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Wann ist eine AdWords Kampagne erfolgreich?

"Die Universität Bern hat in einem Online-Marketing-Wettbewerb unter 1650 Teams aus 47 Ländern den ersten Platz der Länder aus Europa, Afrika und dem Mittleren Osten (EMEA) gewonnen. Der Google Online Marketing Challenge richtete sich an Bachelor- und Master-Studenten, um ihnen schon während des Studiums direkte Praxiserfahrungen in Sachen Online-Marketing zu vermitteln.

Die teilnehmenden Gruppen erhielten jeweils ein Budget im Gegenwert von 200 Dollar, das sie für ein lokales Unternehmen für Werbung investieren mussten. Dabei ging es darum, möglichst wirkungsvolle Online-Marketing-Kampagnen zu entwickeln.

Das Gewinnerteam aus Bern entwickelte für das Unternehmen Aaretal Reisen eine AdWords-Kampagne. Mit dem vorgegebenen Budget von 200 Dollar gelang es dem Team, über 1000 zusätzliche Besucher auf die Aaretal-Webseite zu locken und die Besucherzahl um rund 50 Prozent zu steigern."

So und genau das macht mich stutzig. Denn die Besucherzahl um 50% steigern - das ist keine Zahl, die mich so erstaunt. Und das soll das Siegerteam gewesen sein? Wie miserabel waren dann die anderen - wenn ein gutes Ergebnis schon reicht, den 1. Platz zu belegen?
Die entscheidende Frage wurde nicht beantwortet: Wie entwickle ich eine Kampagne, die Conversion bringt - zu vernünftigen Kosten?

An diesem Punkt wirds vage bei den Gewinnern.

Nadia Stauffer, Reiseberaterin bei Aaretal Reisen meint: «In den drei Wochen, in der die AdWords-Kampagne lief, haben die Buchungen und Besuche auf unserer Seite stark zugenommen. Wir denken darüber nach, AdWords in unsere Strategie einzubauen.»

Das liest sich doch stark nach gequälten PR-Statement.

Alle Zitate: Klein Report


Achtung Berlin: Bitte schnell vor dem Laden aufräumen

Google_streetview

Wie Spiegel Online meldet ist Google derzeit mit Kameraautos in Berlin, München, Frankfurt unterwegs, um Fotos für detailgenaue Straßenansichten zu gewinnen. Dann kann man via Google Straßenzüge nicht nur von oben sehen, sondern sich durch sie hindurch bewegen.

Das ist schlecht für die, die gerade ihren Ladeneingang verbaut oder Müll vor dem Schaufenster stehen haben. Oder deren Werbeschild nicht mehr lesbar ist.
Bevor man in Zukunft Hotels bucht, kann man also die Umgebung genau erkunden. Ist da etwa ein Sexshop in der Nähe? Spelunken statt guter Restaurants? Und auch Shops kann man dann in Augenschein nehmen ohne vor Ort sein zu müssen.

Wie die Streetview Ansicht aussieht, können Sie hier bereits sehen.
Und jetzt viel Spaß beim Aufräumen!


Hilfe, ich bin lyonisiert worden, Teil 2: Wie die Blogger-Aktion ablief

Hier nun Teil 2 meiner Ausführungen zur Aktion der Mercure/Accor Hotels: Diesmal geht es darum, wie die Aktion ablief.

1. Auswahl/Bloggereinladung
Mitte Mai erhielt ich eine E-Mail von Jocelyne Messas von der Werbeagentur DIGITAS mit der Nachricht, dass ausgewählte Blogger aus Europa in Hotels eingeladen werden sollen. Sie werden eingeladen, 2 Tage mit einer Begleitperson in einem der 5 für die Klassifizierung als MGallery Hotel vorgesehen Häuser zur verbringen. Beigefügt war eine Präsentation der Hotels, eine Erläuterung der Aktion, sowie der erwarteten Gegenleistung (Erstellung eines digitalen Reiseberichts sog. Scrapbooks). Außerdem sollte man die folgenden Fragen zu beantworten.

