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Unternehmensethik oder Blabla?

"Unternehmerische Verantwortung heißt für XYZ, die Einflüsse ihrer Arbeit auf Gesellschaft und Umwelt zu erkennen und entsprechend zu agieren. Als Marktführer und weltweit tätiges Unternehmen nimmt XYZ diese Verantwortung sehr ernst. Eine solide Unternehmensethik ist deshalb für das tägliche Geschäft enorm wichtig."

Na wer hat es gesagt?

Nokia.

Ob das Management vergessen hat, die eigene Website zu lesen?

Gefunden bei Nokia, via innovativ-in-Blog.


Bald 60 Tage ohne Antwort von Machalke

Übermorgen sind es dann 60 Tage, dass ich auf eine Antwort von Machalke warte. Dabei wollte ich mir doch nur ein Sofa kaufen. Und dabei den Namen eines Händlers erfahren, bei dem ich es ansehen könnte.

Machalkes Kommunikation und Vertrieb offenbaren gleich mehrere Schwächen:

- Die Inhalte des Kontaktformulars werden nicht gelesen oder nicht beantwortet.
- Der Geschäftsführer hat ein totes Xing-Profil oder hält es nicht für nötig zu antworten.
- Der Handel wird über Kaufinteressenten unzureichend informiert.
- Machalke hat keine Ahnung, was man im Web über sie spricht. (Sonst hätten sie diesen oder diesen oder diesen Eintrag bemerkt.

Das einzig Gute, was ich über sie sagen kann: Sie bauen hervorragende Sofas.
Übrigens, kennt ihr schon das Sofablog?

 


Mundpropaganda-Marketing, die ersten Blogger berichten

Jürgen Heinz vom Schmuckhersteller Teno hat das Buch in seinem Blog vorgestellt. Und der hat es wiederum von Biggi Mestmäcker geschenkt bekommen. Er meint:

"Wie ich es schon von Bernds anderen Büchern gewohnt bin, liest sich auch “Mundpropaganda-Marketing” ganz leicht, flüssig und spannend. Zahlreiche und tolle praxisnahe Beispiele, Tipps und Anregungen  machen dieses Buch zu einem motivierenden Ratgeber rund um Mundpropaganda."

Siggi Bütefisch schreibt darüber in seinem Blog Frischfisch: "Ich finde dieses ein wirklich gutes Buch für alle, die sich mit Marketing und Werbung beschäftigen. Viele Praxisbeispiele veranschaulichen die theoretischen Überlegungen. Für diejenigen, die „Marketeasing” (für mich etwas „kurzweiliger” geschrieben) und andere Veröffentlichungen von Bernd schon gelesen haben, finden teilweise bekannte Argumentationen für neue Konzepte in der Werbebranche."

Auch bei den Mundpropaganda und Blogmonitoring-Spezialisten Ethority wurde das Buch zum Lesetipp. Genauso bei der Buchhandlung Mackensen in Wuppertal, die das Buch als Lesetipp gleich auf der Startseite präsentiert.

Eigentlich kein Blog, aber ein ganz ähnliches Newsangebot betreibt Agenturchef Frank Neuhaus, AdThink, Nürnberg. Er war der schnellste Berichterstatter und stellte Mundpropaganda-Marketing bereits in seinen Geschenktipps zu Weihnachten vor.

Herzlichen Dank an alle!!! Sollte ich jemand vergessen haben, bitte melden.


Wie werden Sie AdWords Profi?

Ein guter Weg dazu ist es, sich direkt beim AdWords Anbieter Google schlau zu machen. Google bietet dazu kostenlose Online-Seminare an, sogenannte Webinare.

Um daran teilzunehmen benötigen Sie lediglich einen Computer mit Lautsprechern oder Kopfhörern.

Ein paar Themenbeispiele:

AdWords Statistiken und Berichte.
"Dieses Webinar gibt Ihnen eine Einführung in Ihre Kontostatistiken und macht Sie mit dem Erstellen von Berichten vertraut. Außerdem zeigen wir Ihnen wie Sie mit Hilfe von Conversion Tracking und/oder Google Analytics Ihre Rendite messen können."

