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StudiVZ, die rechte Hand der Ermittlungsbehörden

"SPIEGEL ONLINE: Zu Ihnen kommt ein Staatsanwalt mit 30 Fotos aus StudiVZ-Profilen, die Leute anscheinend beim Kiffen zeigen. Er verlangt Klarnamen zu den Profilen und allen Kommentaren. Was machen Sie?

Riecke: Gott sei Dank dürfen wir bei Ermittlungsersuchen solche Daten nun herausgeben. Nutzungsdaten speichern wir bei allen Nutzern, die uns das erlaubt haben durch ihre Einwilligung."

Verräterisch finde ich in diesem Zusammenhang den Ausdruck "Gott sei Dank". Der Mann ist ja richtig erleichtert, dass er seine Kunden verpfeifen kann.

Zitate aus dem Interview von Spiegel Online


Killt die Säulendiagramme

Es gibt ja kaum was Einfallsloseres in deutschen Besprechungsräumen als die Präsentation der Businessdaten: Säulendiagramme und Kuchen sind vorherrschend.

Wie spannend es sein kann, wenn man eine Vielzahl von Daten integriert, so dass sie auf einen Blick zu erfassen sind, beweist diese interaktive Grafik der New York Times: Die Einspielergebnisse von Top-Kinofilmen.

Gefunden bei Julian Reischls Filmjournalisten.de

 


Bücher präsentieren mit iPaper

Wie cool ist das denn: iPaper ist ein tolle Methode, um Buchinhalte oder auch andere Textdokumente zu präsentieren. Anstatt sie in ein PDF zu packen, das man erstmal downloaden muss, erscheinen die Buchinhalte dank iPaper nun in einem Fenster direkt im Blog - ähnlich den YouTube Videos.
Das Ganze ist kostenlos und funktioniert simpel - bei der Website Scribd anmelden, Dokumente hochladen, den Code fürs Einbetten in die Website kopieren, in das Posting einbetten und fertig!

Hier ein Probekapitel aus Mundpropaganda-Marketing:

Read this doc on Scribd: mundpropaganda kapitel 3

Logotrends

Die Website Logolounge stellt jährlich im Rückblick die wichtigsten Gestaltungstrends bei Firmenzeichen vor. Interessant. Aber die wenigsten folgen noch der Maxime von Kurt Weidemann:

"Ein Zeichen ist gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann." Ob die jetzt out ist?

Hubs:

Logo_hubs


Descending dots

Logos_descendingdots

EcoSmart

Logos_ecosmart


Bildquelle: Logolounge


Mundpropaganda Marketing, noch mehr Rezensionen

Karin Janner vom NewMarketing Blog (gut, dass es solche Blogs jetzt gibt!) gibt eine ausführliche Inhaltsangabe zum Buch und verleiht ihm am Ende 5 Sterne, die Amazon-Höchstnote. Hier ein kleiner Auszug aus ihrem Text, den jeder lesen sollte, der noch eine Einführung in das Buch sucht.

"Der Text ist durch eine Fülle von praktischen, gut kommentierten Beispielen aufgelockert - erfrischenderweise nicht nur allseits bekannte wie Apple, Amazon oder Blair Witch Project. Einige kennt man schon aus seinem 2006 erschienenen Buch "Marketeasing", die meisten sind aber neu dazugekommen.
Man merkt sowohl, dass Herr Röthlingshöfer selbst Praktiker ist, als auch, dass er sich die Mühe gemacht hat, gründlich zu recherchieren, das Buch ist eine wunderbare Ideenquelle geworden!
Dank seiner guten Schreibe kommt man in der Lektüre des Buches rasch voran und muss oftmals schmunzeln. Nur das Ende war mir etwas zu abrupt (oder fehlt in meinem Buch die letzte Seite...?) und die Literaturliste zu kurz - nicht alle erwähnten Werke tauchen dort auf.

Fazit: Kaufen, lesen, anwenden. 5 Sterne von mir."

Knut O.E. Pankrath schreibt im Gemeinschaftsraum von bblogs.de

"Bernd Röthlingshöfer arbeitet mit zahlreichen gut ausgewählte Beispielen, die den Leser unabhängig vom Vorkenntnisstand schnell in die Materie hinein ziehen. Die aus Autorensicht offenbar notwendige Wissenschaftstheorie wird nach dem Muster

  • prägnante Überschrift
  • auf den Punkt gebrachte Erklärung in allgemein verständlicher Sprache
  • knackiges Fazit

verabreicht. Das finde ich gut und es hebt für mich hervor, dass es nicht wirklich notwendig ist, sich zu tief mit den vielen Theorien am Markt herum zu plagen. Vielmehr kommt es immer wieder auf die Antwort folgender Frage an: Wie nutze ich das am besten für mein Unternehmen?"

