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Accor Hotelgruppe lädt Blogger ein

Die Accor Hotels wollen einige ihrer Hotels neu klassifizieren. Die Premium-Hotels der Marke Accor sollen künftig unter dem Label MGallery vermarktet werden. Um den Start dieses neuen Labels zu begleiten haben sie eine Handvoll Blogger aus ganz Europa eingeladen. Sie können zwei Tage in einem der MGallery Hotels mit einer Begleitperson verbringen und haben so Gelegenheit die Qualität dieser neuen Hotels kennen zu lernen.
5 Hotels erhalten ab April das Label MGallery: 3 in Frankreich, 2 in der Schweiz. Bis Ende 2008 sollen 30 Hotels unter diesem Label auftreten. Wer sich diese Hotels mal ansehen will, hier sind sie. Vor allem mal in die Bilderauswahl gucken und das Video ansehen!

Ich bin einer von den Bloggern, der eingeladen wurde und reise morgen ab nach Lyon in das Hotel Le Royal.

Dieses Hotel Royal im Stadtkern von Lyon ist ein prachtvolles Gebäude aus dem Jahr 1893. Die 76 Zimmer und Suiten auf 5 Etagen sollen zum Teil eine fantastische Aussicht auf den davor liegenden Place Bellecour bieten. Innen regiert ein Mix aus Brokat, Seidenstoffen, Edelhölzer, modernen Designermöbeln und LCD-Displays - mal sehen!
Im Restaurant schwingen Schüler von Paul Bocuse die Küchenwerkzeuge, der ja übrigens auch in Lyon sein Restaurant betreibt. Hoffentlich haben sie beim Meister gut aufgepasst. Die Spannung steigt bei mir allmählich auf den Trip und die Möglichkeit die Stadt Lyon zu entdecken, an der ich bisher immer nur auf der Autobahn vorbeigerauscht bin.

Auf die legendären Bouchons freue mich ganz besonders.

Und die Gegenleistung, die Mgallery von den Bloggern erwartet? Sie sollen ein kleines digitales Reisetagebuch zsuammenstellen, in dem sie ihre Erlebnisse schildern. Zwang zum Bloggen gibt es keinen.

Konzipiert wurde die Aktion übrigens von DIGITAS.


Seth Godins neues Marketingmodell

Und wieder eine Attacke auf das Old School-Marketing. Seth Godin hat die 4 P über Bord geworfen und zeigt uns ein neues Modell:

Fivebuildingblocks

Dazu die Erklärung:

"DATA is observational. What do people actually do? Wal-Mart uses data to decide if an end cap is working. Google Adwords advertisers use data to decide which copy delivers clicks and sales. The library can use data to decide which books to buy (and not to buy). Paco Underhill uses data to turbo charge retail. Data is powerful, overlooked and sometimes mistaken for boring. You don't have to understand the why, you merely need to know the what.

STORIES define everything you say and do. The product has a myth, the service has a legend. Marketing applies to every person, every job, every service and every organization. That's because all we can work with as humans is stories. I want to argue that data and stories are the two key building blocks of marketing--the other three are built on these two.

PRODUCTS (and services) are physical manifestations of the story. If your story is that you are cutting edge and faster/newer/better, then your products better be. Average products for average people is a common story, but not one that spreads. When in doubt, re-imagine the product. Push it to be the story, to live the story, to create a myth.

INTERACTIONS are all the tactics the marketer uses to actually touch the prospect or customer. Interactions range from spam to billboards, from the way you answer the phone to the approach you take to an overdue bill. Interactions are the hero of marketing, because there are so many and most of them are cheap. Unfortunately, all lazy marketers can do is buy ads or spam people. Which creates an interaction that belies your story, right?

CONNECTION is the highest level of enlightenment, the end goal. Connection between you and the customer, surely, but mostly connection between customers. Great marketers create bands of brothers, tribes of people who wish each other well and want to belong. Get the first four steps right and you may get a shot at this one."

