Das Buch zur Yello Strom-Kampagne: Jetzt kostenlos downloaden
Ungewöhnliche Geschäftsidee: Der Sydney Harbour Bridge Walk

Über Amazon-Listenspam zum Bestseller?

Amazon Listenspam? Geht ganz einfach. Jeder Mensch kann eine Lieblingsbücherliste anlegen, diese Listen werden dann nach irgendeinem Prinzip bei Amazon angezeigt, z.B. in der rechten Spalte neben Suchergebnissen oder direkt unter dem ausgewählten Buchtitel.

Nachdem man bei Amazon seit einiger Zeit auch Diskussionsrunden zu Büchern eröffnen kann, kann man sich dort auch beschweren, wenn ein Buch offensichtlich durch Spam beworben wird. Und genau das tun Amazon Nutzer in der Diskussion zu dem Bestseller: "Nachts sind alle Katzen geil"

Ihr Vorwurf - unzählige Listen sind angelegt worden, nur um das Buch zu pushen. Verdachtsmoment: Die Mehrzahl der Leuten, die Listen angelegt haben und 5-Sterne-Kommentare schreiben, sind ansonsten nicht durch weitere Amazon-Aktivitäten aufgefallen. Ergebnis: Fünf Sterne hat das Buch, 31 enthusiastische Kommentare und einen Verkaufsrang unter den Top 20.

Das wundert einen doch: Denn das Buch ist grottenschlecht. Viele der dort geschilderten Phantasien sind von der Art, wie sie jedem Pubertierenden durch den Kopf gehen. Die erzählerischen Fähigkeiten hätten manchem der dort vertretenen Autoren wohl die Deutsch-Versetzung gefährdet. Die Anzahl der Orthograhie-Fehler auch.
Die einzige Perle im Buch: Sophie Andreskys Geschichte. Mein Beileid, Sophie zu diesem Umfeld.

Fällt schwer zu glauben, dass deutsche Buchkäufer bei einem derart schwachen Machwerk in die bei Amazon gezeigte Euphorie ausbrechen. Immerhin: Dank der Hinweise in den Diskussionsrunde kann sich jeder seine eigenen Gedanken dazu machen.

Der Zorn der Amazon-Nutzer trifft aber nicht die Autoren. Sondern Amazon selbst. Wer sein Bewertungssystem nicht selbst zerstören will, muss dafür Sorge tragen, dass das Vertrauen in das Rezensionssystem erhalten bleibt.

Hier gehts zur Diskussionsrunde bei Amazon.

Kommentare

Die Kommentare dieses Eintrags sind geschlossen.