  • Name
  • Alter
  • Beruf
  • Adresse
  • Blogadresse
  • Besucherzahl pro Tag
  • Publikum/Leser des Blogs
  • Interessensgebiete
  • Wunschhotel
  • Wunsch- Abreisedatum

Ich sandte die Infos am gleichen Tag zurück. Ein paar Tage später dann telefonierten wir – anstelle der von mir gewünschten Hotels in Paris oder Lyon, sollte ich doch lieber in die Schweiz reisen. Keine Lust: Die Schweiz kenne ich – der Neugier- und Überraschungseffekt wäre wohl viel zu klein gewesen. Dann lieber zuhause bleiben.

Wieder ein bis zwei Wochen später dann die Info: Lyon klappt. Super!

2. Zusatzangebote
Einen Tag nach der Zusage folgten dann weitere Goodies:

Reisekosten-Übernahme
Die Reisekosten werden übernommen, ich kann mir meine Reise auch über das Hotel buchen lassen. Na ja, schön und gut – aber Lyon per Zug oder Flug? Das bedeutet locker 2 bis 3 Stunden mehr Reisezeit als mit dem eigenen PKW. Also dankend abgelehnt.

Taschengeld
Wir erhalten bei der Ankunft 500 Euro als Taschengeld, damit wir alles besichtigen und machen können, worauf wir Lust haben. Das war ne echte Überraschung – meiner Meinung nach an der richtigen Stelle platziert. Hätte man dies gleich zu Anfang verkündet, hätten sich eine Unmenge an Leuten mehr für die Aktion beworben – möglicherweise ohne die passende Motivation Lyon kennen zu lernen, sondern mehr vom Wunsch getragen, das Geld einzustecken.

Wenige Tage vor Abreise dann die neue Nachricht: Bitte die Kontonummer durchgeben. Das Geld wird nicht persönlich übergeben, sondern aufs Konto überwiesen. Na gut.

3. Der Empfang & die Betreuung vor Ort
Gespannt waren wir, wie der Empfang im Hotel ausfallen würde. Um’s gleich zu sagen: Wir checkten ein wie jeder andere Gast auch – spezielle Infos zur Begrüßung gab es keine. Zumindest auf dem Zimmer hätte ich ein kleines Info-Package erwartet – Stadtplan, Buch, Audioguide – was auch immer, es gab nichts davon. Unklar war, ob wir jemand von der betreuenden Agentur treffen würden. Auch das Fehlanzeige. Wir hatten während des ganzen Aufenthalts keinen Kontakt zu ihnen, wurden nicht von der Direktion empfangen und auch ansonsten gab es keine Anstalten, uns bei unserer Recherchemission zu unterstützen.
Ach und noch was: Bei der Frage wie man ans – natürlich kostenpflichtige – WLAN kommen könne, waren die Hotelangestellten an der Rezeption zunächst so hilflos wie viele Hoteliers. Immerhin klappte es nach einem Telefonat mit der für das Hotel zuständigen Telekommunikationsgesellschaft Orange endlich.
Mit 9,95 EUR pro 24 Stunden war der Zugang zum WLAN zwar erschwinglich, aber wenn man schon Blogger einlädt, hätte man ihnen dieses kostenlos und ungefragt einräumen sollen.

4. Die Gegenleistung
Was die Gegenleistung der Blogger angeht, wir sollten – wie gesagt - Material zur Erstellung eines Reisetagebuchs liefern. Das war inzwischen präzisiert worden. Gewünschte Scrapbook-Elemente:

•    Das Flug- oder Zugticket
•    6 Fotos von der Stadt, vom Hotel oder auch von uns
•    3 Eintrittskarten von irgendwelchen Sehenswürdigkeiten
•    2 Speisekarten von Restaurants
•    Beschreibung der Reiseeindrücke
•    andere Elemente, die interessant sein könnten

Fazit:
Die persönliche Art der Bloggeransprache – gut.
Die Art des Auswahlverfahrens – kann ich nicht kommentieren.
Die Vergütung für die Erstellung des Scrapbooks in Form von 2 kostenlosen Übernachtungen, Taschengeld und Bezahlung der Anreise: angemessen - großzügig.
Das Taschengeld - eine geschickt platzierte Überraschung.
Die persönliche Betreuung oder Ansprache - verbesserungswürdig.
Das administrative Follow-up – ebenfalls verbesserungswürdig.

