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Der Hype ums iPhone - morgen live beobachten

Einfach nur spannend ist es, zuzusehen, wie der Verkaufsstart des neuen iPhone von Medien unterstützt wird. Am begeistertsten natürlich die Fan-Postillen.

Die MacNotes schreiben:

"Heute können wir von der Anlieferung der ersten Apple Mobiltelefone in Amerika berichten. Per Luftfracht via Hong Kong wurden die Geräte unter starken Sicherheitsvorkehrungen in die Apple Stores verteilt. Seit gestern ist es auch den Apple-Angestellten verboten, Kameras oder Kamera-Handys mit in die Läger der Stores zu nehmen."

Und kündigen für morgen Großes an:

"Feiert mit uns die lange iPhone-Nacht, um hautnah beim Verkaufsstart dabei zu sein! Schon den ganzen Freitag über werden wir euch mit Live-Informationen direkt aus den Schlangen vor verschiedenen Apple Stores in den USA versorgen. Ab Mitternacht wird es dann richtig spannend: Unsere Korrespondenten werden zu den ersten Käufern gehören, die ihr iPhone in den Händen halten. Natürlich bekommt ihr dann Antworten auf alle wichtigen Fragen, die bisher noch offen sind: Wie gut funktioniert die Touchscreen-Tastatur wirklich? Was sind die genauen Bedingungen des AT&T-Vertrags? Fotos und erste “Hands-On”-Eindrücke liefern wir euch noch während der Nacht."

Apple ist so ziemlich das gewaltigste Beispiel dafür was passiert, wenn man die neuen Spielregeln des Marketeasing beherrscht. Die Anziehungskraft des Produktes ist seit seiner perfekt inszenierten Ankündigung so groß, dass sich Fragen, wie man dafür wirbt total erübrigen. Das erledigen die Medien und Konsumenten für Apple.

Zur langen iPhone-Nacht.

ZDF-Bericht über die Warteschlange vor Apples New Yorker Flagship-Store

Die Tagesschau mit Zahlen zum Medienfieber


Bezahlen Sie doch einfach was Sie wollen

Das kennt man als das Weinerei-Prinzip. Ein Glas mieten, trinken soviel man will, bezahlen was man für richtig hält.

Der Seminaranbieter EK-Seminare macht es ganz genauso, nennt es Pre-Fair-Konzept:

"Bei der Entwicklung dieses absolut außergewöhnlichen Modells haben wir uns einen Begriff aus dem Englischen pre... (vor, früher als) ausgeliehen, weil wir unsere Leistung (Seminare) erbringen, bevor Sie sich Gedanken machen müssen, wie viel Sie ausgeben wollen. Wir sind der Überzeugung, dass dies die fairste Art ist, mit Ihnen Geschäfte zu machen und verlassen uns darauf, dass auch Sie fair mit Ihren Partnern umgehen.

Die Praxis:
Sie sagen uns Ihre Ziele, wir erstellen ein individuelles Konzept und führen das Seminar für Sie durch. Erst danach, wenn Sie die Möglichkeit hatten den gesamten Vorgang für sich bzw. Ihr Unternehmen zu bewerten, sagen Sie uns, wie viel es Ihnen wert ist. (innerhalb 2 Wochen nach Seminarende). In der von Ihnen für richtig befundenen Höhe, stellen wir dann die Rechnung aus."

Das Beispiel habe ich gefunden im Buch "Marketing für Dienstleister" von Thomas Scheuer, der hier ein lesenswertes Blog zum Thema Dienstleistungsmarketing schreibt.


Fundraising - so einfach kann es gehen

Spendenaufruf

Neulich im wunderschönen Café Wild Jordan in der jordanischen Hauptstadt Amman. Auf den Tischen Klappkarten, die einen informieren, dass auf jede Rechnung ein Aufschlag von 1 Jordanischem Dollar fällig wird. Zugunsten der jordanischen Krebshilfe. Wer das nicht möchte, soll dem Kellner Bescheid sagen.
Passiert wohl kaum, denke eher, die Aktion dürfte von 99% der Besucher akzeptiert werden.


Genial! Wenn schon Rabatt, dann mit Spaß!

Wie genial ist das denn: Heute - und nur heute (sorry war schon am 20. Juni) können Kunden der Fastfoodkette California Tortilla einen Nachlass von einem Dollar erhalten - wenn sie den Mann oder die Frau an der Kasse bei Schere/Stein/Papier besiegen.
Wow! Das nenn ich mal eine tolle Idee und nicht der hunderttausendste Rabatt, den man erhält wenn man fleissig Punkte gesammelt, ein Lösungswort gewusst oder eine Zahlenkombi freigerubbelt hat. Das Tolle daran ist das Menschliche darin. Die Leute, die "an der Front" stehen werden mal nicht übersehen sondern ins Spiel mit einbezogen.

