Der erste Werbeartikel, den ich empfehle
Vorsicht! Die Blinkebildchen kommen zurück

Was schreibe ich in meine Website?

Möglicherweise hört sich diese Frage recht doof an. Aber das was Unternehmen schreiben und das was die Leute lesen wollen, sind zwei völlig verschiedene Dinge.
Nehmen wir nur mal VW. Kennt jemand noch den VW Santana? Wer wissen will, was es mit diesem etwas kurzlebigen VW-Modell aus den 80er Jahren auf sich hat, landet nach Google-Suche entweder auf der Website eines Santana-Fans. Oder bei Wikipedia:

    "Der VW Santana war seit 1981 ein Modell des Wolfsburger Autokonzerns Volkswagen. Er baut auf der Plattform des 1980 erschienenen VW Passat der zweiten Generation (VW-Reihe B2, Typ 32B) auf, besitzt aber ein klassisches Stufenheck. Weitere grobe Unterscheidungsmerkmale zum Passat waren ein anderer Kühlergrill mit weißen Blinkern direkt neben den Scheinwerfern (Passat in der Stoßstange) sowie der Chromschmuck. Daneben unterscheidet sich ein Santana aber in vielen weiteren, höherwertiger ausgeführten Details vom Passat. Trotz seiner unbestrittenen Qualitäten (Kofferraum, Anschaffungspreis) konnte der Santana die vorgesehenen Verkaufzahlen nicht erfüllen, so dass er ab 1985 als VW Passat verkauft wurde, auch dessen komplette Frontpartie erhielt und schließlich 1987 ganz eingestellt wurde."

Auf der Seite von Volkswagen: Fehlanzeige. Hier finden sich überhaupt keine Angaben zur Modellgeschichte. Nebenbei gesagt - es findet sich auch keine Sitemap und keine Volltextsuche. Die Marketingleute reden immer vollmundig von Markenwelten und der Markenhistorie, blenden aber auf ihrer Website die ganze Historie aus. Treue Fans, die mit Leidenschaft auch ältere Modelle fahren finden dort nichts. Schöne Markenwelt, die nur eine Verkaufssaison gültig ist. Jeder Gebrauchtwagenkäufer informiert sich besser bei Wikipedia über Modellreihen und ihre Merkmale.

Um wieviel besser wären Websites großer Marken, wenn Sie sich von Verkaufsseiten zu Informationsseiten entwickeln würden? Um wieviel besser platziert wäre sie bei Google? Und um wieviel beliebter wären sie bei den Verbrauchern, wenn darin genau die Informationen stehen würden, die den Suchenden interessieren.

Märkte sind Gespräche - heißt es im Cluetrain-Manifest. Die meisten Unternehmen verstehen darunter nur Verkaufs-Gespräche.

Aber wer besser informiert, verkauft auch mehr.

Kommentare

Die Kommentare dieses Eintrags sind geschlossen.