Insgesamt wurden 7 Blogger aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien eingeladen. Bis auf Gregory Pouy und mich hat niemand über die Aktion gebloggt. Das sind sie:

Frankreich
http://blog.missblablabla.com/
http://aziz.typepad.com/
http://gregorypouy.blogs.com/
Hier sein Blogposting zur Aktion.
http://gregorypouy.blogs.com/marketing/2008/06/retour-sur-un-p.html

Großbritannien
www.travelerslunchbox.com
http://www.spittoon.biz

Deutschland
http://berndroethlingshoefer.typepad.com
http://www.ognibeni.de

Heute, am Sonntag den 13.07.08 hab ich das Scrapbook-Material in einen Briefumschlag gepackt und werde es versenden.
Was bis heute nicht passiert ist: Die 500 Euro Taschengeld sind bislang nicht auf dem Konto eingegangen. Die Reisekosten und Spesen für Restaurantbesuche und Eintrittsgelder lagen etwa in der gleiche Höhe und habe ich bislang selbst bezahlt.


Hilfe, ich bin lyonisiert worden, Teil 1

Das ist Teil 1 meines Berichts zur Blogger-Einladung der Mercure (Accor) Hotelgruppe in das Hotel Royal in Lyon. Hier geht es um Lyon und meine persönlichen Reiseeindrücke. Teil 2 (morgen) beschäftigt sich dann mit dem Aspekt der Marketingaktion „Blogger-Einladung“

Lyon, die unterschätzte Großstadt

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Wie die meisten kenne ich Lyon nur vom Vorbeifahren, wenn’s Richtung Süden, Provence gehen soll. Allerdings habe ich über die Stadt schon einiges gehört – sie soll sowas wie die Hauptstadt der Gastronomie sein mit Unmengen von Restaurants, einer angeblich hervorragenden Küche. Nun ja, schließlich werkelt in Lyon auch der bekannteste französische Koch der Welt Paul Bocuse. Lyon soll eine wunderschöne Altstadt haben (Unesco Weltkulturerbe) und im 2. Weltkrieg auch die Hauptstadt des Widerstands gegen die deutschen Besatzer gewesen sein. Soweit zu dem bisschen Allgemeinwissen. Am meisten getrieben hat mich sicherlich der Wunsch, mal wieder in französischer Küche zu schwelgen. Und zwar so richtig.

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Lyon und die Küche.

Wer bei französischer Küche an leichte Speisen, Schäumchen und Miniportionen denkt, liegt da komplett daneben. Die wirklich französische Küche ist meist noch ein bisschen deftiger rund fetter als die deutsche. Und die Küche von Lyon ist deftige Hausmannskost. Auf dem Speiseplan stehen zum Beispiel alle Arten von Innereien, Kutteln, Blutwürste.

Und so heißen die Gerichte:
•    Quenelle de brochet – Hechtklösschen (oft auch als Beilage serviert)
•    Croustille de Boudin noir aux pommes – Knusprig überbackene, warme Blutwurst mit karamellisierten Äpfeln
•    Tripes Lyonnaises – Kutteln in Tomatensoße
•    Gateau de foie de Volaille – Geflügelleberkuchen , könnte man eher als eine Art warmes Pastetentörtchen bezeichnen
•    Andouilette Lyonnaise – Wurst aus Innereien/Kutteln (warm als Hauptgericht)
•    Oeufs en meurette – Pochiertes Ei in Rotweinsoße

Gegessen werden die Gerichte – die in Deutschland nahezu vollständig von den Speisekarten verschwunden sind – sozusagen an jeder Ecke. Genauer in einem der typischen Bouchons (deutsch: „Weinkorken“). Das sind urige, kleine Gaststätten, in denen die Tische so eng stehen, dass man unweigerlich mit den Nachbarn ins Gespräch kommt.

