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Warum die klassischen Werber Second Life so lieben

Wundern Sie sich auch, dass derzeit Unmengen von Firmen in Second Life drängen?  Ich würde sogar sagen: Second Life ist den meisten lieber als bloggen. Warum? Das hat Mario Sixtus trefflich beschrieben:

"Das Auftauchen von Second Life muss zu einem kollektiven Aufatmen in den Marketing-Abteilungen dieses Planeten geführt haben. Endlich kann man auch im Internet so weitermachen, wie in der guten alten Zeit vor dem Internet. Man kann Plakate aufstellen, Filialen eröffnen, Werbespots auf riesigen Leinwänden ausstrahlen und sogar Verkaufspartys veranstalten. Toll. Ganz, wie damals"

Weil die klassische Werbung aber sowohl im ersten wie im zweiten Leben nicht mehr die Rolle spielt wie früher, verwundert es nicht, wenn mehr und mehr Firmen schon bald feststellen werden: Hoppla, mein Auftritt in Second Life bringt ja nix als tote Hose.

Aber bis zu der Feststellung ist es ja noch so schön cool, dabei zu sein. Siehe hier: "Baden-Württemberg zeigt mit seinem Auftritt unter dem Motto 'Heimat und Hightech' einmal mehr, dass es eine der wettbewerbsfähigsten und innovativsten Regionen Europas ist."

Nun gönne ich ja jedem seinen Spaß in Second Life, auch wenn er nutzlos ist. Aber das Verprassen von Steuergeldern für sinnlose Eitelkeiten hasse ich.

Via Robert Lender, per E-Mail.

Kommentare

Knut O.E. Pankrath

Schön kurz und knackig auf den Punkt gebracht. Gern setze ich noch einen gegen den Muff der Phantasielosen oben drauf:

Das Wiederkäuen alter Rezepte ist schließlich einfacher, als zum Beispiel einer kleinen Firma zu sagen: Starte mit meiner Unterstützung ein Businessblog auf http://bblogs.de und PROFILIERE Dein Unternehmen und lass mit guten Inhalten und einer klaren Ausrichtung lieber Sogmarketing und Mundpropaganda für Dich arbeiten.

Wäre ja auch zu einfach. Und lässt sich auch nicht cool als Flashintro präsentieren...

Grüße aus Bärlin der aktuellen knutStadt des Landes

Stefan

Selten so genickt

:)

Horst D. Deckert

Als der Begriff "Inquisition" nicht mehr tragbar war, hat man sie in den 60er Jahren in "Glaubenskongregation" umgetauft. Man könnte dazu auch "second death" sagen, denn für Betroffene hat sich nicht viel geändert.

Für die "Geldvernichtungsmaschine klassische Werbung" wurde jetzt "Second Life" erfunden. Klingt doch eindeutig besser als "Second Death", oder?

sigi

Genau auf den Punkt gebracht: Second Life – die Second Hand Verwertung alter Themen und Denkmuster. Die schöne künstliche Schein-Werbewelt nun garantiert noch künstlicher und l(i)ebloser.

Esther

Ich verstehe auch gar nicht warum so viel Wind um Second Life gemacht wird... wir haben doch noch gar nicht das "Sommerloch". Allerdings muss ich mich ja auch gleich mal outen, ich habe bisher nur Reportagen über Second Life gesehen, aber mich dort noch nie angemeldet. Habe ich was verpasst, wenn ich doch das "First Life" bevorzuge? Aber mit einem Businessblog habe ich mal angefangen...

christoph wörner

ich hätte es vorher erraten können, dass dieses blog wieder gänzlich anderer meinung ist als ich. ich kann dem artikel gar nicht zustimmen. und ich empfinde mich nicht als "klassischen werber" - ganz im gegenteil. natürlich ist es für den konsumenten prima, dass er nun die firmen in einer 3d-atmosphäre besuchen kann. die zukunft des internets ist 3d - das ist logische digitale evolution, so sehe ich das.

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