Hört auf von Zielgruppen zu reden
New York, New York oder wie man auf digitale Mundpropaganda verzichtet

Charity Shopping: Ein Trend, den ich nicht mag

Irgendwie gefällt mir dieser Trend gar nicht, der da lautet: hemmungslos einkaufen und damit Gutes tun. Es riecht nach erkauftem sozialen Gewissen, stinkt aber nach Ablaßhandel.
Eingesetzt werden die eingenommenen Spendengelder dann irgendwo in Asien oder Afrika - da wo kein Mensch je hinkommt. Eine Globalisierung der Mitfühlkultur. Transparenz, Budgetkontrolle, Sinnhaftigkeit der Projekte - damit nimmts dann keiner der Konsumenten mehr so genau. Nachdem ich in diesem Jahr dazu beigetragen habe mehr als 40.000 Euro im jordanischen Wüstensand zu verbuddeln, sehe ich die Dinge jedenfalls anders als vorher.

Zur Charity-Shopping-Plattform The Care Club

Kommentare

latita

Wie kommst du darauf, dass 40 000 Euro im Wüstensand verschwunden sind?
Gibts dafür Anhaltspunkte?

Btw. ich kann dem auch nichts abgewinnen, eben wegen der fehlenden Möglichkeit nachzuprüfen. Man hört immer Gerüchte, das die Gelder zuerst mal großteils im Verwaltungskopf versickern... Nachweisen kann man das auch nicht, aber das Risiko ist mir zu hoch. So dicke haben wir es dann auch nicht.

Bernd Röthlingshöfer

Verbuddeln meine ich ganz wörtlich - weil die örtlichen Arbeiter da am Ausheben der Fundamente waren. Nachdem der Arbeitsfortschritt nach einem Jahr mehr als kläglich war, macht man sich schon ein paar kritische Gedanken.

Die Kommentare dieses Eintrags sind geschlossen.