Einführung in Google Analytics
"Google Analytics ist eine kostenlose Anwendung, mit der Sie herausfinden können, wie Besucher Ihre Website gefunden haben, wie Sie sich auf der Webseite verhalten und wie Sie Ihre Nutzererfahrung optimieren können. Mit Hilfe von Google Analytics können Sie somit Ihre Rendite verbessern."

Optimierung für das Content-Netzwerk
"Lernen Sie mehr zur Erstellung und Optimierung von keyword-bezogenen und placement-bezogenen Content-Kampagnen. Wir geben Ihnen Details und Beispiele zur Erstellung und Optimierung von keyword-bezogenen Content-Kampagnen und zeigen Ihnen wie Sie Webseiten für Ihre placement-bezogene Werbung am besten wählen."

Mehr Webinare und zur Anmeldung


Werner Holzwarth bloggt

Wer? Unter Werbeprofis ist der ehemalige Top-Texter kein Unbekannter, unter Designstudenten auch nicht. Als Kinderbuchautor müsste ihn eigentlich auch jeder kennen. Bescheiden meint er selbst: "Die wenigsten kennen meinen Namen – die meisten aber mein Kinderbuch".

Werner Holzwarth hat mit dem Kinderbuch "Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat", einen riesigen internationalen Erfolg erlebt. Allein in Deutschland verkauften sich von dem Buch mehr als 1 Million Exemplare.

In seinem Blog stellt er nun die schönsten Kinderbücher vor. Und hier gibts die Story von dem Maulwurf, dem jemand auf den Kopf gemacht hat, als Film:


Downloadtipp: Werbeideen, die weniger als 1.000 Euro kosten

Nicht alles legal, nicht alles genial und trotzdem: Das kostenlose Buch, das die beiden Ex-Studenten der Design Factory International  Alexander Norvilas und Leif Abraham zusammengestellt haben, sollte man sich nicht entgehen lassen.

Denn es enthält jede Menge Anregungen, wie Unternehmer mit kleinem Budget frech, unkonventionell und dafür umso wirksamer werben können. Genauer gesagt " 57 Beispiele, wie man 27 Techniken und Objekte einfach für Werbung nutzen kann und nie mehr als 1.000 € ausgibt." Und da sind einige tolle Ideen dabei! Nicht nur der Kinderwagen der zum Werbevehikel wird (Seite 82).

Zum Download gehts auf diese Seite: advertisingsourcebook.net


Amazon aStore? Kannste knicken.

Soderle. Bastle gerade eine halbe Stunde an dem Amazon aStore herum, den ich vor Monaten angelegt habe und hier nie eingebunden habe.

Ich weiß jetzt warum. Das Teil macht überhaupt keine Laune, es sei denn schlechte.

1. Völlig sinnlos ist die Beschränkung von 9 Produkten pro Shopseite. Will man mehr einfügen, muss man eine neue Seite eröffnen und dieser einen neuen Namen geben.
2. Innerhalb einer Seite lassen sich zwar die Produkte in der Reihenfolge verschieben. Aber nicht innerhalb aller Seiten. Wie doof ist das denn?
3. Hat man das Widget endlich in der Sidebar des TypePad Blogs installiert, kommt der Hammer. Es ist gar kein Widget, sondern nur ein Amazon Logo mit Link. Aber nicht zum eigenen aStore sondern zur Amazon-Startseite.

Also wieder weg damit.


Warum der Autor Somerset Maugham eine Kontaktanzeige aufgab

Wow! Cleveres Buchmarketing von Autoren gab es auch schon früher (1897!):

"Da sich sein Erstlingswerk nicht verkaufen wollte und sein Verleger kein Geld in die Werbung stecken wollte, entschloss sich Maugham zur Selbsthilfe. Er gab in einigen Londoner Tageszeitungen eine Kontaktanzeige auf. Und die lautete folgendermaßen: "Junger Millionär, sportliebend, kultiviert, musikalisch, verträglicher, empfindsamer Charakter, wünscht ein junges hübsches Mädchen, das in jeder Hinsicht der Heldin des Romans von W.S.Maugham gleicht, zu heiraten." Sechs Tage nach Erscheinen der Anzeige war die erste Auflage des Romans restlos vergriffen."