Mehr bei Seth: Five Easy Pieces


Vom Weinkäufer zum Werbeträger

Seit einiger Zeit bestelle ich Wein bei Winzern direkt. Dabei ist mir aufgefallen, die Weinkartons erlauben es meist nicht, eine kleine Zugabe als Dankeschön dazu zu packen. Bestellt jemand 12 Flaschen ist der Karton voll. Das macht es also schwer, einem Stammkunden einfach mal ein Fläschen aus dem Sortiment beizulegen, dass er noch nie gekauft hat.
Wenn man der Kundenbestellung also von Zeit zu Zeit ein kleines Geschenk beilegen wollte, dann müsste es klein und flach sein.
Hier ist die Lösung:

Popptags1

Geschenkanhänger von Popptags via Swissmiss


Das nervt: Grafiker ohne Mindestkenntnisse des Web

Eine Schande für die Branche, dass es sowas immer noch gibt:

  • Websites, die nur aus Bildern bestehen
  • Die Bilddateien sind mit a,b,c usw. abgespeichert
  • Der einzige für Google verwertbare Text enthält kein einziges Keyword. Macht eh nix, da er als Bild eingebunden ist.
  • Nicht mal die Metatags hat man in diesem Auftritt als Google-Futter genutzt.

Ich weiß ja nicht wer da versagt. Die Ausbildungen der Hochschulen, der Agenturen und anderer Ausbildungsbetriebe - oder schlichtweg der Einzelne. Aber der Kunde, der dort bedient wird, verdient es geschützt zu werden.

Nee. Ausnahmsweise verrate ich nicht, um welche nagelneue Website es geht. Ihr findet sicher selber welche, auf die das zutrifft.


Ich will Werbung, die zu mir passt

Haben Sie schon mal Verbraucher so reden hören?  Meinen Sie die machen Luftsprünge, wenn sie lauter personalisierte Werbung bekommen, die sich haarscharf mit ihren Interessen deckt?

Machen sie nicht. Warum glauben dann manche Werber, wenn Sie nur genug Daten über einen sammeln, um dann zielgenauer Werbung an uns zu adressieren, das wir uns freuen könnten? Jedenfalls: Der Mythos von Werbung, die auf jeden einzelnen zugeschnitten ist, hält sich hartnäckig.

Der Preis für diese persönlich relevante Werbung ist totale Transparenz - der eigenen Person mit ihren Banking- Networking- , Shopping- und Surfprofilen. Und genau das will keiner.

Ich will Werbung, die zu mir passt? Nein, danke. Will ich eben nicht.


Sieht so der Reiseführer der Zukunft aus?

Senghor_on_the_rocks

Nein. Das Buch ist kein Reiseführer. Aber es zeigt auf ganz spannende Weise, wie man Buchinhalte, die an lokale Gegebenheiten geknüpft sind mit Hilfe einer Google Map darstellt.  Während sich die Geschichte Senghor On The Rocks von Martin Benda entwickelt, fährt man auf der Google Landkarte einfach von einem Schauplatz zum anderen.
Bin gespannt, wann die ersten Autoren und Verlage darüber nachdenken, mehr Anwendungen mit Google Maps zu erstellen.
Aber auch die Werbekreativen packen Google Maps noch nicht richtig an. Bis jetzt ist das meiste nur dröge. (Von Bikemap mal abgesehen). Und auch meine eigene Karte "Wer macht eigentlich... Werbung für kleine Budgets?" könnte dringend aufgepeppt werden (Wird sie auch, versprochen!)

gefunden bei German Cowboys


Der Farbladen: RGB

Ein neuer Pop-up Store eröffnet in Berlin. Das Konzept des Ladens, der sich RGB nennt: Er verkauft jeden Monat eine neue Farbe.

"Jeden Monat ein Umbau. Jeden Monat eine Vernissage.
Jeden Monat eine neue Farbe.

Künstler, Mode-und Produktdesigner zeigen und verkaufen ihre Stücke, der gesamte Laden wird so in eine Farbe getaucht. Der Ablauf eines Jahres wird dokumentiert, Zeitabschnitte in verschiedene Spektralfarben gefärbt.
Interkulturelle Events bespielen den Farbraum RGB, Kreative treffen auf die Nachbarschaft und verweilen an der Bar. 

Es geht los mit Gelb im Mai, gefolgt von Rot, Blau, Türkis, Pink, Orange, Grün und zum Schluss das Weisse Rauschen."

