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Apple Fan zu sein zahlt sich nicht aus

Das erste iPhone war für die Fans gedacht. Das neue zielt auf den Massenmarkt (schreibt Frank Patalong in Spiegel Online). Musste man vor einem Jahr noch 599 US Dollar für das Gerät bezahlen, bekommt man nun ein besseres für 199 US Dollar. Nimmt man mal an, dass ein gebrauchtes iPhone der ersten Generation jetzt nur noch 100 US Dollar wert sein dürfte, bedeutet das rd. 500 Dollar Wertverlust in nur 12 Monaten.

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Grafik gefunden bei Subtraction

Das nennt man Fans verarschen. Denn den Wertverlust haben die Fans zu tragen. Lange geht sowas nicht gut.

Update, 11.06.08

Die Mobilfunkbetreiber haben wohl erkannt, dass man die Kunden der ersten Stunde nicht verärgert:

"Viele Mobilfunker wollen Kunden der ersten Stunde mit komfortablen Wechselangeboten gnädig stimmen. O2 verschenkt neue Handys an britische Altkunden - auch T-Mobile bereitet ein Angebot für den Wechsel vor." Mehr dazu bei Spiegel Online

Kommentare

Matthias Metze

Wer Fan ist, weiss ja schon lange, dass es sich mit neuen Produkten so verhält... Ich habe mir also bislang noch kein iPhone gekauft und warte nun auf das Angebot von t-mobile ;-)

bernd Röthlingshöfer

Aber diesen Wertverlust finde ich zu krass.

Marcel

Das ist doch das Normalste der IT- und Telco-Welt: insbesondere dann, wenn der Hersteller mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass seine Fans fast jeden Preis für das Must-have-Gadget bezahlen werden.
Ärgerlich, für jene, die da mitgemacht haben. Aber erstaunen dürfte es eigentlich keinen.

Jürgen Siebert

Solche Rechnungen und totalitären Denkvorschriften (Du Fan, wirst verarscht) kommen meist von Menschen, die selbst nicht zur Zielgruppe der Argumentation gehören. Im aktuellen Fall also: kein iPhone besitzen.
Dass einem das Gerät eventuell monatelang die mobile Kommunikation aufs Eleganteste erleichtert hat, und den Besitzern dies die $ 599 locker wert ist ... das darf nicht sein.

Steffan

>500 Dollar Wertverlust in nur 12 Monaten

... dass nehmen die "Apple-Fanboys" doch klaglos hin.

Ausserdem - um Leute, welche 599$ für solch ein Spielzeug für 599$ ausgeben konnten, muss man sich wirklich nicht sorgen.
Meine Oma pflegte in solche Fällen (sinngemäß) zu sagen "es trifft keinen Armen" ...

Steffan

Bitte in vorigen Kommentar einmal "599$" wegdenken.
Man sollte doch erst mal die Vorschau nutzen ... tsss.

Bernd Röthlingshöfer

@Jürgen. Das ist keine Denkvorschrift, sondern ein ernst gemeinter Tipp an die Unternehmen die ihre Fans abzocken. Wie man richtig mit seinen treusten Kunden umgeht, ist etwas was viele noch lernen müssen.
@Steffan. Sorgen mach ich mir um die Kunden auch nicht. Aber man sollte sich nicht drauf verlassen, dass Fans alles schlucken. Heute gibt es die Möglichkeit sich zu wehren.

Genereller Gedanke: Warum sollte man nicht mehr Nachhaltigkeit auch bei Hightech-Produkten einfordern? Wir sorgen uns um Klimaschutz, recyceln jeden Kronkorken und nehmen es hin, dass elektronische Geräte eine Halbwertszeit von ein paar Monaten haben. Da kanns ja auch nicht sein.

chrizz

abgesehen davon, dass der Preisverfall echt extrem hoch ist, halte ich es für eine ganz normale Strategie die Apple da verfolgt und die auch kein Geheimnis ist. In der Schule hat man uns das als Skimming-Strategie verkauft: Innovatoren abschöpfen und anschließend den Massenmarkt erobern... hat m.E. super geklappt, wenn sich das 3G jetzt wie geplant verbreitet...

zu den vorherigen Kommentaren:
"Dass einem das Gerät eventuell monatelang die mobile Kommunikation aufs Eleganteste erleichtert hat, und den Besitzern dies die $ 599 locker wert ist ... das darf nicht sein."

klar darf das sein. Es sagt ja auch keiner, dass das iPhone schlecht ist. Es mag durchaus viele innovative Vorzüge haben. Aber ich sage mir: Wozu iPhone, wenn ich das auch mit kostengünstigeren Geräten erreichen kann. Dann zwar nicht ganz so komfortabel und ohne "IN" zu sein, aber es spart ne Menge Geld. Ich würde behaupten die meisten haben sich das iPhone vorangig aus Prestigegründen gekauft. one4All - egal um welchen Preis. Bei der Argumentation müsste man dann auch die teuersten Kaffeevollautomaten bei sich in der Küche haben. Sind halt praktisch und vieles geht leichter.

