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Sofahersteller Machalke antwortet nicht - bereits seit 20 Tagen

Heute vor 20 Tagen schrieb ich dem deutschen Polstermöbelhersteller Machalke eine kleine Frage in das Kontaktformular auf seine Website. Bei welchem Händler das Modell Hyde Park denn anzutreffen sei - damit wir es probesitzen können?
Nachdem ich schon Besitzer eines Machalke Modells bin, nehme ich an, das Sitzgefühl wird auch bei dem ins Auge gefassten Hyde Park wunderbar sein. Aber wer kauft ein Sitzmöbel schon unbesehen?

Vor 13 Tagen entdeckte ich dann das Profil des Machalke Geschäftsführers Bernd Fuhler bei Xing und stelle ihm die gleiche Frage mit Hinweis auf meinen Blogeintrag. Auch hier gab es keine Antwort.

Vor 4 Tagen besuchten wir dann einen Händler in Lindenberg. Dort gab es zwar verschiedene Machalke Modelle zu sehen, aber nicht das gesuchte Hyde Park. Aber dann hatte der Händler eine folgenschwere Idee. Er versprach uns weitere Informationen von Machalke zu besorgen.Er rief in unserem Beisein beim Hersteller an und bat um die Zustellung eines PDF. Zuerst warteten wir. Vergeblich. Dann versprach der Verkäufer das PDF per E-Mail nachschicken. Zwei Tage später dann diese Antwort:

"Leider habe ich bis heute noch keine Unterlagen von Machalke erhalten. Ich werde Ihnen diese schnellstmöglich weiterleiten, sobald diese bei uns eingetroffen sind. Ich hoffe Sie haben noch etwas Geduld - Sie wissen ja wie das häufig vor Weihnachten läuft."

Ich vermute, das läuft bei Machalke auch nach Weihnachten nicht anders.


Ein Vorschlag zur Umfunktionierung des Rundfunks: 1000MIKES

"Ein Vorschlag zur Umfunktionierung des Rundfunks: Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur zu hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn auch in Beziehung zu setzen"

Das schrieb der Dichter Bertolt Brecht vor rund 80 Jahren.(Zitat aus Wikipedia: Radiotheorie)

Jetzt können die Vorschläge Brechts in die Tat umgesetzt werden. Denn in ein paar Wochen soll 1000MIKES an den Start gehen - ein deutsches Startup, bei dem jeder seine eigene Reportagen übers Internet veröffentlichen kann. Nun ja Podcasting gibt es schon lange - aber es ist nicht live. Die Frage ist, wird Felix Debatin der Macher des Projekts das Ganze zu einem attraktiven (Achtung Buzzword: user-generated Webradio machen können? Spannend! Wenn man es richtig macht, kann so ein Radio für alle, das werden, was Flickr fürs Veröffentlichen von Bildern ist.

Felix schreibt im 1000MIKES Blog:

"Auf 1000MIKES kann jeder live berichten, wann immer, von wo aus immer. Einmal einen eigenen Kanal eingerichtet, anschließend einfach anrufen, und die Berichterstattung kann von Grönland bis Tahiti live gehört werden.

Wovon berichten? Das freie Wort kennt keine Grenzen! Sport, im Großen wie im Kleinen, Regional oder Trend, Politik und Unterhaltung, Literatur und Tratsch, Öffentliches und Privates ... die Mikes entscheiden selbst, worüber sie berichten, und was sie hören."

 

 


Ein Fan der 4-Stunden-Woche

Schon vor einiger Zeit habe ich das Buch: "The 4-Hour Workweek" von Timothy Ferriss empfohlen. Steckt volle Anregungen für eine 4-Stunden-Woche oder einen generell anderen Umgang mit Arbeit und Zeit.

(Unter anderem hat es mich zu einem neuen Buchprojekt angeregt). Denn Timothy Ferriss gehört zu denen die aufzeigen, wie neue Businessideen mit den alten Weisheiten wie "Ohne Fleiß kein Preis", "Unternehmer müssen rund um die Uhr arbeiten" usw. aufräumen können.

Jetzt gibt es einen deutschen Fan, der die Anregungen aus dem Buch umsetzen will und darüber bloggt. So schön das Vorhaben ist - aber wenn Du uns, lieber Karsten, nicht ein bisschen präziseren Einblick in Deine Aktivitäten gibst, wird das Mitlesen schnell langweilig.