Susanne Melles, Autorin mehrerer Blogs und Unternehmerin hat das Buch in ihrem Sanovia Blog rezensiert

"Bernd, du hast es auch mit diesem Buch wieder geschafft, dass ich freiwillig und gerne (und, nur der Vollständigkeit halber, ohne finanzielle Vorteile) Werbung für dein Buch mache.

Nur eines werde ich nicht tun - dieses Buch verleihen. Weil es nämlich als Handwerkszeug ab sofort immer in der Nähe meines Schreibtisches stehen wird."

Tja. Wenn es niemand verlieht, hilft nur eines: Kaufen.

Vielen Dank an alle Rezensentinnen und Rezensenten.


Mundpropaganda ja, Markenpflege nein

Die Schweizer Handelszeitung schreibt über die Kosmetikmarke Mila d'Opiz:

"Markenpflege war für die Firmengründerin Mila Opitz allerdings ein Fremdwort. Ihr Erfolgsrezept bestand darin, wie weiland Helena Rubinstein das Produkt an sich selber auszuprobieren. Wenn es seine Wirkung tat, sandte sie geschulte Aussendienstmitarbeiter aus und vertraute auf die Mund-zu-Mund-Propaganda. Das funktionierte so gut, dass auf der Ausgabenseite weder Werbung noch Rechnungen von PR-und Werbeberatern zu finden waren."

Ist es etwa keine Markenpflege, sein Produkt ständig zu verbessern? Ist das etwa keine Marke, was in den Köpfen der Menschen entstanden ist, die Mundpropaganda für das Produkt betreiben?

Der Schreiber des Artikels offenbart ein seltsames Verständnis von den Begriffen „Marke“ und „Markenpflege“. Offenbar gilt da nur als Marke was auf einem Strategiepapier definiert und mit Old School-Methoden in TV-Spots oder mit ganzseitigen Anzeigen gepusht wird.
Ähnlich denken wohl die Eigentümer der Firma. Die wollen das Unternehmen jetzt mit klassischer Werbung zur Marke machen.

„Studer legt ein dickes Konzept aufs Pult, in dem quasi die Pyramide umgekehrt wird. Oben steht Branding und unten Produkt.“

Na dann viel Glück. Und seht zu, dass die Mundpropagandisten nicht abspringen.


Weiterbilden, wenn andere Urlaub machen

Könnte das Motto für meinen nächsten Online-Workshop sein.
Der startet am 12.08.08, also im wunderschönen August bei der Akademie: Werbung mit kleinem Budget

Ein Online-Workshop ist übrigens eine geniale Sache. Denn alle Aufgabenstellungen werden für das eigene Unternehmen erarbeitet. Sie haben 4 Wochen Zeit, um eines oder mehrere neue Konzepte zu entwickeln. Intensiv über das eigene Unternehmen nachzudenken. Sich mit den anderen Workshopteilnehmern und mit mir auszutauschen. Auf jeden Fall bekommen Sie eine geballte Ladung neuer Ideen. Die mit wenig oder Null Budget funktionieren.


Mundpropaganda-Marketing, weitere Blogger berichten

Sowas lässt einen nicht kalt.

Zu spüren, dass mein neues Buch Begeisterung auslöst. Hier die neuesten Rezensionen der Marketing-Blogger.

Der Berater und Trainer Karl Heinz Heidtmann wirft normalerweise nicht mit 5-Sterne-Wertungen um sich. (Er ist Top100 Rezensent bei Amazon und deshalb lässt sich das leicht nachprüfen.) Er schreibt in seinem Blog:

"Bernd Röthlingshöfer  versteht es wie kaum ein anderer Autor, besonders die Implikationen der modernen Medien für ein zeitgemäßes Marketing darzustellen. Verständlich, übersichtlich, praxisorientiert, das sind die drei wichtigsten Schlagworte für dieses Buch.
   
