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Telekom: Kündigen oder knebeln lassen

Im April diesen Jahres habe ich den Tarif Call & Surf Comfort/ISDN bei der deutschen Telekom zum Preis von 53,95 Euro monatlich abgeschlossen.
Der Wettbewerbsdruck hat dazu geführt, dass die Deutsche Telekom diesen Tarif jetzt deutlich preiswerter anbietet. Statt 53,95 bezahlen Einsteiger nun 48,95 für den gleichen Tarif. Als bestehender Kunde zahle ich allerdings weiter den alten Preis. Ist das kundenfreundlich? Wohl nicht.
Nun, wer bei der Deutschen Telekom anruft, kann den neuen Tarif einfordern. Auf ausdrücklichen Wunsch werden dann auch den bestehenden Kunden die verringerten Gebühren eingeräumt.

Aber jetzt kommts: Dann erhöht sich die Laufzeit des bisher einjährigen Vertrages auf weitere zwei Jahre.

Womöglich findet es die Deutsche Telekom besser, wenn die Bestandskunden kündigen und dann mit erheblichem Mehraufwand wieder angeworben werden müssen.

Kommentare

Frank Obels

Ich vermute, diese Firma will gar kein Geld verdienen.

Ich bin mit meiner Firma im Juli umgezogen und versuche seit nunmehr 3 Wochen einen Telefon-Anschluss zu bekommen.
War im T-Punkt in der Business-Abteilung. Dort habe ich einen Auftrag, so wie ich ihn wollte, erteilt. Eine innere Stimme sagte mir, ich solle nochmals am nächsten Tag hingehen.
Die Person, die mich bediente, war nicht mehr da. Alle T-Punkt-Business-Abteilungen werden derzeit aufgelöst, hieß es!
Und mein Auftrag?
Nix von da!

Oh man(n), könnte ich gerade viele Erlebnisse mit diesem Unternehmen erzählen :-(

Christoph Hörl

Die Telekom versucht meiner Einschätzung nach weniger abgewanderte Kunden zurückzugewinnen, sondern vielmehr bestehende möglichst dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Gleiches gilt für T-Mobile. Mit einem schmackhaften Angebot am Telefon wollte mich letzte Woche ein Mitarbeiter für die kommenden 30 Monate an meinen bestehenden Vertrag binden. Zum Glück habe ich das durchschaut.

Michael Herrling

Als nachhaltige Kundenbindung kann man die Vorgehensweise der Telekom nun wirklich nicht bezeichnen. Und da denen im vergangenen Jahr auch noch eine enorme Anzahl an Kunden verloren ging, ist es umso unverständlicher, dass dort noch immer an dieser Strategie festgehalten wird. Die Kunden nur durch vertragliche und unfreiwillige Wechselhürden binden zu wollen, kann sich früher oder später rächen. Leider setzten viele Unternehmen noch immer ausschließlich auf Neukundengewinnung statt auf die freiwillige Bindung Ihrer bestehenden Kunden. Das ist fast schon wie Fischen mit einem Kescher ohne Netz.

Stefan

2 Jahre Mindestvertragslaufzeit, hier der Telekom lautstark vorgeworfen, sind bei anderen Anbietern seit langer Zeit gang und gäbe!
Die Telekom übernimmt damit - leider - lediglich in der Branche verbreitete Gepflogenheiten. In der Vergangenheit konnte man die relativ kurzen Kündigungsfristen quasi als Ausgleich für die nicht ganz so günstigen Preise betrachten.

Des Weiteren ist es eine Illusion, zu glauben, dass es bei anderen Anbietern besser wäre. Die günstigen Preise müssen irgendwo "zusammengespart" werden, zuerst beim Service ...

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