Gefällt mir. Zu sehen in Berlin in der Brunnenstraße 65. Via Styles Report Berlin


Karlsruher Manifest und Ethik für Mobile Marketing

Das Thema Ethik in der Werbung wird erfreulicherweise auch von Agenturen diskutiert ... Mobile Marketingspezialist 12snap hat sogar einen eigenen Code of Ethics formuliert. Dersoll unter anderem dafür sorgen, dass Mobilmarketer freiwillig auf Versenden von Spam ans Handy verzichten. Hier der Code im Überblick:

The Code: What We Believe
01 In the Client’s Best Interest.
02 Honour All Agreements.
03 Don’t Break the Law. Don’t Bend the Law.
04 Don’t Abuse the Mobile Media.
05 Creativity is King.
06 Master the Technology.
07 Strive for Excellence in Everything You Do.
08 Look After Your Colleagues.

Nur so am Rande: Laut w&v-Berichten reagieren die Werbeverbände recht zurückhaltend auf den Vorstoß von 12snap.

Wenn wunderts. Das Karlsruher Manifest haben sie bislang auch ignoriert. Und die Vorlage für die 12snap Ethik stammt von keinem deutschen, sondern vom australischen Werbeverband AFA.


Blog-Stöckchen: Was bringen Marketing-Blogs?

Michael van Laar hat mir dieses Stöckchen zugeworfen:

Seit wann gibt es das Blog?

Seit Dezember 2003.

Was war der Auslöser, um das Blog zu starten?

Ich suchte eine Möglichkeit mein erstes Buch "Werbung mit kleinem Budget" mit kleinem Budget zu bewerben. Schnell, preiswert und einfach, sofort publizieren zu können, also zu bloggen, das gefiel mir.

Welchen Zweck hat das Blog?

Erst nen Werbezweck. Dann einen Ordnungszweck. Später einen Unterhaltungszweck. Und zuguterletzt einen Selbsterhaltungszweck.

Was hat das Blog bisher „gebracht“?

Ein paar tausend Leser, ausreichend Geld, unzählige wichtige Freund- und Bekanntschaften.

Oh schade schon vorbei. Dann werfe ich mal weiter zu: Biggi Mestmäcker, Karl Heinz Heidtmann, Karin Janner, Thomas Scheuer, Silke Spraul.


Online Workshops - wie man die fehlende Nähe beim Lernen auf Distanz herstellt

Da ich selbst in Kürze wieder einen Online Workshop bei der Akademie zum Thema "Werbung mit kleinem Budget" halte, interessiert mich diese Frage besonders. Kreativtrainerin Zamyat M. Klein hat sich genau zu diesem Thema Geanken gemacht. Hier ein paar Anregungen

  • "Sie können Bilder und Fotos einbauen, so kann ich beispielsweise Fotos meiner bunten Flipcharts und Lernposter einbinden.
  • Es gibt einige kreative Spiele auf sprachlicher Basis (beispielsweise "Acht alberne Affen"), die man als auflockernde Elemente mit einbauen kann.
  • Ich habe jeden Tag den Teilnehmern eine Datei geschickt: "Yoga am PC." Dazu habe ich Yoga-Übungen etwas abgewandelt (ich bin u.a. Yogalehrerin), dazu Fotos oder Zeichnungen abgebildet.
  • Sie können jeden Tag mit einem Zitat, einer Geschichte, einer Metapher einleiten. Auch das spricht dann andere Bereiche an als der reine Lernstoff."

Mehr dazu bei Zamyat M. Klein "Wie kann ich die Nachteile von Online- Seminaren kompensieren?"


Exklusivkonzept für Designer Dessous: Edition12

"Luxury is about having things that are unique and not ubiquitous”

Sagt Tyler Brulé von Wallpaper. In meinen Büchern Marketeasing und Mundpropaganda-Marketing geht es zwar wenig um Luxus – aber doch um Exklusivität. Sie ist eine von den 9 wirksamen Helfern die Produkte anziehender machen können und in der Lage sind Mundpropaganda auszulösen.
Exklusivität heißt dabei nicht hoher Preis, sondern z.B. Zutritt nur für bestimmte Personen, zeitlich oder räumlich beschränkte Angebote, Verknappung durch geringe Stückzahl oder Einzigartigkeit.