Quelle: ORF


Agenturen buchen Taxifahrer für Mundpropaganda

Wenn es um Berufsgruppen geht, die geeignet sind andere Menschen zu beeinflussen, dann fallen einem sofort Taxifahrer und Friseure ein. Zum einen weil die mit einer Menge von Menschen in Kontakt kommen. Zum anderen, weil man ihnen eine ganze Zeit lang ausgeliefert ist. Und dann noch weil beide im Berufsgruppen den Ruf haben, gerne mit ihren Kunden zu plaudern.

Schon in Malcolm Gladwells Buch "The Tipping Point" findet sich ein Beispiel: Mitarbeiterinnen von Beauty Salons wurden eingesetzt, um ihre Kundinnen während Maniküre und Styling über Brustkrebs und Diabetes aufzuklären.

Die Londoner Werbefirma Taxi Promotions UK setzt die Methode nun meines Wissens erstmals in größerem Maßstab ein und ermöglicht Werbung treibenden Unternehmen Taxifahrer für Mundpropaganda-Maßnahmen zu buchen. Erste Kunden waren die Tourismusbehörden von Thailand und Australien.
Glückliche Taxifahrer - sie wurden zu mehrtägigen Urlaubstrips eingeladen und durften die touristischen Highlights der beiden Länder selbst erleben.

Quelle: "Wenn der Taxifahrer zum Testimonial wird", Tiscali Europa


Kommentarfunktion geht wieder

In der letzten Woche gab es hier Probleme beim Kommentieren. So wurden die Kommentare einiger Leser irrtümlich als Spam zurückgewiesen. Sorry für diese Unannehmlichkeiten.

Vorbildlich war es, wie der TypePad Support darauf reagierte. Das Problem wurde sofort bearbeitet und einen Tag später gelöst. So weit so gut.

Absolut klasse in puncto Kundenkommunikation fand ich allerdings, dass vom TypePad Manager Heiko Hebig nach der erfolgreichen Lösung des Problems auch über die Ursache informiert wurde. Und zwar so:

"Das Problem entstand im Zusammenhang mit einer Umstellung unseres Spam-Filterdienstes. Täglich gehen bei TypePad über eine halbe Million Spam-Kommentare und -Trackbacks ein. Sie als Benutzer sehen davon nichts, außer in den wenigen Fällen, in denen nicht eindeutig bestimmt werden kann, ob ein Kommentar nun gültig ist oder nicht. Nun waren die Filterparameter vorübergehend versehentlich zu aggressiv eingestellt, so daß bei einigen Blogs (im deutschsprachigen Raum etwa eine handvoll) reihenweise gültige Kommentare als spamverdächtig kategorisiert wurden. Durch manuellen Eingriff unserer für den Spam-Filterdienst zuständigen Mitarbeiter wurde dieser Fehler behoben. Für etwaige dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung."


Google Online Marketing Challenge .. und unsere eigene

Im Februar startet Google die Online Marketing Challenge, einen weltweiten Studentenwettbewerb. Die teilnehmenden Studentengruppen erhalten je ein Budget im Wert von 200 Dollar, das sie für ein lokales real existierendes Unternehmen in Google AdWords für Werbung investieren sollen.

Gesucht wird die wirkungsvollste Online-Marketing-Kampagne. Hier kann man die Regeln nachlesen und sehen, welche Universitäten sich bereits angemeldet haben.

So einen Wettbewerb können wir doch auch selbst organisieren? Wir brauchen nur:

1 Unternehmen, das 1.000 Euro in AdWords investieren will.
5 AdWords-Spezialisten, die jeder 200 Euro erhalten und versuchen diese optimal einzusetzen.
1 Schiedsrichter, der aufpasst dass keiner schummelt.

PS. Schiedsrichter würde ich übernehmen.


