GEZ versucht es mit Neusprech
In China wirkt klassische Werbung nicht. Und hier?

Gerade mal 85.000 Zuschauer für das Sixt/Reim Video

Habe ich soeben bei YouTube gezählt. Naja, ein Riesenerfolg beim Zuschauer scheint das ja nicht zu sein. Aber die Medien berichten euphorisch oder ausführlich, siehe Spiegel Online, oder Handelsblatt in der gestrigen Printausgabe. Was es dann doch noch zu einem erkauften PR-Erfolg für Sixt macht. Denn seltsamerweise ist die Liste der Medien die berichten, recht ähnlich der Liste der Medien, die Werbegelder für die Kampagne erhalten haben. Zum einen durch verschiedenste Banner auf vielen großen Webseiten wie www.spiegel.de, www.sueddeutsche.de, www.auto-motor-und-sport.de, www.bild.t-online.de, www.adac.de, www.Sat1.de, www.prosieben.de, www.kabeleins.de, www.ehrensenf.de, www.focus.de, www.myvideo.de sowie den Webseiten der Tomorrow Focus Networld (u.a. www.max.de, www.tvspielfilm.de, www.amica.de, www.focus.de, www.cinema.de www.tomorrow.de, www.holidaycheck.de, www.playboy.de und www.fitforfun.de), zum anderen durch eine klassische Teaser-Anzeige in Spiegel, Focus, FAZ, FTD, SZ, Welt/Welt am Sonntag, Handelsblatt.

Muss ja nix bedeuten. Außer: Medienerfolg kann man sich kaufen. Den beim Zuschauer nicht.

Und ein Preis hat das Video auch schon gewonnen, als bester Online Content 2007. Ausgezeichnet von einem gewissen BDOA, dessen Aufgabe es gar nicht wäre, solche Preise zu verleihen, da er nach eigener Aussage sich um Berufsbildung etc. kümmern möchte. Hier die Preisbegründung:

"Viral Marketing auf exzellentem Niveau. Der ehemalige Kassenschlager von Matthias Reim „Verdammt ich lieb dich“ begeisterte in seiner umgedichteten Version unzählige Internetuser, noch bevor die offizielle Webpage von Sixt freigeschaltet wurde. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich das Video im World Wide Web, wurde hundertfach verlinkt und eroberte die Playlist sämtlicher Videoportale."

Man beachte die Wortwahl: "Eroberte die Playlist sämtlicher Videoportale". Heisst nix anderes als: wurde in sämtliche Videoportale eingestellt.

Stellt sich die Frage ob das überhaupt als Viralmarketing-Kampagne zu bezeichnen ist: denn angesichts des massiven Seedings scheint die Ausbeute mehr als mager und der Weiterverbreitungsfaktor recht nahe bei Null zu liegen.

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