Die Altstadt von Lyon ist voll von Bouchons. Alle behaupten, die einzig wahren, echten und unverfälschten zu sein – aber die meisten haben sich auf Touristenjagd gemacht. Ruhiger, typischer und fast ohne Touristen geht es zu im Viertel um den Place Bellecour und rund ums Museum der Schönen Künste (Viertel Croix Rouge). In den Bouchons schwingen nicht die Chefs, sondern die Mères – also die Mütter – den Kochlöffel. Was natürlich auch Legende ist – denn die meisten haben heute angestellte Köche am Herd stehen.

Wir haben gegessen bei Isabelle Comerro und Laura Vildie, die das Bouchon des Filles, also das Bouchon der Töchter eröffnet haben. Sie haben beide mal im Cafe des Federations – auch eine empfehlenswerte Adresse, aber stets vorher reservieren! – gearbeitet.

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Sie kochen die traditionellen Gerichte, aber mit einem Schuss Kreativität und modernen Aromen. Als wir da waren – typisch Deutsch schon um 19.00 Uhr – erhielten wir leicht einen Platz. Später füllte sich dann das Bouchon, auch kurz vor 22.00 Uhr kamen noch Gäste. Gewählt wird im Bouchon des Filles nur das Hauptgericht und die Nachspeise – alles andere, was auf den Tisch kommt, ist der Küchenplanung des Kochs überlassen. So türmen sich nach einem Appetizer dann gleich verschiedene Vorspeiseschälchen (z. B. Lachsrilette, Grüner Linsen-Salat, Salat mit gebackenem Schinken, Rote-Beete-Salat mit Schweinskopf) auf dem Tisch. Danach ist man schon fast satt. Nach der Hauptspeise kann man dann nicht mehr. Aber es kommt noch ein winziger Zwischengang, der den Magen lebendig hält für den darauf folgenden Käse und das Dessert.

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Inklusive Wein, Wasser und Kaffee zahlt man zu zweit für den mehrstündigen Ritt durch die kulinarischen Köstlichkeiten 60 Euro. Das sollen deutsche Gastronomen mal nachmachen.

Typisch für die Bouchons ist auch der Pot – eine Weinkaraffe, die 375 ml enthält. Sieht zwar viel größer aus, aber wegen des extra dicken Glasbodens ist einfach nicht mehr drin.

Adressen

  • Le Bouchon des Filles – unbedingt hingehen!
  • Leon de Lyon – eine Institution, leichtere Küche, hervorragendes Essen, mittags viele Geschäftsleute, etwas gehobenere Preise, super!
  • Le Laurencin – empfehlenswertes Bouchon in der Altstadt

Vieux Lyon und die Traboules
Als Altstadt von Lyon bezeichnet man das Viertel unterhalb des Hügels Fourvière, den man übrigens auch besichtigen sollte. Hoch geht es mit einer Standseilbahn, oben eine zweistöckige Kathedrale Note-Dame de Fourvière mit einer Aussichtsplattform auf die Stadt, und einer riesigen vergoldeten Marienstatue auf dem Vorplatz. Hinunter ein schöner Spaziergang durch die Rosen- oder Hortensiengärten des Parks.

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Vieux Lyon ist ein Gewirr von engen Gassen aus Häusern, die aus dem Mittelalter und der Renaissance stammen, einige prachtvoll renoviert, die meisten sehr gut erhalten, aber noch nicht kaputt saniert. Während einige Gassen sich zu den Laufstraßen der Touristen entwickelt haben, ist es in anderen ruhig wie auf dem Dorf.