Ein Geschenk, ein Geschenk

Machte mir der Servicepionier bereits am Montag. Er löste sein Versprechen ein, einmal Schnick! Schnack! Schnuck! in (vor) einem deutschen Supermarkt zu spielen und mit den Kunden um die Bezahlung der Einkäufe  um 1 Euro zu schnucken.
Ok, das war nicht ganz die Variante, die ich damals erhofft habe, aber das Video von der Aktion ist wie alles vom Servicepionier wunderbar! Vielen Dank an den Servicepionier!

Ein Geschenk gibt es auch von Torsten Schwarz. Und zwar nicht für mich, sondern für Euch alle. Den kostenlosen Download seines Buches "Leitfaden Integrierte Kommunikation". Sofort abholen, denn das Geschenkangebot gilt natürlich nur bis Weihnachten.

Geschenkideen für USB-Gadget Freaks gibt es in einer Sendung des "ARD-Ratgebers Technik". Da seht ihr auch einen meiner Lieblingsblogger, den Bodenseepeter in Aktion.

Übrigens: Bereits 15 Tage ohne Antwort von Machalke.


Mit dem Fahrstuhl zum Plot

Ein deutscher Thrillerautor erprobt neue Marketingmethoden. Und feiert den Prolog zum Buch als Horrorspiel.

Dieser Artikel war für ein großes deutsches Nachrichtenmagazin vorgesehen. Aber weil deren Deadline für den Ankauf des Artikels heute verstrichen ist, steht er nun hier. Viel Spaß beim Lesen.

Frank Schröder aus Berlin-Friedrichshain war gerade beim Teekochen in der Küche, als der Pizzabote an seiner Tür klingelte. Eine Jumbo-Pizza Salami/Käse. Dumm nur: Er hatte keine bestellt. Ein Unbekannter hatte die Pizza bei einem Pizzadienst in Auftrag gegeben und sie an Frank ausliefern lassen. In den vergangenen Tagen schlug der Unbekannte mehrfach zu – an die 20 Personen erhielten Pizzen, ein gutes Dutzend auch Blumensträuße. Kein Gruß, kein Absender, nichts. Nur ein USB-Stick. Wer den – der Virenangst trotzend – furchtlos in den USB-Schlitz seines Rechners steckte, sah darauf ein rätselhaftes, verwackeltes Video, was in seiner Horrormanier an die Handkameraszenen des einstigen Schockers Blair Witch Project erinnerte. Das Video zeigte nichts als das Innere eines Fahrstuhls mit der Stockwerksanzeige „-11“.
Doch die unbestellten Grüße mit Videobotschaft waren kein schlechter Scherz von Freunden wie manche vermuteten und auch nicht das Werk eines Psychopathen. Sie waren Teil eines so genannten Alternate Reality Games. Eines neuen Spielgenres, das auf viele Mitspieler so verstörend wirkt wie ein Kinobesuch auf das Publikum vor reichlich 100 Jahren. Man erinnert sich: In den USA sollen Kinobesucher beim Anblick einer Büffelherde auf der Leinwand schreiend aus dem Kino gerannt sein.

Alternate Reality Games, kurz ARG sind Spiele, die sich anschicken Virtualität und Realität so heftig zu verstricken, dass daraus eine dritte alternierende Wirklichkeit entsteht. „This is not a game – dies ist kein Spiel“ ist das Credo der Spielmacher. Während sich Opa noch an fiktiven Obern und Untern im Kartenspiel und die Elterngeneration am Häuslebauen beim Monopoly Brettspiel erfreuten, liegt die Sache bei den ARGs anders: Das ganze Leben wird zum Spielfeld. Alles in der Umgebung kann Teil der Realität oder des Spiels sein. Wahrheit oder Spiel – die Unterscheidungslinie soll gar nicht gezogen werden.

So gruselten sich besorgte junge Mütter im Elternforum als eine von ihnen von den USB-Stick-Zustellungen berichtete. Den Ratschlag, am besten gleich zur Polizei zu gehen, gab es öfters. Ebenso den Hinweis: Pass auf dich auf! Was viele der besorgten Mütter nicht wussten: „Pass auf mich auf“ war der Name, unter dem die rätselhafte Datei auf dem USB-Stick abgespeichert war. Offenbar hatten die Macher die ängstliche Reaktion bereits vorausgesehen.

