Backen ohne Mehl, Erfolg ohne Werbung
Virtuelle Buchpräsentation auf einer Studentenkonferenz

Richter als Spaßbremsen

Das deutsche Wettbewerbsrecht ist ein schlechter Witz. So hat das OLG Köln inzwischen das Rabattwürfeln verboten.Warum? Die Spiellust der Verbraucher werde ausgenutzt. Letztlich sei das Glücksspiel an dern Erwerb einer Ware gekoppelt usw. Ja und? Hätte jemand was anderes erwartet?

"In einem Urteil vom 09.03.2007 hat der 6. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Köln (Az. 6 W 23/07 - Veröffentlichung in MIR folgt) die Werbeaktion einer Baumarktkette als wettbewerbswidrig beanstandet, wonach der Kunde vor dem Bezahlen an der Kasse um die Höhe des ihm zukommenden Rabattes würfeln sollte. Er gab damit dem Antrag eines Verbraucherverbandes auf Erlass einer einstweiligen Verfügung recht, mit dem dieser die Unterlassung der Aktion verlangt hatte. Der Baumarktbetreiber hatte Anfang des Jahres Zeitungsanzeigen mit dem Inhalt geschaltet, dass Kunden im Rahmen der Aktion "Das Große Rabatt-Würfeln" an der Kasse darum knobeln konnten, ob ihnen auf den getätigten Einkauf 5, 15 oder 25 % Rabatt gutgeschrieben werden. Nieten sollte es nicht geben, da 5 % auf jeden Fall garantiert seien."

Hier geht es nicht um den Schutz der Verbraucher. Sondern um den Schutz der weniger einfallsreichen Wettbewerber, die nicht auf originelle Rabatt-Ideen kommen und somit weniger Umsatz machen könnten.

Quelle: Medien-Internet-und-Recht

Kommentare

Stefan

Nun ja, der letzte Absatz beschreibt doch, worum es eigentlich geht: "... was sein Marktverhalten (Anm: des Kunden) nicht nur unerheblich zum Nachteil der Mitbewerber beeinflusse."
Verbraucherschutz ...?

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