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Vergesst bloß nicht in die Traboules zu gehen! Traboules sind enge Gassen, manchmal mit Kreuzgewölben, die dann Zugang zu Innenhöfen oder zu den in der zweiten Reihe liegenden Häuser gewähren. Ursprünglich sollen sie dazu gedient haben, dass die Stoffproduzenten in der Altstadt ihre Ware über größere Entfernungen immer im Trockenen transportieren konnten. Diese Traboules sind sehr versteckt, sehen wie private Hauseingänge aus, die nachts auch verschlossen werden, tagsüber stehen sie offen. Auch wenn es sehr privat aussieht: reingehen! Man tappt dann etliche Schritte im Stockdunkeln bis man in einem prächtigen Innenhof steht und eine vierstöckige Fassade eines weiteren Renaissance-Kleinods betrachten kann.

Les Halles de Lyon
Wer einmal da einkaufen möchte, wo es Paul Bocuse und seine Küchenjungen tun, sollte in die Markthallen von Lyon gehen, die seit kurzem zu Ehren des Meisters Les Halles Paul Bocuse heißen. Atmosphärisch gesehen können sie es mit dem Wochenmarkt von Ravensburg oder den Stuttgarter Markthallen nicht aufnehmen. Zum Glück sind sie trotz der feinsten Delikatessen, die dort verkauft werden, noch längst nicht so überkandidelt degeneriert wie der Münchner Viktualienmarkt, in dem jede Kirsche einzeln im Körbchen platziert wird. Auch die Freundlichkeit des Personals, das sich ja sicher nur allzu oft den bloß gaffenden Touristen gegenübersieht, ist bemerkenswert. Am Viktualienmarkt wird man schon beim Schlendern beschimpft. Hier wird in Ruhe erklärt, geduldig beraten – wie eigentlich immer in Frankreich. Die Leute lieben das Essen, sind stolz auf ihre Produkte und freuen sich Neulinge einzuführen.

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Wir haben ein großes Souvenirpaket beim Käsehändler Marechal gekauft. Die wie Juwelen aussehenden und hervorragenden Kreationen des Konditors Seve haben wir allerdings gleich vor Ort verkostet – die lange Reise wollten wir ihnen nicht zumuten.

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Fazit, Halles de Lyon: nur zum Gucken lohnt es sich nicht – zu wenig Atmosphäre, zu steril. Aber wer was kaufen und probieren möchte – um die Mittagszeit haben der einige Restaurants geöffnet –, der sollte es nicht verpassen.

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3 Arten mit Blogkommentaren umzugehen

Alle drei sind falsch.

Seth Godin lässt seine Postings nicht kommentieren.

Die Süddeutsche Zeitung nimmt außerhalb ihrer Bürozeiten keine Kommentare mehr an und sperrt sie temporär.

"Insbesondere nachts und am Wochenende gehen zuweilen Kommentare online, die mit einer sinnvollen Form von Meinungsäußerung nichts mehr zu tun haben. Wir haben uns deshalb entschlossen, in Zukunft stärker moderierend einzugreifen.

Eine solche intensivere Betreuung erfordert die ständige Präsenz aktiver Moderatoren. Deshalb werden wir die Kommentarfunktion ab sofort zwischen 19 Uhr abends und 8 Uhr morgens einfrieren. Das bedeutet, dass in dieser Zeit auf sueddeutsche.de keine Kommentare publiziert werden können. Dieser “Freeze“ gilt auch für die Zeit am Wochenende - zwischen Freitag, 19 Uhr, und Montag, 8 Uhr - sowie für Feiertage."

Wohin es führen kann, wenn Redaktionen ihre Kommentare gar nicht lesen sieht man beim Südkurier in Konstanz. Der Südkurier kann mit rassistischen Kommentaren der übelsten Art bestückt werden, siehe hier:

"Die Fabel von Ivan ist eine Metapher für die verkommenen Sitten unserer Migranten: Erst werden sie gehätschelt, umsorgt und gefüttert. Dann werden sie frech und werden gewalttätig denen gegenüber, die ihnen das sorgenfreie Leben finanzieren. ("Scheiß Deutsche" Hilft nur noch die Abschiebung. Aber auch hier gilt: Die meisten kommen wieder. 11.07.2008 17:50:37

Richtig wäre es, 24 Stunden online zu sein und den Dialog mit den Lesern zu suchen. Dass nicht jedes Kleinunternehmen das gewährleisten kann, ist klar. Aber bei Süddeutsche und Südkurier handelt es sich nicht um Kleinunternehmen, sondern Medienhäuser, die professionell agieren wollen.