Mehrere rätselhafte Zeichen, die mal in Form von Websites, mal in Gerichtsakten daher kamen, verdichteten sich zu einer Story. Offenbar stand ein kleiner Junge namens Horatio im Mittelpunkt. Aber der kleine krebskranke Kinderklinik-Patient war nicht so unschuldig wie man vermuten konnte. Eine bei ihm durchgeführte Rückführungstherapie – neuester Schrei der Esoterikszene – brachte grausame Geschehnisse an den Tag. Der Kleine war in seinem früheren Leben ein Serienkiller gewesen. Das mag man als schnöden Krimiplot abtun – bis zu dem Zeitpunkt als sich im Internet die Meldung von einem wahrhaftigen Leichenfund verbreitete. Den Tatort hatte Horatio in einem seiner Traumprotokolle genau beschrieben. Wer von den bis dato nur mitlesenden Krimifreunden dies überprüfen wollte, wurde jäh ins Spiel gerissen. Oder war es doch real? Am Tatort, in einem einsam gelegenen Gartenhaus, traf man auf Absperrbänder und Polizeibeamte, Gerichtsmediziner – mithin das ganze Arsenal, das man brauchte, um das Spiel für bare Münze erscheinen zu lassen.

Da begann es die ersten bei der cleveren Marketingaktion zu gruseln. Denn trotz aller echt wirkenden Ereignisse war dies ein inszeniertes Spiel –allerdings mit einem veritablen Thrillerspezialisten im Hintergrund. Der Droemer Knaur Verlag war auf die Idee verfallen, den Prolog zum neuen Buch des Berliner Thrillerautors Sebastian Fitzek auf diese Weise zu veranstalten und unerschrockene Schnitzel- und Leichenjäger daran teilhaben zu lassen. Hieß es bisher „der Film zum Buch“ oder „das Spiel zum Film“ so drehten die Werbeexperten des Verlags mithilfe der Berliner Viralmarketingagentur VM-People das Ganze um: das ARG-Spiel zum Buch. Clevere Krimikenner orakelten das schon nach wenigen Tagen. Als das Gerücht von einer mutmaßlichen Werbeaktion für seinen in Kürze erscheinenden Thriller „Das Kind“ die Runde machte, waren einige beruhigt. „Zum Glück keine echte Leiche.“ Andere waren enttäuscht. „Wenn ich gewusst hätte, dass es eine Werbeaktion ist, hätte ich nicht daran teilgenommen.“

Für manche „Argonauten“, wie sich die ARG-Spieler selber nennen, dürfte sich das Spiel recht realitätsnah angefühlt haben. Einen der Spieler observierten die Spielemacher beim Einkauf in einer Buchhandlung. Wenig später flatterte ihm die Warnung ins Haus, die Ermittlungen besser einzustellen, wenn ihm sein Leben lieb wäre. Andere wurden vom mutmaßlichen Serienkiller angerufen und zum Finale in den von unzähligen Wildschweinen bevölkerten nebelfeuchten und dunklen Grunewald bestellt. Immerhin rund 25 Spieler und Spielerinnen trauten sich gemeinsam – nur mit Taschenlampen bewaffnet – in den Wald, wo sie Opfer einer Entführung wurden. Mit Kopfhörern und Augenbinden wurden sie zum eigentlichen Spielende gefahren – wo sie neben der Auflösung des Rätsels der Autor Sebastian Fitzek mit Stullen, Kartoffelsalat, Rotwein und Tee erwartete. War das schlimm? „Och ne“, sagten manche, „wir hätten eigentlich noch mehr erwartet.“ „Ich hätte einiges mit mir machen lassen“, gab eine andere zur Protokoll. „Ich war darauf vorbereitet am Baum festgebunden zu werden.“ Stattdessen spannten Verlag und Autor die Spielpioniere nicht länger auf die Folter.
Obwohl ein bisschen mehr Folter wäre den meisten Mitspielern noch lieber gewesen. Möglicherweise zeigt dies einen neuen Trend im Freizeitverhalten. Dabei sein ist besser als mitlesen. Und mittendrin besser als nur dabei.

