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Mit dem Fahrstuhl zum Plot

Google will neues Wikipedia aufziehen

Heute hat Google ein neues Projekt vorgestellt: Knol. Die Idee dahinter ist schnell erzählt. Auf der Welt gibt es Millionen Menschen, die über Expertenwissen verfügen und es gerne teilen wollen.
So weit sie gut. Solche Leute bloggen und schreiben auch in Wikipedia Beiträge. Aber womöglich könnte Knol für die ambitionierteen Profi- und Hobbyexperten besonders interessant werden. Denn es gibt ein paar wichtige Unterschiede zwischen Wikipedia und Knol.

  • In Wikipedia schreiben eine Vielzahl von Autoren an einem Artikel. Einen Knol-Beitrag verfasst nur einer. Wem es also darauf ankommt, digitale Reputation zu gewinnen, der wird Knol vorziehen.
    In Wikipedia sind Autoren so gut wie unsichtbar. In Knol werden sie mit einem Foto präsentiert. Das macht es zu einer idealen Plattform für professionelle Experten. Denn die sichtbare Präsentation verhilft ebenfalls zum Imageaufbau.
  • In Wikipedia kann man Kritik und Korrekturen am Artikel vornehmen und in der Historie der Versionen eines Artikels nachlesen. In Knol kann man Kommentare zum Artikel abgeben wie bei einem Blogeintrag - öffentlich.
  • Zusätzliche Reputation können Autoren gewinnen, indem die Artikel von den Nutzern bewertet werden. Ein solches Ranking gibt es bei Wikipedia nicht.
  • Last not least will Google auf den Knol-Expertenseiten Anzeigen schalten und die Werbegelder mit den Autoren teilen.
  • Der größte Nutzen könnte allerdings darin bestehen, dass Knol-Artikel in den Google Suchergebnissen besser präsentiert werden als die Wikipedia-Einträge. Und das will schon was heißen, weil derzeit sind die in den Suchtreffern ganz oben.

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