Einige dieser Exklusivitätsfaktoren sind in die Konzeption des Dessous Angebotes von Edition12 eingeflossen.

Edition12_naughty_june Denn dort gibt es jeden Monat nur ein einziges Dessous Set zu kaufen. Und zwar nur für exakt 4 Wochen lang! Die Sets sind eigens für den Webshop entworfen und werden in einer maximalen Auflage von 120 Stück produziert. Kreiert werden sie von „einer der besten Dessous Designerinnen der Welt“ (lt. Playboy Magazin), der Berlinerin Jutta Teschner, die seit Jahren mit ihrem Label Fishbelly und ihren frechen Kreationen Furore im biedern Dessous- oder Lingeriemarkt (wie es international heißt) macht. Einerseits exklusive Entwürfe und eine kleine, feine Kollektion mit Stückzahllimitierung, andrerseits bietet edition12 aber eine nahezu unlimitierte Größenauswahl. Das liegt daran, dass die Dessous nicht auf Lager vorproduziert sind. Sie werden erst nach Eingang der Bestellung eigens gefertigt und ermöglichen daher eine Zusammenstellung von BH, Slip, Strumpfhalter ganz nach den eigenen Körpermaßen. Egal ob nur 10 Bestellungen eingehen oder 140, nach 4 Wochen ist definitiv Schluss und ein neuer Entwurf der Kollektion wird vorgestellt. Auch an der Stückzahlobergrenze von 120 wird nicht gerüttelt.

Die Teile werden ca. 4 Wochen nach Angebotsschluss weltweit ausgeliefert – versandkostenfrei. Sie werden dann liebevoll verpackt und tragen eine individuelle Nummerierung. Derzeit läuft dort Angebot No. 1, Naughty June - noch bis zum 12.07.08

Natürlich bin ich in der Sache nicht unbefangen: Edition12 ist ein Projekt meiner Lebensgefährtin Katja, das ich nach Kräften unterstütze.


Erste bundesdeutsche Beraterschlacht in Frankfurt

Das gefällt mir. Angelehnt an das Format der Poetry Slams treten am 18. Juni 2008 im Südbahnhof Frankfurt 7 ausgewählte Berater zu einer Schlacht an. Sie präsentieren dort in jeweils 10 Minuten ihre Konzepte zum Thema "Wie gewinne ich neue Kunden"

"Jeweils zehn Minuten haben sie Zeit, ihren Ansatz zu erfolgreicher Neukundenakquise vorzustellen. Wie bei den Dichterschlachten entscheidet zuletzt das Publikum über den Sieger des Wortgefechts. Im Falle der Beraterschlacht wird jedoch statt des Dichtungsrings die Visitenkarte überreicht."

Macht dem Publikum sicher großen Spaß. Leider bin weder ich dabei - mit Recht, da ich nicht als Berater sondern Autor und Publizist arbeite - noch der von mir sehr geschätzte Autor und Berater Peter Sawtschenko, aus dessen Newsletter ich die Nachricht habe. Aber vielleicht ist Peter Sawtschenko auch der große Unbekannte, der noch mit auftritt?

Das sind die Teilnehmer:

Sigrid Biebl, Diplom-Designerin, Kernkompetenz Positionierung und Markenführung, strategische Planerin bei kommunikation + design, werbeagentur raab gmbH in Mainz

- Nicole Deboy, Diplom-Betriebswirtin, Kernkompetenz Marketing- & Vertriebsberatung für mittelständische Unternehmen, Mitgeschäftsführerin der vendamus GmbH in Großwallstadt

- Nicole M. Pfeffer, Diplom-Betriebswirtin, Kernkompetenz Überzeugungs-Marketing, harte Fakten und gelebte Emotionen, Geschäftsführerin Marketing mit Pfeffer in Frankfurt

- Holger J. Bub, Marketing und Kommunikationswirt, Kernkompetenz Absatzförderung und Kundenbindung, Geschäftsführer Quasar Communications in Wiesbaden

- Thomas W. Frick, Marketing und Vertriebsökonom, Kernkompetenz Vertrieb erklärungsbedürftiger Produkte, Verkaufshelfer und Inhaber Verkaufshilfe in Otzberg

- Christian Görtz, Diplom-Betriebswirt, Kernkompetenz Marketing-Beratung und Marketing- Coaching, Inhaber der Unternehmensberatung Görtz in Pfungstadt

- The Dark Knight, der große Unbekannte, der auch eine große Unbekannte sein kann und als Überraschungsgast in den Wettstreit eingreift

Mehr auf der Website des Veranstalters Mittel und Wege.