Nur zartbesaitete Zeitgenossen dürften sich fragen: Darf Werbung das alles? Ist es denn witzig in einer Zeit der Telefon- und Chatüberwachung, der Ausspähung der eigenen vier Wände und dem Online-Lauschangriff im Videoüberwachungsstaat ein solches Spiel zu spielen, das die Mitspieler in ihrer Privatsphäre einholt?
Werbestrategen stellen sich eine ganz andere Frage: Was hat es gebracht? Für Marketingchef Klaus Kluge vom Droemer Knaur Verlag, der die neuartige Werbeinszenierung verantwortete, ist diese Antwort derzeit allerdings noch offen. Er hat der Buchbranche nun eine neuartige Chance der Buchinszenierung gezeigt und selbst ein großes Maß an Experimentierfreude bewiesen. Ob es sich in den Buchverkäufen des Thrillers „Das Kind“ niederschlägt, wird sich bald zeigen. Denn der Titel wird erst ab Januar im Buchhandel ausgeliefert und stand beim großen Showdown noch nicht gedruckt zur Verfügung.

Die Antwort der Spieler ist ohnehin klar: Das Alternate Reality Game darf alles. Solange es Spaß macht.

Website des Spiels Push11

Horatios Tagebuch: Zimmer 217

Chronik des ARG push11, von einer Teilnehmerin veröffentlicht (ideal zum Einlesen)

Selbst organisiertes push11-Teilnehmer-Forum (täglich bis zu 300 aktive Ermittler)

Live-Berichterstattung zu push11 im Hauptstadtblog


Google will neues Wikipedia aufziehen

Heute hat Google ein neues Projekt vorgestellt: Knol. Die Idee dahinter ist schnell erzählt. Auf der Welt gibt es Millionen Menschen, die über Expertenwissen verfügen und es gerne teilen wollen.
So weit sie gut. Solche Leute bloggen und schreiben auch in Wikipedia Beiträge. Aber womöglich könnte Knol für die ambitionierteen Profi- und Hobbyexperten besonders interessant werden. Denn es gibt ein paar wichtige Unterschiede zwischen Wikipedia und Knol.

  • In Wikipedia schreiben eine Vielzahl von Autoren an einem Artikel. Einen Knol-Beitrag verfasst nur einer. Wem es also darauf ankommt, digitale Reputation zu gewinnen, der wird Knol vorziehen.
    In Wikipedia sind Autoren so gut wie unsichtbar. In Knol werden sie mit einem Foto präsentiert. Das macht es zu einer idealen Plattform für professionelle Experten. Denn die sichtbare Präsentation verhilft ebenfalls zum Imageaufbau.
  • In Wikipedia kann man Kritik und Korrekturen am Artikel vornehmen und in der Historie der Versionen eines Artikels nachlesen. In Knol kann man Kommentare zum Artikel abgeben wie bei einem Blogeintrag - öffentlich.
  • Zusätzliche Reputation können Autoren gewinnen, indem die Artikel von den Nutzern bewertet werden. Ein solches Ranking gibt es bei Wikipedia nicht.
  • Last not least will Google auf den Knol-Expertenseiten Anzeigen schalten und die Werbegelder mit den Autoren teilen.
  • Der größte Nutzen könnte allerdings darin bestehen, dass Knol-Artikel in den Google Suchergebnissen besser präsentiert werden als die Wikipedia-Einträge. Und das will schon was heißen, weil derzeit sind die in den Suchtreffern ganz oben.

Mehr Hintergrundinfos in diesem Beitrag von Pixelfolk


Bereits 10 Tage ohne Antwort von Machalke

Wir erinnern uns: Vor 10 Tagen schrieb ich meine E-Mail an Polstermöbelhersteller Machalke mit der Frage, wo ich ein bestimmtes Modell ansehen und probesitzen könnte.
Am 11.12. kontaktierte ich dann den Geschäftsführer ebenfalls per E-Mail - er hat einen XING-Account. Bis heute auch von ihm keine Antwort

Wie schwer es einem die Marke Machalke doch macht, eines ihrer Modelle zu kaufen. Oder ein hartnäckiger Fall von Digitalautismus? 
Digitalautismus: die Unfähigkeit mittels digitaler Medien mit anderen in Kontakt zu treten und in der Folge Kommunikationshandlungen aufzunehmen. Betroffene tarnen ihre Krankheit jedoch durch Anlage von Websites, Xing-Profilen und Blogs, um digitale Kommunikationskompetenz vorzutäuschen. Heilungschancen: Gut bis sehr gut. Bei Einsicht in das Krankheitsbild und Einsetzen therapeutischer Maßnahmen bilden sich die Symptome in der Regel schnell zurück.