Anmerkung:

Übrigens der ausländerfeindliche Kommentator, der sich "derMerlin" nennt, hat beim Südkurier schon 116 Kommentare hinterlassen. Wie wohl deren Inhalte sind? Hier ist noch eine Kostprobe vom 13.06.2008, 13:51:28:

"Hier in KN kann man ja nicht mal mehr Abends an der Seestraße langspazieren, ohne alle paar Meter auf einen Haufen degenerierte, verblödete, agressive, saufende und Dreck machende Jugendliche oder testosterongestörte Migrantenmoslems zu stoßen.
Ich als Steuerzahler will sowas nicht mehr sehen. Da gibt's nur eins, frei nach Sarkozy: Den Pöbel mit einem Hochdruckreiniger von den Straßen spülen. Wann greift die Polizei endlich mal hart durch? Ich finde die derzeitigen Zustände zum kotzen."


Shopify bietet jetzt Kreditkartenzahlung auch für deutsche Kunden

In meinem kürzlich erschienen Beitrag für WerbePraxis aktuell - auch hier im Blog zu lesen - habe ich das noch bemängelt: deutsche Shopify Kunden konnten keine Kreditkartenzahlung in ihrem Shop anbieten. Lediglich Überweisung, PayPal oder Google Checkout standen als Bezahlsysteme zur Verfügung.
Seit heute morgen ist das anders - deutsche Kunden wählen einfach den Payment-Anbieter Wirecard mit einem Klick aus eine Liste bei Shopify aus. Die technische Einbindung ist schon vorbereitet und klappt dann auf Mausklick.  Allerdings müssen mit Wirecard auch noch Verträge zur Zusammenarbeit abgeschlossen werden.
Der erste deutsche Shopify Shop, der jetzt die Kreditkartenzahlung eingebunden hat ist Edition12. Gemeinsam mit der Shopbetreiberin hat Shopify die Einbindung des Bezahlsystems vorangetrieben. Ich bin mir sicher, dass schnell weitere deutsche Shopify-Shops folgen werden.


Die neueste Brainstorming-Technik: Hypnose

In den USA greifen Firmen jetzt zu einer neuen Ideenfindungstechnik. Sie lassen ihre Mitarbeiter - zum Beispiel während Kreativsessions - hypnotisieren. Im Hypnosezustand sprudeln dann vielleicht neue Ideen ganz ohne die üblichen Denkblockaden.
Wer es ausprobieren möchte, kostet so etwa 10.000 - 20.000 US Dollar für eine Session mit acht Mitarbeitern.
Hier gehts zum Hypnotiseur.
Gefunden im Trendletter 07/2008 (nur im Print lesbar)


Hier kostenlos downloaden: "Wer macht eigentlich...Mundpropaganda-Marketing?"

Hat ein bisschen länger gedauert, als gewollt, aber nun ist es da. Das neue e-Book über die Dienstleister, die Unternehmen beim Mundpropaganda-Marketing unterstützen. Ist sicher nicht komplett, andrerseits dürften die wichtigsten Akteure der noch jungen aber sicher stürmisch wachsenden Szene darin vertreten sein.
Sollte ich wen vergessen haben, bitte melden. Lässt sich sicher bei nächster Gelegenheit einbauen.

So nun viel Spaß beim Lesen. Seht euch vor allem die Fallstories an um zu sehen, welche Erfolge die jeweiligen unterschiedlichen Konzepte der Agenturen haben.