"Genereller Gedanke: Warum sollte man nicht mehr Nachhaltigkeit auch bei Hightech-Produkten einfordern?"

Wie willst du mehr Nachhaltigkeit einfordern, wenn die Entwicklung so schnell voranschreitet? Vor ein paar Jahren waren 2stellige GB Festplatten total neu und hipp. Mittlerweile ist es im gehobenen 3stelligen Bereich. Ich denke das zieht sich durch sämtliche vergleichbare Branchen. Insofern sehe ich da keine Chance für Nachhaltigkeit. Und ob es Sinn macht die Entwicklung künstlich zu bremsen wage ich auch zu bezweifeln... Klappt ja global nicht mal beim Klimaschutz...

just my 2 cents

Jürgen Siebert

»Aber ich sage mir: Wozu iPhone, wenn ich das auch mit kostengünstigeren Geräten erreichen kann.«

Das ist ja eine vernünftige und nachvollziehbare Einstellung ... es ist DEINE Überzeugung. Doch es gibt auch Menschen, die anders darüber denken. Und die haben ein iPhone. Was ich kritisiere ist die schlichte Formel: ich handle so und bin clever, die andern handeln anders und werden »verarscht« (bzw. sind doof). Das nenne ich dann totalitäre Argumentation, anderen sprechen von typisch deutscher Neid-Debatte bzw. Intoleranz.

Bernd Röthlingshöfer

@Chrizz Innovation entsteht doch nur, wenn man das scheinbar Unmögliche denkt. Ein modular aufgebautes Handy das permanent aktualisiert werden kann, wäre z.B. ein nachhaltigeres Produkt.

Bernd Röthlingshöfer

@Jürgen. Du interpretierst in meine Worte eindeutig zu viel hinein. Ich habe keine der iPhone Käufer als doof bezeichnet, sondern mich über die Apple Strategie ausgelassen. Und das mit der Neid-Debatte holste aber von ganz weit her.

Steffan

Der Jürgen ist doch 'n iPhone-Besitzer ...

>Wir sorgen uns um Klimaschutz, recyceln jeden Kronkorken und nehmen es hin, dass elektronische Geräte eine Halbwertszeit von ein paar Monaten haben.

Schon seltsam - einerseits wird der Müll vor'm Wegwerfen (in die gelbe Tonne) erst noch gereinigt, andererseits wird es als normal angesehen, dass z.B. dass lahme Notebook komplett weggeworfen (ja,ja - recycled) wird.

Martin

@Steffan: Wer schmeißt denn ein lahmes Notebook weg? Oder ein iPhone, das nicht mehr der neuesten Generation angehört? Doch wohl niemand. Solche Teile gibt man weiter an Freunde, Verwandte, Bekannte, die nicht immer das Neueste haben müssen. Oder man verkauft sie auf ebay oder sonstwo. Ganz so schlimm wie's hier dargestellt wird ist das Wegwerfverhalten bei Elektronik-Güten nach meiner Beobachtung noch nicht.

Horst D. Deckert

Apple-Fan zu sein zahlt sich immer aus! Denn der Apple-Fan ist ein Mensch, der von Apple-Produkten profitiert.

Beim iPhone hieß das, dass er z.B. sowohl vom Image, einer der Ersten zu sein, als auch von der besseren Funktionalität profitierte, die ihm das spektakuläre "Gerät" ermöglichte.

Dass jetzt die Masse eine verbesserte Funktion zum niedrigen Preis kaufen darf, zahlt sich wiederum für den Apple-Fan aus. Die Apple-Strategie ermöglicht, dem Innovator genügend Geld zu verdienen, um wiederum grandiose Produkte zu entwickeln, von denen er wieder als Erster profitiert.

Der vermeintliche Wertverlust ist demnach nicht wirklich entstanden. Im Gegenteil. Und vielleicht werden die iPhones der ersten Generation in einigen Jahren eine ähnliche Wertsteigerung erfahren, wie der erste MAC.

Apple verfolgt eine "Kunden-Profit-Strategie", von der deutsche Unternehmer eines lernen können:

Je höher der Profit für den Kunden, desto uninteressanter der Preis!

Folgen: Die iPhone-Konkurrenz ist absolut chancenlos. Und zwar selbst dann, wenn sie ihr Gerät verschenken würde.

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