Bezahlen Sie doch was Sie wollen

Über die Idee, den Kunden selbst bestimmen zu lassen was er zahlen will, habe ich schon berichtet. Zum Beispiel über das Angebot der Band Radiohead oder den Seminaranbieter EK-Seminare.
Jetzt wurde das Angebot eines Restaurants, seine Gäste den Preis selbst bestimmen zu lassen zwei Wochen lang getestet und dabei wissenschaftlich ausgewertet.
Das Ergebnis: Ob die Leute nun den kalkulierten Preis zahlen oder nicht ist am Ende des Tages egal. Unterm Strich kommt dasselbe dabei raus. So gibt es zwar ein paar schwarze Schafe, die die Aktion ausnutzen und nur ein paar Cent für ein Mittagessen liegen lassen. Aber die Masse der anderen, die großzügig mehr geben als sie müssten, gleicht es aus,
Gastronom Feily Puriya, der in Frankfurt Bockenheim das persische Restaurant Kish betreibt, will das neue Preisprinzip jedenfalls beibehalten.
Jetzt verrate ich Ihnen die Erfolgsidee dahinter: Bringen Sie dem Kunden als Vorleistung einmal das entgegen, was Sie sich selbst von ihm wünschen. Vertrauen zum Beispiel.

Mehr dazu in der Frankfurter Rundschau-Online via Gastgewerbe Gedankensplitter


Teamwork-Gleichnis

Es waren einmal fünf weise Gelehrte. Sie alle waren blind. Diese Gelehrten wurden von ihrem König auf eine Reise geschickt und sollten herausfinden, was ein Elefant ist. Und so machten sich die Blinden auf die Reise nach Indien.

Dort wurden sie von Helfern zu einem Elefanten geführt. Die fünf Gelehrten standen nun um das Tier herum und versuchten, sich durch Ertasten ein Bild von dem Elefanten zu machen.
Als sie zurück zu ihrem König kamen, sollten sie ihm nun über den Elefanten berichten.

Der erste Weise hatte am Kopf des Tieres gestanden und den Rüssel des Elefanten betastet. Er sprach: “Ein Elefant ist wie ein langer Arm.”

Der zweite Gelehrte hatte das Ohr des Elefanten ertastet und sprach: “Nein, ein Elefant ist vielmehr wie ein großer Fächer.”

Der dritte Gelehrte sprach: “Aber nein, ein Elefant ist wie eine dicke Säule.” Er hatte ein Bein des Elefanten berührt.

Der vierte Weise sagte: “Also ich finde, ein Elefant ist wie eine kleine Strippe mit ein paar Haaren am Ende”, denn er hatte nur den Schwanz des Elefanten ertastet.

Und der fünfte Weise berichtete seinem König: ” Also ich sage, ein Elefant ist wie ein riesige Masse, mit Rundungen und ein paar Borsten darauf.” Dieser Gelehrte hatte den Rumpf des Tieres berührt.

Nach diesen widersprüchlichen Äußerungen fürchteten die Gelehrten den Zorn des Königs, konnten sie sich doch nicht darauf einigen, was ein Elefant wirklich ist. Doch der König lächelte weise: “Ich danke Euch, denn ich weiß nun, was ein Elefant ist: Ein Elefant ist ein Tier mit einem Rüssel, der wie ein langer Arm ist, mit Ohren, die wie Fächer sind, mit Beinen, die wie starke Säulen sind, mit einem Schwanz, der einer kleinen Strippe mit ein paar Haaren daran gleicht und mit einem Rumpf, der wie eine große Masse mit Rundungen und ein paar Borsten ist.”

Die Gelehrten senkten beschämt ihren Kopf, nachdem sie erkannten, dass jeder von ihnen nur einen Teil des Elefanten ertastet hatte und sie sich zu schnell damit zufriedengegeben hatten.

Das Komische an diesen Gleichnissen. Sie kursieren in zig Versionen im Internet und werden unterschiedlich erzählt und interpretiert.

Zitat bei Hermine Mandl gefunden
Und hier ein paar weitere Versionen derselben Geschichte


Weihnachtsschmuck für PC und Mac

Icons_07 Bekommen Sie von der Designagentur JoosWolfangel geschenkt.

Kerzen, Engel, Mützchen, Sterne, Socken, Tannen, lauter kleine Icons, die Weihnachtsstimmung auf den Desktop zaubern.

Das Ganze ist nicht nur eine schöne Idee, sondern eine gut verpackte Werbebotschaft für das Designbüro, die sich wie von selbst durchs Netz verbreitet. Immerhin registrierten die schweizer Macher im letzten Jahr dafür über 10.000 Downloads.