Wie Sie an ein kostenloses Exemplar von Mundpropaganda-Marketing kommen

Mundpropagandamarketing

Hier sind die Regeln:

1. Sie schreiben ein Blog.
2. Das Blog dreht sich um Businessthemen.
3. Sie haben noch nie eines meiner Bücher renzensiert.
4. Sie lesen das Buch.
5. Sie schreiben darüber was Sie wollen.

Fertig. Wer teilnehmen will, sendet mir eine E-Mail mit seiner Blogadresse und Postanschrift. Mehr über das Buch finden Sie hier.


Nikotintourismus

Seitdem das Rauchverbot in Bayern gilt, floriert der kleine Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich. Raucher wechseln einfach über die Grenze ins noch verräucherte Österreich. Da nehmen die Raucher auch gerne höhere Bierpreise in Kauf.

Sind das die Anfänge eines florierenden Nikotintourismus? Und wo bleiben die kreativen Geschäftsideen dazu?

Quelle: 3sat


Neues E-Book in Arbeit: "Wer macht eigentlich...Mundpropaganda-Marketing?

Theoretisches, Anleitungen Fallbeispiele, Tipps und vieles mehr finden sich in meinem neuen Buch Mundpropaganda-Marketing: Was Unternehmen wirklich erfolgreich macht.

Was nicht drin ist, ist die Antwort auf die Fragen: „Wer hilft Unternehmern dabei Mundpropaganda-Marketing zu betreiben?“ Wo sind die Macher, Berater, Agenturen die in Deutschland; Österreich und der Schweiz Mundpropaganda-Marketing-Know how haben und ihre Fallbeispiele präsentieren können? Wie unterscheiden sich deren Angebote und Ansätze?

Diese Antworten will ich in einem kostenlosen E-Book dokumentieren.

Jeder Berater/Agentur kann sich mit einer DIN A 4 Seite vorstellen, die standardmäßig enthalten sollte:

  • Name
  • Kontaktdaten
  • Anzahl der Mitarbeiter
  • Gründungsjahr
  • Umsatz
  • Referenzen
  • Angebot/Philosophie/Mission Statement

Weitere 2 Seiten werde ich jeder Agentur anbieten, für die Darstellung einer Fallstudie, die Aufgabenstellung, Umsetzung und Ergebnisse beschreibt.

Voraussetzung für die Aufnahme ist allerdings, das der jeweilige Berater oder die Agentur mindestens ein Fallbeispiel aus ihrer Praxis darstellt.

Deadline/Einsendeschluss: 11.02.2008


Na endlich, das DauerWerbeBlog ist da!

Dies ganze Herum-ge-eiere der Blogger um das Thema Werbung haben zwei Leute ganz klar für sich entscheiden: Sie machen in  ihrem Blog nur Werbung. 99% Werbung, 1 % Eigenwerbung. Und das nennt sich DauerWerbeBlog. Wer immer sein Produkt in diesem Blog sehen will, soll es dorthin senden, die Blogger mit PR-Meldungen beglücken oder einfach Werbung bei ihnen buchen.

Ein simples, lupenreines Konzept, das durch seine Klarheit überzeugt. Ob es businessmäßig funktioniert? Ja sicher, wenn die Schreibe der beiden stimmt und sie die richtigen Produkte auswählen.

Herzlichen Glückwunsch von hier aus an Oliver Gassner und Stefan Heß, die beiden käuflichen Blogger.

Das die Idee stimmt beweist schon mal die Resonanz der anderen Bloggersdörfler.


Mal laut gedacht: Private Startup-Weekends – Wie es künftig funktionieren könnte

Bei den privaten Startup-Weekends geht es – anders als bei Cems Großveranstaltungen – darum, die Gründung eines Unternehmens im kleinen Kreis zu vollziehen. Frei nach der These „Weniger ist mehr“, sollen dort in einem Team von 10 Leuten Geschäftsideen umsetzungsreif ausgeknobelt werden, innerhalb von 24 Stunden.