Gleichzeitig macht Röthlingshöfer sich verdient darum, als m. E. Erster das Funktionieren von Mundpropaganda umfassend zu erklären. Immerhin ist diese der zentrale Erfolgsfaktor für jedes Unternehmen - Tendenz zunehmend angesichts des Web 2.0."

Unternehmensberaterin und Organisationsentwicklerin Alexandra Graßler liefert neben der eindeutigen Empfehlung für das Buch auch eine recht detaillierte Inhaltsangabe. Sie schreibt in ihrem Blog Wissensagentur:

"Ich hab das Buch fast in einem Rutsch gelesen. Bernd versteht es eine Fülle an wertvollen Informationen sehr kurzweilig und informativ darzustellen. Die vielen verschiedenen Beispiele aus dem „richtigen Leben“ und die vielen kleinen Anekdoten, mit denen die Kapitel gewürzt sind, machen es ungeheuer spannend und lesenswert.
Um den Bogen zu meinem einleitenden Fazit zu schließen möchte ich dieses Buch allen ans Herz legen, die günstige Möglichkeiten der Werbung suchen und sich dazu näher mit dem Thema Mundpropaganda beschäftigen möchten. Es gibt selten faszinierendere Themen wie das, was Menschen erreichen können, wenn sie ihre Verbindungen nutzen. Und wie das funktionieren kann, finden Sie in diesem Werk von Bernd Röthlingshöfer ausführlich beschrieben. Von mir 5 Sterne."

Auch Kommunikationsfachmann Christian de Vries hat sich das Buch vorgenommen. Er betreibt zusammen mit Karl-Heinz Heidtmann ein Gemeinschaftsblog. So kommt es zu dem Fall, dass ich in einem Blog zweimal rezensiert wurde. Von beiden Autoren.

"Das Buch hat richtig Spaß gemacht. Gut zu lesen, gut aufgebaut, erklärt Röthlingshöfer nicht nur die Entstehung der Mundpropaganda, sondern auch die  weitere Entwicklung nahezu bis zum heutigen Tage.  Dabei findet er sogar Zeit und Platz viele andere verwandte Marketingbegriffe in das Thema einfließen zu lassen.  Wer niemals etwas über "Viralmarketing", "Buzz-Marketing" oder auch "Affiliate-Marketing" gehört hat, ist mit der Lektüre dieses Buches auch noch gut aufgehoben.

Als Kommunikationsberater werde ich das Buch meinen Kunden empfehlen. Kleiner Wermutstropfen von meiner Seite: Am Ende fehlt mir eine Zusammenfassung, vielleicht auch noch mal eine Ansprache an die Leser, sich diesem wichtigen Marketingthema zu widmen. Das Buch hört Knall auf Fall auf, und ein paar warme Worte zur Ermunterung wären hier durchaus noch angebracht gewesen."

Herzlichen Dank an alle. Eure Begeisterung zeigt mir zweierlei.
1. Ich habe mit dem Buch nicht alles falsch gemacht.
2. Die Schar der Mundpropaganda-Marketer wächst.

Finde ich beides großartig.


AdWords Marketing Challenge: Wer ist der beste AdWords Werber?

Vor kurzem berichtete ich über die von Google ausgeschriebene AdWords Marketing Challenge. Gute Sache, aber das können wir auch selber machen, dachte ich. Und genau das machen wir heute.

Denn der Schweizer Typo3 Spezialist frappant stiftete 1.000 Euro für einen kleinen Wettbewerb, zu dem ich alle AdWords Spezialisten einlade.

Fünf Berater/Unternehmer können mitmachen. Die Aufgabe: Bringe innerhalb von 4 Wochen mit einem AdWords-Budget von 200 Euro die meisten Klicks auf die Homepage des Unternehmens. Alle Teilnehmer lassen mich als Juror in die Wettbewerbskonten sehen. Ich werde über den Stand des Wettbewerbs wöchentlich berichten.

Am Ende der 4 Wochen steht ein Sieger fest.

Hier die Daten zum Auftraggeber:

Wen gilts zu bewerben?
Die !frappant webfactory ist eine Full-Service-Internetagentur in Bern (Schweiz) welche seit 1999 existiert. !frappant bietet Ihren Kunden ein bequemes «Rundum sorglos»-Paket an: Von der Idee übers Konzept zu Design, Umsetzung und Hosting kommt alles aus einer Hand.