Und jetzt stelle ich mir das gerade bei Aldi an der Kasse vor.

Gefunden bei Seth Godin


Die echtesten Levis kommen nicht von Levis?

So etwas behauptete vor kurzem die New York Times. Denn eine japanische Firma stellt Kopien her, die originaler als das Original selbst sind. Während eine echte Levis von Levis hierzulande um die 50 Euro zu haben ist, kosten die noch echteren japanischen Levis der Firma Sugar Cane um die 450 US Dollar. Warum?
Die japanischen Kopierer stellen Nachbauten der historischen Levis Modelle zum Beispiel aus dem Baujahr 1955 wieder her und verwenden die damaligen Stoff-Qualitäten z.T. mit Original-Reissverschlüssen aus dem entsprechenden Jahrgang. Historische Jeans wieder herzustellen, das macht Levis auch. Deren Nachbau scheint Kennern weniger gelungen und ist daher 100 Dollar billiger.

Dies war kein Posting über Werbung. Eher über das was passieren kann, wenn man sein eigenes Produkt nicht respektiert.

via Newsletter, Cool News of the Day


Kleines Tool zur Werbeprojektplanung

Eben schreibt mir eine Leserin:

"Ich bin ständig auf der Suche nach einem vernünftigen Tool, mit dem sich kleine Projekte wie Imagebroschüre, Events etc. vernünftig planen lassen. MS Projektmanagement ist viel zu groß und unübersichtlich, es geht auch meist nur um 1- bis 2-Personen-Projekte.

Wichtig wäre halt ein vernünftige Zeitplanung, wo sich die Termine automatisch verschieben, wenn eine Deadline geändert wird usw. Meistens bastele ich mir etwas in excel, aber das ist nicht wirklich gut.

Tja, gute Frage! Leider weiss ich da auch nichts. Kennt jemand sowas?


Bionade wird gejagt

Ja bislang war es so schön gewesen. Bionade hat ein gewaltiges Wachstum hinter sich - und das nur durch Mundpropaganda. Jetzt aber kommen die Konkurrenten näher - und Bionade wird angreifbar. Der Erfolg führte bereits zu Lieferengpässen und nutzt inzwischen schon einigen Nachahmern. Nun munkelt man aber in der Financial Times Deutschland von einem ganz Großen, der in das von Bionade geschaffene Getränkesegment einsteigen will.
Was macht nun Bionade dagegen? Erstmal Werbung - trotz Lieferengpässen. Man will offenbar den Bekanntheitsgrad so schnell wie möglich erhöhen, noch bevor die mächtige Konkurrenz kommt.
Ob es was nützt? Ob man sich einen Bekanntheitsgrad auf Vorrat er-werben kann? Das glaube ich kaum Und genauso falsch ist es, als David die Waffen eines Goliaths zu wählen. Mir kommt es so vor, als ergreift man da einen Strohhalm, der gerade in der Nähe war.
Das Duell zwischen Bionade und einem mächtigen Newcomer wird nicht durch Werbung entschieden, sondern durch die Präsenz im Handel und in der Gastronomie. Und da kann es schnell heißen: Bionade zurück in die Nische. Aber das scheint den Bionade-Bossen ja nicht zu genügen. Jedenfalls: Bionades beste Zeiten dürften vorbei sein.


Achtung Schweiz! Hier könnt Ihr meine Bücher billig kaufen

In Deutschland weitgehend unbemerkt ist in der Schweiz im Mai diesen Jahres die Buchpreisbindung gefallen. Jetzt gibt es eine Suchmaschine, die die billigsten Preise bei den Schweizer Onlinebuchhandlungen ermittelt: billigbuch.ch

Ich habe mal spaßeshalber nach meinen Büchern gesucht

Werbung mit kleinem Budget: Preise von 15 - 25,60 Schweizer Franken
Kauf! Mich! Jetzt!: Preise von 23,20 - 33,30 Schweizer Franken
Marketeasing: Preise von 42,40 - 56,95 Schweizer Franken

Das ist beim jeweils billigsten Anbieter 10-15% billiger als in Deutschland. Das LiteraturCafé weiss: "Wer allerdings glaubt, nun einige Titel übers Internet günstig bei Schweizer Online-Shops bestellen zu können, der irrt. Auch importierte deutschsprachige Bücher müssen in Deutschland zum gebundenen Ladenpreis verkauft werden."



