Barcamp am Bodensee
Warum ich meine letzte Amazon Rezension geschrieben habe

Amazon-Rezensionen, auch die Rezensenten sind unzufrieden

Der Amazonrezensent Marco Thorek ist für einiger Zeit auf meinen Artikel Amazon und die Buchrezensionen gestoßen und schreibt mir dazu:

"Hin und wieder verfasse ich für die deutsche Amazon-Webseite eine Rezension. In den letzten 12-18 Monaten wurde es aber auch für mich recht augenscheinlich, dass diese Kundenrezensionen von Dritten beeinflusst werden und entweder positive Kommentare von parteilichen Stimmen verfasst oder, wie mir nun einige Male passiert, negative Kritiken neutraler Rezensenten von Amazon-Mitarbeitern gelöscht werden, da sich wohl jemand über sie beschwert hat.

Im konkreten Fall ist es mir so ergangen, dass eine meiner kritischen Rezensionen, zum Buch "Familie macht Sinn" von Birgit Kohlhase, im letzten Jahr nach einigen Wochen Vorhandenseins verschwand. Man erhält darüber ja keinen Hinweis und schon gar keine Begründung und ich bemerkte es erst geraume Zeit später.

Auf Nachfrage wurde die Rezension wiedereingestellt, da sie "durch einen Fehler" gelöscht worden sei, dann aber doch wieder gelöscht - nun wieder nicht den von den Mitarbeitern anscheinend frei interpretierbaren Richtlinien entsprechend - und auf erneute Nachfrage und nach einer Kürzung durch Amazon wieder eingestellt.

Interessant daran ist, daß diese Version auch wieder gelöscht wurde, nach Rückfrage in der gekürzten Fassung wieder eingestellt wurde, um wieder gelöscht zu werden, da selbst diese Version, wohlgemerkt, die von den Amazon-Mitarbeitern höchst selbst redigierte, nicht den Rezensionsrichtlinien entspräche. Auf Nachfrage wurde auch diese, nach nochmaliger Änderung durch einen Mitarbeiter, wiedereingestellt.

Und, Sie werden es ahnen, wieder gelöscht.

Just in den letzten Tagen ist eine andere meiner Rezensionen, diese zu "Die neue F-Klasse" von Thea Dorn, zusammen mit praktisch allen weiteren kritischen Meinungen zu diesem Buch verschwunden. Eine einzige negative Bewertung steht nun noch da und das vorher kumuliert mit 3 1/2 Sternen bewertete Buch steht nun mit soliden 4 1/2 da - kurz bevor es als Taschenbuch veröffentlicht werden soll."

Inzwischen hat er sich an den Amazon Deutschland Geschäftsführer Ralf Kleber gewandt. Eine zufriedenstellende Antwort hat er dort aber auch nicht erhalten:

"Herr Kleber ist in dieser Antwort der Meinung, dass der beschriebene Zustand nicht im Sinne von Amazon ist und er wolle sich darum kümmern.

Allerdings kam es mir auf den zweiten Blick so vor, als ob der Brief etwas schematisiert sei, da er mich durch quasi wortwörtliches Aufgreifen meiner Formulierungen stark an das erinnerte, was man bei Anfragen an den Kundendienst von Amazon als Antwort erhält."

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