Werbung zum Schreien

Ikea_banner Wer vor lauter Werbebannern auf den diversen Websites am liebsten laut losschreien möchte, kann das jetzt tun. Denn diese Werbebanner von IKEA (rechte Seite) kann man anschreien. Je lauter man brüllt, desto höher fliegt der abgebildete Tisch im Werbebanner. Angeschaltetes Mikro ist Voraussetzung, damit dich das Banner auch hört.

Witzige Idee, erinnert mich daran, das ich vor beinah 8 Jahren ein durch Schreie gesteuertes Tennis-Game erfunden habe. Das wurde als Gruppenspiel auf Messen, bei Straßenveranstaltungen usw. erfolgreich eingesetzt.

Hmm ob das interaktive IKEA-Banner, das auf Anschreien reagiert nicht nur ein Fake ist? Nö? Funktioniert tatsächlich, dank einer Flash-Anwendung, die die Lautstärke des Mikros aufnimmt und das Ergebnis auf dem Screen des Nutzers darstellt.

Die Idee hatte die Agentur GRIMM GALLUN HOLTAPPELS


Klassische Werbung wird immer unbedeutender

Die immer noch als Königsdisziplin bezeichnete Werbegattung von Spots und Anzeigen spielt inzwischen nur noch eine untergeordnete Rolle. Beleg dafür sind die Umsätze führender Agenturen.

Anteil klassischer Werbung am Umsatz bei:

  • BBDO Germany: 21%
  • Scholz & Friends 34%
  • Servcieplan: 54%
  • Ogily: 60%
  • JWT: 66%
  • Jung von Matt: 67%

Der Abstieg ging übrigens rasant vonstatten. Vor 5 Jahren, meint Holger Jung, lagen die klassischen Werbemaßnahmen noch bei 93%.

Quelle: Horizont, Printausgabe


trnd: Neues Preismodell der Mundpropaganda-Plattform

Die bislang von mir salopp als Mundpropaganda-Agentur bezeichnete trnd sieht sich nicht mehr als Agentur, sondern als Medium. Nicht Dienstleistung, sondern Reichweite soll verkauft werden.
Konsequenterweise wird jetzt nur noch nach konkreter nachgewiesener Produktempfehlung abgerechnet. Für jedes von trnd initiierte "Produktgespräch" wird trnd künftig 10 bis 60 Cent berechnen.

Durchschnittliche Kampagnen kosten dann zwischen 70.000 und 125.000 Euro.

Wäre natürlich noch interessant zu wissen, wie diese abrechenbaren Produktgespräche identifiziert und dokumentiert werden.

Alle Infos aus der w&v, Nr 21/2008


Apple Fan zu sein zahlt sich nicht aus

Das erste iPhone war für die Fans gedacht. Das neue zielt auf den Massenmarkt (schreibt Frank Patalong in Spiegel Online). Musste man vor einem Jahr noch 599 US Dollar für das Gerät bezahlen, bekommt man nun ein besseres für 199 US Dollar. Nimmt man mal an, dass ein gebrauchtes iPhone der ersten Generation jetzt nur noch 100 US Dollar wert sein dürfte, bedeutet das rd. 500 Dollar Wertverlust in nur 12 Monaten.

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Grafik gefunden bei Subtraction

Das nennt man Fans verarschen. Denn den Wertverlust haben die Fans zu tragen. Lange geht sowas nicht gut.

