Weiterbilden, wenn andere Urlaub machen
Yahoo News Globe: Einfach nur großartig

Mundpropaganda ja, Markenpflege nein

Die Schweizer Handelszeitung schreibt über die Kosmetikmarke Mila d'Opiz:

"Markenpflege war für die Firmengründerin Mila Opitz allerdings ein Fremdwort. Ihr Erfolgsrezept bestand darin, wie weiland Helena Rubinstein das Produkt an sich selber auszuprobieren. Wenn es seine Wirkung tat, sandte sie geschulte Aussendienstmitarbeiter aus und vertraute auf die Mund-zu-Mund-Propaganda. Das funktionierte so gut, dass auf der Ausgabenseite weder Werbung noch Rechnungen von PR-und Werbeberatern zu finden waren."

Ist es etwa keine Markenpflege, sein Produkt ständig zu verbessern? Ist das etwa keine Marke, was in den Köpfen der Menschen entstanden ist, die Mundpropaganda für das Produkt betreiben?

Der Schreiber des Artikels offenbart ein seltsames Verständnis von den Begriffen „Marke“ und „Markenpflege“. Offenbar gilt da nur als Marke was auf einem Strategiepapier definiert und mit Old School-Methoden in TV-Spots oder mit ganzseitigen Anzeigen gepusht wird.
Ähnlich denken wohl die Eigentümer der Firma. Die wollen das Unternehmen jetzt mit klassischer Werbung zur Marke machen.

„Studer legt ein dickes Konzept aufs Pult, in dem quasi die Pyramide umgekehrt wird. Oben steht Branding und unten Produkt.“

Na dann viel Glück. Und seht zu, dass die Mundpropagandisten nicht abspringen.

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