Wie Bloggen wirkt: So gewinnt die Owen Business School Studenten

"Es gibt viele Gründe, warum Amanda Hopkins sich für die Vanderbilt Owen Graduate School of Management entschieden hat...
Ausschlaggebend für ihre Entscheidung aber war, was sie auf Owenbloggers.com gelesen hat. Hier berichten die Studierenden über ihre Erfahrungen an der Owen Business School."
"Jeden Tag lese sie das Blog, sagt sie. So habe ein Student über einen schrulligen BWL-Professor geschrieben, der zum Examen im Smoking erschien. "Owen Business School ist ernsthaft, macht aber auch Spaß. Das hat das Blog ans Licht gebracht", sagt Hopkins."

Das Blog geniesst eine hohe Glaubwürdigkeit,weil es von Studenten selbst geschrieben wird. So wird der Alltag an der Business School lebendig vermittelt - besser als es eine Hochglanzbroschüre könnte. Besser als ein kurzer Kennenlern-Besuch auf dem Campus. Da sieht man mal wieder: Bestehende Kunden gewinnen neue Kunden besonders wirksam.

Zitate aus der Financial Times Deutschland.


Klassische Werber werden immer verzweifelter

Oder hätte man sagen sollen, VW wird immer verzweifelter? Ich weiss nicht was den Verantwortlichen so durch den Kopf geht, wenn sie so manche Agenturidee durchwinken.
Es geht um die alte Old School Werber-Frage wie man die 100%ige Aufmerksamkeit des Umworbenen erringt. Na? Ganz einfach. Indem man ihm eine Beule ins Auto fährt. Da wird er aber gucken! Und am besten hinterlässt man bei der Beule noch seine Visitenkarte. Das wirkt immer.

Nun hat VW keine echten Beulen verursacht. Aber die magnetischen Aufkleber die VW da den Leuten an die Karosserie klebt, sehen täuschend echt aus.

Patrick hat die richtigen Worte dafür
.


Marketeasing-Brunch in Düsseldorf

Marketeasing-Leser Christian Fischer will einmal im Moment mit Gleichgesinnten aus Marketing und Werbung zusammentreffen und organisiert einen "offenen Brunch für verbraucher- und unternehmerfreundliches Marketing".
Find ich klasse und trifft eine Idee, die mir auch schon im Kopf herumspuckte. Warum nicht ein ähnliches Format wie Klaus Eck (der die Idee mit den Nextperts-Frühstücken hatte) für Marketeasing-Interessierte veranstalten? Bei Interesse bitte bei mir melden.
Und wer an der Veranstaltung in Düsseldorf teilnehmen möchte, hier die Daten: Beginn: Samstag, der 07.07.07, um 11:00 Uhr
Ort: Restaurant Lewinski, Flurstr. 74 in Düsseldorf Flingern
Anmeldung: postanfischer@gmx.net

Christian Fischer zur Veranstaltung: "Die Teilnahme ist kostenfrei. Jeder bezahlt seine Speisen und Getränke selbst. Bei diesem ersten Treffen würden die Themen für weitere Treffen geplant werden. Grundsätzlicher Sinn dieser Treffen ist es, Erfahrungen auszutauschen und Kompetenzen zu ergänzen. Abseits klassischer Marketingtechniken, die Kunden nerven und Unternehmen arm machen. Der Brunch richtet sich an sämtliche Unternehmer, Marketingleute, Werber und PR-Menschen aus Düsseldorf und Umgebung. Selbstverständlich sind Sie herzlich willkommen."


Testen Sie die neue Mercedes C-Klasse. Bei Ihrem BMW Händler

Warum kann man bei Autohändlern nicht mehrere Marken vergleichen? Klar, weil die Händler markengebunden sind. Aber warum haben die Autohersteller so eine Angst vor dem Vergleich mit der Konkurrenz? Der Kunde macht es doch eh - da kann man ihm doch das Vergleichen erleichtern. Vor allem dann wenn man überzeugt ist, besser abzsuchneiden.
In Deutschland geht das noch nicht. Aber in den USA bieten General Motors Händler nun Vergleichsfahrten mit Honda und Toyota an.

Gefunden bei Seth Godin


Die 4-Stunden-Woche ist möglich

Ferriss_cover Nur vier Stunden pro Woche arbeiten und dann noch 40.000 US Dollar monatlich verdienen? Wie das gehen soll, verrät Autor Timothy Ferriss in diesem Buch. Vermutlich hat ihn der Bestseller in die komfortable Lage gebracht? Neugierig gemacht hat mich auch dieser Satz:

"Fun things happen when you earn dollars, live on pesos and pay in rupees."

Wer es bestellen will, hier lang.