Read this document on Scribd: Wer macht eigentlich... Mundpropaganda-Marketing

EBook hier herunterladen PDF, 2,6 MB


Lively, das Second Life von Google

Lively

Eben habe ich Lively von Google entdeckt. Eine Applikation, die es jedermann ermöglicht einen eigenen Chatroom einzurichten und dabei unter zahlreichen Avataren, Raum-Grundrissen, Möbeln usw. zu wählen.

Den Chatroom kann man mit eigenen Fotos ausschmücken oder Videos einbinden. Klingt nach jeder Menge Spaß und hat auf den ersten Blick gar nichts mit Googles Know-how zu tun. Aber vielleicht passt ja dann irgendwann Werbung ins persönliche Chat-Wohnzimmer?

Was noch auffällig ist: Google wendet sich vom Prinzip der zentralen Website ab - zu Second Life musste man hingehen und sich einloggen - und wendet das Prinzip der dezentralen Website an. Sprich - jedermann  kann ein Stück von Lively haben, indem er den Chat als Widget in sein Blog oder seine Website einbindet.

Zu Google Lively

PS. Funktioniert derzeit leider nur für PC User.


In 3 Minuten zum Webshop

Das ist das Versprechen des kanadischen Shopsystems Shopify. In einem Artikel für WerbePraxis aktuell, den ich unten widergebe, habe ich dieses Shophosting-Angebot vorgestellt. In der Unterstützung und Beratung für den Exklusiv-Dessous-Webshop von Edition12 habe ich Shopify mit allen Stärken und Schwächen kennengelernt und diese Erfahrungen in den Artikel einfließen lassen. Mein Fazit: wirklich ne klasse Lösung für jeden Einsteiger. Wer Änderungen braucht und dabei auf Programmierer angewiesen ist, bekommt allerdings Probleme. Wir haben dabei zwei kanadische Nieten an Land gezogen, die im Shopify Entwicklerforum ihre Dienste vollmundig anbieten. Sie konnten allerdings ihren Job weder termin- noch kostengerecht abliefern. Noch schlimmer: sie waren auch nicht in der Lage, die geforderte und angebotene Lösung überhaupt zu liefern. Da ist allergrößte Vorsicht geboten.

Noch ein paar Anmerkungen zum Erfolg von Shopify, die vom Mitgründer Tobias Lütke stammen:

  • Insgesamt haben sich ca 30.000 Shops bei Shopify angemeldet
  • Im deutschen Raum sind es rund 1.000 Kunden
  • Die größten Shops setzen um die 2 Millionen US Dollars pro Jahr um.
  • Der Gesamtumsatz aller Shops leigt derzeit knapp unter 20 Milllionen US Dollars jährlich.

Ein paar ausgewählte Shopify-Shops:

                                                                                                                  

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Kauft bei meinen Lesern (4): Heute bei Jürgen Heinz, Teno

Es lässt sich nicht leugnen: Jürgen Heinz ist ein guter Bekannter, den ich wie so manchen übers Bloggen kennengelernt und inzwischen auch schon persönlich getroffen haben. Da die diversen guten Ideen, die TeNo rund um das Blog ausheckt, hier auch schon öfter Thema waren, kennt ihr ihn vielleicht ebenfalls schon? Wenn nicht: weiterlesen!

Jh_2 1. Was können meine Leser und Leserinnen bei dir kaufen?

TeNo produziert und vertreibt hochwertigen Designschmuck, Uhren und Accessoires. Wer mal stöbern möchte, kann sich hier in unserer TeNo-World (www.teno-world.com) einen Eindruck verschaffen. Kaufen kann man unsere Uhren und unseren Schmuck bei ausgewählten Juwelieren (Bezugsquellen findet ihr hier.  Oder online beim Juwelier Wuchsa oder bei Solitaire . Und natürlich in unserem eigenen TeNo Store in Baden-Baden.

2. Warum gerade bei dir?

Weil unser Schmuck schön ist :-) Und weil unsere Kunden sicher sein können, dass sie hochwertige Produkte in bester Qualität bekommen. Jedes einzelne Schmuckstück produzieren wir in Handarbeit und mit Hochtechnologie in unserer Manufaktur in Pforzheim. TeNo Designschmuck ist 100 % made in Germany. Außerdem sind wir auch für individuelle Anpassungen und Wünsche gern ein Ansprechpartner.