Zum Download Weihnachts-Icons


Ich hasse Online-Formulare

Meine schlechte Erfahrung damit ist die: Schreibst Du einer x-beliebigen bodenständigen deutschen Firma etwas ins Kontaktformular, kannst Du sicher sein, nie eine Antwort darauf zu halten. Der Inhalt der Online-Formulare wird bei vielen Unternehmen offenbar direkt in den Papierkorb gekippt.

Vor nunmehr 6 Tagen (oder 4 Werktagen) schrieb ich dem Polstermöbelhersteller Machalke ein Anliegen ins entsprechende Kontaktformular. Die einfache Frage war, wo ich ein bestimmtes Sofamodell in Deutschland ansehen und zur Probe sitzen könnte. Bis heute habe ich keine Antwort.

Wenn Sie Online Formulare auf der Website anbieten, sollten Sie folgendes beachten:

1. Legen Sie fest, wer diese öffnet, weiterleitet und wie schnell dies geschehen soll. Empfehlung: binnen zwei Stunden.
2. Legen Sie fest, wer online Fragen beantwortet und bis wann er von einem intern fachlich zuständigen Mitarbeiter eine Antwort zu erhalten hat. Empfehlung: binnen 8 Stunden.
3. Beantworten Sie die Online-Anfrage. Empfehlung: Binnen 24 Stunden spätestens 48 Stunden.
4. Beantworten Sie jede Online-Anfrage sofort durch eine automatisch generierte Antwort in der Sie den Empfang bestätigen.
5. Erkundigen Sie sich in der Antwort-E-Mail beim Kunden, ob damit seine Frage zufrieden stellend beantwortet ist, oder ob Sie ihm weiterhelfen können.
6. Leiten Sie alle Online-Anfragen, die nicht innerhalb der festgelegten Frist beantwortet sind an den Posteingang eines Vorgesetzten weiter.


Verkaufen der Zukunft: Das geniale Widget von PayPal

Widget_sample1 Das mit Abstand beste Shopping-Widget bislang hat PayPal vorgestellt. Ein Widget in Größe einer Quartettkarte, das alle Funktionen eines Shops enthält: Produktübersichten, Einzel-Produktvorstellung, Warenkorb, Bestellung.
Das Widget lässt sich in Blog und Websites spielend leicht einbinden - Fans können das beispielsweise tun um den Minishop in ihre Seiten zu integrieren und so den Verkauf zu unterstützen.

Offene Fragen gibt es noch:

1. Wer das Widget einbindet, sollte eine Affiliate-Provision erhalten. Wann wird das PayPal Widget diese Funktion ermöglichen?
2. Momentan funktioniert das nur auf Dollar-Basis. Wann klappt es mit Euros?

Gefunden bei Exciting Commerce
Mehr darüber im PayPal Blog


Der Tipp zum Sonntag: Videosuchmaschine Blinkx

Blinkx ist eine Videosuchmaschine, die den aktiven Surfer zum beinah passiven Couchpotato macht. Weil sie ziemlich komfortabel ist. Alles, was man tun muss, ist einen Suchbegriff eingeben, dann spuckt Blinkx alle Videos zu diesem Thema aus. Der Clou: Ein Video nach dem anderen wird nun gestartet.

Allerdings zeigt Blinkx nur eine wenige Sekunden dauernde Vorschau des gefundenen Videos.


Wird Mundpropaganda-Marketing die klassische Werbung als Königsdisziplin ablösen?

Spätestens in 2012 ist es soweit: Die Ausgaben für Mundpropaganda-Marketing und klassische Werbung werden sich die Waage halten. Das geben zumindest die Marketingverantworlichen an, die im Rahmen einer Studie der "Society for New Communications Research" in USA befragt wurden.
Im Mundpropagandablog (sehr empfehlenswerte Lektüre übrigens!) werden ein paar Zahlen zitiert:

"Von den Umfrageteilnehmern

  • prognostizieren 57%, dass sie innerhalb der nächsten 5 Jahre mehr Budget für Conversational Marketing einsetzen werden als für klassisches Marketing;
  • glauben 23,8%, dass in 5 Jahren ihr Budgeteinsatz für Conversational Marketing dem für klassische Maßnahmen entsprechen wird;
  • prognostizieren also insgesamt 81% dass sie bis 2012 mindestens genauso viel Budget für Conversational Marketing wie für klassisches Marketing einsetzen werden."
  • Warum geben Sie dann heute noch so wenig wie Mundpropaganda-Marketing aus? Auch das wissen die Macher der Studie, Zitate wieder aus dem Mundpropaganda-Blog:

