Nichts Neues von Machalke
Das erste private Start-up-Weekend ist gescheitert

20.000 Menschen führen ein Unternehmen

Wer nicht will, dass seine Kleidung von unterbezahlten Arbeiterinnen und Arbeitern, unter miserablen Produktionsbedingungen oder von Kindern hergestellt wird. Wer nicht will, das zweifelhafte Chemikalien in seine Textilien geraten, Rohstoffe unter Pestizideinsatz angebaut werden usw. der sollte am besten eine eigene Modemarke aufbauen, damit er all dies steuern kann.

Genau das versuchen die Macher hinter dem Projekt nvohk (schwieriges Wort). Eine Modemarke gemanagt von ihren Käufern.

20.000 Menschen müssen zusammen kommen und einen jährlichen Beitrag von 50 US Dollar entrichten, dann wird das Unternehmen gestartet. Sie werden dann online zur Abstimmung über wichtige Business-Entscheidungen gebeten - erwähnt sind Logo-Design, Werbung usw. (Ich hoffe, es gibt wichtigere Entscheidungen zu fällen - Einkauf, Produktionsbedingungen, Preisgestaltung, Vertrieb, Auswahl der Geschäftspartner usw.)

Großartige Idee, die zwar nicht neu ist. Um die Ecke gibt es eine Brauerei, die von den Biertrinkern einstmals gerettet und jetzt erfolgreich geführt wird. Für mich kultiger als Rothaus.

Aber irgendwie doch recht ungewöhnlich, dies in einem Land wie Deutschland zu lesen, dessen mittelständische Unternehmen nicht mal die E-Mail-Kommunikation mit ihren Kunden wahrnehmen. (Ja ihr ahnt es schon: Bereits 44 Tage ohne Antwort von Sofa-Hersteller Machalke)

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