3. Seit wann gibt es dein Geschäft?

Unser Unternehmen haben wir im Jahr 1999 gegründet.

4. Welche Werbemaßnahmen betreibst du?

Oh, die sind zahlreich. Wir werben in Zeitungen und Zeitschriften, drucken Kataloge, Prospekte, machen Direktmailing-Aktionen, lancieren PR-und Pressetexte, Plakate, Banner, Sponsoring... und sind natürlich auch im Web auf vielen Kanälen aktiv. Da ist unsere Homepage und unsere neue TeNo-World  mit angeschlossenem Pressebereich und natürlich unser Blog
Und unsere Juweliere allerorten werben ja auch noch. Für sich selbst und damit immer auch für TeNo. Wir arbeiten eng mit unseren Juwelieren zusammen und unterstützen sie gerne bei ihren Werbemaßnahmen.

5. Was ist dein spezielles Angebot für uns?

Hm - das ist nun schwierig - denn ich kann ja nicht allen Juwelieren sagen: Gebt ein Extra, wenn jemand TeNo kauft. ;-) Deshalb müssen wir es so machen:  Jeder Leser Deines Blogs bekommt bei einem Kauf eines TeNo Produkts ab 100 Euro bei einem unserer Juwelierpartner eine Überraschung von uns zugeschickt.
Um in den Genuss dieser Überraschung zu kommen muss man den Kaufbeleg (Kopie) mit dem Zusatz "Bernd Röthlingshöfer" sowie die Artikelnummer des TeNo Artikels faxen,  mailen oder mit der Post einschicken. Übersteigt der Kaufbeleg die 500 Euro Grenze so  wird die schmucke Überraschung einen Mindestwert von 50,- Euro haben. Dieses Angebot ist begrenzt bis zum 31.12.2008.


Google entdeckt ein paar Millionen bislang unbekannte Websites

Tja, da ist Google ein richtiger Coup gelungen. Mit einem Schlag konnte der Suchmaschinenriese ein paar Millionen Websites ans Licht befördern, die bislang im Verborgenen geblieben waren. Es handelt sich um die Websites, die in Flash programmiert waren. Bisher konnten diese von Google nicht gelesen und in den Index aufgenommen werden.
Durch eine Kooperation mit Flash-Hersteller Adobe werden endlich auch diese Blindflieger erkannt.
Na, da haben die flashverliebten Webdesigner ja noch mal Glück gehabt.

Mehr dazu bei Adobe


Ein Tipp und Eigenwerbung

Am 12. August startet der 4-wöchige Online-Workshop "Werbung mit kleinem Budget", den ich speziell für kleine und mittlere Unternehmen, Existenzgründer und Freiberufler konzipiert habe ... ja eine bunte Mischung ist erwünscht.

Dazu passt dann vielleicht dieser Tipp: Fortbildungen von der Steuer absetzen. Beteiligen Sie den Fiskus an den Kosten für Ihre Fort- oder Weiterbildung!


Wieso Sie nicht mehr Sandstein sagen dürfen

Oder Schiefer. Oder Porphyr. Selbst das harmlose Kiesel kann Ihnen den Rechtsanwalt auf den Hals hetzen. Warum? Einige Zeitgenossen haben sich diese Begriffe beim Patentamt als Marke schützen lassen.

Und jetzt werden Winzer mit Abmahnungen überzogen, die diese Begriffe auf ihren Etiketten drucken ließen um die Bodenbeschaffenheit ihrer Rebflächen zu beschreiben.

Na zum Glück passierte dann das hier: "Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz hat sich jetzt jedoch auf die Seite der Beklagten Winzer gestellt und beim Patentamt entsprechende Löschungsanträge gestellt. Damit bahnt sich eine spannender Rechststreit an."

Mehr dazu bei DrinkTank