Coole Küchenschürzen

Aboutus Bisher waren Küchenschürzen ja immer sowas von uncool. Weshalb sie wohl mit Recht ausgestorben waren. Mutter und Tochter Steele haben das tote Produkt wiederbelebt und daraus ein Geschäft entwickelt, das mittlerweile 3 Millionen US Dollar Umsatz macht. Vier Jahre nach Gründung werden die Kochschürzen in mehr als 800 Geschäften verkauft. Gute Stoffe, klassische Muster im Stil der 40er und 50er Jahre und die Küchenschürze wird zum Kultobjekt: "Jessie Steele"
Man gucke sich mal die Liste der Presseberichterstattungen an - wer ein richtig cooles Produkt hat, kann auf Werbung verzichten. Die Zeitungen reissen sich offenbar um Schürzenbilder. Auch in der Serie Desparate Housewives sollen die Retro-Schürzen schon zu sehen gewesen sein.

Das Beispiel, das die These der beiden US-Marketingprofis Al und Laura Ries ("PR ist die bessere Werbung") untermauert, die für Start-ups ausschließlich PR empfehlen.

Gefunden beim Burkhard , Bild: Jessie Steele


Und wann verwenden Sie mal ein Abrissposter?

Abrissposter kennen wir vermutlich noch alle aus der Studienzeit. Sie wissen schon die selbstgemachten Plakate und Zettel, die am Schwarzen Brett hingen: "Mitfahrgelegenheit gesucht" oder "Männer-WG sucht Mitbewohnerin". Feinsäuberlich wurde das Ende des Posters in kleine Streifen mit den Adressdaten oder der Telefonnummer geschnitten.
Wenn Unternehmen auf die Idee kommen, diese Abrissposter einzusetzen und sich dabei von Gestaltungsprofis helfen lassen, kommen wunderbare Ideen dabei heraus. Sieht man bei Dejan Novakovicz.
Via Burkhard Schneider


Lebensversicherung für 1 Euro per SMS abschließen

Jordanisches_taxi Da können die Versicherungsdinosaurier in Deutschland noch was lernen. Bei der Südafrikanischen Metropolitan Life Versicherung kann man jetzt Kurzzeit Lebensversicherungen per SMS abschließen. Dann hat man eine Lebensversicherung für eine Woche - ist mit rund 6.400 Euro versichert und zahlt dafür nur einen Euro. Cover2go heisst das Produkt.
Den Vertrieb hat sich die Versicherung  - kein Wunder bei diesem Angebot - komplett eingespart. SMS genügt, um die Police abzuschließen.
Angebote wie diese pflanzen sich über Mundpropaganda fort – oder können sehr gezielt in Taxen oder bei Busunternehmen (Minibussen) beworben werden. Und: Einfache Preisgestaltung ist oft die beste Werbung.
Quelle: Spiegel Online


Der Zukunftsletter über Foodlogs

Matthias Horx widmet sich im neuen Zukunftsletter auf einer Seite dem Erfolg von Foodlogs - also Weblogs, die sich um Nahrungs- und Genussmittel drehen. Interessante Fakten:
Das Weblog Chocolate und Zucchini verkauft Werbeanzeigen über Blogads - zu Preisen von 1.200 Dollar für ein Werbebanner pro Monat. Außerdem ist die Betreiberin Clotilde Dusoulier erfolgreich unter die Buchautorinnen gegangen und vermarktet die ins Buch gepressten Bloginhalte derzeit auf einer Lesereise in den USA.
Erwähnung findet im Artikel auch das hervorragende Blog der beiden Münchner Nicky und Oliver, (deliciousdays.de) die international Furore machen.
Und gute Verkaufszahlen gibt es vom südafrikanischen Weinblog Stormhoek zu vermelden - sie haben via Blog schon über 100.000 Kisten Wein verkauft.


Wieder zurück

Nach mehr als 6.000 km Autofahrt haben wir und 64 andere Teilnehmer der Rallye Allgäu-Orient am Samstag unser Auto in Amman für eine Hilforganisation gespendet. Ein paar hatten ihr Auto unterwegs verloren.
Mit Bloggen war nix, sorry. Anfangs hielten wir das Ganze noch für eine ausgedehnte Urlaubsfahrt, mussten aber spätestens am 3. Tag feststellen: das war eine echte Rallye. Täglich wurden die Fahrzeiten erhöht (12-14 Stunden und die Schlafzeiten (5-6 Stunden) reduziert. In der "freien" Zeit wurden Rallye-Aufgaben gelöst oder Übernachtungsplätze organisiert.
Jetzt habe ich seitenweise Notizen und über 1.500 Bilder mitgebracht. Die Berichte gibt es dann in den nächsten Tagen beim Rallyeblogger. Und hier gehts gleich mit Werbung weiter.