Apple Fan zu sein zahlt sich nicht aus
Klassische Werbung wird immer unbedeutender

trnd: Neues Preismodell der Mundpropaganda-Plattform

Die bislang von mir salopp als Mundpropaganda-Agentur bezeichnete trnd sieht sich nicht mehr als Agentur, sondern als Medium. Nicht Dienstleistung, sondern Reichweite soll verkauft werden.
Konsequenterweise wird jetzt nur noch nach konkreter nachgewiesener Produktempfehlung abgerechnet. Für jedes von trnd initiierte "Produktgespräch" wird trnd künftig 10 bis 60 Cent berechnen.

Durchschnittliche Kampagnen kosten dann zwischen 70.000 und 125.000 Euro.

Wäre natürlich noch interessant zu wissen, wie diese abrechenbaren Produktgespräche identifiziert und dokumentiert werden.

Alle Infos aus der w&v, Nr 21/2008

Kommentare

Steffan

Die Teilnehmer an den trnd-Projekten müssen/sollen jedes Gespräch über das jeweils zu testende Produkt an trnd berichten/bewerten.

Ist schön, wenn einem andere die Arbeit erledigen und man selbst nur noch die Rechnungen zu verschicken braucht.
Also Marketing 2.0 ...

Martin Oetting

@Steffan: Du machst es Dir da vielleicht ein wenig zu einfach - es ist nicht damit getan, darauf zu warten, dass die Berichte eintrudeln und dabei gemütlich ein Bier zu trinken, bis man die Rechnung schreiben kann. Ein kollaborativer Ansatz im Marketing wie bei uns, der die Nutzer ernst nimmt und auf ihren Input eingeht, die vielen Fragen und Anregungen aufnimmt, das Blog moderiert, etc. etc. kostet nicht nur viel Arbeit. Er ist vor allem auch ein besserer Weg, Marketing zu organisieren, bei dem man den Kunden nicht mehr allein als "Kaufvieh" wahrnimmt, sondern als ernstzunehmenden Gesprächspartner, mit dem man auf Augenhöhe reden muss.

Du kannst unser Modell gern weiter als "billige Nummer" abtun, aber ich würde im Gegensatz dazu einfach mal vorschlagen, dass Du kurz innehälst, wenn Dich die nächste Werbepause im Fernsehen nervt, und Du Dich vielleicht fragst, wann es Dir schon mal auf den Geist gegangen ist, wenn Dir ein Bekannter von einem neuen Produkt erzählt hat.

Und dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist, wenn Unternehmen künftig mehr darauf setzen, im intensiven Austausch mit 5000 Teilnehmern, die dabei im Unternehmen Gehör finden, Marketing zu organisieren. Auch wenn das ein Riesenaufwand ist.

Hagen Lindner

Also ich mache tagtäglich in eigenen Projekten die Erfahrung, wie viel Mehrarbeit es wirklich ist, sich persönlich um den gesamten Input zu mümmern.
Meinungen, Ideen und Vorschläge zu lesen, zu verweten, zu beantworten. Aber man mekrt daran eben das Interesse. Da sich das ganze bis jetzt noch alles im eher unkommerziellen Rahmen abspielt ist das Ganze wie eine Art Applaus, Brot des Künstlers.
Ich bin aber absolut überzeugt, dass dieser Weg (vor allem auf lange Sicht) der einzig sinnvolle sein kann: Kommunikation und ein echter Dialog.

Hagen Lindner

OMG, entschuldige bitte. Das nächste Mal lese ich wieder drüber...das ja die reinste Linksschreibung. Hoffe, man versteht den Inhalt trotzdem! :)

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