Das Schöne daran: Jeder der Teilnehmer wird Anteilseigner – derjenige, der die Idee eingebracht hat, die von allen als beste Geschäftsidee prämiert und bearbeitet wird, erhält 51 % am Unternehmen. Die anderen Teilnehmer teilen sich die verbleibenden Anteile.
Im Schutze der Diskretion und Privatheit eines solchen Treffens, kann jeder Teilnehmer darauf vertrauen, dass seine Geschäftsidee von den anderen nicht weitergetragen, kopiert oder geklaut wird.
Die erste Veranstaltung ging bekanntlich in die Hose – aus dem unvorstellbaren Grund, weil der geplante Hauptgesellschafter seine Mitarbeit umgehend nach dem Treffen einstellte.

Wie soll man Fehlverhalten verhindern? Welche Sanktionen gibt es? Vermutlich nur die Abschreckung durch Image- und Gesichtsverlust.
Dazu muss man aber eine Öffentlichkeit herstellen.
Wie aber bringt man Öffentlichkeit, die eine gewisse soziale Kontrolle ausübt und Diskretion zusammen?

Vielleicht so:

Wer Interesse an den Privaten Startup-Weekends hat, wird Mitglied eines Clubs und zahlt jährlich z.B. 1.000 Euro Mitgliedsbeitrag in den Club ein.
Das ermöglicht ihm in einem Kreis gleichgesinnter Entrepreneure zu networken – z.B innerhalb eines geschlossenen Online Forums.
Der Club veranstaltet regelmäßige Networking-Treffen.
Der Club veranstaltet regelmäßig Startup-Weekends, die gründungswillige Entrepreneure zusammenbringen. Jedes Clubmitglied kann bis zu 3 Mal jährlich an solchen Treffen teilnehmen.
Teilnehmer und Ergebnisse eines Startup-Weekends werden innerhalb des Clubs veröffentlicht. Die Arbeitsergebnisse werden laufend im Club mitgeteilt. Das heißt: clubintern wird es wohl bald einen Run auf die klügsten bzw. erfolgreichsten Teams und Köpfe geben ;-)
Wer gegen die Regeln des Clubs verstößt, wird ausgeschlossen.


Das erste private Start-up-Weekend ist gescheitert

Schade, dass ich das posten muss.

Das erste private Start-up-Weekend ist gescheitert.

Kaputt gemacht hat es eines der Teammitglieder. Nicht irgendeines, sondern derjenige Teilnehmer, dessen Idee gewonnen hatte und am Start-up-Wochenende von den anderen 7 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bearbeitet wurde.

Alle wollten sich an dem Unternehmen finanziell beteiligen. Alle wollten das Konzept zum Erfolg führen. Jeder hat rund 18 Stunden Arbeitszeit in das Projekt investiert und rund 200 Euro für das Wochenende ausgegeben (Anreise, Hotel, Verpflegung, Unkostenbeitrag für den Workshop).

Wer nach dem Wochenende die Zusammenarbeit eingestellt hat, war der Gründer, dem laut Reglement 51 % an dem gemeinsamen Unternehmen zustehen.

Das ist für alle eine riesige Enttäuschung - ein fauler Apfel hat die Sache verdorben, das Engagement der anderen ausgenutzt. Businessethik gibt's für den nicht - bis heute hat er noch nicht mal die lächerliche Unkostenpauschale von 22,22 Euro bezahlt. Es kommt einem die Galle hoch, wenn man feststellt, dass dieser Mensch zu den Top 100 Bloggern gehört und sich regelmäßig über vorbildliche Geschäftspraktiken und -modelle auslässt. Dass er Veranstaltungen hochzieht, die ohne den Goodwill der Blogger und Teilnehmer nicht funktionieren - und folglich hundertfach von ihnen beschenkt wird.

Und trotzdem stellt sich die Frage: Darf man den Kerl an den Pranger stellen und öffentlich nennen? Oder etwa nicht? Was meint ihr?


