Seiten im originalen Umbruch anzusehen und zu durchsuchen ist. Die Software verfügt auch über eine Shop-Funktion, die den direkten Kauf ermöglicht, und gibt einen Script-Link bekannt, den man in eigene Webseiten (Blogs, MySpace-Seiten etc.) einbinden kann."

Ach so. Die neue Offenheit der beiden Verlage gilt erstmal nur für die US-Programme.

Mehr dazu bei Spiegel Online.


Gelungenes Stadtmarketing in St. Gallen

Stadtlounge1

In einem ganzen Stadtviertel wurde in der Schweizer Universitätsstadt St. Gallen der rote Teppich ausgerollt. Ist kein Teppich, sondern ein dauerhafter roter Asphalt, der auch Bänke und Tische überzieht. Wenn ich überlege mit welch hässlichem Mobiliar andere Städte ihre Fußgängerzonen aufpolieren, finde ich das einen mutigen und großartigen Entwurf. Umso erstaunlicher dass er den St. Gallern einfiel. Denn er steht in absolutem Kontrast zum ansonsten heimelig-historischen Ambiente dieser alten Bischofsstadt.

Und wer hats gemacht?  Die Schweizer Video- und Aktionskünstlerin Pipilotti Rist und der Architekt Carlos Martinez.