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Der neue Ökoschick

Öko als Luxusgut? Wird das ein Trend auch ein Deutschland? Mathias Horx beschreibt im Zukunftsletter die neue Londoner Öko-Elite. Konsumiert wird ungehemmt jeglicher Luxus aber "ökoschick" muss es sein.
Ja gerade mit dem Ökoschick können sich die Betuchten von weniger Wohlhabenden prima unterscheiden: einen Prius fahren, im Bioladen einkaufen oder sich ein Ferienhaus im Lower Mill Estate, einem der größten Wildparks Großbritanniens kaufen. Die Eigenheimbesitzer genießen dann das Gefühl mit einer seltenen bulgarischen Biberart auf dem Gelände zu wohnen und bekommen beim Einzug ein Hausschwein geschenkt.

Eine britische Ökojournalistin hat auch die Kohlenstoff-Diät erfunden. Statt Kalorienverbrauch wird nun der Kohlenstoffverbrauch gezählt. Wer einen Computer konsequent ausschaltet kann 29 Carbs (1 Carb = 100g Kohlenstoff) sparen. Und wer 6 Energiesparlampen verwendet statt herkömmlicher Glühbirnen, spart satte 3120 Carbs ein. (Prima! Die kann man dann gleich verfliegen und die individuelle Ökobilanz stimmt wieder!)

Ökologie und Nachhaltigkeit könnten tatsächlich einen Boom als schicke Luxusgüter auch hierzulande erleben, wenn es gelingt das Thema mit Lust-Gewinn für den Verbraucher zu verknüpfen. Daran hapert es halt so oft - schlechtes Gewissen machen oder nur an das Gute im Menschen zu appellieren, genügt nicht.

Spannendes Thema, das richtige "Klima-Marketing". Nehmen wir uns auch in der Mai-Ausgabe der WerbePraxis aktuell vor.

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Kommentare

Marc

Die Beobachtung, daß Ökothemen im Moment eine ungeahnte Renaissance erfahren, trifft sicherlich zu. Dazu hätte ich nicht einmal den Newsletter des Herrn Horx gebraucht. ;-) Anliegen des Klimaschutzes haben sich spätestens seit Al Gores oscar-bepreisten Film aus der Müsli- und Birkenstockecke verabschiedet; das Engagement von Leonardo DiCaprio & Co. illustriert wohl hinreichend, daß Umweltengagement "chic" geworden ist.
Allerdings stellt sich dennoch die Frage, ob und wie lange diese Themen im öffentlichen gedächtnis bleiben. Einige Gedanken dazu, habe ich im übrigen in einem aktuellen Artikel der Wissenswerkstatt zusammengefasst.

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