  • "zu wenig qualifizierte Manpower (51,1%)
  • Angst vor dem Kontrollverlust (46,9%)
  • Fehlende / unpassende Metriken zur Erfolgsmessung (45,4%)
  • Unternehmenskultur (43,5%)
  • Probleme intern den Wandel zu verkaufen (35,8%)"
  • Zumindest bei den letzten beiden Punkten kann ich Ihnen aus dem Stand helfen. Lesen Sie "Marketeasing" und mein neues Buch "Mundpropaganda-Marketing" und verteilen Sie es im Unternehmen.

    Dennoch halte ich die Zahlen für übertrieben. Denn Mundpropaganda-Marketing ist eine Querschnittsaufgabe, die den gesamten Marketinggmix angeht. Oftmals braucht es also gar kein Budget für Mundpropaganda-Marketingmaßnahmen. Und die Kosten entstehen bei diversen Kostenstellen und lassen sich dann einem "Marketingbudget" nicht immer sinnvoll zuordnen.


    Weihnachtszeit=Spendenzeit: Gelungene Aktion von Jimdo

    Engagieren Sie sich für ein soziales Projekt? Machen Sie dafür Werbung und Öffentlichkeitsarbeit? Dann werden Sie jetzt von Jimdo unterstützt. Jimdo ist eine Plattform, die Kleinunternehmern, Freiberuflern, Vereinen, Privatleuten usw. Webspace und ein komfortabel zu bedienendes CMS bereitstellt, mit dem sich kinderleicht eigene Webseiten erstellen lassen.
    Die Basisversion von Jimdo ist kostenlos - die Profiversion wird mit 5 Euro pro Monat abgerechnet.

    Jetzt verschenkt Jimdo an soziale Einrichtungen 500 Profiversionen.

    Die Regeln:

    "Mitmachen kann jeder, der sich ehrenamtlich und nicht-kommerziell für eine gute Sache einsetzt - Vereine sind von der Verlosung ausgeschlossen. Und so geht's: Einfach auf Jimdo gehen und in wenigen Schritten eine eigene kostenlose Homepage einrichten. Damit die Jury einen Eindruck von der Aktion bekommt, sollte hier schon alles Wesentliche über das Projekt zu erfahren sein. Die Bewerbung erfolgt dann über das Formular, in das man den Link zur eigenen Seite und eine kurze Begründung eingibt, warum die Aktion unbedingt mit einer professionellen Homepage unterstützt werden muss - fertig"

    Clever war es, dafür einen starken Medienpartner zu gewinnen. Weil die Aktion vom Stern unterstützt wird, erhält Jimdo damit eine Menge Publicity. Und eine größere Zahl von sozialen Projekten erhält die Chance von der Aktion zu erfahren.

    Dabei ist z.B. schon diese Website hier entstanden: Jedes Kind ist ein VIP


    Wie man seine Kunden beindruckt - auch ohne Spitzenleistungen

    Viele Unternehmer denken, man könne seine Kunden nur mit Spitzenleistungen beeindrucken. Aber es funktioniert auch mit Humor, wie der erfolgreiche Hotelier und Gastronom Bernd Reutemann vom Mindness Hotel Bischofsschloss in Markdorf erzählt:

    "Wir haben vor kurzem unsere Toilette umgebaut. In der Männertoilette hat jeder Mann die Möglichkeit zu trennen, denn trennen ist umweltbewusst und modern. So haben wir Schilder über allen Toiletten aufgehängt mit dem Schriftzug 'Bitte helfen Sie uns trennen: Bier - Wein - Schnaps - Wasser'.
    An diesem Beispiel sehen Sie übrigens auch, dass das Umsetzen von Ideen nicht teuer sein muss, sondern einfach nur Liebe, Leidenschaft und Spaß im Vordergrund stehen müssen."

    Ein tolles Beispiel aus dem Buch: "Das a3-Prinzip. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom" von Patrick Wenke, das voller Anregungen und Anekdoten steckt, die zeigen, wie man anders sein kann. Ein Buch, das mir die letzten beiden Tage rundum Spaß bereitet hat!