Update, 11.06.08

Die Mobilfunkbetreiber haben wohl erkannt, dass man die Kunden der ersten Stunde nicht verärgert:

"Viele Mobilfunker wollen Kunden der ersten Stunde mit komfortablen Wechselangeboten gnädig stimmen. O2 verschenkt neue Handys an britische Altkunden - auch T-Mobile bereitet ein Angebot für den Wechsel vor." Mehr dazu bei Spiegel Online


Die 100 größten Werbefehler: Einsendeschluss und weitere Details

Ich bin weiter auf der Suche nach den größten Werbefehlern, die man machen, aber selbstverständlich besser vermeiden kann.
Neben den vielen tollen Zuschriften, die mich bisher schon dazu erreichten, gab es auch Fragen:

Frage: Was genau sollen wir tun: sollen wir nur den Fehler nennen, einen kompletten Text ausformulieren oder was?
Antwort: Es reicht ein einfacher Fehlerhinweis. Wenn es dazu eine Erklärung oder eine nette Story gibt - auch gut. Denn natürlich lässt sich aus Anekdoten, Erlebnissen und Beispielen prima ziteiren.

Frage: Wann ist der Einsendeschluss?

Antwort: Ein gutes Buch braucht seine Zeit. Also lasst Euch Zeit bis zum 10.September 2008.

Bei weiteren Unklarheiten, einfach mich anschreiben.

With a little help from my friends oder Mein nächstes Buch will ich nicht alleine schreiben


Lesen! Lesen! Lesen! Guerilla Marketing aus spieltektonischer Sicht

Das beste Buch, das über Guerilla Marketing je geschrieben wurde, ist da. Und es ist - noch - kostenlos. Es heisst "Think Gaming. 100+ Beispiele und Analysen bekannter Guerilla-Marketing-Aktionen aus spieltektonischer Sichtweise".

Spieltektonik? Was ist denn das? Die Buchautoren und Spieltektoniker Máren Kruse und Guido Stepken definieren dies auf ihrer Website wie folgt:

"Der Begriff Spieltektonik leitet sich von griechisch „tektonikós“ - die Baukunst betreffend - ab und bezeichnet allgemein die neue Wissenschaft der Gestaltung von Spielen
Ähnlich der Dichtkunst, wo man von Tektonik zwecks 'regelrechtem Aufbau' einer Dichtung spricht, deren Teile sich zu einem Ganzen fügen, wie z.B. einem Drama, oder in Kunst und Architektur, wo sich Stilelemente aggregieren lassen, so gibt es psycho-logische Gestaltungselemente, die sich zu komplexen Regelwerken fügen, und auf Mensch „spannend“, „unterhaltsam“, oder „langweilig“, als „deeskalierend“ oder „eskalierend“ ... auf die menschliche Psyche wirken.
Sie bilden die Grundlagen zur Gestaltung spannender Spiele, aber auch von Regelwerken hoch produktiver, kooperativer Prozesse in Unternehmen und Organisationen, Behörden.
Allen Menschen gemeinsam ist ihre Begeisterungsfähigkeit für das Spiel, wo sie eintauchen und die Welt vergessen können. Dieses als FLOW bezeichnete Phänomen lässt sich, so zeigen Untersuchungen, auch auf Arbeitsprozesse anwenden.

Es zeigt nicht nur bekannte und viele unbekannte Guerilla-Marketing-Ideen: Es macht auch klar, warum manche Ideen funktionieren und andere nicht. Und allein das Durchblättern spornt an, neue und verrückte Ideen zu entwickeln. Hier ist es:

Read this document on Scribd: Guerilla-Marketing-Spieltektonik

Glauben oder Irrglauben

Beim Verband der Deutschen Zeitschriftenverleger handelt es sich um eine ganz besondere Sekte. Dort glaubt man an die Wirkung von gedruckten Werbeanzeigen. Was nicht weiter schlimm wäre. Wenn man nicht auch noch glauben würde, man könne aus den Anzeigen Firmennamen und Logo entfernen und die Leute wüssten trotzdem um welche Marke es sich handelt.

Machen Sie den Selbsttest hier. Ich habe gerade mal Mercedes und Sixt erkannt.


Wieviel darf ein gutes Logo kosten?

Crowdspring

Als ich vor über einem Jahr über Dumpingpreise für Logos schrieb, gabs heftige Kritik: Dumpinglogos können nix taugen. Qualität habe nun mal ihren Preis. Es entspann sich eine lange, hochinteressante Debatte, die so ziemlich alle Argumente zum "Für und Wider Billig-Logos" an den Tag brachte.