20.000 Menschen führen ein Unternehmen

Wer nicht will, dass seine Kleidung von unterbezahlten Arbeiterinnen und Arbeitern, unter miserablen Produktionsbedingungen oder von Kindern hergestellt wird. Wer nicht will, das zweifelhafte Chemikalien in seine Textilien geraten, Rohstoffe unter Pestizideinsatz angebaut werden usw. der sollte am besten eine eigene Modemarke aufbauen, damit er all dies steuern kann.

Genau das versuchen die Macher hinter dem Projekt nvohk (schwieriges Wort). Eine Modemarke gemanagt von ihren Käufern.

20.000 Menschen müssen zusammen kommen und einen jährlichen Beitrag von 50 US Dollar entrichten, dann wird das Unternehmen gestartet. Sie werden dann online zur Abstimmung über wichtige Business-Entscheidungen gebeten - erwähnt sind Logo-Design, Werbung usw. (Ich hoffe, es gibt wichtigere Entscheidungen zu fällen - Einkauf, Produktionsbedingungen, Preisgestaltung, Vertrieb, Auswahl der Geschäftspartner usw.)

Großartige Idee, die zwar nicht neu ist. Um die Ecke gibt es eine Brauerei, die von den Biertrinkern einstmals gerettet und jetzt erfolgreich geführt wird. Für mich kultiger als Rothaus.

Aber irgendwie doch recht ungewöhnlich, dies in einem Land wie Deutschland zu lesen, dessen mittelständische Unternehmen nicht mal die E-Mail-Kommunikation mit ihren Kunden wahrnehmen. (Ja ihr ahnt es schon: Bereits 44 Tage ohne Antwort von Sofa-Hersteller Machalke)


Nichts Neues von Machalke

Meine E-Mails an das Unternehmen und seinen Geschäftsführer blieben auch im neuen Jahr unbeantwortet.
Traurig, wie wenig deutsche Unternehmen ihre Prozesse rund um das Web beherrschen. Machalke ist da kein Einzelfall.
Beinah zeitgleich richtete ich eine Anfrage an den deutschen Leuchtenhersteller Brendel. Ratet mal was passiert ist. Nix, genau.

Dafür zitiere ich aus dem Unternehmensblabla:

"Seit 1861 ist die Firma Brendel Leuchten als deutscher Leuchtenhersteller etabliert. Von der damaligen Petroleumlampe bis zu den heutigen Leuchtentechnologien steht der Name für anspruchsvolles und zeitgenössisches Design...Qualität und Liefertreue gehören zu unserem Selbstverständnis."


Heute letzter Tag für den Download von "Wer macht eigentlich... Werbung für kleine Budgets?"

Einige Jahre habe ich es angeboten .. weit mehr als 300.000 Exemplare wurden downgeloadet und verbreitet. (Ich habe irgendwann zu zählen aufgehört).

Zahlreiche Beziehungen zwischen Unternehmen und Dienstleistern hat es gestiftet. Vor zwei Tagen schrieb mir Biggi Mestmäcker dazu: "Erst kürzlich erhielt ich zum wiederholten Male einen Auftrag durch "Wer macht eigentlich..."

Es ist mein mit Abstand erfolgreichstes Buch.

Jetzt wird es nicht mehr veröffentlicht. Morgen werde ich den Link löschen und die Datei vom Web nehmen. Stattdessen gibt es diese Google Karte. Wie im Buch auch sind hier die Dienstleister-Adressen versammelt. Keine Porträts zwar, dafür wird dank Google Maps der persönliche Kontakt nochmals erleichtert.

Ich danke allen, die mich dabei unterstützt haben. Vor allem Patrick Breitenbach, der zwei Ausgaben gestaltetet und Vanessa Kaiser, von der das Design der aktuellen und letzen Ausgabe stammt. Und Katja, die wie immer die erste (Korrektur-)Leserin und Kritikerin war.

Natürlich danke ich auch allen, die mitgemacht, das Buch weiterverbreitet und empfohlen bzw. rezensiert und verlinkt haben.

Wenn Euch das Buch gefallen und genützt hat und ihr mir, Euch und anderen einen Gefallen tun wollt, kauft das hier, empfehlt es weiter oder verschenkt es dutzendweise an Eure Kunden.

Danke!