    Wie man in 24 Stunden ein Unternehmen gründet - Die 7 Grundregeln für unser privates Startup-Wochenende

    1.    Die Teilnehmer erarbeiten innerhalb von 24 Stunden ein marktfähiges Businesskonzept in allen wichtigen Komponenten und gründen am Ende oder im Anschluss an das private Startup-Wochenende ein Unternehmen.

    2.    Die Teilnehmer wählen eine Businessidee zur Ausarbeitung unter allen eingegangenen Vorschlägen.

    3.    Jeder Teilnehmer wird Anteilseigner. Die Anteile an dem Unternehmen werden wie folgt an die Teilnehmer verteilt: Der Teilnehmer, dessen Businessidee angenommen und ausgearbeitet wurde, erhält 51 % an dem neu zu gründenden Unternehmen.
    Die restlichen 49 % teilen sich die übrigen Teilnehmer zu gleichen Teilen auf. Bei einer Gesamtteilnehmerzahl von 10 Personen erhalten somit die übrigen 9 Teilnehmer 5,4 % der Unternehmensanteile.

    4.    Zu Beginn der Veranstaltung hat jeder der Teilnehmer das Recht eine Businessidee zu präsentieren. Verzichtet er darauf, können andere das Präsentationsrecht wahrnehmen und ggf. eine zweite Idee präsentieren. Wollen mehrere Teilnehmer mehr als eine Idee präsentieren, so entscheidet das Los. Insgesamt können und sollen so viele Businessideen präsentiert werden, wie Teilnehmer anwesend sind.

    5.    Jeder Teilnehmer präsentiert seine Businessidee im Vortrag von maximal 3 Minuten ohne technische Hilfsmittel (Powerpoint etc.). Danach erhält jeder Teilnehmer das Recht eine Frage an den Präsentator zu stellen. Die Vorstellung der Idee inkl. Fragen darf maximal 15 Minuten betragen. Danach entscheiden alle Teilnehmer über die Annahme der Idee zur Ausarbeitung des Businesskonzepts, indem sie Punkte vergeben.

    6.    Die Businessidee mit der höchsten Punktzahl wird angenommen und als Businesskonzept während des gemeinsamen Startup-Wochenendes zur Gründung ausgearbeitet. Sind Ideen punktgleich, geht es in den Relaunch. Hier begründen die Teilnehmer ihre Wahl mit einem Statement von maximal 1 Minute. Danach erfolgt eine Stichwahl.

    7.    Die Teilnehmer unterzeichnen eine Geheimhaltungsvereinbarung.


    Wie man in 24 Stunden ein Unternehmen gründet - Wie war es?

    Geht das überhaupt? Kann ein engagiertes und kompetentes Team von maximal 10 Personen in einem intensiven Arbeitstag über 24 Stunden ein Businessmodell für ein gemeinsames marktfähiges Unternehmen ausarbeiten?
    Eine Frage, die mich seit über einem Jahr nicht mehr losließ. Jetzt habe ich es ausprobiert – soeben bin ich von diesem Experiment zurück. 24 Stunden lang tagten, brainstormten, arbeiteten wir zu diesem Thema – 6 Stunden Schlaf mal abgezogen. Wow! Es hat geklappt. Vielen Dank an die excellenten Teammitglieder und deren Einsatz. Warum es geklappt hat: Wir haben ein Businesskonzept in allen wichtigen Elementen beschrieben und diskutiert. Wir haben einen Terminplan für die Vorbereitungs- und Gründungsphase erstellt: Wir haben Aufgaben verteilt. Wir haben die Investitionsbereitschaft aller Beteiligten abgefragt.
    Das Tolle: Alle Teilnehmer von diesem Wochenende bleiben an Bord – Volltreffer!

    Ok. Im Augenblick regieren noch die Euphoriehormone. Muss man sehen, wie wir die nächsten Arbeitsschritte meistern – dann wenn wir online weiter zusammenarbeiten. Aber ich bin der festen Überzeugung: das klappt.

    Ach so. Von den 10 eingeladenen und angemeldeten Teilnehmern  haben es dann nur noch 8 zum Termin geschafft. Das war ausreichend, um gut zusammenzuarbeiten. Schöner Nebeneffekt: Je weniger Teilnehmer, desto größer ist der Anteil am späteren Unternehmen für jeden Einzelnen. Mein derzeit noch virtueller Anteil am neuen Unternehmen liegt bei 7 %.