Die Sache ist die: Wer nur ein Logo einkaufen möchte, kann dies für 150 US Dollar tun. Bei der Website crowdspring jedenfalls arbeiten Kreative aus aller Welt für dieses Budget. Und das nicht schlecht, wie ich finde. Garantie: Erhält der Kunde nicht mindestens 25 Vorschläge, muss er nichts bezahlen.

Wer aber nicht nur ein Logo, sondern dazu auch Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchte, wie z.B. eine ausführliche Analyse des Unternehmens und seiner Strategie, eine umfassende Beratung oder die Einbindung in bestehende Konzepte und Zielvorgaben, der zahlt mehr. Zu Recht!

A propos Crowdspring: Hats jemand mal getestet?


Sprachen lernen auf dem Klo

Das war offenbar die Idee, die hinter dem neuen Toilettenpapier von Migros, Schweiz steckt. Dort sind derzeit Klopapiere im Angebot, die mit Vokabeln in vier Sprachen bedruckt sind. Man könnte auch sagen, dass die Marketeasingstrategen bei Migros ein Differenzierungsmerkmal für das Low-Interest-Produkt Klopapier gesucht hätten.

Softdictionaryos6

Witzige Idee. Aber nicht ganz zum allerbesten Ende gedacht. Denn zum Start der Fußball-EM hätte ein Toilettenpapier, das mit Fußball-Vokabeln bedruckt worden wäre, wohl noch mehr Aufsehen und Nutzen gestiftet.

Bild von Rupert Schutz, der mich auf die Idee aufmerksam gemacht hat. Vielen Dank! Mehr dazu in seinem Blog.


Mit kostenlosen e-Books für gedruckte Bücher werben?

Ist da ne gute Idee? Heizen kostenlos verteilte E-Books den Absatz von gedruckten Exemplaren des gleichen Titels an?
Bestsellerautor Seth Godin hat schon mehrfach behauptet: Ja. Und er sollte es ja wissen.
Und auch die Macher dieser illustrierten Kinderbücher meinen es. Sonst könnte man die nicht komplett im Web durchblättern, lesen und sogar auf der eigenen Website einbinden.

Andrerseits: Hätten 1 Millionen Menschen Charlotte Roches "Feuchtgebiete" gekauft, wenn sie es vorher im Internet gelesen hätten?


Literatur bei Twitter

Was haltet ihr eigentlich davon? Literatur bei Twitter? In kleinen 140 Zeichen Häppchen? Oder ein täglicher Tipp aus einem Fachbuch? Zum Beispiel zur Werbung?

Cory Doctorow, der Science Fiction Autor und Tom Peters, Management-Guru probieren es ab 16. Juni aus. Bis jetzt sind die Leserzahlen noch recht überschaubar.

TwitterID: DailyLitMagicK
Cory Doctorow's Down and Out in the Magic Kingdom
34 Leser (followers)   

TwitterID: DailyLitSucceed
Tom Peters's 100 Ways to Success/Make Money
18 Leser (followers)


Erfolgskontrolle: Was bringt Bloggen wirklich?

So ermitteln Sie den Return on Investment Ihres Blogs

Lohnt sich Ihr Unternehmensblog oder nicht? Die Frage stellen sich viele Unternehmen – und erhalten selten konkrete Aussagen darauf. Denn wenn die Wirkung eines Blogs lediglich mit einer nebulösen Imageverbesserung bewertet wird, ist nicht viel gewonnen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die wirtschaftlichen Effekte Ihres Blogs in Euro und Cent ermitteln können.

1. Werbewirkung
Wie viele Besucher hat Ihr Blog täglich oder monatlich? Wie viele Seiten betrachten diese (Page Impressions)? Wie viel zahlen Sie für eine Bannerschaltung, in den für Sie wichtigen Online-Medien? In der Regel liegen die Preise für 1.000 Page Impressions (angesehene Seiten) bei 2 bis 3 Euro.