Was ist unser Produkt?
Wir sind seit 2003 spezialisiert auf Umsetzungen mit den Open-Source-CMS Typo3. Mit Typo3 kann sowohl die kleine Ich-AG als auch das etablierte KMU seine Website von A-Z selbst pflegen. Und das günstig, da keinerlei Lizenzkosten anfallen.

Was ist das Ziel der Kampagne?
Wer in der Schweiz an Typo3 denkt soll gleich auch an !frappant denken. Aufhänger ist unsere kostenlose Typo3-Beratung: Sie schicken uns den Link zu einem bestehenden Projekt mit ein paar Erklärungen, wir zeigen Ihnen konkret, wie Typo3 Ihnen helfen kann, Ihre Bedürfnisse abzudecken."

Landingpage = Homepage:  http://www.frappant.ch

Wer mitmachen will, Fragen und Vorschläge hat, bitte in den Kommentaren oder per E-Mail melden.


Welche Eigenschaften hat der Kunde 2.0?

Eine unvollständige Liste:

Der Kunde 2.0.:

  1. Beschwert sich nicht mehr – er bloggt darüber.
  2. Je mehr er genervt ist, desto häufiger wird er das Thema aufgreifen.
  3. Wenn er Dich geliebt hat, kann er Dich besser hassen.
  4. ?
  5. ?

Aktualisierung 08.02.08
Anmerkungen von Matthias Metze im San Lorenzo Blog:

  • "Er lässt seine Online Community wissen, was er von dem Produkt hält.
  • Er gibt Feedback im Firmen-Blog/Forum/Network.
  • Er weiß, dass Kaufen und Verkaufen mit Kommunikation zu tun hat
  • Er hat Spaß daran."

Wahre Fans... zahlen auch Deine Steuern

Das Marketeasing-Leben schreibt tolle Geschichten.

Zum Beispiel die von der Gourmet-Eisdiele Toscanini's in Cambridge, Massachusetts. Diese seit 25 Jahren bestehende Eisdiele - die New York Times bezeichnete sie mal als die beste Eisdiele der Welt - haben die Behörden wg. Steuerschulden geschlossen.

Die Steuerschulden belaufen sich auf 167.810 US Dollar. Innerhalb einer Woche haben 300 Kunden der Eisdiele 30.000 US Dollar gespendet, damit der Laden wieder öffnen kann.

Die enge Beziehung zu den Kunden drückte sich bislang auch darin aus, dass viele Ideen für neue Geschmacksrichtungen von den Kunden angeregt und von der Gelateria tatsächlich aufgenommen wurde. So zum Beispiel ein Eis namens Kulfi, mit Pistazien und Kardamom das auf einem asiatischen Dessert beruht und von einem indischen Harvard Professor angeregt wurde.

Gefunden bei Tim Manners, Reveries Magazine
Und in der New York Times


Paulo Coelho, der Raubkopierer seiner eigenen Bücher

Raubkopien vermiesen das Geschäft - davon ist die Musikindustrie fest überzeugt. Die meisten Buchverlage denken genauso. Deswegen hatte Paulo Coelho auch ziemlich gewettert als auf dieser Website Raubkopien seiner Bücher auftauchten.

Jetzt gestand er: Er hat die Piratenseite selbst gebaut. Und damit mehr Bücher verkauft als je zuvor

"Der Verkauf seines Romans »Der Alchemist« verlief in Russland nur schleppend. Es gab Probleme, das Buch in die Buchhandlungen zu bringen. Er verkaufte nur 1.000 Exemplare im ersten Jahr. Daraufhin stelle Coelho eine Raubkopie der russischen Ausgabe ins Netz. Der Verkauf wuchs auf 10.000 Exemplare im darauffolgenden Jahr an. Im Jahr danach waren es dann über 100.000 verkaufte Bücher. Coelhos Verleger wunderte sich, denn beworben wurde das Buch nicht. Coelho führt diesen Erfolg ausschließlich auf die frei im Netz verfügbare Raubkopie zurück. »Die Leute laden sich das Buch herunter, beginnen zu lesen. Und wenn es ihnen gefällt, fragen sie nach und wollen das Buch kaufen. Die Nachfrage steigt, und das Buch ist plötzlich verfügbar.« Wieder ein Jahr später wurden in Russland 1 Million Bücher verkauft."

Die ganze Story im Literatur-Café aus dem das Zitat stammt.

Versuche das nicht als Fachbuchautor. Da hat man keine paar Jahre Zeit.