2. PR-Wirkung
Ein Blog dient als Nachrichtenquelle für traditionelle Medien. Bitte stellen Sie anhand Ihrer Presseauswertung fest, wie viele Berichte auf Informationen aus Ihrem Blog zurückgehen oder wie häufig Ihr Blog selbst Gegenstand der Berichterstattung ist. Um die PR-Wirkung zu beziffern, ermitteln Sie die Größe des über Sie gedruckten oder gesendeten Beitrags und sehen nach, was Sie für eine in dieser Größe vergleichbare Anzeige gezahlt hätten. Natürlich ist dies eine Milchmädchenrechnung, denn PR-Berichte sind immer wertvoller als Anzeigen, da sie mehr Beachtung und Glaubwürdigkeit als die Werbeaussagen finden.

3. Mundpropaganda-Wirkung
Stellen Sie fest, wie häufig Ihr Blog monatlich verlinkt wird und in welchen Foren, Communities und anderen Blogposts über Sie gesprochen wird. Den Wert eines Blogposts können Sie ermitteln, indem Sie die Reichweite des Blogs zu Grunde legen. (Dies geht natürlich nur, wenn der Blog Zahlen zu seiner Reichweite veröffentlicht.) Sie können dann 1.000 Page Impressions nach demselben Muster wie bei der Werbewirkung berechnen. Da oftmals keine Reichweitenzahlen vorliegen, machen Sie es anders. Unser Vorschlag: Bewerten Sie jede Erwähnung Ihres Blogs in Online-Medien mit 50 Euro.

4. Ersparte Aufwendungen
Stellen Sie ersparte Aufwendungen in Ihre Blogprofitrechnung mit ein. Wenn Ihr Blog sich beispielsweise um Servicethemen dreht, rechnen Sie die Ersparnis von Serviceanfragen aus. Gut gemachte Service-Informationen ersparen Ihnen Anrufe bei der Servicehotline und reduzieren den Aufwand, den Sie an anderer Stelle tragen müssen. Voraussetzung für die Ermittlung solcher Kennzahlen ist es, dass Sie die Zahl der Serviceanfragen bereits vor Start Ihres Unternehmensblogs ermittelt haben.

5. Marktforschungswert
Welche Verpackung gefällt Ihnen besser? Welcher Jingle passt besser zu unserem Werbespot? Befragungen wie diese konnten Sie früher nur durch klassische Marktforschung ermitteln. Jede im Blog gestellte Frage oder von Ihnen veranstaltete Umfrage ersetzt je nach Umfang eine extern beauftragte Marktforschung in Höhe von 3.000 bis 10.000 Euro.

6. Adressgenerierungswert
Erzeugen Sie über Ihren Blog Adressen von potenziellen oder tatsächlichen Kunden – etwa weil diese sich in Ihren Unternehmensnewsletter eintragen? Dann ist das bares Geld wert! Die Erzeugung einer solchen wertvollen Adresse wird in einigen Branchen recht hoch bewertet. Tragen Sie die Vergleichszahl Ihrer Branche in diese Nutzenberechnung ein. Sie kennen keine Branchenwerte? Sie machen nichts falsch, wenn Sie pro generierter Adresse einen Wert von 5 Euro einsetzen.

7. Verkaufswirkung
Ist Ihr Blog direkt mit einem Shop verbunden, können Sie die Zahl der generierten Anfragen und daraus resultierenden Bestellungen an diesen Shop ermitteln. Da Sie in anderen Fällen an Affiliate-Partner Provisionen zahlen würden, können Sie die ersparten Affiliate-Aufwendungen in Ihre Berechnung des Blog-Nutzens einfließen lassen.

Hier eine Beispielrechnung:

Blog_roi

Fazit: Die Wirkung Ihres Blogs ist präzise zu ermitteln, wenn Sie dafür die Ihnen entstehenden Kosten und die ersparten Aufwendungen für andere vergleichbare Werbeaktivitäten gegenüber stellen. Wenn den Kosten ein gleich hoher Ertrag gegenüber steht, hat sich die Sache längst gelohnt. In vielen Fällen dürfte das Bloggen allerdings anderen Werbeformen im Blick auf den ROI überlegen sein.

Quelle: Diesen Artikel habe ich für WerbePraxis aktuell verfasst. Wenn Sie ein Probeexemplar möchten, hier ist der Link zur Bestellung Ihres Probeheftes